Ein Korrespondent der Deutschen Welle (DW) ist am vergangenen Freitag in Niamey, der Hauptstadt Nigers, festgenommen worden. Grund der Festnahme ist nach Angaben des Senders offenbar ein Bericht des Korrespondenten vom 15. Januar. Weitere Details teilte die DW bislang nicht mit. Das Magazin „Jeune Afrique“ berichtet, eine Reportage über die schwierigen Lebensbedingungen von Hunderten nigerianischen Flüchtlingen in Niamey könne Grund der Festnahme sein. Die Nachrichtenagentur AFP teilt diese Annahme. „Wir sind sehr besorgt über die Festnahme unseres langjährigen Kollegen und verlangen seine sofortige Freilassung“, schreibt die DW-Programmdirektorin Nadja Scholz. Es müsse gewährleistet sein, „dass unsere Mitarbeitenden ihre journalistische Arbeit frei und ohne Einschüchterung ausüben können“. Die DW stehe in Kontakt mit der Familie und dem Anwalt des Journalisten sowie mit weiteren Stellen vor Ort. Seit dem Militärputsch im Juli 2023 seien mindestens zwei Journalisten in Niger aufgrund von Berichten über das Militär strafrechtlich verfolgt worden, berichten Reporter ohne Grenzen.
