Von einer Zeitschleife war zuletzt zu lesen, als die Frankfurter Eintracht immer dieselben Gegentore hinnehmen musste. Ähnlich ist es nach europäischen Auswärtsspielen des hessischen Bundesligaklubs: Im Januar gab es Beschwerden, als sie in Rom spielte. Im November, als keiner ihrer Fans nach Neapel reisen durfte. Und gestern, als sie in Barcelona 1:2 verlor. Aus dem Eintracht-Block flog bei dem Spiel eine Pyrofackel in einen Block, in dem Barcelona-Fans auf das Spiel blickten. Videos im Internet zeigen, wie zudem mehrere gefüllte Bierbecher aus dem Frankfurter Bereich über eine Plexiglaswand geschmissen werden. Ein Teil dieser Wand soll zerstört worden sein. Eintracht-Vorstand Philipp Reschke sagte dazu: „Nach dem 1:0 wurden sieben Bengalos entzündet – keiner davon geworfen. Der Bengalo nach dem 2:1-Treffer der Katalanen wurde zuerst in dem Block links unterhalb des Gastbereichs entzündet und nach oben geworfen über die Plexiglasscheibe in den Gastbereich.“ Reschke bestätigte, dass die Fackel „anschließend nach einigen Sekunden leider auch von dort wieder zurück“ geworfen worden sei. „Zum Glück so weit, dass sie am äußeren linken Rand des betreffenden Blocks landete und nicht mitten zwischen den Menschen. Auch wenn im Ergebnis eine geworfene Fackel zu viel steht, macht das für mich schon einen erheblichen Unterschied in der Aufarbeitung.“ Die anderen sollen also angefangen haben. Ob das bei der UEFA-Untersuchung hilft, die bald folgen könnte? Seit dem Spiel bei der AS Rom im Januar steht die Eintracht unter Bewährung. Damals waren ebenfalls Leuchtraketen in umliegenden Blöcken gelandet. Der europäische Fußballverband hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren ausgesprochen. Nun könnte ein Fanausschluss folgen – etwa beim letzten Auswärtsspiel der Eintracht in der Champions-League-Gruppenphase am 21. Januar in Baku.
