FAZ 28.01.2026
08:28 Uhr

Malaysias Fußballverband: Erst ein Einbürgerungsskandal, nun ein geschlossener Rücktritt


Nach einer Kontroverse um gefälschte Dokumente gibt es Konsequenzen: der Vorstand des malaysischen Fußballverbandes tritt zurück. Die FIFA hatte bereits sieben im Ausland geborene Spieler gesperrt.

Malaysias Fußballverband: Erst ein Einbürgerungsskandal, nun ein geschlossener Rücktritt

Im Zuge des Einbürgerungsskandals ist der gesamte Vorstand des malaysischen Fußballverbandes zurückgetreten. Damit zieht die Kontroverse um mutmaßlich gefälschte Dokumente, mit denen im Ausland geborene Spieler in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft eingesetzt wurden, weitere Konsequenzen nach sich. Die Rücktritte würden dazu dienen, „den Ruf und die institutionellen Interessen“ des Verbandes „zu schützen und das Risiko weiterer negativer Folgen zu mindern, die den malaysischen Fußball insgesamt beeinträchtigen könnten“, erklärte der amtierende Verbandspräsident Yusoff Mahadi am Mittwoch. Hinweise nach einem 4:0-Sieg gegen Vietnam Die FIFA hatte im September sieben im Ausland geborene Spieler für ein Jahr gesperrt und den malaysischen Fußballverband (FAM) mit einer Geldstrafe von 400.000 US-Dollar belegt, weil dieser falsche Dokumente vorgelegt hatte. Darin wurde behauptet, dass die Spieler malaysische Vorfahren hätten, laut FIFA hat keiner der Spieler Vorfahren in Malaysia. Der Weltverband hatte im Juni eine Untersuchung gestartet, nachdem entsprechende Hinweise nach dem 4:0 Malaysias gegen Vietnam erhalten hatte. Er wertete zudem drei Spiele Malaysias nachträglich mit 0:3. Die FAM hatte gegen die Sanktionen der FIFA Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eingelegt, wo der Fall noch nicht abgeschlossen ist. Die jüngsten Rücktritte würden der FIFA und dem asiatischen Verband (AFC) nun „den nötigen Spielraum geben, um die Führungs-, Verwaltungs- und Verfahrensangelegenheiten innerhalb der FAM unabhängig zu bewerten, zu überprüfen und gegebenenfalls anzugehen“, sagte Yusoff.