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14.09.2026
12:04 Uhr
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Ilona W. soll russischen Agenten mit Informationen versorgt haben +++ Ukrainischer Generalstaatsanwalt verlässt das Land +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Merz: Europa steht vor entscheidenden Wochen über Krieg und Frieden Europa steht nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz „höchstwahrscheinlich“ vor entscheidenden Wochen oder Monaten bei der Verteidigung der Freiheit und des Friedens. Er werde alles in seiner Macht Stehende tun, um die deutsche Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten und die Menschen davon zu überzeugen, dass dies im deutschen Interesse liege. „Jetzt müssen wir standhaft bleiben, bis dieser schreckliche Krieg vorbei ist. Wenn Russland Erfolg hat, wird dies unvorhersehbare und beispiellose Folgen für uns alle haben. Auch für Deutschland“, sagte Merz auf dem EU-Arktis-Gipfel in Finnland.
Moskau verteidigt Angriffe auf ukrainische Ziele nahe der polnischen GrenzeRussland hat am Montag seine Angriffe auf Ziele nahe der polnischen Grenze am Vortag verteidigt. „Es geht um ukrainisches Territorium“, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz auf eine Frage der Nachrichtenagentur AFP. „Unser Militär führt seine Einsätze auf dem gesamten ukrainischen Territorium aus und wird dies auch weiter tun.\" Polnischen und ukrainischen Behörden zufolge hatte eine russische Drohne am Sonntag die Lokomotive eines Passierzugs auf der Strecke Kiew-Warschau getroffen. Der Angriff erfolgte demnach zwei Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, ohne dass es dabei Verletzte gab. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte, er nehme den jüngsten Drohnenangriff an der ukrainisch-polnischen Grenze sehr ernst. Der russische Präsident Wladimir Putin täusche immer wieder Gesprächs- und Friedensbereitschaft vor, um wenig später erneut zu eskalieren, äußerte der SPD-Politiker in der nordostdeutschen Stadt Wolgast. Dies solle den Menschen in Deutschland und Europa Angst vor einer Ausweitung des Krieges machen. „Das ist gefährlich, was Wladimir Putin da macht“, sagte Pistorius weiter. Es komme darauf an, besonnen zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Gleichzeitig dürfe kein Zweifel an der eigenen Verteidigungsbereitschaft aufkommen.
Kallas: Russische Angriffe auf ukrainische Bahn sollen dem Westen „Angst machen“Bei den jüngsten russischen Angriffen auf Bahnstrecken in der Ukraine handelt es sich nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas um eine Abschreckungstaktik Moskaus. „Ich denke, es soll ganz offensichtlich westlichen Ländern Angst davor machen, die Ukraine zu unterstützen“, sagte Kallas vor einem Treffen zur Sicherheit in der Arktis im finnischen Rovaniemi am Montag. Der Westen müsse als Antwort zeigen, „dass wir für die Ukraine da sind und keine Angst haben“, betonte Kallas. Anderenfalls würde Russland seine Ziele erreichen, „die Unterdrückung der Ukraine“. Russland hatte am Sonntag Bahnstrecken in der Ukraine attackiert. Unweit der Grenze zu Polen traf eine Drohne nach ukrainischen Angaben einen Passagierzug nach Warschau. Russland erklärte, die attackierten Bahnstrecken würden für Rüstungstransporte aus Europa genutzt.
Generalstaatsanwalt hat die Ukraine verlassenKurz vor der Parlamentsabstimmung über seine Absetzung als Generalstaatsanwalt hat Ruslan Krawtschenko die Ukraine verlassen. Erst vor wenigen Tagen hatte er nach einem Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Die Antikorruptionsbehörden ermitteln aktuell gegen den Chef der Cybersicherheitsabteilung der Generalstaatsanwaltschaft. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Vorwürfe gegen Krawtschenko selbst laut und dessen Büro durchsucht. Es geht um die unrechtmäßige Deckung von Telefonbetrugs-Callcentern. In der Nacht zu Montag schien es dann, als würde Krawtschenko zum großen Gegenschlag ausholen. Um Mitternacht veröffentlichte er auf Telegram ein sieben Minuten langes Video, in dem er Anschuldigungen gegen die Chefs der ukrainischen Antikorruptionsermittlungsbehörden erhob und die Ermittlungen gegen seine Behörde als politisch motiviert bezeichnete. Selenskyj reagierte kurz darauf seinerseits mit einem Telegrampost. Für den Generalstaatsanwalt sei die Entlassung aus dem Amt „die einzige Möglichkeit“. Er habe deshalb die Abgeordneten aufgefordert, Krawtschenkos Entlassung „unverzüglich“ zuzustimmen. Kurz darauf verließ Krawtschenko das Land laut einem Bericht der „Ukrainska Prawda“ nach Polen. Das wirkt wie ein Versuch, sich der Strafverfolgung im Land zu entziehen. Krawtschenko spricht von einer Dienstreise, bei der er mit internationalen Partnern über „die Machtkonzentration und den Einfluss der Antikorruptionsbehörden“ sprechen wolle. Er beabsichtige, die Partner über „Risiken für Institutionen und Rechtsstaatlichkeit aufzuklären“.Die Hintergründe lesen Sie hier:
Tusk: Russische Eskalation rückt immer weiter an unsere Grenze heranPolens Regierungschef Donald Tusk hat Moskau nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine eine Eskalation vorgeworfen. „Die Eskalation von russischer Seite ist nun Realität geworden, und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenze heran“, sagte er bei einer Sitzung des Krisenstabs. Tusk verwies darauf, dass Russland in der Vergangenheit bereits versucht habe, Grenzübergänge in Moldau lahmzulegen. Man habe von Verbündeten zuvor Hinweise bekommen, dass der russische Plan Versuche beinhalten würde, die ukrainischen Grenzübergänge zu desorganisieren und möglicherweise auch zu zerstören – dies könne auch Polen betreffen. Man müsse mit verstärkten Aktionen Russlands in den kommenden Wochen und Monaten rechnen, sagte Tusk weiter. „Wir können nicht ausschließen, dass diese Eskalation auch unser Staatsgebiet betreffen wird.“ Russland sei auch bereit, gegen Polen düsengetriebene Drohnen einzusetzen, warnte er.
Trump an Selenskyj: Keine Angriffe auf russische RaffinerienDer amerikanische Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. „Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen“, sagte Trump in seinem Luxusresort in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump ließ dabei außen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den Krieg gegen Iran und der Situation in der Straße von Hormus ausgelöst wurde.Trump behauptete, die ukrainischen Angriffe verursachten die Dieselknappheit. „Das liegt nicht am Nahen Osten, sondern an den Ereignissen in Russland und der Ukraine“, sagte er weiter. Die USA hätten mit Selenskyj bereits darüber gesprochen. „Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.“
Tote und Verletzte nach russischen AngriffenDas russische Militär hat seine Angriffe gegen Städte in der Ukraine fortgesetzt. Bei mehreren Angriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Weitere zehn Bewohner seien verletzt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Der erste Angriff habe einem Kleinwagen gegolten, später sei die Stadt von vier Fliegerbomben getroffen worden. In der Hafenstadt Odessa und Umgebung wurden bei einer Serie russischer Angriffe im Tagesverlauf mindestens 24 Menschen verletzt. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Angriffen mehrstöckige Wohngebäude sowie Lagerhäuser beschädigt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Polens Außenminister: „Putin eskaliert“ Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine zu Polen hat die polnische Regierung Moskau eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen. „Putin eskaliert“, schrieb Außenminister Radoslaw Sikorski auf der Plattform X. Regierungschef Tusk berief für den Spätnachmittag eine Krisensitzung der Ressortchefs und der uniformierten Dienste ein. „Wir nehmen diese Ereignisse äußerst ernst“, schrieb Innenminister Marcin Kierwinski auf X. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb, Moskaus Angriffe hätten nahe der polnisch-ukrainischen Grenze in der Region Wolyn eine Lokomotive in Brand gesetzt und eine Tankstelle beschädigt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte härtere Konsequenzen für Moskau. Russische Angriffe an der polnisch-ukrainischen Grenze seien nicht einfach eine Fortführung der Attacken auf die ukrainischen Staatsgrenzen, schrieb er auf X. „Das ist Putins Terror, der direkt an die Türen der EU und der NATO klopft.“
Russische Drohnen schlagen an polnisch-ukrainischer Grenze einBei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind laut regionalen Behörden in der Nacht zum Sonntag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Ziel war vor allem die Westukraine, wo eine Drohne an einer Tankstelle in unmittelbarer Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodin einschlug. Handyvideos zeigten brennende Lastwagen nur wenige hundert Meter von der Grenze zu Polen entfernt. Dem polnischen Verteidigungsministerium zufolge stiegen F-16 Kampfflugzeuge und Luftaufklärer auf. Der polnische Luftraum sei jedoch nicht verletzt worden. Eine weitere Drohne habe kurz vor der polnischen Grenze die Lokomotive eines Nachtzugs von Kiew nach Warschau getroffen, berichtete die ukrainische Staatsbahn Ukrzalisnizja. Die Lokführer seien gewarnt gewesen und hätten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Verletzt worden sei niemand. In dem Zug befanden sich den Angaben zufolge 206 Passagiere, die schließlich mit 370 Minuten Verspätung in Polen angelangt seien. Auch der nachfolgende Zugverkehr wurde gestoppt, darunter ein Sonderzug von Kiew nach Dorohusk, in dem zahlreiche Politiker und Diplomaten saßen, die auf dem Rückweg von einer Konferenz in Kiew waren, darunter der sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, und der frühere britische Premierminister Boris Johnson. Der Grenzübergang Dorohusk-Jagodin ist einer der wichtigsten polnisch-ukrainischen Übergänge für den Straßen- und Eisenbahnverkehr. Russland hatte zuletzt vermehrt Tankstellen in der gesamten Ukraine sowie die ukrainische Eisenbahninfrastruktur angegriffen. „Wir überwachen ständig Bedrohungen aus der Luft und ergreifen alle möglichen Maßnahmen zur Sicherheit der Fahrgäste und des Bahnpersonals“, teilte Ukrzalisnizja mit. In den Zügen liegen zudem Evakuierungspläne bereit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff als „barbarisch“ und sprach von „Putins Terror, der direkt an die Türen von EU und NATO klopft“. Putin müsse jetzt endlich die Konsequenzen seines Terrors zu spüren bekommen, schrieb Sybiha auf X. Er forderte mit Blick auf Sanktionen „nicht nur halbe Entscheidungen, sondern kompromisslose, kraftvolle Schritte“. Der einzige Weg, Putin zu stoppen, sei es, die Kosten des Krieges für ihn „auf ein unerträgliches Niveau“ zu steigern.
Litauen schließt Flughafen Vilnius wegen mutmaßlicher Drohne Litauen hat wegen einer mutmaßlichen Drohnensichtung den Flughafen der Hauptstadt Vilnius geschlossen. Der Alarm sei inzwischen wieder aufgehoben, teilt der litauische nationale Krisenstab mit. Zuvor war den Behörden zufolge mindestens ein Nato-Kampfjet zur Sicherung des Luftraums aufgestiegen. Er sei vom Stützpunkt Siauliai im Norden des Landes gestartet, wo derzeit Kampfflugzeuge der italienische Luftwaffe im Rahmen eines Nato-Schutzeinsatzes stationiert sind. Der am Morgen gestartete Vilnius-Marathon wurde nach Angaben der Organisatoren nicht beeinträchtigt.
Ukraine soll Tanklaster nahe AKW Saporischschja angegriffen habenDer Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.
Russland: China und Indien bieten Vermittlung an Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am BRICS-Gipfel in Delhi teil.
Zwei Tote in Russland nach ukrainischen AngriffenInfolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei.
Libyen dementiert angebliche Erlaubnis für ukrainische Nutzung von StützpunktLibyens Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe „Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten“. Es weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. Der US-Sender CNN hatte unter Berufung auf ukrainische Kreise berichtet, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien. Anderen von CNN zitierten Kreisen zufolge dient der internationale Armeestützpunkt in Misrata als „Startpunkt“ für Drohnen gegen die Schattenflotte russischer Öltanker in der Region. Im Gegenzug würden örtliche Streitkräfte ausgebildet.Anfang März hatte die libysche Hafen- und Seeschifffahrtsbehörde mitgeteilt, dass sich an Bord des russischen Tankers „Arctic Metagaz“ mehrere Explosionen ereignet hätten. Der Tanker befand sich damals rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte. Laut den libyschen Behörden transportierte das Schiff Flüssiggas (LNG), das für Ägypten bestimmt war. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff von der libyschen Küste mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.