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28.02.2026
08:58 Uhr
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Israel an Angriff beteiligt – Katz: Wenden Gefahr von unserem Land ab +++ Iranische Vergeltung wird laut Regierungsmitarbeiter „vernichtend“ ausfallen +++ Explosionen in Teheran +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Israel: Iran feuert Raketen abIran hat nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die Luftverteidigung sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. Demnach wurden bereits zwei Salven an Raketen auf Israel geschossen. In mehreren Regionen des Landes sei Luftalarm ausgelöst worden. „Israel hat das Recht, sich zu verteidigen“, schrieb das Militär auf der Plattform X. Die ersten zwei Raketen sollen auf den Norden Israels abgeschossen worden sein. Bislang wurden keine Einschläge oder Schäden gemeldet.
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossenNach Israels Angriff auf Ziele in Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf Weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraum für zivile Flüge zu schließen, teilte die israelische Flughafenbehörde nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.Auch im Irak wurde der Luftraum geschlossen, wie das Transportministerium mitteilte. Der Irak ist ein Nachbarland Irans.Der israelische Zivilschutz veröffentlichte außerdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Große Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19 Uhr MEZ gelten.
Auf Bildern verschiedener Nachrichtenagenturen ist zu sehen, wie Menschen in der iranischen Hauptstadt Teheran nach den ersten Angriffen auf die Stadt auf den Straßen unterwegs sind.
Iran bereitet „vernichtende“ Vergeltung vorEin iranischer Regierungsmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Irans Vergeltung werde „vernichtend“ ausfallen. In den vergangenen Wochen hatte Iran mit Angriffen auf amerikanische Militärbasen in der Region sowie auf Israel und auf Ölinstallationen von US-Verbündeten gedroht. Außerdem hat es gedroht, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus einzuschränken, die für den internationalen Ölhandel extrem wichtig ist.
Irans Nachrichtenagenturen gehacktLaut der Nachrichtenagentur Tasnim wurden mehrere iranische Nachrichtenwebsites gehackt. So ist wohl auch zu erklären, dass es in einer vermeintlichen Meldung der Agentur Isna heißt, \"eine bedeutende Zahl\" von Revolutionsgardisten an \"kritischen Positionen\" sei getötet oder verletzt worden. Es ist kaum vorstellbar, dass die regimetreue Agentur dies in dieser kritischen Phase vermelden würde.
Deutscher Botschafter: Bleiben Sie in der Nähe von SchutzräumenDer deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, schrieb auf der Plattform X: „Alle deutschen Landsleute in Israel bitte ich dringend, sich an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden/Home Front Command zu halten! Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen.“ Die Deutschen hatten anders als manche anderen Länder keine Reisewarnung für Israel ausgegeben oder ihre Bürger zum Verlassen des Landes aufgefordert.
Amerikanische Angriffe aus der Luft und von SeeDie amerikanischen Angriffe auf Iran erfolgten aus der Luft und von See aus. Dies sagte ein amerikanischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Israel attackierte kurz zuvor die Hizbullah Kurz vor dem amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran hat das israelische Militär laut eigenen Angaben Einrichtungen der Hizbullah im Süden Libanons attackiert. Auf Videobildern waren Rauchwolken zu sehen. Unter den Zielen waren laut den Armeeangaben unterirdische Einrichtungen und Abschussanlagen, die gegen Israel eingesetzt werden könnten. Die Armee war zuletzt verstärkt gegen die Hizbullah vorgegangen. Dies wurde von Beobachtern auch als Warnung interpretiert, dass die mit Iran verbündete Schiitenmiliz sich nicht an einer möglichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Iran und Israel beteiligen solle. Am Mittwoch sagte ein namentlich nicht genannter Hizbullah-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP, man werde nicht militärisch eingreifen, wenn es „begrenzte“ amerikanische Militärschläge gegen Iran gebe. Ein Angriff auf den Obersten Führer Ali Khamenei wäre jedoch eine „rote Linie“. Hizbullah-Führer Naim Qassem hatte zuvor gesagt, die Hizbullah sei in einer „Verteidigungshaltung“; ein Angriff auf Iran werde aber auch als Angriff auf sie selbst gesehen.
Explosionen außerhalb Teherans Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden auch Explosionen in den Provinzen beziehungsweise Städten Isfahan, Qom, Lorestan, Kermanshah, Karadsch und Täbris gemeldet. Die iranische Luftfahrtbehörde teilte mit, der Luftraum über Iran sei geschlossen.
Explosionen in Teheran Das iranische Staatsfernsehen verbreitete Bilder einer Explosion in der Nähe des Pasteur-Platzes in Teheran, der nicht weit von der Residenz des Obersten Führers entfernt liegt. Nach Angaben von Anwohnern gab es eine weitere Explosion in einer Gegend, in der das Geheimdienstministerium seinen Sitz hat. Laut der Nachrichtenagentur Fars gab es zunächst drei schwere Explosionen im Zentrum Teherans.
Iran: Atomprogramm nur für zivile ZweckeTeheran beharrt darauf, dass sein Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Im vergangenen Juni hatten Israel und der Iran einen zwölftägigen Krieg gegeneinander geführt. Dabei hatten die Vereinigten Staaten an der Seite Israels eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert. In den vergangenen Wochen bauten die USA ihre Militärpräsenz in der Region deutlich aus. Trump drohte Iran mehrmals mit einem Angriff und setzte Teheran eine Frist bis Anfang März, um sich mit Washington auf ein neues Abkommen zum iranischen Atom- und Raketenprogramm zu einigen. Die amerikanische Regierung hatte ihren Botschaftsmitarbeitern in Israel am Freitag die umgehende Ausreise nahegelegt. Nicht dringend benötigte Mitarbeiter und ihre Familien sollten erwägen, Israel zu verlassen, solange noch Linienflüge verfügbar sind, erklärte die Botschaft. Das Auswärtige Amt in Berlin riet am Freitag dringend von Reisen nach Israel ab. Aus dem Ministerium hieß es zudem, dass die Botschaft in Tel Aviv voll arbeitsfähig bleibe.Vor wenigen Tagen haben meine Kollegen Gregor Grosse und Jens Giesel einen umfangreichen Überblick über die amerikanische Aufrüstung im Nahen Osten gegeben, den Sie hier nachlesen können:
USA und Israel greifen Ziele in Iran anDie Vereinigten Staaten und Israel haben am Samstag Iran angegriffen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Iran über Wochen mit einem Angriff gedroht. Am Samstag bestätigte er in einem Post auf Truth Social den Angriff, US-Streitkräfte hätten einen großen Kampfeinsatz in Iran begonnen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor mitgeteilt, man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, „um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen\". Iranischen Medien zufolge waren in Teheran Explosionen zu hören. Der neue Angriff erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. Trump hatte sich am Freitag unzufrieden gezeigt über die Verhandlungen mit Iran und seine Drohung mit einem Angriff aufrechterhalten. Er sei nicht begeistert über den Verlauf der Gespräche über ein neues Atomabkommen, sagte Trump in Washington. Über einen möglichen Militäreinsatz sei aber noch nicht entschieden. Der Vermittler Oman sprach hingegen von einem Durchbruch in den Verhandlungen, Iran habe sich demnach zum Verzicht auf die Lagerung von angereichertem Uran bereiterklärt.