FAZ 01.10.2026
13:52 Uhr

Liveblog Ukrainekrieg: Drohnen treffen Schule und Atomforschungsanlage in Kiew


Selenskyj: „Russische Bastarde greifen Leben unseres Landes an“ +++ Russland weist ungarische Diplomaten aus +++ Wadephul will „partielle Waffenruhe“ für Getreideexport +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Liveblog Ukrainekrieg: Drohnen treffen Schule und Atomforschungsanlage in Kiew

Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer RaketeDie Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt. „Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis“, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.Die ukrainische Rüstungsfirma Fire Point hatte zuvor die ersten Kampfeinsätze für ihre ballistische Rakete mehrfach verschoben. Anfänglich wurden von der Unternehmensführung erste Raketenschläge auf die russische Hauptstadt Moskau für den Sommer angekündigt. Vor wenigen Tagen ruderte die dem Selenskyj-Umfeld zugeschriebene Firma zurück und kündigte einen ersten Einsatz für das Herbstende an. Moskaus Zentrum ist gut 450 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.Mit der Entwicklung einer eigenen ballistischen Raketenwaffe möchte Kiew mit Moskau Waffengleichheit herstellen. Im Krieg verwendete Kiew ballistische Raketen mit geringer Reichweite aus alten sowjetischen Beständen.

Ukraine verliert weiteres MiG-29-KampfflugzeugDie ukrainische Luftwaffe hat ein weiteres Kampfflugzeug im Krieg gegen Russland verloren. Die MiG-29 sei während eines Kampfeinsatzes durch eine russische Rakete abgeschossen worden, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Der Pilot habe noch den Schleudersitz ausgelöst, den Absturz jedoch nicht überlebt. Zuvor habe der Pilot einen Angriff an einem ungenannten Frontabschnitt geflogen.Nach offiziellen Angaben verlor die ukrainische Luftwaffe zwei weitere MiG-29-Kampfflugzeuge im Juni und August bei Kampfeinsätzen. Unbestätigten Berichten zufolge gingen Maschinen dieses Typs auch durch russische Luftschläge auf ukrainische Luftwaffenstützpunkte verloren. Nach Einschätzung von Fachleuten des in London ansässigen International Institute for Strategic Studies verfügte die Ukraine noch Ende 2025 über 14 MiG-29 sowjetischer Bauart.Zuletzt hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Jahresende die Lieferung von drei weiteren F-16-Kampfflugzeugen aus Belgien in Aussicht gestellt. Laut einem kürzlich erschienenen Bericht des „Wall Street Journal“ hat Kiew jedoch ein Problem bei der Wartung der Jets aus US-amerikanischer Produktion, wodurch nur wenige einsatzbereit sind. 

Moskau weist ungarische Diplomaten ausFast einen Monat nach der Ausweisung von zehn russischen Diplomaten aus Ungarn weist nun das Außenministerium in Moskau Vertreter des EU-Mitgliedsstaates aus. Die Gruppe ungarischer Diplomaten der Botschaft in Moskau und der Generalkonsulate in St. Petersburg und Kasan müsse Russland binnen der nächsten zwei Wochen verlassen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Eine konkrete Zahl der Betroffenen nannte die Behörde nicht. Das ungarische Außenministerium teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass es die Ausweisung seiner Diplomaten zur Kenntnis nehme.Das Ministerium in Moskau teilte mit, einem Vertreter der ungarischen Botschaft sei ein deutlicher Protest gegen die grundlose und unfreundliche Ausweisung russischer Diplomaten übermittelt worden. Das Außenministerium hatte bereits unmittelbar nach dem Schritt der ungarischen Regierung am 8. September eine harte Reaktion angekündigt, aber sich damit bis jetzt Zeit gelassen.Ungarn hatte ohne nähere Angaben erklärt, dass die Russen wegen Aktivitäten ausgewiesen würden, „die für Diplomaten gemäß der Wiener Konvention inakzeptabel“ seien. Russische Diplomaten sehen sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, auch für die Geheimdienste ihres Landes tätig zu sein. 

Drohnen treffen Schule, Brücke und Atomforschungsanlage in KiewRussische Drohnen haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Schule, eine Brücke und eine Atomforschungsanlage getroffen. „Die russischen Bastarde greifen weiter das Leben unseres Landes, ukrainische Kinder, unsere Schulen an“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag auf der Plattform X. Nur weil alle Schüler und Lehrer rechtzeitig in einen Schutzraum gingen, habe es keine Verletzten gegeben.Einem Bericht des Nachrichtenportals „Hromadske“ zufolge war der Drohneneinschlag am Donnerstagvormittag nicht der erste Einschlag in der Schule. Der Großteil der Schüler nimmt demnach aufgrund der ständigen Gefahr durch russische Luftangriffe online am Unterricht teil.Weiter gab es in Kiew zwei Drohneneinschläge nahe einem Stützpfeiler der Südbrücke über den Fluss Dnipro. „Derzeit ist der Verkehr der U-Bahn und des öffentlichen Nahverkehrs über die Brücke eingestellt“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Das Bauwerk werde von Fachleuten überprüft. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten einen Drohneneinschlag in unmittelbarer Nähe eines fahrenden U-Bahn-Zuges.Außerdem hat eine russische Drohne nach ukrainischen Angaben das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew getroffen und dabei einen Brand ausgelöst. Bei dem Angriff am Mittwoch habe es keine Verletzten gegeben, der Brand sei zudem gelöscht worden, teilte die ukrainische Atomaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden. 

Estland verbietet Transit von russischem GetreideEstland hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilte Außenminister Margus Tsahkna am Donnerstag auf der Plattform X mit. Insidern zufolge nutzen russische Unternehmen inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport, die eigentlich für ‌Düngemittel, Kohle und ‌andere Güter ausgelegt sind. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe, die den Seetransport über das Schwarze Meer beeinträchtigt haben. Tsahkna erklärte, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, ​seinen Handel trotz des ⁠Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Das baltische Land werde weder zur Finanzierung des russischen Krieges ​beitragen noch die Aggression der Führung in Moskau begünstigen. Belarus ist ein enger ⁠Verbündeter Russlands.

Wadephul will „partielle Waffenruhe“ für GetreideexportAußenminister Johann Wadephul (CDU) dringt auf eine Lösung, um wieder mehr Getreideexporte sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland zu ermöglichen. „Die Welt braucht diese Exporte dringend. Werden sie weiter von Russland verhindert, dann drohen Hunger, Destabilisierung und die resultierenden Fluchtbewegungen, auch nach Europa“, sagte Wadephul dem Portal Web.de. Eine partielle Waffenruhe wäre ein erster Schritt“, sagte der CDU-Politiker. Wegen des russischen Krieges haben beide Länder derzeit Probleme, ihr Getreide über das Schwarze Meer zu verschiffen. „Die russische Regierung muss sehen, dass darunter auch Staaten leiden, zu denen sie ein gutes Verhältnis pflegen will“, sagte Wadephul dazu. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen. „Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden.“Wadephul äußerte sich auch zu seinem jüngsten Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. „Wir hatten einen sehr konkreten Anlass, nämlich den Anschlag am Flughafen Halle/Leipzig“, sagte Wadephul. Er habe noch einmal „ein klares Signal aussenden“ wollen, dass Deutschland so etwas nicht akzeptiere. „Gegen so eine Gefährdung der Sicherheit in unserem Land wehren wir uns.\" Weitere Gespräche mit Russland schloss der Außenminister nicht aus. „Auf der russischen Seite müsste aber ein konstruktiver Ansatz zu erkennen sein“, sagte er. In den Äußerungen Lawrows nach dem Zusammentreffen sei ein solcher nicht zu finden gewesen. „Ich habe kein Interesse daran, weiter zu diskutieren, wenn wir uns auf diesem Niveau bewegen“, sagte Wadephul.

Bulgarien fordert Gespräche mit RusslandBulgarien hat Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert — und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe. „Wir müssen anfangen mit Russland zu reden“, sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. „Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten“, fügte er hinzu. Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. „Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen“, sagte er. Frieden werde „durch Diplomatie“ erreicht und „nicht durch Waffenlieferungen“. Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.

Ukrainische Behörden melden nach russischen Angriffen fünf ToteNach massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung sprechen die Behörden mittlerweile von fünf Menschen, die ums Leben gekommen sind. Die ⁠Energieinfrastruktur von Kiew und der umliegenden Region sei das Hauptziel der Angriffe mit fast 190 Drohnen und ballistischen Raketen gewesen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. „Ein kombinierter Angriff dieses Ausmaßes hat seit dem Ende der vergangenen Heizperiode nicht mehr stattgefunden“, erklärte Ministerpräsident Serhij Korezkyj.Unter den fünf Todesopfern landesweit sei auch ein ‌Kind, sagte Selenskyj. Russland habe auch in den Regionen Schytomyr, Mykolajiw, Kirowohrad und Riwne kritische Infrastruktur angegriffen. Kiew war am Morgen nach den Luftangriffen wegen Bränden in dichten Rauch gehüllt. Die Rettungsdienste riefen die Anwohner auf, die Fenster geschlossen zu halten. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden zudem ‌Trümmerteile auf dem Gelände einer westlichen Botschaft im Zentrum ‌von Kiew gefunden. Um welche Vertretung es sich handelte, ließ er offen.Die russische Regierung erklärte, die Schläge hätten unter anderem einem Rechenzentrum der ukrainischen Streitkräfte in Kiew sowie Kraftwerken in ​der Umgebung gegolten. Zudem seien Industrieanlagen im Gebiet Odessa und Hafenanlagen in Ismajil getroffen worden. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden von den eingesetzten Waffen fünf Raketen und 155 Drohnen abgefangen. Selenskyj ⁠sagte, die ‌Ukraine habe in den vergangenen Tagen neue Ausrüstung zur Luftverteidigung erhalten. Er dankte den Partnerländern und bat zugleich um mehr Schutz für den Winter.

Ukraine meldet drei Tote im Raum Kiew nach russischen AngriffenBei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew und die umliegende Region ‌sind ‌nach ukrainischen Behördenangaben drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Sieben weitere ​Menschen seien ⁠verletzt worden. In Kiew seien Brände ausgebrochen, von denen ​Wohnhäuser, ein Geschäft und ⁠ein Lagerhaus betroffen seien.

Selenskyj verspricht DrohnenabwehrAngesichts massiver Probleme bei der Abwehr von russischen Drohnen mit Düsenantrieb hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine baldige Linderung in Aussicht gestellt. „Derzeit werden ukrainische Abfangraketen bereits unter Kampfbedingungen eingesetzt“, sagte das Staatsoberhaupt in einer Videobotschaft. Die Abfangrate sei jedoch noch zu niedrig. „Doch jede Woche soll sich die Trefferquote erhöhen“, versicherte Selenskyj. Für den Oktober seien konkrete Produktionsraten festgelegt worden. „Das ist eine strategische Aufgabe“, unterstrich der Staatschef.Nach Selenskyjs Worten wurden am Dienstag bis zum Abend von 29 russischen Drohnen mit Düsenantrieb 18 abgefangen. Diese schnellen und hochfliegenden Fluggeräte werden demnach derzeit von Kampfflugzeugen abgeschossen. Belgien hat dem Staatschef zufolge die Lieferung von drei F-16-Kampfflugzeugen bis Ende des Jahres zugesagt.Seit mehreren Wochen kommt vor allem die ukrainische Hauptstadt Kiew aufgrund ständig neu anfliegender Jetdrohnen nicht zur Ruhe. Am Montag gab es mehrere Drohneneinschläge auch im eigentlich gut geschützten Zentrum. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion. 

Merz sieht keinen Verhandlungswillen bei RusslandBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. „Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist“, sagte Merz am Dienstag in Berlin bei einer Pressekonferenz mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew.„Wir werden deswegen alle unsere Anstrengungen unternehmen, der Ukraine weiter behilflich zu sein, sie zu unterstützen“, fuhr der Bundeskanzler fort. Dies gelte „nicht nur militärisch, sondern auch politisch, finanziell, ökonomisch“.Der kasachische Präsident machte deutlich, dass er für ein Einfrieren von militärischen Operationen auf dem Gebiet der Ukraine sei, um Diplomatie und Verhandlungen zu ermöglichen. Er vermied jede direkte Kritik und sagte, sowohl Russland als auch die Ukraine seien gute Freunde Kasachstans.Den russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem er gute Kontakte habe, halte er für eine herausragende Persönlichkeit und als Staatsmann für eine passende politische Figur, wie er laut offizieller Übersetzung der Pressekonferenz sagte.Tokajew sagte demnach über Putin: „Ich kenne ihn sehr gut. Und er verfügt über die notwendigen Charaktereigenschaften für die Rolle des Staatsoberhaupts von einem sehr großen Land mit einer sehr komplizierten Geschichte, mit eigenem Verständnis von strategischen Zielen, die vor diesem Land stehen.“ 

Tote bei Angriff mit Gleitbomben auf SumyBei russischen Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere sechs Menschen seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Demnach schlugen vier russische Gleitbomben im Stadtzentrum ein. Es sei auch ein Schulgebäude getroffen worden. „Ich danke den Lehrern und der Schulleitung: Die Kinder und die Lehrkräfte waren im Schutzraum, insgesamt 100 Leute wurden rechtzeitig evakuiert“, schrieb der Staatschef. Selenskyj zufolge bombardieren die „russischen Terroristen“ und „widerwärtigen Missgeburten“ Kinder, Schulen und gewöhnliche Häuser „einfach so“. Er forderte „realen Druck“ und nicht nur Worte von den Verbündeten in Amerika und Europa. 

Kiewer Uni stellt auf Fernunterricht umNach dem tödlichen russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im Zentrum Kiews hat die Taras-Schewtschenko-Universität der ukrainischen Hauptstadt vorübergehend auf Fernunterricht umgestellt. Bis zum 16. Oktober werde der Lehrbetrieb wegen der „sich verschlechternden Sicherheitslage in Kiew“ aus der Ferne organisiert, teilte die Universität am Dienstag mit.Die am Montag von einem russischen Drohnenangriff getroffene Akademie liegt nur wenige Straßen vom Hauptcampus der Schewtschenko-Universität entfernt. Sie trägt den Namen des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko.Bei dem Angriff auf die Akademie war am Montag nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden, sechs weitere Menschen wurden verletzt. Wegen der verstärkten russischen Angriffe sagte der ukrainische Verteidigungsminister am Dienstag zudem eine geplante Reise nach Berlin ab. 

Wadephul redet der Slowakei ins Gewissen Außenminister Johann Wadephul hat von der Slowakei mehr Bündnissolidarität in den Maßnahmen gegen Russland gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung hätten beide Länder ihre „umfassende Unterstützung für die Ukraine“ bekräftigt, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanár am Dienstag in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.Für den deutschen Außenminister gehört dazu auch die Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Dafür müssten alle Partner „gemeinsam einstehen“, sagte er an Blanár  gerichtet. Auf Russland müsse „mehr Druck“ ausgeübt werden: „Russland zeigt keine Bereitschaft zu Frieden“, die Ukraine dagegen habe „ihre Bereitschaft wiederholt erklärt“, betonte Wadephul.Ohne die Slowakei direkt beim Namen zu nennen sagte Wadephul, es wäre „nicht nur unsolidarisch, es wäre unverantwortlich“, infrage zu stellen, dass die größte Gefahr für Europa „Putins kriegerischer Imperialismus“ sei. Die EU könne sich keine Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten etwa bei Sanktionen leisten.