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28.02.2026
09:46 Uhr
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Israelische Luftverteidigung aktiv +++ Trump: USA haben Iran angegriffen +++ Israel an Angriff beteiligt – Netanjahu: Regime muss fallen +++ Explosionen in Teheran +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Offenbar massive Cyberangriffe gegen IranIran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars das Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe. Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete, es sei ein „fast vollständiger Internetausfall“.
Lufthansa streicht Flüge in den Nahen OstenDie Fluggesellschaft Lufthansa streicht alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagte ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen.
Netanjahu ruft dazu auf, das iranische Regime zu stürzenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dazu aufgerufen, das iranische Regime zu stürzen. Gemeinsam mit den USA habe man einen Angriff begonnen, um „die existenzielle Bedrohung“ durch Iran zu beseitigen, erklärte er am Samstagvormittag in einer Videobotschaft. Damit werde man auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass „das tapfere iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann“. Die Iraner sollten „das Joch der Tyrannei abschütteln“. Netanjahu verkündete auch, die Militäraktion trage den Namen „Das Brüllen des Löwen“. Er änderte damit den Namen, den die Armee gewählt hatte, „Jehudas Schild“. Israels Angriff auf Iran im Juni vergangenen Jahres trug den Namen „Sich erhebender Löwe“. Manche Beobachter sahen darin auch eine Anspielung auf Israels Wunsch nach einem Regimewechsel: Der Löwe ist nicht nur das Symbol des biblischen Stammes Juda, sondern war bis zur Islamischen Revolution auch das Reichsemblem Irans.
Was wir bisher über die Angriffe der USA und Israels wissenDer amerikanische Präsident Trump hat am Samstag mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten einen Großangriff auf Iran begonnen haben. Auch Israel ist an dem Angriff beteiligt. Nach israelischen und iranischen Angaben hat Iran mit einem Gegenschlag begonnen. Die amerikanischen Angriffe werden nach Angaben eines US-Regierungsvertreters aus der Luft und von See aus geführt. Es war zunächst unklar, welche Ziele die Vereinigten Staaten und Israel bislang angegriffen haben. In der iranischen Hauptstadt Teheran waren laut Medienberichten massive Explosionen zu hören, auch an anderen Orten im Land soll es zu Explosionen gekommen sein. Amerikanische und iranische Vertreter haben sich am Donnerstag in Genf zu einer Verhandlungsrunde über das Atomprogramm Teherans getroffen, die als entscheidend galt für die Frage von Krieg oder Frieden. Zu einer Einigung kam es nicht. Trump hatte Iran eine Frist für einen „Deal“ gesetzt, die bald abgelaufen wäre.
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossenNach Israels Angriff auf Ziele in Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf Weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraum für zivile Flüge zu schließen, teilte die israelische Flughafenbehörde nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.Auch im Irak wurde der Luftraum geschlossen, wie das Transportministerium mitteilte. Der Irak ist ein Nachbarland Irans.Der israelische Zivilschutz veröffentlichte außerdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Große Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19 Uhr MEZ gelten.
Auf Bildern verschiedener Nachrichtenagenturen ist zu sehen, wie Menschen in der iranischen Hauptstadt Teheran nach den ersten Angriffen auf die Stadt auf den Straßen unterwegs sind.
Iran bereitet „vernichtende“ Vergeltung vorEin iranischer Regierungsmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Irans Vergeltung werde „vernichtend“ ausfallen. In den vergangenen Wochen hatte Iran mit Angriffen auf amerikanische Militärbasen in der Region sowie auf Israel und auf Ölinstallationen von US-Verbündeten gedroht. Außerdem hat es gedroht, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus einzuschränken, die für den internationalen Ölhandel extrem wichtig ist.
Irans Nachrichtenagenturen gehacktLaut der Nachrichtenagentur Tasnim wurden mehrere iranische Nachrichtenwebsites gehackt. So ist wohl auch zu erklären, dass es in einer vermeintlichen Meldung der Agentur Isna heißt, \"eine bedeutende Zahl\" von Revolutionsgardisten an \"kritischen Positionen\" sei getötet oder verletzt worden. Es ist kaum vorstellbar, dass die regimetreue Agentur dies in dieser kritischen Phase vermelden würde.
Deutscher Botschafter: Bleiben Sie in der Nähe von SchutzräumenDer deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, schrieb auf der Plattform X: „Alle deutschen Landsleute in Israel bitte ich dringend, sich an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden/Home Front Command zu halten! Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen.“ Die Deutschen hatten anders als manche anderen Länder keine Reisewarnung für Israel ausgegeben oder ihre Bürger zum Verlassen des Landes aufgefordert.
Amerikanische Angriffe aus der Luft und von SeeDie amerikanischen Angriffe auf Iran erfolgten aus der Luft und von See aus. Dies sagte ein amerikanischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Israel attackierte kurz zuvor die Hizbullah Kurz vor dem amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran hat das israelische Militär laut eigenen Angaben Einrichtungen der Hizbullah im Süden Libanons attackiert. Auf Videobildern waren Rauchwolken zu sehen. Unter den Zielen waren laut den Armeeangaben unterirdische Einrichtungen und Abschussanlagen, die gegen Israel eingesetzt werden könnten. Die Armee war zuletzt verstärkt gegen die Hizbullah vorgegangen. Dies wurde von Beobachtern auch als Warnung interpretiert, dass die mit Iran verbündete Schiitenmiliz sich nicht an einer möglichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Iran und Israel beteiligen solle. Am Mittwoch sagte ein namentlich nicht genannter Hizbullah-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP, man werde nicht militärisch eingreifen, wenn es „begrenzte“ amerikanische Militärschläge gegen Iran gebe. Ein Angriff auf den Obersten Führer Ali Khamenei wäre jedoch eine „rote Linie“. Hizbullah-Führer Naim Qassem hatte zuvor gesagt, die Hizbullah sei in einer „Verteidigungshaltung“; ein Angriff auf Iran werde aber auch als Angriff auf sie selbst gesehen.
Explosionen außerhalb Teherans Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden auch Explosionen in den Provinzen beziehungsweise Städten Isfahan, Qom, Lorestan, Kermanshah, Karadsch und Täbris gemeldet. Die iranische Luftfahrtbehörde teilte mit, der Luftraum über Iran sei geschlossen.
Explosionen in Teheran Das iranische Staatsfernsehen verbreitete Bilder einer Explosion in der Nähe des Pasteur-Platzes in Teheran, der nicht weit von der Residenz des Obersten Führers entfernt liegt. Nach Angaben von Anwohnern gab es eine weitere Explosion in einer Gegend, in der das Geheimdienstministerium seinen Sitz hat. Laut der Nachrichtenagentur Fars gab es zunächst drei schwere Explosionen im Zentrum Teherans.