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27.11.2025
13:52 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Vor dem Hintergrund des Einsatzes der US-Armee in der Karibik hat die Regierung der Dominikanischen Republik Washington die vorübergehende Nutzung eines Luftstützpunkts und eines Flughafens des Landes erlaubt. „Eingeschränkte Bereiche des Luftstützpunktes San Isidiro und des Internationalen Flughafens Las Américas“ würden der US-Armee für „logistische Tätigkeiten an Flugzeugen“ wie die Betankung und den Transport von Ausrüstung und Personal zur Verfügung gestellt werden, sagte der dominikanische Präsident Luis Abinader bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch in Santo Domingo.Hegseth, der den Inselstaat besuchte, bestätigte die „vorübergehende“ Entsendung von US-Truppen und -Flugzeugen. Washington meine seinen Militäreinsatz gegen den Drogenhandel „todernst“, sagte der Pentagon-Chef. „Wir sind bereit, in die Offensive zu gehen.“
Südafrikas Präsidentschaft hat sich empört über US-Präsident Donald Trumps Androhung geäußert, er werde den Staat am Südzipfel Afrikas nicht zum G-20-Gipfel in den USA einladen. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte, sein Land heiße derartige Beleidigungen und Strafmaßnahmen nicht gut. Südafrika werde demnach weiterhin als Mitglied der G 20 teilnehmen.„Südafrika ist eigenständig und aus eigenem Recht Mitglied der G 20“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidentenbüros. „Südafrika ist ein souveräner, demokratischer Verfassungsstaat und akzeptiert keine Beleidigungen seitens anderer Länder hinsichtlich seiner Mitgliedschaft und seiner Berechtigung zur Teilnahme an globalen Plattformen.“Trump hatte am Vortag auf der Plattform Truth Social geschrieben, auf seine Anweisung hin werde Südafrika keine Einladung für das Treffen im Dezember 2026 in Miami erhalten. Der Republikaner warf Südafrika abermals vor, einen „Genozid“ an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden.
US-Vizepräsident J. D. Vance will die Bemühungen um Abschiebungen weiter verstärken. „Zuerst werden wir den Schützen vor Gericht bringen und anschließend müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, Leute ohne das Recht, in unserem Land zu sein, zu deportieren“, schrieb Vance auf der Plattform X. Einige Stimmen in großen Medienhäusern meinten, dass die Einwanderungspolitik der USA zu harsch sei, so Vance weiter. „Der heutige Abend erinnert uns daran, warum sie damit falschliegen.“ Viele Wähler würden nun nicht nur Worte, sondern Handeln verlangen, und das sei eine „vollkommen angemessene Antwort“, schrieb der Vize von US-Präsident Donald Trump.
„Fox News“ berichtet jetzt: Der mutmaßliche Täter von Washington habe unter anderem mit dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA zusammengearbeitet. Der Sender beruft sich dabei auf CIA-Chef John Ratcliffe. Im September wurde der Mann dann aus Afghanistan in die USA gebracht.
Der frühere Präsident Joe Biden hatte sich schon vor der aggressiven Ansprache Trumps, in der dieser ihm eine Mitschuld an der Tat unterstellte, zu der Attacke auf die zwei Nationalgardisten geäußert. Der Demokrat schrieb auf der Plattform X, er sei zutiefst betroffen. „Gewalt jeglicher Art ist inakzeptabel, und wir müssen alle gemeinsam dagegen vorgehen.“ Er bete für die Soldaten und ihre Familien. Der vormalige Präsident Barack Obama äußerte in den sozialen Medien, Gewalt habe „keinen Platz in Amerika“. Seine Frau Michelle und er schickten Liebe an die Familien der verletzten Nationalgardisten, „die diese Feiertagssaison unter den schlimmstmöglichen Umständen beginnen“.
Die Regierung Donald Trumps nutzt den Angriff für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Am späten Mittwochabend gab die amerikanische Einwanderungsbehörde auf der Plattform X bekannt, dass die Bearbeitung von Anträgen afghanischer Staatsangehöriger „mit sofortiger Wirkung“ ausgesetzt werde, bis die Sicherheitsprotokolle überprüft worden seien. „Der Schutz und die Sicherheit unseres Heimatlandes und des amerikanischen Volkes bleiben unser einziges Ziel und unsere Mission.“
In einer fünf Minuten langen Videoansprache aus seinem Anwesen in Florida bezeichnet Donald Trump den Angriff in Washington am späten Vorabend von Thanksgiving als einen „Terrorakt“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Man sei von Schmerz und Trauer erfüllt, aber auch von „gerechtem Zorn und unerschütterlicher Entschlossenheit“. Der Präsident bestätigt die Medienberichte, wonach es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Ausländer handelt. Der Mann sei im September 2021 aus Afghanistan, einem „Höllenloch auf Erden“, in die Vereinigten Staaten gekommen, sagt Trump. Dann übt er abermals scharfe Kritik an der Einwanderungspolitik seines Vorgängers Joe Biden und behauptet, der Demokrat habe den Tatverdächtigen auf einem der „berüchtigten“ Flüge aus Afghanistan „eingeflogen“, bei denen niemand gewusst habe, wer überhaupt an Bord sei.Der Mann ist nach Angaben der Heimatschutzministerin Kristi Noem mit dem Programm „Operation Allies Welcome“ in die Vereinigten Staaten gekommen, das unter Biden im Zuge der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 entwickelt wurde. Es ermöglichte innerhalb eines Jahres etwa 80.000 schutzbedürftigen Afghanen die Einreise nach Amerika mit zweijähriger Aufenthaltsgenehmigung, jedoch ohne Gewähr auf einen dauerhaften Einwanderungsstatus. Vorgesehen war etwa ein Asylantrag, wie der mutmaßliche Täter ihn gestellt haben soll. Die Regierung Bidens hob damals hervor, das Programm beinhalte Überprüfungen der Personen, doch einige Republikaner bezweifelten, dass Sicherheitskontrollen angesichts des Chaos in Kabul angemessen durchgeführt wurden.Trump kündigt am Mittwochabend an, es müsse nun „jeder einzelne Ausländer“ überprüft werden, der unter Biden aus Afghanistan in die Vereinigten Staaten gekommen sei. Als Präsident sei er entschlossen, dafür zu sorgen, „dass das Tier, das diese Gräueltat begangen hat, den höchstmöglichen Preis dafür bezahlt“. In seinem Falle werde „schnell und unerbittlich“ Gerechtigkeit geübt, „falls die Kugeln, die in die entgegengesetzte Richtung flogen, das nicht schon getan haben“. Der Täter wurde laut Polizei während des Angriffs verletzt und zunächst im Krankenhaus behandelt.
Laut amerikanischen Medienberichten ist der mutmaßliche Täter vom FBI identifiziert worden. Demnach handelt es sich um einen 29 Jahre alten Afghanen, der 2021 im Zuge des chaotischen Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan in die Vereinigten Staaten gekommen war. Nach einem Bericht des Senders CNN hatte der Mann 2024 Asyl beantragt, das ihm in diesem Jahr gewährt wurde. Er soll zeitweise im Bundesstaat Washington an der Westküste gewohnt haben. Die „New York Post“ berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Tatverdächtige habe den beiden Nationalgardisten, unter denen offenbar auch eine Frau war, aufgelauert und zunächst die Soldatin in die Brust und den Kopf geschossen, bevor er auf den zweiten Nationalgardisten zielte. Andere Medien berichteten, beide hätten einen Kopfschuss erlitten.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, bringt seine Bestürzung über den Vorfall zum Ausdruck. Die Nationalgarde habe in diesem Jahr rund um die Uhr „heldenhaft“ gearbeitet, um Washington „wieder sicher“ zu machen. Man sei denen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um andere zu schützen, „auf ewig dankbar“.
Was bisher zu den Schüssen in Washington bekannt ist:In der Nähe des Weißen Hauses sind am Mittwoch zwei Nationalgardisten angeschossen worden – laut Polizei befinden sich beide in kritischem ZustandBei dem mutmaßlichen Täter, der festgenommen wurde und der nach Polizeiangaben ebenfalls im Krankenhaus behandelt wird, handelt es sich um einen Afghanen, der 2021 unter einem Programm der Biden-Regierung in die USA kamPräsident Donald Trump, der sich für Thanksgiving in Florida aufhält, sprach von einem „Terrorakt“, bezeichnete den mutmaßlichen Täter als „Tier“ und nannte Afghanistan ein „Höllenloch auf Erden“Das Motiv für den Angriff ist bislang unklar
Pressekonferenz in Washington: Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs der Stadt, Jeffery Carroll, sind die beiden Nationalgardisten am Leben, aber in kritischem Zustand. Der Täter soll in der Innenstadt um 14.15 Uhr bewusst auf die Soldaten gezielt haben. Es gibt bislang jedoch keine Hinweis darauf, dass der Tatverdächtige nicht allein gehandelt hat. Er sei unmittelbar nach dem Angriff von anderen Nationalgardisten festgehalten worden. Laut Polizei ist noch nicht bekannt, welche Waffe der Angreifer benutzt hat. Die Person sei im Krankenhaus in Behandlung; man befinde sich in einem sehr frühen Status der Ermittlungen.
Trump hat im Zuge der Attacke offenbar die Entsendung weiterer 500 Nationalgardisten nach Washington angeordnet. Das kündigt Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch mit der Bemerkung an, man sei nach der „feigen“ und „abscheulichen“ Tat nun noch entschlossener, Washington „sicher und schön“ zu machen. Bislang sind etwa 2000 Soldaten der Nationalgarden aus mehreren Bundesstaaten in D.C. stationiert.Vergangene Woche hatte eine Bundesrichterin die Stationierung der Truppen in Washington mit dem Hinweis darauf blockiert, es sei wahrscheinlich, dass die Stadt mit dem Argument einer illegalen Stationierung Erfolg haben werde. Die Entscheidung wurde jedoch für drei Wochen ausgesetzt, damit die Trump-Regierung Zeit hat, die Soldaten abzuziehen und Berufung einzulegen. Das hat die Regierung am Dienstag getan.
Der Sender CNN schreibt unter Berufung auf drei Quellen aus der Strafverfolgung, der Tatverdächtige habe die Nationalgardisten bewusst ins Visier genommen. Er habe zuerst auf einen Soldaten geschossen, der wenige Meter von ihm entfernt stand, und dann auf einen zweiten gezielt, der versuchte, sich hinter einer Bushaltestelle in Sicherheit zu bringen. Der Tatverdächtige zeigt sich demnach bislang nicht kooperativ gegenüber den Ermittlern und soll zum Zeitpunkt der Festnahme keine Ausweispapiere bei sich getragen haben.
Es ist zu diesem Zeitpunkt offenbar doch nicht klar, ob die beiden Nationalgardisten nach dem Angriff tatsächlich ihren Verletzungen erlegen sind. Patrick Morrisey, der Gouverneur von West Virginia, schreibt nun auf X, es gebe „widersprüchliche Berichte“ zum Zustand der beiden Soldaten. Man werde „zusätzliche Informationen“ bereitstellen, sobald man genauere Angaben habe. Zwanzig Minuten vorher hatte Gouverneur Morrisey auf seinem Kanal den Tod der beiden Nationalgardisten bekannt gegeben.