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28.02.2026
09:46 Uhr
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Israelische Luftverteidigung aktiv +++ Trump: USA haben Iran angegriffen +++ Israel an Angriff beteiligt – Netanjahu: Regime muss fallen +++ Explosionen in Teheran +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Bundesregierung ruft Krisenstab zusammenDie deutsche Bundesregierung ruft nach der Eskalation im Nahen Osten den Krisenstab zusammen. Das Treffen sei für 12 Uhr im Auswärtigen Amt angesetzt, teilt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region.
Israel bereitet sich auf mehrtägigen Konflikt vorDie Regierung von Israel bereitet sich auf mehrtägige kriegerische Auseinandersetzungen mit Iran vor. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Samstagvormittag, die Bürger sollten den Anordnungen der Armee folgen und „Geduld und innere Stärke“ zeigen. In dem Zwölftagekrieg im Juni vergangenen Jahres hatte es zahlreiche Einschläge iranischer Raketen gegeben, 28 Menschen waren getötet worden. Krankenhäuser in Israel wurden jetzt angewiesen, sich auf einen Notbetrieb einzurichten und ihre geschützten beziehungsweise unterirdischen Bereiche in Betrieb zu nehmen. Der Luftraum wurde für den zivilen Flugbetrieb gesperrt, Flüge nach Israel werden nach Zypern und Griechenland umgeleitet. Die israelische Armee berief Reservisten ein; sie sollen vor allem an der Grenze mit Libanon sowie im Westjordanland eingesetzt werden. Dort richtete die Armee umfassende Straßensperren ein. In Ostjerusalem sollte die Al-Aqsa-Moschee palästinensischen Berichten zufolge für Betende geschlossen werden. Polizeiminister Itamar Ben-Gvir richtete eine scharfe Drohung an die eigene Bevölkerung: Niemand solle es wagen, Iran zu unterstützen, äußerte er in einem Statement. „Ich sage ganz klar: Wir werden jedem den Kopf abschlagen, der versucht, den Feind anzustacheln oder zu unterstützen.“
Offenbar massive Cyberangriffe gegen IranIran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars das Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe. Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete, es sei ein „fast vollständiger Internetausfall“.
Lufthansa streicht Flüge in den Nahen OstenDie Fluggesellschaft Lufthansa streicht alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagte ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen.
Netanjahu ruft dazu auf, das iranische Regime zu stürzenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dazu aufgerufen, das iranische Regime zu stürzen. Gemeinsam mit den USA habe man einen Angriff begonnen, um „die existenzielle Bedrohung“ durch Iran zu beseitigen, erklärte er am Samstagvormittag in einer Videobotschaft. Damit werde man auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass „das tapfere iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann“. Die Iraner sollten „das Joch der Tyrannei abschütteln“. Netanjahu verkündete auch, die Militäraktion trage den Namen „Das Brüllen des Löwen“. Er änderte damit den Namen, den die Armee gewählt hatte, „Jehudas Schild“. Israels Angriff auf Iran im Juni vergangenen Jahres trug den Namen „Sich erhebender Löwe“. Manche Beobachter sahen darin auch eine Anspielung auf Israels Wunsch nach einem Regimewechsel: Der Löwe ist nicht nur das Symbol des biblischen Stammes Juda, sondern war bis zur Islamischen Revolution auch das Reichsemblem Irans.
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossenNach Israels Angriff auf Ziele in Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf Weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraum für zivile Flüge zu schließen, teilte die israelische Flughafenbehörde nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.Auch im Irak wurde der Luftraum geschlossen, wie das Transportministerium mitteilte. Der Irak ist ein Nachbarland Irans.Der israelische Zivilschutz veröffentlichte außerdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Große Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19 Uhr MEZ gelten.
Auf Bildern verschiedener Nachrichtenagenturen ist zu sehen, wie Menschen in der iranischen Hauptstadt Teheran nach den ersten Angriffen auf die Stadt auf den Straßen unterwegs sind.
Iran bereitet „vernichtende“ Vergeltung vorEin iranischer Regierungsmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Irans Vergeltung werde „vernichtend“ ausfallen. In den vergangenen Wochen hatte Iran mit Angriffen auf amerikanische Militärbasen in der Region sowie auf Israel und auf Ölinstallationen von US-Verbündeten gedroht. Außerdem hat es gedroht, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus einzuschränken, die für den internationalen Ölhandel extrem wichtig ist.
Irans Nachrichtenagenturen gehacktLaut der Nachrichtenagentur Tasnim wurden mehrere iranische Nachrichtenwebsites gehackt. So ist wohl auch zu erklären, dass es in einer vermeintlichen Meldung der Agentur Isna heißt, \"eine bedeutende Zahl\" von Revolutionsgardisten an \"kritischen Positionen\" sei getötet oder verletzt worden. Es ist kaum vorstellbar, dass die regimetreue Agentur dies in dieser kritischen Phase vermelden würde.
Deutscher Botschafter: Bleiben Sie in der Nähe von SchutzräumenDer deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, schrieb auf der Plattform X: „Alle deutschen Landsleute in Israel bitte ich dringend, sich an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden/Home Front Command zu halten! Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen.“ Die Deutschen hatten anders als manche anderen Länder keine Reisewarnung für Israel ausgegeben oder ihre Bürger zum Verlassen des Landes aufgefordert.
Amerikanische Angriffe aus der Luft und von SeeDie amerikanischen Angriffe auf Iran erfolgten aus der Luft und von See aus. Dies sagte ein amerikanischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Israel attackierte kurz zuvor die Hizbullah Kurz vor dem amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran hat das israelische Militär laut eigenen Angaben Einrichtungen der Hizbullah im Süden Libanons attackiert. Auf Videobildern waren Rauchwolken zu sehen. Unter den Zielen waren laut den Armeeangaben unterirdische Einrichtungen und Abschussanlagen, die gegen Israel eingesetzt werden könnten. Die Armee war zuletzt verstärkt gegen die Hizbullah vorgegangen. Dies wurde von Beobachtern auch als Warnung interpretiert, dass die mit Iran verbündete Schiitenmiliz sich nicht an einer möglichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Iran und Israel beteiligen solle. Am Mittwoch sagte ein namentlich nicht genannter Hizbullah-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP, man werde nicht militärisch eingreifen, wenn es „begrenzte“ amerikanische Militärschläge gegen Iran gebe. Ein Angriff auf den Obersten Führer Ali Khamenei wäre jedoch eine „rote Linie“. Hizbullah-Führer Naim Qassem hatte zuvor gesagt, die Hizbullah sei in einer „Verteidigungshaltung“; ein Angriff auf Iran werde aber auch als Angriff auf sie selbst gesehen.