FAZ 06.02.2026
14:46 Uhr

Neues von den Promis: „Billie Eilishs Haus liegt auf dem Land unserer Vorfahren“


Bei den Grammys hat Billie Eilish ICE-Einsätze auf „gestohlenem Land“ kritisiert – obwohl ihr Haus offenbar selbst auf Gebieten von Ureinwohnern steht. Nun hat sich der Stamm selbst zu Wort gemeldet.

Neues von den Promis: „Billie Eilishs Haus liegt auf dem Land unserer Vorfahren“

Mit ihren Statements zur amerikanischen Einwanderungspolitik hat sich Billie Eilish bei den Grammys keinen Gefallen getan. Der Vorwurf der Sängerin, auf „gestohlenem Land“ könne es keine illegalen Einwanderer geben, eine Anspielung auf das Verdrängen von Native Americans durch weiße Einwanderer, hat eine Welle der Empörung in den sozialen Medien losgetreten. Viele Nutzer forderten die Vierundzwanzigjährige auf, ihre Villen für Einwanderer zu öffnen oder an Stämme zu übertragen, die Südkalifornien früher bewohnten. Einige warfen Eilish Doppelmoral vor: Eines ihrer Anwesen in Kalifornien stehe auf Land, das dem Tongva-Stamm gehöre. Ein Sprecher des Stamms hat sich nun gegenüber der britischen „Daily Mail“ geäußert – und sich versöhnlich gezeigt. „Als Ureinwohner des Großraums Los Angeles ist uns bewusst, dass ihr Zuhause auf dem Land unserer Vorfahren liegt“, erklärte der Sprecher. Eilish selbst habe sich bislang nicht bei dem Stamm gemeldet. Aber: „Wir schätzen es sehr, wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die wahre Geschichte dieses Landes sichtbar machen.“ Man habe Eilishs Team kontaktiert, „um unsere Wertschätzung für ihre Äußerungen zum Ausdruck zu bringen“. Er hoffe, dass auch zukünftige Diskussionen auf das Gebiet des Tongva-Stamms aufmerksam machten. Eilish wird ein Faible für Immobilien nachgesagt. Ihr erstes Anwesen, eine Pferderanch in Glendale bei Los Angeles, kaufte die Sängerin („Birds of a Feather“) kurz nach dem 17. Geburtstag. Inzwischen soll die Kalifornierin auch Eigentümerin von Anwesen in den Hollywood Hills und Malibu sein.