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22.01.2026
09:38 Uhr
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Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Versucht die amerikanische Regierung nach der erfolgreichen Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, auch das kommunistische Regime auf Kuba zu stürzen? Das berichtet das „Wallstreet Journal“ (WSJ) unter Berufung auf anonyme Quellen. Ermutigt vom Erfolg in Venezuela, will Washington demnach auf der Karibikinsel einen ähnlichen Plan verfolgen. Die Regierung von Donald Trump suche derzeit nach Insidern in der kubanischen Regierung, mit denen eine Vereinbarung zum Sturz der kommunistischen Führung Kubas getroffen werden könne, berichtet das WSJ. Das solle noch bis Ende dieses Jahres geschehen.In Venezuela war die US-Regierung ganz ähnlich vorgegangen: Statt auf die venezolanische Opposition zu setzen, entführten Spezialkräfte Machthaber Maduro und dessen Frau. Anschließend wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt. Diese verurteilte das amerikanische Vorgehen öffentlich scharf, ist aber vom Kurs der Konfrontation mit den USA abgekommen. „Wir befinden uns in einem Dialogprozess, in einem Prozess der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten“, sagte sie erst gestern.Nach dem Sturz Maduros, der einer der wichtigsten Unterstützer des kubanischen Regimes war, geht die Trump-Regierung davon aus, dass die Wirtschaft Kubas kurz vor dem Zusammenbruch steht. Und, so das WSJ, dass die Regierung in Havanna so schwach ist wie nie. Laut den Regierungsbeamten, die die Zeitung zitiert, versucht Washington jetzt, den Zusammenbruch der kubanischen Wirtschaft zu beschleunigen, indem verhindert wird, dass Venezuela weiterhin Öl nach Kuba liefert. In den sozialen Medien hatte US-Präsident Trump dem kubanischen Regime offen gedroht: „Ich empfehle dringend, dass sie eine Vereinbarung treffen, bevor es zu spät ist“, schrieb er am 11. Januar. Es werde „KEIN ÖL ODER GELD“ mehr nach Kuba fließen. Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel antwortete darauf: Die USA hätten keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst X. „Kuba greift nicht an; es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen, und es droht nicht; es bereitet sich darauf vor, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen.“
Bei ihrem Gespräch in Davos haben sich Donald Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte offenbar darauf verständigt, dass die USA Militärbasen auf Grönland übernehmen – nach dem Vorbild britischer Luftwaffenstützpunkte auf Zypern. Das hat mein Kollege Thomas Gutschker exklusiv aus NATO-Kreisen erfahren.Das „Wallstreet Journal“ berichtet nun über einen weiteren Punkt, der bei den Gesprächen eine Rolle gespielt haben könnte. Die USA könnten demnach eine Art Vorkaufsrecht erhalten, was die Ausbeutung von Bodenschätzen auf Grönland betrifft, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungsbeamte in Europa. Mit diesem Veto solle verhindert werden, dass Russland und China die Reichtümer der Insel erschließen.
Die Türkei, Saudi-Arabien und andere mehrheitlich islamisch geprägte Länder haben ihren Beitritt zum umstrittenen „Friedensrat“ unter Führung von Donald Trump angekündigt. Man begrüße die Einladung und werde sich dem Gremium anschließen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister der acht Länder, zu denen auch Indonesien, Jordanien und Qatar gehören. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Pakistan sind ebenfalls dabei, hatten ihre Teilnahme aber bereits vorab separat angekündigt.Insgesamt 60 Staaten sollen Einladungen für den „Friedensrat“ erhalten haben. Zugesagt haben bislang nicht allzu viele – darunter Israel, Ungarn, Argentinien und Belarus. Europäische Länder wie Deutschland oder Frankreich zeigen sich bisher überwiegend zurückhaltend.
Bei seinem Gespräch mit Donald Trump über Grönland ist die Frage der Souveränität des autonomen Gebiets nach Angaben von NATO-Generalsekretär Mark Rutte nicht zur Sprache gekommen.Der Niederländer sagte dem US-Sender Fox News, man sei in Gesprächen mit Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse. Er halte das für ein „sehr gutes Ergebnis“, sagte der Niederländer und schob nach, es bleibe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des NATO-Gebiets zu schützen.Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschließend. Das Thema sei nicht mehr besprochen worden. Der Schwerpunkt habe auf dem Schutz Grönlands gelegen.Trump hatte zuvor mitgeteilt, basierend auf einem Treffen mit Rutte sei ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angaben von Amerikas Präsident Donald Trump zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen bestätigt. Was Trump mitgeteilt habe, sei völlig korrekt, sagte der Niederländer am Rande von Gesprächen beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwochabend der ARD. Details wollte er nicht nennen. Rutte sagte lediglich, es werde weitere Gespräche geben.Eine Sprecherin des Generalsekretärs ergänzte wenig später, Rutte habe ein sehr produktives Treffen mit Trump zur Sicherheit in der Arktisregion gehabt. Die Gespräche unter den NATO-Verbündeten über den vom Präsidenten erwähnten Rahmen würden sich nun darauf konzentrieren, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island. „Die Verhandlungen zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten werden fortgesetzt – mit dem Ziel sicherzustellen, dass Russland und China in Grönland niemals Fuß fassen, weder wirtschaftlich noch militärisch“, sagte sie. Aus NATO-Kreisen erfuhr die F.A.Z., wie ein mögliches Abkommen aussehen könnte.
Vize-Kanzler Lars Klingbeil warnt vor zu großem Optimismus nach der angeblichen Beilegung des Streits mit US-Präsident Donald Trump um die Aneignung von Grönland. Nach dem „Hin und Her“ der vergangenen Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef am Mittwochabend im ZDF. „Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.“ Er wolle die genauen Absprachen erst „schwarz auf weiß“ sehen.Klingbeil führte die neuen Töne Trumps sowohl auf die geschlossene Haltung der Europäer als auch auf den wirtschaftlichen Druck in den USA zurück. In Gesprächen mit Investoren am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos habe er eine wachsende Unsicherheit bezüglich der Finanzstabilität in den USA wahrgenommen. „Da ist in den USA schon eine Nervosität entstanden“, sagte der Bundesfinanzminister. Es sei richtig gewesen, dass Europa solidarisch an der Seite Dänemarks gestanden und die staatliche Integrität betont habe. Man dürfe sich nun jedoch nicht zurücklehnen. Der Vorfall habe gezeigt, dass die EU ihre Hausaufgaben bei Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung machen müsse.
Die Außenminister von Schweden und Dänemark haben erleichtert auf die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump reagiert, auf Strafzölle gegen europäische Länder zu verzichten. Die schwedische Außenministerin Maria Stenergard erklärt auf X, es sei gut, dass US-Präsident Donald Trump nun auf Strafzölle gegen die europäischen Länder verzichte, die Dänemark und Grönland unterstützt hätten. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der Unterstützer Dänemarks Wirkung gezeigt.Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich erleichtert über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Handelsstreit zu beenden. „Der Tag endet besser, als er begonnen hat“, sagt der Minister. Es sei positiv, wenn dies bedeute, dass man zu normaleren Kommunikationskanälen als der Online-Plattform Truth Social zurückkehren könne. Wichtig sei zudem, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektiere. Dänemark wolle auf die Bedenken der USA eingehen.
US-Präsident Donald Trump zufolge ist ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland erzielt worden. Daher würden die für den 1. Februar geplanten neuen US-Zölle nicht erhoben, schrieb Trump am Mittwoch auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Die Einigung sei bei einem produktiven Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezüglich der Insel und der gesamten Arktis erarbeitet worden. Diese Lösung sei großartig für die USA und alle NATO-Staaten. Trump fügte hinzu, dass zudem Gespräche über das Raketenabwehrsystem Golden Dome in Bezug auf Grönland liefen. Die weiteren Verhandlungen sollen unter anderem Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio führen. Gegenüber dem Sender CNBC bezeichnet US-Präsident Donald Trump die geplante Rahmenvereinbarung zu Grönland als langfristiges Abkommen. „Das ist für die Ewigkeit“, sagt Trump dem Sender. Die Einzelheiten der „etwas komplexen“ Übereinkunft würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat deutliche Zweifel am Versuch von US-Präsident Donald Trump, die US-Notenbank-Vorständin Lisa Cook sofort zu entlassen. Bei einer fast zweistündigen Anhörung äußerten Richterinnen und Richter aus beiden politischen Lagern Skepsis gegenüber den Vorwürfen der Regierung und betonten die besondere verfassungsrechtliche Stellung und Unabhängigkeit der Federal Reserve.Trump begründet den Entlassungsversuch mit dem Vorwurf, Cook habe vor ihrem Amtsantritt bei Hypothekengeschäften falsche Angaben gemacht. Sie weist die Anschuldigungen zurück. Der Präsident hatte dabei versucht, Cook bereits während des laufenden Gerichtsverfahrens aus dem Amt zu entfernen. Bundesgerichte entschieden jedoch, dass sie bis zu einer Klärung weiterarbeiten darf. Im vergangenen Monat wandte sich Trump daraufhin mit einem Eilantrag an den Supreme Court, um die sofortige Entlassung der Notenbank-Vorständin durchzusetzen.
US-Präsident Donald Trump will mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über Grönland sprechen. Er werde das Thema bei dem Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums anschneiden, sagt Trump vor der Begegnung. Er sehe einen Preis für die Insel, der vertretbar sei. Zuvor hatte er seine Forderung nach einem Kauf des dänischen Territoriums erneuert.
Verhandlungen über eine Übergabe Grönlands an die USA kommen nach Angaben des dänischen Außenministers Lars Løkke Rasmussen für sein Land nicht infrage. An solchen Gesprächen werde Dänemark nicht teilnehmen, stellte Rasmussen im dänischen Fernsehen klar, nachdem US-Präsident Donald Trump diese in einer Rede „unverzüglich“ gefordert hatte. „Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben“, sagte Rasmussen dem Sender DR zufolge. „Das werden wir niemals tun.\"
Die wichtigsten Punkte der Trump-Rede in Davos: 1. Trump bekräftigt, dass die USA Grönland für ihre nationale und die internationale Sicherheit benötigten. Und es müsse Eigentum der USA werden, anderen Lösungsansätzen erteilt er abermals eine klare Absage. Er sagt auch, dass er nicht vorhabe, Grönland zu erobern – obwohl er dies theoretisch könne. Trump bekräftigt also seine Ansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland – auf die Anwendung von Gewalt wolle er aber verzichten. Dänemark sei zu klein, um Grönland wirklich verteidigen zu können. Mehrmals betont und bedauert er, dass die USA Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg nicht hätten zurückgeben sollen an Dänemark.2. Trump verknüpft den Streit um Grönland ziemlich direkt mit dem Engagement der USA in und für die Ukraine und für die NATO. Er benötigt Grönland und im Gegenzug verspricht er Schutz.3. Mit Europa geht er hart ins Gericht: Er kritisiert die Migrations- und Energiepolitik. Europa entwickele sich in die falsche Richtung. Ausdrücklich lobt er den deutschen Kanzler Friedrich Merz.4. Amerika befinde sich in einer ausgezeichneten wirtschaftlichen Verfassung, er habe für mehr Wachstum, Arbeitsplätze, Fabriken, Direktinvestitionen und weniger Kriminalität gesorgt. Die Vereinigten Staaten seien stärker als jemals zuvor. Und sie seien nun unter ihm zurück.
Nach über einer Stunde endet die Rede von Donald Trump in Davos. Der US-Präsident bedankt sich und wünscht allen alles Gute.
Nun kommt eine Frage zum Verhältnis zu und dem Wettbewerb mit China, was Trump im April besuchen werde: Trump sagt, er habe immer eine sehr gute Beziehung zum chinesischen Staatschef Xi Jinping gehabt, der sei ein „außergewöhnlicher Mann“, den jeder respektiere für das, was er geleistet habe. Er spricht über den Ausbruch von Covid, scheint dann aber der Frage auszuweichen und lobt dafür abermals seine Minister (diesmal Marco Rubio) und seine Stabschefin Susie Wiles („die erste Frau in dieser Rolle\").Dann kommt die Nachfrage zu Grönland und seiner Lösung: Trump sagt, er wolle seine Rede nicht wiederholen, aber die USA benötigten Grönland für die nationale und internationale Sicherheit. Dänemark sei zu klein. Die NATO habe Amerika schlecht behandelt, sie sei sehr unfair gegenüber Washington gewesen. Und verknüpft die Ukraine wieder damit – ohne Amerika drohe womöglich ein dritter Weltkrieg. Er bedauere, dass er den Krieg in der Ukraine nicht schon habe beenden können, auch weil es viel Hass zwischen dem russischen und ukrainischen Präsidenten gebe. Sein Sondergesandter Witkoff sei auf gutem Weg. Es sei ein Blutbad, ein Drohnenkrieg mit Tausenden Toten jede Woche. Er wolle, dass sie sich einigen. „Wenn sie das nicht schaffen, dann sind sie dumm.“ Und er wisse, dass sie nicht dumm sind.