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19.09.2026
00:55 Uhr
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In der Stadt Sumy ist ein Wohnhaus nach Behördenangaben schwer beschädigt worden +++ Auch in der Region Charkiw gibt es Tote +++ Tusk warnt vor „hybriden Angriffen“ Russlands +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Russland: Hackerangriff auf Onlinewahlsystem in MoskauDas Onlinewahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagte sie staatlichen Medien zufolge.
Polen beendet präventive LuftoperationPolen hat die präventiven militärischen Luftoperationen nach Angaben der Armee beendet. Bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärung seien wieder in den normalen Einsatzbetrieb übergegangen, teilte die Armee auf der Plattform X mit. Es habe keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben, erklärte die Armee. Polen hatte zuvor angesichts russischer Angriffe Kampfflugzeuge zum Schutz seines Luftraums aufsteigen lassen.
USA genehmigen Rüstungsverkauf im Wert von 2,7 Milliarden DollarDas US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium mit.
Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen RusslandUS-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen die Regierung in Moskau ihren Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.
Russland greift Verbündete der Ukraine laut Trump seit Jahren anUS-Präsident Donald Trump hat Russland der Angriffe auf Verbündete der Ukraine bezichtigt. „Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an“, sagte er im Weißen Haus auf eine Reporterfrage nach entsprechenden Sorgen in Polen. „Ich glaube, da sind sich alle einig“, sagte Trump weiter.Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor mitgeteilt, er rechne für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten – darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.Nähere Angaben zur Bedrohung durch Russland machte Trump zunächst nicht. Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle hatte Trump die Gefahr eines russischen Angriffs auf die NATO noch heruntergespielt. „Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin plant keinen Angriff auf das NATO-Gebiet“, sagte Trump vor rund zwei Wochen auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen Angriff darstelle.
Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischen AngriffenBei russischen Angriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet und viele verletzt worden. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen bei einer Attacke nach Angaben des Militärverwaltungschefs der Stadt Balaklija, Witalij Karabanow, mindestens zwei Menschen ums Leben. Zwei weitere seien verletzt worden. Am Einschlagsort brach demnach ein Feuer aus. Karabanow warf Russland vor, gezielt Zivilisten zu attackieren. Details zur Art des Angriffs nannte er nicht.Moskaus Militär nahm auch die Hafenstadt Odessa ein weiteres Mal ins Visier. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Ein Verwaltungsgebäude sei beschädigt worden. Russland habe ein zweites Mal angegriffen, als Rettungskräfte vor Ort waren, schrieb Kiper.
Macron: „Wir befinden uns in einer Zeit der Wachsamkeit.“ Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht eine zunehmende Bedrohung durch russische hybride Angriffe und hat einen Schutzplan für Frankreichs kritische Infrastruktur angekündigt. „Die Art der russischen Aggressivität und dieser Drohungen in Europa verändert sich“, sagte Macron in Paris. Die französische Regierung sei aufgefordert, einen Plan zum Schutz der kritischen Infrastruktur und besonders sensiblen Standorte der Verteidigungsindustrie gegen Drohnen- und Cyberangriffe auszuarbeiten.Der französische Staatschef nannte unter anderem das Eindringen von Drohnen in den Luftraum mehrerer Länder, das Abfeuern von Leuchtkörpern auf einen dänischen Militärhubschrauber in der Ostsee und den Drohnenfund auf dem Flughafen in Leipzig/Halle als Bespiele für die intensiveren Attacken. Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war Anfang August in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs entdeckt worden. Die Bundesregierung geht von einem russischen Anschlagsversuch aus. „Was in Leipzig geschieht, kann auch in jeder anderen europäischen Stadt geschehen“, so Macron. Niemand sei sicher. „Wir befinden uns in einer Zeit der Wachsamkeit.“Macron nannte es einen Fehler von Russland, weiterhin auf diese Weise gegenüber den Europäern zu handeln. Die Absicht dahinter sei, Europa einzuschüchtern und die Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine zu untergraben. Das Ergebnis werde das Gegenteil sei.
Selenskyj hält ersten Karpaten-Gipfel abMit einem ersten Gipfel der Karpaten-Länder will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine engere Zusammenarbeit mit den EU-Staaten vorantreiben. Selenskyj eröffnete am Freitag im Westen der Ukraine das erste Treffen des neuen Formats „Acht der Karpaten“ (C8), dem neben der Ukraine auch Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn angehören.Es gehe darum, „einen neuen stabilen Rahmen der Zusammenarbeit auf Ebene der Europäischen Union“ zu erschaffen, erklärte der ukrainische Präsident. Themen seien unter anderem Sicherheit, Energie und grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit.Sechs der acht Länder der C8-Gruppe gehören der Europäischen Union an. Die Ukraine und Serbien sind offizielle EU-Beitrittskandidaten.„Vor uns allen stehen schwierige Wochen und Monate“, schrieb der polnische Regierungschef Donald Tusk im Kurzbotschaftendienst X zu einem Foto von sich und Selenskyj. „Heute zeigen wir in der Ukraine unsere Solidarität.“Die Ukraine kämpft seit viereinhalb Jahren gegen die russischen Invasionstruppen, der Krieg belastet das Land auch finanziell und wirtschaftlich. Für das kommende Jahr braucht die Ukraine nach eigenen Angaben Finanzhilfen aus dem Ausland in Höhe von rund 46 Millionen Euro. Die Ukraine benötigt auch zusätzliche Systeme zur Abwehr von russischen Raketen und Drohnen.
Europarats-Gruppe spricht von „Scheinwahl“ in RusslandEine Gruppe von Abgeordneten des Europarats sowie von Aktivisten hat die Parlamentswahl in Russland als „Scheinwahl“ bezeichnet, aus der „ein Scheinparlament“ hervorgehen werde. „Die neue Staatsduma darf nicht anerkannt werden, weder als demokratisch gewählt noch als legitimer Repräsentant des russischen Volkes“, erklärte am Freitag die Plattform für den Dialog mit demokratischen Kräften in Russland der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. In der Plattform sind Abgeordnete und russische Aktivisten im Exil organisiert, darunter Wladimir Kara-Mursa, Michail Chodorkowski und Oleg Orlow. Sie wurde 2025 ins Leben gerufen, nachdem Russland wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine aus dem Europarat ausgeschlossen worden war. Die am Freitag begonnene und noch bis Sonntag andauernde Parlamentswahl in Russland ist die erste seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Sie wird auch in den von Russland besetzten Gebieten abgehalten. Dies sei ein „eklatanter Verstoß gegen die territoriale Souveränität und Integrität der Ukraine, wie auch gegen das Völkerrecht“, hieß es in der Erklärung der Plattform weiter. Sie kritisierte auch das „Klima der Angst“, in dem die Wahl stattfinde. Zivilgesellschaftliche Beobachter oder die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit seien nicht als Wahlbeobachter zugelassen worden, konstatierte die Plattform. „Russland hat sich von autoritärer Unterdrückung hin zu einem Staat entwickelt, in dem sich totalitäre Kontrolle verfestigt hat“, hieß es in der Erklärung.
Sprecherin des AA: „Inszeniertes Wahlritual\" in RusslandDas Auswärtige Amt hat Zweifel am demokratischen Ablauf der Wahlen in Russland geäußert. „Ich glaube, wir müssen uns leider wieder auf Ergebnisse eines inszenierten Wahlrituals einstellen, über das wir uns dann in der kommenden Woche austauschen müssen“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Freitag vor Journalisten in Berlin.In Russland wird seit Freitagmorgen ein neues Parlament gewählt. Es ist das erste Mal seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022. Bei der dreitägigen Abstimmung über elf Zeitzonen hinweg gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Neben Geeintes Russland sind nur andere kremltreue Parteien zugelassen.
Wahllokale in Sotschi wegen Drohnenalarm geschlossenBei der Parlamentswahl in Russland haben die Wahllokale in der Schwarzmeermetropole Sotschi kurzzeitig wegen Drohnenalarms schließen müssen. Aus Sicherheitsgründen hätten Mitglieder der Wahlkommission, Wahlberechtigte und Beobachter vorübergehend in Schutzräumen Zuflucht gesucht, sagte Bürgermeister Andrej Proschunin. Schon wenig später gab er wieder Entwarnung. Die Ukraine greift Sotschi und andere Regionen im russischen Hinterland immer wieder mit Drohnen an – als Teil ihres Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg.In Sotschi sind bis zum Ende der Abstimmung am Sonntag 244 Wahllokale geöffnet. Wegen Drohnenalarms war auch zeitweilig der Flugbetrieb in der bei Touristen beliebten Region unterbrochen.
UN-Büro dokumentiert sexuelle Gewalt gegen UkrainerDas Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat schockierende sexuelle Gewalt und Folter auf dem Territorium der Ukraine dokumentiert. 89 Prozent der untersuchten Fälle seien von russischen Streitkräften, Polizisten und Wachen verübt worden, berichtet Danielle Bell, Leiterin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine. Das jüngste und älteste Opfer russischer Verbrechen seien ein vier Jahre altes Mädchen und eine 82 Jahre alte Frau gewesen. Ihr Team hat 1004 Fälle seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 dokumentiert, konnte allerdings nur einen Bruchteil der möglichen Betroffenen sprechen. „Die 1004 Fälle sind nur ein Bruchteil der Realität“, sagte Bell. Die Angaben beruhen auf vertraulichen Gesprächen mit Hunderten Betroffenen sowie auf Gerichtsunterlagen und amtlichen Dokumenten. Ihr Team hat keinen Zugang zu den russisch besetzten Gebieten und kann nur Menschen sprechen, die aus Gefangenschaft entlassen wurden und auf von der Ukraine kontrolliertes Territorium kamen.
Mindestens zwei Tote nach Angriffen auf SchytomyrDurch russische Angriffe sind im Gebiet Schytomyr westlich von Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Witalij Bunetschko, mit. Den Angaben zufolge wurde ein ziviles Unternehmen auf einem Industriegelände im Landkreis Korosten angegriffen. Brände in Lagerhallen und Produktionsstätten seien gelöscht. Korosten liegt etwa 125 Kilometer westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew.Angaben zum Waffentyp und zum Zeitpunkt des Angriffs machte er nicht. Am Donnerstagabend warnte die ukrainische Luftwaffe jedoch vor anfliegenden Marschflugkörpern des Typs „Banderol“ in dieser Region.
Russlands Parlamentswahl für Putins Krieg hat begonnenIn Russland hat die erste Parlamentswahl seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine begonnen. In dem flächenmäßig größten Land der Erde mit seinen elf Zeitzonen öffneten zuerst auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka die Wahllokale. Aufgerufen sind bis Sonntag mehr als 110 Millionen Russinnen und Russen zur Wahl von 450 Abgeordneten für die neue Staatsduma in Moskau. Die Opposition ist nicht zugelassen. Erste Ergebnisse werden nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad (früher Königsberg) am Sonntag um 20.00 Uhr erwartet.Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel gelten durchweg als kremlnah und unterstützen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg. Der Präsident forderte die Wähler auf, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg des Landes in dem Krieg zu leisten. Der schon vorab von Kritikern als unfair bezeichnete Urnengang gilt vor allem als ein Referendum über die Fortsetzung der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Invasion. Die seit über 20 Jahren regierende Kremlpartei Geeintes Russland erwartet nach dem Ausschluss der Anti-Kriegspartei Jabloko trotz einer massiven Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und Unzufriedenheit der Menschen eine Zweidrittelmehrheit. Für die Partei kandidieren Dutzende Kriegsveteranen.Gegen den Protest der Ukraine wird die Wahl erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Zum wiederholten Mal dabei ist auch die schon 2014 einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim.Neben der Duma-Wahl werden auch in acht Regionen Abgeordnete für Gebietsparlamente gewählt. Insgesamt laufen laut Wahlleitung rund 2.200 Wahlen auf verschiedenen staatlichen Ebenen.