Verbindungen von Frankfurt nach Manchester, Berlin, Valencia, Düsseldorf und Málaga stehen bisher auf dem Flugplan der neuen City-Airlines-Basis, die in dieser Woche den Betrieb auf Deutschlands größtem Flughafen aufgenommen hat. Im Sommer sollen weitere Ziele hinzukommen, unter diesen London-Heathrow, Stockholm, Bilbao, Hamburg, Helsinki, Ibiza, Marseille und Bukarest. Bis September soll die Frankfurter Flotte auf sieben Airbus A320 Neo wachsen. An ihrem Heimatdrehkreuz in München betreibt die Lufthansa City Airlines bereits 13 Maschinen. Die Fluggesellschaft beschäftigt derzeit 450 Frauen und Männer in Cockpit und Kabine. Etwa 60 Beschäftigte sind in Frankfurt neu eingestellt worden. In den nächsten Monaten sollen weitere 80 Männer und Frauen im Cockpit und 200 weitere für die Dienstleistungen in der Kabine eingestellt werden. Lufthansa treibt Ausbau des Kurzstreckennetzes voran Mit der neuen Basis in Frankfurt treibt die Lufthansa den Ausbau des Kurzstreckennetzes voran. 2025 hat die City Airlines den Angaben zufolge knapp 16.000 Flüge mit circa zwei Millionen Passagieren zu 27 Zielen absolviert. Von Beginn an kritisierten Gewerkschaften, dass die Lufthansa mit der neuen Tochtergesellschaft „Tarifflucht“ begehe, weil sie deren Angestellten weniger zahle als denen des Mutterunternehmens. Zuletzt waren Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und Lufthansa City Airlines gescheitert, nachdem die Arbeitgeberseite ein Angebot zur Vergütungserhöhung wieder zurückgezogen hatte. Verdi hatte bessere Löhne und Arbeitsbedingungen für Kabinen- und Cockpitpersonal gefordert. Das neue Tochterunternehmen ist nicht zu verwechseln mit der Lufthansa Cityline. Diese bietet seit Jahrzehnten Zubringerflüge an die Drehkreuze Frankfurt und München an, hat aber dem Konzern zufolge eine nicht mehr konkurrenzfähige Kostenstruktur. Sie soll dem Vernehmen nach bis 2027 abgewickelt werden.
