FAZ 01.03.2026
12:28 Uhr

Lüneburg gewinnt Pokal: „Aller guten Dinge sind vier“


Dreimal standen die Lüneburger Volleyballer im Pokalfinale, dreimal verloren sie. Im vierten Anlauf klappt es endlich mit dem ersten Titel der Vereinsgeschichte.

Lüneburg gewinnt Pokal: „Aller guten Dinge sind vier“

Auch im Moment des bislang größten Erfolgs als Trainer blieb Stefan Hübner sich und seiner Maxime treu: „Ich definiere mich nicht über Titel“, sagte der Volleyball-Wissende, der in Fachkreisen als „Bessermacher“ bezeichnet wird, „aber ich gewinne gerne“. Und am Samstagabend in Mannheim hat nicht nur Hübner gewonnen, sondern endlich auch sein Klub, die SVG Lüneburg: den deutschen Volleyball-Pokal, den ersten Titel seiner Vereinsgeschichte. Im Pokal-Endspiel setzte sich die SVG in fünf Sätzen mit einem 3:2 (27:25, 21:25, 25:16, 21:25, 15:8) gegen den VfB Friedrichshafen durch. „Das ist ein unglaublicher Moment für den Verein und uns alle, die dazugehören, sagte Hübner, der vorher angekündigt hatte: „Aller guten Dinge sind vier“. Denn in ihren drei vorherigen Finalteilnahmen hatten die Norddeutschen stets verloren – und zwar jeweils gegen Friedrichshafen. Seit 2014 trainiert der 245-malige Nationalspieler Hübner, der viermal Deutschlands Volleyballer des Jahres war, mittlerweile die SVG Lüneburg. Er führte sie aus der zweiten Liga bis in die deutsche und sogar europäische Spitze. Im Europapokal stand der Klub schon einmal im Endspiel, in der Champions League erreichte er im Vorjahr das Viertelfinale. Und in der Bundesliga hat Lüneburg dem ehemaligen Rekordmeister Friedrichshafen bereits den Rang abgelaufen, allerdings nur als Nummer zwei hinter Seriensieger Berlin Recycling Volleys. Doch an deren Nimbus kratzen die Norddeutschen nun auch schon länger. Im Vorjahr verloren sie die Finalserie noch. Die diesjährigen Play-offs beginnen Ende März.