FAZ 18.02.2026
21:16 Uhr

Nationalwald Tahoe: Acht Tote durch Lawine in Kalifornien


Ein Schneerutsch in der Größe eines Fußballfeldes: In einem Skigebiet in Kalifornien stürzt eine Lawine herab und reist 15 Personen mit. Die Polizei warnt vor Ausflügen in die Gegend.

Nationalwald Tahoe: Acht Tote durch Lawine in Kalifornien

Bei ungewöhnlich starkem Schneefall ist eine Gruppe von Skitourengängern in der kalifornischen Sierra Nevada von einer Lawine überrascht worden. Dabei sind acht Personen ums Leben gekommen, wie das Sheriffbüro des Bezirks Nevada am Mittwoch mitteilte. Eine Person gilt weiterhin als vermisst. Zuvor konnten sechs Skitourengänger einige Stunden nach dem Abgang der Lawine am Dienstagvormittag (Ortszeit) gerettet werden. Sie hatten sich in einem Waldstück in Sicherheit gebracht und durch eine Plastikplane geschützt. In den Stunden nach dem Lawinenabgang hatten sich etwa 50 Rettungskräfte aus den Skigebieten Boreal und Tahoe Donner Alder Creek auf den Weg zum Frog Lake, einem Bergsee nordwestlich von Truckee, gemacht. Nach den bisherigen Berichten war die Gruppe aus vier Bergführern und elf Skitourengängern auf dem Rückweg von einem dreitägigen Ausflug, als die Lawine niederging. Laut dem Sierra Avalanche Center wies der Schneerutsch die Größe eines Fußballfeldes auf. Eine Lawine dieser Dimension kann Menschen schwer verletzen und unter sich begraben. Hohe Wahrscheinlichkeit für Lawinen Nach wiederholten Schneerutschen in den vergangenen Wochen, bei einem kam Anfang Januar am Castle Peak der Fahrer eines Schneemobils ums Leben, hatte das Sierra Avalanche Center auch für Dienstag eine Lawinenwarnung ausgesprochen. „Natürliche Lawinen sind wahrscheinlich, und von Menschen ausgelöste Lawinen, die sie begraben können, sind sehr wahrscheinlich“, mahnte die Leitstelle in Truckee. Warum die Gruppe bei Schnee und heftigen Windböen dennoch aus der Unterkunft am Frog Lake aufbrach, blieb vorerst offen. Die Autobahn I-80, die wichtigste Verbindung der Region, war wegen des Wetters zuvor gesperrt worden. Wie die California Highway Patrol mitteilte, kann sie mithilfe von Detektoren an Hubschraubern Verschüttete orten, die mit Suchgeräten ausgestattet sind. Ob Schnee und Windböen das Aufsteigen der Hubschrauber am Mittwoch erlauben, ließ die Polizeibehörde aber offen. Offen blieb auch, ob die Vermissten Verschüttetensuchgeräte, die Signale senden, bei sich trugen. Laut der Meldestelle in Colorado kommen in den Vereinigten Staaten jedes Jahr durchschnittlich etwa 27 Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Die meisten sterben durch Ersticken.