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01.03.2026
18:23 Uhr
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Nach Medienbericht wurde er Opfer eines Luftangriffs in Teheran +++ Trump kündigt Gespräche mit Iran an +++ Drei amerikanische Soldaten getötet +++ Dreiköpfiger Rat soll Iran übergangsweise führen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Offenbar ein Toter bei Beschuss von ÖltankerVor der Küste Omans in der Straße von Hormus ist nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia ein Öltanker beschossen worden. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet worden, heißt es. Es habe eine Explosion und einen anschließenden Brand gegeben, nachdem der Tanker MKD VYOM von einem mutmaßlichen Geschoss getroffen worden sei. Ein Projektil habe den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Tanker getroffen. Die Tanker-Hülle sei beschädigt, es gebe aber keine Hinweise auf Umweltverschmutzung. Das Schiff fahre nun an einen sicheren Ort für eine weitere Überprüfung. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen. Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd leitet ihren IMX-Containerdienst, der Indien und den Nahen Osten über das Kap der Guten Hoffnung mit dem Mittelmeer verbindet, aufgrund der Sicherheitslage um. Aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage im Nahen Osten infolge des eskalierenden militärischen Konflikts haben habe man in enger Abstimmung mit den Sicherheitspartnern beschlossen, künftige Trans-Suez-Fahrten durch die Straße von Bab el-Mandeb vorerst auszusetzen, erklärte das Unternehmen auf seiner Website.
Trump kündigt Gespräche mit iranischer Führung anDer amerikanische Präsident Donald Trump kündigte Sonntagabend Gespräche mit der iranischen Führung an. „Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt. Also werde ich mit ihnen reden“, sagt er der Zeitschrift „Atlantic“. „Sie hätten es früher tun sollen“, fügte Trump hinzu. „Sie haben zu lange gewartet.“ Wann die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump offen. Auch zur Frage mit wem er sprechen will, äußerte sich Trump nicht. In Bezug auf die iranische Führung, die in den vergangenen Jahren immer wieder Gespräche mit den USA und anderen westlichen Regierungen geführt hat, sagte Trump allerdings: „Die meisten dieser Leute sind nicht mehr da.“
48 Führungspersonen laut Trump bei Angriffen getötetBei den Angriffen der USA und Israels auf Iran sind nach den Worten von US-Präsident Donald Trump 48 Führungspersonen getötet worden. „Es geht schnell voran. Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg“, sagt Trump dem Sender Fox News.
Tote und Verletzte bei iranischen Angriffen auf GolfstaatenIran greift weiter Ziele in den arabischen Golfstaaten an. Mehrere Staaten melden Schäden, Verletzte oder Tote.In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher mindestens drei Menschen getötet. 58 weitere Personen seien verletzt worden. Insgesamt seien 541 iranische Drohnen erfasst worden. Ein Großteil sei zerstört oder abgefangen worden. 21 von ihnen hätten jedoch zivile Ziele getroffen. Bisher seien 165 ballistische Raketen aus Iran in Richtung der VAE festgestellt worden, hieß es.In Kuwait fielen nach Angaben des Elektrizitätsministeriums infolge herabfallender Trümmerteile beim Abfangen von Drohnen mehrere Stromleitungen aus. In verschiedenen Gebieten sei der Strom teilweise unterbrochen gewesen. Die Behörden erklärten, insgesamt seien 97 iranische ballistische Raketen sowie 283 Drohnen in Richtung des Landes gestartet worden.
Israel will Angriffe auf Teheran „intensivieren“Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit „zunehmender Stärke“ im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken.Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel „wie nie zuvor“ die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu. Dabei gehe es darum, „unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern“.Er betonte, die enge Zusammenarbeit Israels mit den USA bei den gemeinsamen Angriffen in Iran ermögliche es, das zu tun, worauf er bereits seit 40 Jahren hoffe: „Dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen.“ Dies habe er versprochen, und dies werde Israel nun tun.
Merz erleichtert, dass „Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt“Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Unterstützung für das Vorgehen Israels und der USA gegen die Führung Irans geäußert. Die Bundesregierung teile „die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt“, sagte Merz am Sonntag in Berlin. „Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört.“ Am Dienstag reist Merz nach Wahsington. Dort will er mit US-Präsident Donald Trump auch über den Irankrieg sprechen. Man teile die Sorgen der USA und Israels über das iranische Atom- und Raketenprogramm. Man wisse nicht, ob der Plan aufgehe, mit Militärschlägen von außen einen inneren Wandel in Iran auszulösen, sagt Merz. Völkerrechtlich sieht der Kanzler mit Blick auf die Angriffe ein Dilemma. Offensichtlich hätten bisher alle Maßnahmen den Iran nicht von dem Atom- und Raketenprogramm abhalten können. Man werde die Partner nicht belehren, betont Merz. Nach Angaben des Bundeskanzlers befinden sich Tausende Deutsche in der Region im Nahen Osten. „Wir hoffen, dass diese Militäraktionen jetzt bald beendet sind“, sagt Merz im Kanzleramt. Neben deutschen Urlaubern lebten auch viele Deutsche in den Golfstaaten. Man sehe für die in der Region befindlichen Bundeswehrsoldaten keine besonders großen Gefahren, die über die ohnehin existierenden Gefährdungen hinausgingen.Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht indes keine Möglichkeit, im Nahen Osten gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. „Dazu sind wir nicht in der Lage“, sagt Wadephul in einem „Bild“-Interview und verweist darauf, dass die Lufträume in der Region für zivile Flugzeuge gesperrt seien. Stattdessen versuche das Auswärtige Amt die Betroffenen mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen seien geöffnet.
Pentagon: Flugzeugträger wurde nicht getroffenDas US-Verteidigungsministerium hat Angaben der iranischen Revolutionsgarden dementiert, wonach der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bei einem Angriff getroffen worden sein soll. „Die Lincoln wurde nicht getroffen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Sonntag mit. „Lüge“, erklärte das Centcom weiter. „Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen.“Die Revolutionsgarden hatten zuvor mitgeteilt, den US-Flugzeugträger im Persischen Golf attackiert und getroffen zu haben. „Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln wurde von vier ballistischen Raketen getroffen“, teilten die Revolutionsgarden laut örtlichen Medien mit. „Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren“, warnten sie demnach.Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die US-israelischen Angriffe angedroht und „die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran“ angekündigt.
Drei amerikanische Soldaten getötetBei dem Vorgehen gegen Iran sind drei amerikanische Soldaten getötet worden. Das teilte das zuständige amerikanische Streitkräftekommando am Sonntag auf der Plattform X mit. Darüber hinaus seien fünf Soldaten ernsthaft verwundet worden. Weitere Soldaten erlitten demnach weniger ernste Verletzungen wie Gehirnerschütterungen oder Wunden durch Splitter. Das militärische Vorgehen werde jedoch fortgesetzt.
Tote bei Luftangriff im IrakBei einem Luftangriff im Irak sind vier Kämpfer des proiranischen paramilitärischen Bündnisses Hasched al-Schaabi getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Stützpunkt der Kämpfer in der Provinz Dijala verletzt worden, sagte ein irakischer Sicherheitsvertreter am Sonntag. Hasched-al-Schaabi, dessen Kämpfer formal in die irakischen Streitkräfte eingegliedert sind, sprach von einer „zionistisch-amerikanischen Bombardierung“.Derweil wurde der Norden des Iraks, wo US-Soldaten stationiert sind, im Zuge des eskalierten Irankonflikts abermals Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. US-Luftabwehrsysteme fingen am Sonntag über der Stadt Erbil mindestens zwei Drohnen ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion waren zudem Explosionen zu hören, und Rauch stieg auf. Am US-Konsulat ertönten Sirenen.Die iranische Armee hatte am Sonntag Angriffe auf US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Kurdenregion im Irak verkündet. Außerdem erklärten proiranische Milizen im Irak, sie hätten Dutzende Drohnen gegen „Stützpunkte des Feindes im Irak und in der Region“ eingesetzt. Details wurden allerdings nicht genannt.
Saudi-Arabien bestellt iranischen Botschafter ein Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad den Botschafter der Islamischen Republik einbestellt. Hintergrund seien „eklatante iranische Angriffe“, die sich gegen das Königreich sowie andere „Bruderstaaten“ gerichtet hätten, teilte das saudische Außenministerium mit.Bei dem Treffen mit Botschafter Ali Reza Enajati habe der stellvertretende Außenminister Walid bin Abdulkarim Al-Churaidschi die Missbilligung und Verurteilung der Angriffe durch Riad bekräftigt. Saudi-Arabien lehne jegliche Verletzung der staatlichen Souveränität ab.Das Königreich werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Sicherheit zu verteidigen und sein Staatsgebiet zu schützen, hieß es weiter. Eine unmittelbare Stellungnahme aus Iran lag zunächst nicht vor. Der saudische Fernsehsender Al-Arabija berichtete darüber hinaus, dass die Außenminister der Golfstaaten am Abend zu einem „Notfalltreffen“ per Videokonferenz zusammenkommen wollten, um über die Lage zu beraten.
Islamischer Verband fordert Deeskalation Ungeachtet der Darstellung von Irans Präsident Massud Peseschkian, die Tötung von Ajatollah Ali Khamenei durch die USA und Israel sei eine „Kriegserklärung an Muslime“, hat der Weltverband 57 islamischer Staaten ein Ende der Eskalation und die Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert. In einer am Samstagabend verbreiteten Erklärung verurteilte die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Riad die Angriffe Irans auf benachbarte Mitgliedstaaten.Das OIC-Generalsekretariat sprach mit Bezug auf iranische Luftangriffe auf Ziele in Saudi-Arabien, mehreren Golfstaaten und Jordanien von Aggression und einer inakzeptablen Eskalation. Diese bedrohe die Stabilität der gesamten Region und habe schwerwiegende Folgen für Frieden und Sicherheit.Die Verletzung der Souveränität von OIC-Mitgliedstaaten und völkerrechtlicher Grundsätze durch Iran stelle einen gefährlichen Präzedenzfall dar, so der islamische Staatenverband. Er verlangte die Wahrung gegenseitigen Respekts und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.
Israels Präsident hofft auf „neue Ära“Israels Präsident Izchak Herzog hat angesichts der US-israelischen Militärangriffe auf Iran die Hoffnung geäußert, dass diese eine „neue Ära“ für den gesamten Nahen Osten einläuten werden. „Dies ist ein historischer Versuch, den Kurs im Nahen Osten in eine andere Zukunft, eine Zukunft des Friedens, zu lenken“, sagte Herzog am Sonntag beim Besuch der Einschlagstelle einer iranischen Rakete in Tel Aviv. „Wir werden siegen und hoffentlich eine neue Ära für den Nahen Osten und Iran einläuten“, fügte Herzog hinzu.