FAZ 14.12.2025
09:48 Uhr

Nach Ärger um Fußballprofi: Salah sorgt bei Liverpool-Rückkehr für Rekord


Mohamed Salah wird nach einem öffentlich ausgetragenen Disput mit seinem Trainer und dem FC Liverpool zunächst aus dem Kader der „Reds“ geworfen. In der Premier League darf er nun wieder ran. Mit Erfolg.

Nach Ärger um Fußballprofi: Salah sorgt bei Liverpool-Rückkehr für Rekord

Der eingewechselte Mohamed Salah hat bei seiner Rückkehr in den Kader des FC Liverpool groß aufgespielt und einen Rekord aufgestellt. Der in der Kritik stehende Stürmerstar wurde gegen Brighton & Hove Albion bereits in der 26. Minute eingewechselt und setzte mit seiner Vorlage für den Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand einen Meilenstein. Der Ägypter kann nun 277 Torbeteiligungen für einen einzigen Premier-League-Klub vorweisen und damit mehr als jeder andere in der bisherigen Geschichte der englischen Topliga. Zuvor hatte er sich den Rekord mit Wayne Rooney (Manchester United) geteilt. „Taten sprechen lauter als Worte“ Nach dem Schlusspfiff bedankte sich der sichtlich gerührte Salah für den Beifall und die Sprechchöre bei den Fans. „Ich denke, Taten sprechen in dem Fall lauter als Worte“, sagte Trainer Arne Slot nach der Partie: „Er hat so gespielt, wie es sich wohl jeder Fan, mich eingeschlossen, heute von ihm gewünscht hat.“ Die Fans hätten „ein Dankeschön von uns verdient“, sagte der Niederländer. „Mo fährt jetzt zum Afrika-Cup, ich hoffe, er macht es gut. Und in der Zwischenzeit müssen wir hier ohne ihn spielen, da uns momentan nicht viele Spieler zur Verfügung stehen.“ Viele Fans im Anfield-Stadion hatten Salah schon bei dessen Einwechslung nach etwa einer halben Stunden bejubelt. Er war für den verletzten Joe Gomez ins Spiel gekommen. Dem spielfreudigen Offensivstar war deutlich anzumerken, dass er sich beweisen wollte. Im Champions-League-Spiel bei Inter Mailand war Salah aufgrund seiner Wutrede gegen den Verein und Trainer Arne Slot aussortiert worden. „Das Ergebnis dieses Gesprächs wird darüber entscheiden, wie es morgen weitergeht“, hatte Slot bei der Pressekonferenz zum Spiel erklärt. Das Ergebnis des Gesprächs war, dass Salah zumindest auf der Bank sitzen durfte. Bei Salahs Einwechslung gegen Brighton führte der englische Meister bereits 1:0, weil dem früheren Frankfurter Hugo Ekitiké in der ersten Minute ein Tor gelang. Ekitikés zweiten Treffer legte Salah dann mit einem Eckball auf. In der Nachspielzeit vergab Salah eine Großchance für einen eigenen Treffer. Deshalb gab es Aufregung um Salah Die Zukunft des 33-Jährigen bei den Reds ist aber dennoch fraglich. „Der Verein hat mir im Sommer viel versprochen. Jetzt sitze ich auf der Bank, also kann ich sagen, dass sie dieses Versprechen nicht gehalten haben“, hatte Salah nach dem Spiel bei Leeds United gesagt und damit für große Aufregung gesorgt. Es war das dritte Spiel nacheinander, bei dem Salah nicht in der Startelf gestanden hatte. „Ich hatte eine gute Beziehung zum Trainer. Ganz plötzlich haben wir jetzt aber gar keine Beziehung mehr. Und ich weiß nicht warum. Scheinbar will mich jemand nicht mehr im Klub haben“, klagte er. Der englische Spitzenreiter FC Arsenal erarbeitete sich unterdessen mit ganz viel Mühe einen Heimsieg gegen Schlusslicht Wolverhampton Wanderers – und profitierte dabei von zwei Eigentoren. Die Mannschaft von Teammanager Mikel Arteta gewann am Samstagabend 2:1 (0:0) gegen die weiterhin sieglosen Wolves. Für den ersten Treffer sorgte Bukayo Saka per Ecke, wobei dieser als Eigentor von Wolverhamptons Keeper Sam Johnstone gewertet wurde (70.). Tolu Arokodare traf dann per Kopf zum späten Ausgleich für die Wolves (90.) – doch ein weiteres Eigentor, diesmal von Yerson Mosquera (90.+4), besiegelte den Endstand. Arsenals Stürmer Gabriel Jesus gab derweil sein Comeback in der Liga nach Kreuzbandriss.