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28.02.2026
16:45 Uhr
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Die Teheraner sollten „Ruhe bewahrend, andere Städte ansteuern“ +++ Merz, Macron und Starmer verurteilen Angriffe Irans +++ Iran: Vier US-Stützpunkte attackiert +++ Iranischer Außenminister: Khamenei lebt – „soweit ich weiß“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran-Demonstration in HamburgStunden nach Bekanntwerden der Angriffe auf Iran sind Tausende Menschen aus der iranischen Community mit Flaggen Irans, der USA, Israels und Deutschlands durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Die Demonstration war schon vor längerer Zeit angemeldet worden. Es gab Trommeln und auch „USA, USA“-Rufe. Redner betonten die Bedeutung eines Machtwechsels in Teheran. Entscheidend sei aber, wie es danach weitergehe. Nach Polizeiangaben verlief die Veranstaltung bis zum Nachmittag friedlich und ohne größere Vorkommnisse. Die genaue Teilnehmerzahl wollte die Polizei nach Abschluss der Veranstaltung am Abend mitteilen.
Selenskyj lobt Trump für AngriffNach Angriffen Israels und der USA auf Ziele in Iran hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich demonstrativ hinter Washington gestellt. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, erreichen.Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des „Terrorregimes zu entledigen“ und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter von Iran ausgehendem Terror gelitten haben, führte er aus. Obwohl die Ukraine Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Kremlchef Wladimir Putins Verbündeter zu sein, sagte Selenskyj. Russland habe in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.
Iran blockiert Straße von Hormus Die iranischen Revolutionsgarden verbieten Schiffen einem Vertreter der EU-Marinemission Aspides zufolge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Schiffe hätten über UKW-Funk die Mitteilung erhalten, dass „keinem Schiff die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet ist“, sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Eine offizielle Bestätigung Irans für eine solche Anordnung liege jedoch nicht vor. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste Route für den Ölexport und wird für Transporte aus mehreren Förderländern genutzt.
Israel: Mehrere ranghohe Vertreter Irans getötetBei den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels sind nach Angaben eines israelischen Militärvertreters mehrere ranghohe iranische Vertreter getötet worden. Drei Orte, an denen „Treffen des iranischen Terror-Regimes“ stattgefunden hätten, seien gleichzeitig angegriffen worden, sagte der Vertreter. Dabei seien mehrere ranghohe Persönlichkeiten getötet worden, die für die Führung der Regierung von entscheidender Bedeutung gewesen seien.
Berichte über Explosion in DubaiWie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat es auf der künstlichen Insel „The Palm“ in Dubai Augenzeugen zufolge eine Explosion gegeben. Einer der Augenzeugen sagte, von einem Hotel auf der künstlichen Insel steige dichter schwarzer Rauch auf, außerdem habe er Krankenwagen gehört.
Auswärtiges Amt spricht Reisewarnungen für zahlreiche Länder in Nahost ausDas Auswärtige Amt hat offizielle Reisewarnungen für zahlreiche Länder in der Region ausgesprochen. Die Reisewarnungen gelten für auch bei deutschen Urlaubern beliebte Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Qatar – und zudem für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon und Saudi-Arabien. Der Erklärung war eine Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung vorausgegangen.Das Auswärtige Amt forderte zudem alle Deutschen auf, den Libanon zu verlassen – für Iran galt dies bereits. Die jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen stünden in Kontakt mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort, erklärte das Auswärtige Amt weiter. Zudem seien Personal-Fürsorgemaßnahmen für die entsandten Mitarbeiter des Auswärtigen Amts getroffen worden.Reisewarnungen werden nach Angaben des Auswärtigen Amts immer dann ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass in dem betreffenden Land „jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“. Für die Palästinensergebiete galt bereits eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.
Großbritannien lässt wegen Eskalation des Irankonflikts Militärflugzeuge aufsteigenAls Reaktion auf die Eskalation des Konflikts in Iran hat Großbritannien Militärflugzeuge aufsteigen lassen. Der britische Premierminister Keir Starmer sagte am Samstag in einer kurzen Fernsehansprache, dies sei Teil von „koordinierten regionalen Verteidigungseinsätzen, um unsere Bevölkerung, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu schützen“. Dies stehe in Einklang mit dem Völkerrecht. Starmer hatte zuvor eine Krisensitzung mit wichtigen Ministern zur Lage im Nahen Osten abgehalten.
UN-Sicherheitsrat kommt zu Dringlichkeitssitzung zusammenDer UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16 Uhr Ortszeit treffen; in Europa ist es dann 22 Uhr abends. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: „Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation“, teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Saudi-Arabien bestätigt iranischen RaketenangriffIran hat bei seinen Gegenangriffen im Nahen Osten auch Ziele in Saudi-Arabien attackiert. Iran habe Ziele im Raum der Hauptstadt Riad und im Osten des Landes angegriffen, teilte das saudische Außenministerium mit. Diese seien erfolgreich abgewehrt worden. Man verurteile die Angriffe auf das Schärfste, hieß es in der Mitteilung aus Riad. Das Königreich habe seinen eigenen Luftraum zuvor nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung gestellt. Die Führung in Teheran habe dies gewusst und Saudi-Arabien nun dennoch angegriffen.Anwohner hatten zuvor berichtet, dass im Südosten von Riad eine mutmaßlich iranische Rakete abgefangen wurde. Dort sind US-Truppen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert. Berichte über Opfer oder Schäden gab es nicht.
Iranischer Außenminister: Khamenei lebt – „soweit ich weiß\"Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Khamenei sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Araghtschi zufolge sind bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Ranghohe Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, die sich auf den Fernsehsender Al-Alam bezieht, will sich Khamenei in wenigen Minuten in einer Rede äußern. Araghtschi versuchte in dem Gespräch mit NBC News, Trumps Hoffnungen auf einen Sturz der Regierung in Teheran zunichtezumachen. Dies sei eine „Mission Impossible“, sagte er. Aktuell gebe es keinen direkten Draht nach Washington, Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für Verhandlungen sei jedoch ein Ende der Angriffe. „Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können.“ Teheran werde allerdings nicht auf seine Rechte verzichten, einschließlich der Uran-Anreicherung.
Marjorie Taylor Greene: „Was macht ihr Verrückten da???“Die frühere Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat sich entsetzt über den Angriff auf Iran gezeigt. Taylor Greene teilte auf X einen Beitrag über Dutzende getötete Schüler in Iran und schrieb dazu, dies sei „KEINE Befreiung des iranischen Volkes!!!“, sondern ein „Mord an ihren Kindern“. Weiter hieß es: „Was zum Teufel macht ihr Verrückten da??? AMERIKA UNTERSTÜTZT DAS NICHT!!!“ Taylor Greene, vormals eine glühende Anhängerin der „Make America Great Again“-Bewegung, hat sich in den vergangenen Monaten von Trump abgewandt. Am Donnerstag hatte sie in einem Beitrag auf X geschrieben, sollte Trump einen Krieg in Iran anfangen, werde das das „Ende von MAGA“ sein. Übrige prominente Stimmen der MAGA-Bewegung hielten sich mit Bemerkungen zum Angriff auf Iran zunächst zurück. Der Journalist Jonathan Karl vom Sender ABC berichtete auf X jedoch, er habe mit Tucker Carlson gesprochen. Der langjährige Fox-News-Moderator, der inzwischen eine eigene Show hat, soll die Entscheidung des Präsidenten als „absolut widerwärtig und böse“ bezeichnet haben.
Immer wieder Raketenalarm in IsraelWegen der iranischen Gegenangriffe wird in Tel Aviv und anderen israelischen Städten weiterhin immer wieder Raketenalarm ausgelöst. Zivilschutzbehörde und Militär riefen die Menschen im Land am Samstag mehrfach auf, Schutzräume aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten. Die Verteidigung sei „nicht hermetisch“, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Ein Einwohner Tel Avivs sagte, es seien die intensivsten Angriffe auf die Stadt, die er je erlebt habe. Es gebe etwa jede halbe Stunde Luftalarm. Israelische Medien berichteten, dass mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen worden sei und dabei auch Menschen zu Schaden gekommen seien. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Iran feuert als Reaktion auf Angriffe Israels und der USA Raketen auf Israel.Unterdessen telefonierte Bundeskanzler Friedrich Merz nach Angaben eines Sprechers mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Es habe im Lauf des Tages insgesamt „sehr viele Koordinierungstelefonate“ gegeben, teilt der Regierungssprecher in Berlin mit.
Der Angriff auf Iran könnte zu einer tagelangen Schließung der für die Schifffahrt überaus wichtigen Straße von Hormus vor der iranischen Küste führen. Was bedeutet das für den weltweiten Handel?