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13.02.2026
05:18 Uhr
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US-Außenminister betont vor Sicherheitskonferenz enge Verbindung zu Europa +++ Bundeskanzler Merz wird außenpolitische Grundsatzrede halten +++ Tausende Polizisten im Einsatz +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

„Ein neuer Provinzialismus wäre fatal“Die Sicherheit der Forschung ist in der neuen Geopolitik zum wichtigen Faktor geworden. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, an diesem Freitag über die Sicherheit in der Raumfahrt sprechen. Thomas Thiel hat mit ihr über die Risiken im All gesprochen, über die Abhängigkeit von amerikanischer Technologie und über die internationale Forschungszusammenarbeit, insbesondere mit Blick auf China.
Ischinger für stärkere Unterstützung der UkraineNach den Worten des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, muss Deutschland die Ukraine nach dem Wegfall der Unterstützung durch die Vereinigten Staaten im Angriffskrieg gegen Russland noch stärker unterstützen. Es sei wichtig, „dass wir die Lücke noch viel stärker füllen, die durch den Ausfall der USA bei der Belieferung der Ukraine mit Waffen, Rüstungsgütern, Munition“ entstanden sei, sagte Ischinger am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“.Eine Friedenslösung, welche die Ukraine nicht noch weiter „zerschneidet“, werde nur möglich sein, wenn sich das Land „erfolgreicher als in den letzten Wochen verteidigen kann“, betonte der MSC-Chef. Dabei spiele Deutschland „erfreulicherweise“ bereits eine Führungsrolle als wichtigster Lieferant von Rüstungsgütern und finanzieller Hilfe für die Ukraine. Des Weiteren müsse sich Europa endlich „zusammenraffen“ und „bei den strategischen großen Fragen der Gegenwart mit einer Stimme sprechen“ – nur so könne verhindert werden, dass Europa von den Vereinigten Staaten, China und Russland „auseinanderdividiert wird“, betonte Ischinger. Mit Blick auf eine mögliche atomare Aufrüstung Europas hält er es für wichtig, nicht nur darüber nachzudenken, wie Europa sich „konventionell“ selbst verteidigen kann. Es sei auch sinnvoll, darüber nachzudenken, wie die nukleare Abschreckung Europas durch die stärkere Nutzung oder Vergrößerung der französischen und britischen nuklearen Arsenale verstärkt werden könne. Von einer deutschen nuklearen Aufrüstung im nationalen Alleingang riet Ischinger ab. Dies würde das „weltweite Gebäude der Verhinderung von nuklearer Aufrüstung“ gefährden, Völkerrechtsverpflichtungen verletzen und innerhalb Europas Risse verursachen. „Nein zur deutschen Bombe, ja zur Verstärkung der gemeinsamen europäischen Anstrengung“, sagte der MSC-Chef.
Greenpeace prangert Energieabhängigkeit anVor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz haben Aktivisten von Greenpeace am frühen Freitagmorgen ein riesiges Banner an einem Kran nahe des Konferenzaustragungsortes angebracht, um auf Europas Abhängigkeit von Flüssiggaslieferungen aus Russland und den Vereinigten Staaten aufmerksam zu machen. Zehn Aktivisten entrollten über dem Marienhof im Zentrum Münchens in etwa 60 Metern Höhe ein 90 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift „Break Free From Tyrants“ (Befreie dich von Tyrannen), wie die Umweltschutzorganisation am Freitag mitteilte. Für den Vormittag war eine Kundgebung auf dem Marienplatz geplant.Sowohl der amerikanische Präsident Donald Trump als auch der russische Präsident Wladimir Putin nutzten Energielieferungen an Europa als Druckmittel, hieß es in einer Pressemitteilung von Greenpeace. „Wer über Sicherheit spricht, muss auch über Energiepolitik sprechen“, erklärte Greenpeace-Energieexpertin Marina Falke. „Die europäische Fixierung auf fossile Gaslieferungen stärkt unberechenbare Machthaber wie Trump und Putin.“Deutschland dürfe sich nicht von unzuverlässigen Regierungen abhängig machen, die Vereinbarungen einseitig aufkündigten oder an immer neue Bedingungen knüpften, betonte Falke mit Blick auf die Vereinigten Staaten. Seit Jahresbeginn erreicht laut Greenpeace je Woche mindestens ein mit amerikanischem Flüssiggas beladener Tanker deutsche Häfen.Für den Vormittag kündigte Greenpeace zudem eine Kundgebung auf dem Marienplatz an. Dabei sollen nach Angaben der Organisation überlebensgroße aufblasbare Skulpturen von Putin und Trump zum Einsatz kommen, die auf einem zehn Meter langen Modell eines Gas-Tankers mit der Aufschrift „Fossil Gas“ stehen. Auf einem weiteren Banner fordert die Organisation „Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit\"
Stoltenberg fordert neue Gespräche über AtomwaffenDer ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich laut eines Medienberichts vor dem Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz für Gespräche mit Russland zur Atomwaffenkontrolle ausgesprochen. „Ich glaube, dass wir auf der Basis von Stärke und glaubwürdiger Abschreckung wieder mit Russland reden müssen“, sagte Stoltenberg einem Vorabbericht der „Augsburger Allgemeinen“ zufolge. Er bedauere es sehr, dass die gesamte Architektur der Waffenkontrolle, die nach und nach während und nach dem Kalten Krieg entwickelt wurde, nicht mehr existiere. „Wir müssen einen Weg finden, eine neue Ordnung der Waffenkontrolle herzustellen“, forderte der norwegische Finanzminister. „Wir waren dazu im Kalten Krieg in der Lage, wir sollten es zukünftig auch sein.“
Ökonom fordert Investition in KI statt in PanzerDer Kieler Ökonom Moritz Schularick fordert einen Kurswechsel in der Verteidigungspolitik. „Es fehlt ein vernünftiger Plan, mit den grundsätzlich richtigen höheren Verteidigungsausgaben Frieden und Freiheit in Europa zu stärken und dies mit ökonomischen und technologischen Chancen zu verbinden“, sagte der Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft der Deutschen Presse-Agentur. „Der Plan ist aktuell, bis Ende des Jahrzehnts rund 500 Milliarden Euro auszugeben, um am Ende genauso abhängig von den Amerikanern zu sein wie bisher.“Für die Industrie sieht Schularick Potenziale. „Grundsätzlich haben wir die Chance, jetzt etwa so wie die Chinesen es bei den Elektroautos gemacht haben, eine ganze Generation von Technologie zu überspringen. Statt jetzt in den neunziger Jahren entwickelte Panzer nachzukaufen, für die in den vergangenen 20 Jahren kein Geld da war, sollten wir die Mittel besser gleich in die nächste Generation von Verteidigungstechnologie stecken.“Deutschland orientiere sich zu stark an Alttechnologien, warnte Schularick. „Wir haben bis jetzt 95 Prozent des Geldes für bemannte Altsysteme verplant.“ Ziel müsse es sein, so schnell wie möglich das autonom fahrende Militärfahrzeug der Zukunft zu entwickeln.„25 Millionen Euro teure Panzer können von einer Drohne kampfunfähig gemacht werden, die vielleicht 50.000 Euro kostet“, sagte Schularick. „Und wir haben die geniale Idee, dem Panzer ein zweites bemanntes System an die Seite zu stellen, um den Panzer zu schützen.“ Sinnvoller sei, gleich in unbemannte Systeme zu investieren.
Lucassen: Deutschland muss Führungsnation werdenDer AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen plädiert vor der Münchner Sicherheitskonferenz für eine entschlossene Reaktion auf die neue amerikanische Verteidigungsstrategie. „Deutschland muss diese Faktenlage als Chance begreifen. „Wir können eine Schlüsselrolle in Europa besetzen, die Führung übernehmen und unseren Kontinent aus der selbst verschuldeten Verzwergung befreien“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion der Deutschen Presse-Agentur in München.Lucassen sagte, er wolle auf der Sicherheitskonferenz die Idee platzieren, Deutschland als europäische Führungsnation zu ertüchtigen. „Mir schwebt beispielsweise die Übernahme der militärischen Hauptlast an der Nordostflanke der NATO vor. Zusätzlich sollte Deutschland eine starke maritime Unterstützung zur Sicherung im Nordatlantik bereitstellen können“, sagte er.Er denke an vier zusätzliche Heeresdivisionen und zwei Hubschraubergeschwader für die Bundeswehr. Zudem nannte er den Aufbau von Fähigkeiten mit neuen, weitreichenden Waffensystemen („Deep-Strike“) – für die es laufende Pläne bereits gibt – und ein Kreuzergeschwader. „Eine Rolle Deutschlands als Führungsnation bedeutet dabei auch, dass sich kleinere Partner an uns anlehnen können. Keine europäische Armee, aber ein verteidigungsbereites europäisches Bündnis“, sagte Lucassen.
AfD-Teilnahme: Ist die Vertraulichkeit gefährdet?Zwei Jahre lang war der AfD der Zugang zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) versperrt – jetzt nehmen erstmals wieder Vertreterinnen und Vertreter der in Teilen rechtsextremen Partei an dem renommierten Treffen zur Außen- und Sicherheitspolitik teil. Wegen der Russland-Nähe der AfD fürchten andere im Bundestag vertretene Parteien um die Vertraulichkeit der Tagung.Unter dem früheren Konferenzleiter Christoph Heusgen waren 2024 und 2025 keine Politikerinnen und Politiker der AfD eingeladen worden – wegen deren Einstufung als teils gesichert rechtsextrem. Auch Vertreterinnen und Vertretern des BSW öffnete Heusgen nicht die Tür. In diesem Jahr hat nach dreijähriger Pause wieder der ehemalige Diplomat Wolfgang Ischinger den Vorsitz des renommierten Treffens. Nach Ischingers Willen sollen diesmal Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien an der Sicherheitskonferenz teilnehmen. Die AfD sei immerhin die größte Oppositionspartei, sagte Ischinger Ende Januar. Das sei ein Grund, „sie nicht auszuschließen“.Drei AfD-Fachpolitikerinnen und -politiker haben Einladungen erhalten. Neben dem verteidigungspolitischen Sprecher Rüdiger Lucassen werden die Abgeordneten Anna Rathert und Heinrich Koch an der Konferenz im Münchner Hotel Bayerischer Hof teilnehmen, wie ein Parteisprecher bestätigte. Rathert ist Mitglied im Arbeitskreis Außen, Koch ist Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags. Die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla sind nicht eingeladen. Weidel wird nach Angaben ihres Sprechers in diesem Jahr auch nicht nach München reisen. Im Vorjahr hatte sie sich am Rande der Sicherheitskonferenz mit US-Vizepräsident JD Vance getroffen.Auch der Außenexperte der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, hatte sich um eine Einladung bemüht, jedoch keine erhalten. Er kommt nach eigenen Angaben aber trotzdem nach München. Ein Treffen mit amerikanischen Regierungsvertretern am Samstag am Rande der Konferenz sei „angedacht“, sagte er zu AFP.Aus den anderen im Bundestag vertretenen Parteien wird der AfD vorgeworfen, sich zum Schaden Deutschlands für russische Interessen einspannen zu lassen. Sicherheitspolitikerinnen von SPD und Grünen fürchten wegen der Teilnahme von AfD-Politikern an der MSC daher um die Vertraulichkeit der Tagung.Angesichts der Einstufung der AfD als teils gesichert rechtsextrem teile sie die Sicherheitsbedenken bezüglich einer Teilnahme der Partei, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Bettina Lugk (SPD), der Nachrichtenagentur AFP.Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, befürchtet insbesondere eine Weitergabe vertraulicher Informationen an Russland. „Wir können uns auf die Loyalität der AfD gegenüber deutschen Interessen schlicht nicht verlassen“, sagte sie AFP.
Frühere Minister: Entwicklungshilfe dient der SicherheitZum Start der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag haben zwei frühere Bundesminister zur Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit gemahnt. Wirksame entwicklungspolitische Partnerschaften seien unverzichtbarer Bestandteil einer umfassenden Sicherheitspolitik, heißt es in einem Aufruf der früheren Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), des früheren Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) sowie des Leiters des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick. Der Aufruf erschien zunächst auf dem Nachrichtenportal Politico.Die Unterzeichner verweisen auf eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, wonach Entwicklungszusammenarbeit die globale Sicherheit nachhaltig verbessern könne. „Sie kann den Kreislauf von Konflikten durchbrechen und erneute Gewalt verhindern.“ Eine gezielte Verbesserung von Müttergesundheit, Bildung und Arbeitsmarkt senke in Entwicklungsländern etwa den Migrationsdruck, Investitionen in Infrastruktur öffneten Märkte, auch für deutsche Unternehmen. „Jeder in Konfliktprävention investierte Euro spart so langfristig bis zu 25 Euro durch vermiedene humanitäre Krisen und Sicherheitsausgaben“, so der Appell.Gleichwohl werde Entwicklungszusammenarbeit bei Diskussionen über Sicherheitspolitik oft zu wenig beachtet. „Sie steht dabei nicht in Konkurrenz zu Verteidigung, im Gegenteil: Eine wohlüberlegte, strategisch ausgerichtete Entwicklungszusammenarbeit im Dreiklang von defense, diplomacy and development kann geopolitische Herausforderungen meistern helfen, Deutschlands Interessen stärken und für mehr Stabilität und Sicherheit weltweit sorgen.“ Die Münchner Sicherheitskonferenz sei der richtige Ort, um diesen Wandel anzugehen.Die Unterzeichner verweisen darauf, dass Deutschland insbesondere im globalen Süden als einer der verlässlichsten Partner angesehen werde. Dieser strategische Vorteil dürfe nicht aus der Hand gegeben werden, gerade wenn es um den Zugang zu Märkten und kritischen Ressourcen gehe. „Deutschland braucht daher eine umfassende Sicherheitsarchitektur, die neben Verteidigungsfähigkeit auf Prävention und Partnerschaft setzt. Entwicklungspolitik muss hierbei als eigenständiges Politikfeld gestärkt werden – gleichberechtigt neben Verteidigung und Diplomatie – mit eigenen Instrumenten und ausreichenden Ressourcen“, erklären die Unterzeichner und warnen gleichzeitig: „Wenn wir das strategische Potential partnerschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit nicht nutzen, tun es andere.“Kramp-Karrenbauer, seit Jahresbeginn Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, hatte unter der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von 2019 bis 2021 das Amt der Verteidigungsministerin inne. Müller war über zwei Legislaturperioden von 2013 bis 2021 Entwicklungsminister und ist seitdem Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO).
US-Außenminister: Tief mit Europa verbundenUS-Außenminister Marco Rubio hat vor seinem Abflug zur Münchner Sicherheitskonferenz eine enge Verbindung zwischen den USA und Europa hervorgehoben. Vor Journalisten sagte er: „Europa ist uns wichtig.“ Man sei tief mit Europa verbunden und „unsere Zukunft war immer miteinander verknüpft und wird es auch weiterhin sein“. Rubio ergänzte zugleich: „Deshalb müssen wir darüber sprechen, wie diese Zukunft aussehen wird.“ Der US-Außenminister sagte auch: Die alte Welt gebe es nicht mehr. Man lebe in einer neuen Ära der Geopolitik.Der Auftritt von Rubio beim weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik wird mit Spannung erwartet. Im vergangenen Jahr hatte US-Vize-Präsident JD Vance in München in seiner Rede die europäischen Verbündeten ungewöhnlich scharf attackiert und etwa den Zustand der Demokratie in Europa beklagt. Er nahm dabei indirekt Bezug auf die damalige deutsche Debatte über eine Abgrenzung von der AfD und warnte vor „Brandmauern“ in Europa. Die Rede hatte bei den Europäern große Empörung ausgelöst.
Wadephul: Wollen transatlantisches Band stark haltenAußenminister Johann Wadephul (CDU) betont angesichts der europakritischen Machtpolitik von US-Präsident Donald Trump Deutschlands Eintreten für eine auf Regeln beruhende internationale Ordnung. „In Zeiten globaler Umbrüche und Wiedererstarken von Machtpolitik ist politische Verlässlichkeit und Eintritt für eine stabile internationale Ordnung, die auf Regeln fußt, unser größtes Kapital“, erklärte er vor der am Freitag beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).Wadephul erklärte zugleich, man wisse um die Unerlässlichkeit der transatlantischen Verortung Deutschlands und habe großes Vertrauen in diese. Er fügte hinzu: „Wir werden alles dafür tun, um das transatlantische Band stark zu halten.“ Zugleich arbeite die Bundesregierung aktiv daran, alte Partnerschaften zu festigen und neue Partner global zu gewinnen.
Merz wird außenpolitische Grundsatzrede halten Zum Auftakt der 62. Münchner Sicherheitskonferenz hält Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag um 13.45 Uhr eine außenpolitische Grundsatzrede. Bei dem internationalen Treffen stehen in diesem Jahr der Ukraine-Krieg, die Krise der transatlantischen Beziehungen und die europäische Verteidigungsfähigkeit im Fokus. Die Veranstalter rechnen mit über Tausend Teilnehmern aus etwa 120 Staaten, unter ihnen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, rund Hundert Außen- und Verteidigungsminister sowie die Spitzenvertreter von über 40 internationalen Organisationen.
Die NATO ist vorerst gerettetDer Streit um Grönland hätte beinahe die NATO gesprengt. Dass das Militärbündnis den Konflikt für den Moment überstanden hat, ist das Verdienst ihres Generalsekretärs. Ein Kommentar von F.A.Z.-Außenpolitikchef Nikolas Busse:
Wer in München dabei ist20.000 Zugangspässe stellt die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in diesem Jahr aus. Neben den etwa 1000 Gästen aus Politik, Militär und Wirtschaft und mehr als 1000 Journalisten sorgen mehrere Tausend Personenschützer, Sicherheitskräfte, Mitarbeiter und Servicepersonen für die Organisation des transatlantischen Treffens, sagte MSC-Chef Wolfgang Ischinger am Donnerstag bei einer Veranstaltung der BMW-Stiftung. Ischinger erinnerte an die Anfänge der Konferenz, als sich „70 Männer in einem verrauchten Raum\" getroffen hätten. Er verwies auf die transatlantischen Herausforderungen und Putins Terror gegen die ukrainische Bevölkerung, um die Lage zu beschreiben. Er wolle sein wie der Chef eines Fahrradladens, zu dem man kommen könne, um sein Rad zu reparieren - oder hier eben die transatlantischen Beziehungen.