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27.11.2025
22:46 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Die Dominikanische Republik hat zwei Flughäfen für die Nutzung durch das US-Militär freigegeben. Bei einem Besuch des amerikanischen Verteidigungsministers Pete Hegseth in Santo Domingo am Mittwoch vereinbarten die Regierungen beider Länder, dass die USA die Militärbasis San Isidro und den internationalen Flughafen Las Américas vorübergehend für logistische Maßnahmen wie das Auftanken von Flugzeugen und den Transport von Ausrüstung und Personal nutzen dürfen. Ziel sei es, Washington im Kampf gegen den Drogenschmuggel zu unterstützen. Hegseths Besuch folgte auf eine Reise des Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, Dan Caine, nach Trinidad und Tobago. Die beiden Länder führten in diesem Monat eine gemeinsame Militärübung durch. Zuvor hatte Caine US-Truppen in Puerto Rico inspiziert.Angesichts wachsender Spannungen mit Venezuela haben die USA ihre stärkste Militärpräsenz in der Region seit der Invasion Panamas 1989 aufgebaut. Seit August wurden mit dem offiziellen Ziel, den Rauschgiftschmuggel einzudämmen, zahlreiche Kriegsschiffe, Aufklärungs- und Kampfflugzeuge in die Region verlegt. Bisher zerstörte das US-Militär nach Pentagon-Angaben mindestens 20 mutmaßliche Drogenboote. Mit dem Eintreffen des Flugzeugträgers USS Gerald R. Ford Mitte November stieg die Zahl der amerikanischen Soldaten in der Karibik auf schätzungsweise 12.000 bis 15.000.Parallel erweitert Washington seine Infrastruktur in der Region. Die frühere Marinebasis Roosevelt Roads in Puerto Rico wird wieder instand gesetzt. Dort sind seit Monaten zehn F-35-Kampfflugzeuge stationiert. Weitere Anlagen in Puerto Rico, auf den Virgin Islands und im reaktivierten Stützpunkt Fort Sherman in Panama dienen der Logistik und dem Training. Sie werden ergänzt durch permanente Stützpunkte in Honduras und Guantánamo Bay auf Kuba sowie Standorte in Aruba, Curaçao und El Salvador.Venezuela beschuldigt die USA, den Kampf gegen den Drogenhandel als Vorwand für einen Regimewechsel zu nutzen. Aus Kolumbien und Kuba kommt Kritik; andere Länder unterstützen das Vorgehen. Die Organisation Amerikanischer Staaten mahnt zur Zurückhaltung: Die Region wünsche keinen Krieg, äußerte ihr Generalsekretär.
US-Präsident Donald Trump hat sich in die am Sonntag stattfindende Präsidentschaftswahl in Honduras eingemischt und die Bürger des zentralamerikanischen Landes aufgerufen, für den rechtsgerichteten Kandidaten Nasry Asfura zu stimmen. Asfura sei „der einzig echte Freund der Freiheit in Honduras\", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Er könne mit Asfura zusammenarbeiten, „um die Narko-Kommunisten zu bekämpfen und die nötige Hilfe zu den Menschen in Honduras zu bringen\".Mit Asfuras Kontrahentin, der linksgerichteten Rixi Moncada, und den „Kommunisten\", könne er hingegen nicht zusammenarbeiten, erklärte Trump. Der dritte Präsidentschaftskandidat, der rechtsgerichtete Salvador Nasralla, sei „kein vertrauenswürdiger Verbündeter für die Freiheit\". Er tue nur so, als sei er ein „Antikommunist\", um Asfuras Stimmen abzugreifen, schrieb der US-Präsident.Der 67-jährige Asfura bedankte sich bei Trump für dessen Unterstützung. „Wir stehen fest zu der Verteidigung unserer Demokratie, unserer Freiheit und der Werte, die unser Land groß machen\", erklärte der frühere Bürgermeister der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa in Onlinediensten.Trump warnte zugleich vor der angeblichen Einflussnahme von Venezuelas linksnationalistischem Präsidenten Nicolás Maduro auf die Wahlen in Honduras. „Werden Maduro und seine Narko-Terroristen ein weiteres Land übernehmen, wie schon Kuba, Nicaragua und Venezuela?\", schrieb er auf Truth Social.
Südafrikas Präsidentschaft hat sich empört über US-Präsident Donald Trumps Androhung geäußert, er werde den Staat am Südzipfel Afrikas nicht zum G-20-Gipfel in den USA einladen. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte, sein Land heiße derartige Beleidigungen und Strafmaßnahmen nicht gut. Südafrika werde demnach weiterhin als Mitglied der G 20 teilnehmen.„Südafrika ist eigenständig und aus eigenem Recht Mitglied der G 20“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidentenbüros. „Südafrika ist ein souveräner, demokratischer Verfassungsstaat und akzeptiert keine Beleidigungen seitens anderer Länder hinsichtlich seiner Mitgliedschaft und seiner Berechtigung zur Teilnahme an globalen Plattformen.“Trump hatte am Vortag auf der Plattform Truth Social geschrieben, auf seine Anweisung hin werde Südafrika keine Einladung für das Treffen im Dezember 2026 in Miami erhalten. Der Republikaner warf Südafrika abermals vor, einen „Genozid“ an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden.
US-Vizepräsident J. D. Vance will die Bemühungen um Abschiebungen weiter verstärken. „Zuerst werden wir den Schützen vor Gericht bringen und anschließend müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, Leute ohne das Recht, in unserem Land zu sein, zu deportieren“, schrieb Vance auf der Plattform X. Einige Stimmen in großen Medienhäusern meinten, dass die Einwanderungspolitik der USA zu harsch sei, so Vance weiter. „Der heutige Abend erinnert uns daran, warum sie damit falschliegen.“ Viele Wähler würden nun nicht nur Worte, sondern Handeln verlangen, und das sei eine „vollkommen angemessene Antwort“, schrieb der Vize von US-Präsident Donald Trump.
Was über den Angriff in Washington bislang bekannt ist:Der Tathergang: Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) fielen mitten in der Innenstadt von Washington in der Nähe des Weißen Hauses bei der U-Bahn-Haltestelle Farragut West Schüsse. Der Schütze feuerte den Behörden zufolge direkt auf zwei Nationalgardisten. Andere Soldaten hätten die Schüsse gehört, eingegriffen und den Verdächtigen überwältigt, nachdem dieser zu Boden gegangen sei. Die Opfer: Die beiden Angeschossenen sind Angehörige der Nationalgarde aus dem Bundesstaat West Virginia. Zunächst unbestätigten Medienberichten zufolge handelte es sich um eine Soldatin und einen Soldaten. Die Bundespolizei FBI und die Bürgermeisterin von Washington teilten gemeinsam mit, dass sie sich in einem kritischen – also lebensgefährlichen – Zustand befänden. Zuvor hatte es widersprüchliche Angaben gegeben.Der Täter: Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurde der mutmaßliche Schütze, ein Afghane, gefasst. Er ist demnach schwer verletzt. Der Mann wurde nach Behördenangaben angeschossen. Er soll sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge seit 2021 in den USA aufhalten. Die Nationalgarde: Sie ist eine militärische Reservekomponente der US-Streitkräfte. Soldaten der Nationalgarde unterstehen in der Regel der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Fällen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen.Soldaten in der Hauptstadt: Seit dem Sommer sind mehr als 2000 Nationalgardisten in Washington im Einsatz. Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und ihre Mobilisierung mit angeblich ausufernder Kriminalität begründet. Das ist sehr umstritten. Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht. Die Hauptstadt geht juristisch gegen den Einsatz vor. Die FolgenPentagon-Chef Pete Hegeseth erklärte nach dem Angriff, Trump habe ihn beauftragt, 500 weitere Nationalgardisten nach Washington zu entsenden.Trump kündigte an, alle Afghanen, die unter seinem demokratischen Amtsvorgänger Joe Biden in die USA gekommen waren, neu überprüfen zu lassen. Die US-Einwanderungsbehörde USCIS erklärte daraufhin auf der Plattform X, die Bearbeitung aller Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger werde mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres ausgesetzt.
„Fox News“ berichtet jetzt: Der mutmaßliche Täter von Washington habe unter anderem mit dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA zusammengearbeitet. Der Sender beruft sich dabei auf CIA-Chef John Ratcliffe. Im September wurde der Mann dann aus Afghanistan in die USA gebracht.
Der frühere Präsident Joe Biden hatte sich schon vor der aggressiven Ansprache Trumps, in der dieser ihm eine Mitschuld an der Tat unterstellte, zu der Attacke auf die zwei Nationalgardisten geäußert. Der Demokrat schrieb auf der Plattform X, er sei zutiefst betroffen. „Gewalt jeglicher Art ist inakzeptabel, und wir müssen alle gemeinsam dagegen vorgehen.“ Er bete für die Soldaten und ihre Familien. Der vormalige Präsident Barack Obama äußerte in den sozialen Medien, Gewalt habe „keinen Platz in Amerika“. Seine Frau Michelle und er schickten Liebe an die Familien der verletzten Nationalgardisten, „die diese Feiertagssaison unter den schlimmstmöglichen Umständen beginnen“.
Die Regierung Donald Trumps nutzt den Angriff für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Am späten Mittwochabend gab die amerikanische Einwanderungsbehörde auf der Plattform X bekannt, dass die Bearbeitung von Anträgen afghanischer Staatsangehöriger „mit sofortiger Wirkung“ ausgesetzt werde, bis die Sicherheitsprotokolle überprüft worden seien. „Der Schutz und die Sicherheit unseres Heimatlandes und des amerikanischen Volkes bleiben unser einziges Ziel und unsere Mission.“
In einer fünf Minuten langen Videoansprache aus seinem Anwesen in Florida bezeichnet Donald Trump den Angriff in Washington am späten Vorabend von Thanksgiving als einen „Terrorakt“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Man sei von Schmerz und Trauer erfüllt, aber auch von „gerechtem Zorn und unerschütterlicher Entschlossenheit“. Der Präsident bestätigt die Medienberichte, wonach es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Ausländer handelt. Der Mann sei im September 2021 aus Afghanistan, einem „Höllenloch auf Erden“, in die Vereinigten Staaten gekommen, sagt Trump. Dann übt er abermals scharfe Kritik an der Einwanderungspolitik seines Vorgängers Joe Biden und behauptet, der Demokrat habe den Tatverdächtigen auf einem der „berüchtigten“ Flüge aus Afghanistan „eingeflogen“, bei denen niemand gewusst habe, wer überhaupt an Bord sei.Der Mann ist nach Angaben der Heimatschutzministerin Kristi Noem mit dem Programm „Operation Allies Welcome“ in die Vereinigten Staaten gekommen, das unter Biden im Zuge der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 entwickelt wurde. Es ermöglichte innerhalb eines Jahres etwa 80.000 schutzbedürftigen Afghanen die Einreise nach Amerika mit zweijähriger Aufenthaltsgenehmigung, jedoch ohne Gewähr auf einen dauerhaften Einwanderungsstatus. Vorgesehen war etwa ein Asylantrag, wie der mutmaßliche Täter ihn gestellt haben soll. Die Regierung Bidens hob damals hervor, das Programm beinhalte Überprüfungen der Personen, doch einige Republikaner bezweifelten, dass Sicherheitskontrollen angesichts des Chaos in Kabul angemessen durchgeführt wurden.Trump kündigt am Mittwochabend an, es müsse nun „jeder einzelne Ausländer“ überprüft werden, der unter Biden aus Afghanistan in die Vereinigten Staaten gekommen sei. Als Präsident sei er entschlossen, dafür zu sorgen, „dass das Tier, das diese Gräueltat begangen hat, den höchstmöglichen Preis dafür bezahlt“. In seinem Falle werde „schnell und unerbittlich“ Gerechtigkeit geübt, „falls die Kugeln, die in die entgegengesetzte Richtung flogen, das nicht schon getan haben“. Der Täter wurde laut Polizei während des Angriffs verletzt und zunächst im Krankenhaus behandelt.
Laut amerikanischen Medienberichten ist der mutmaßliche Täter vom FBI identifiziert worden. Demnach handelt es sich um einen 29 Jahre alten Afghanen, der 2021 im Zuge des chaotischen Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan in die Vereinigten Staaten gekommen war. Nach einem Bericht des Senders CNN hatte der Mann 2024 Asyl beantragt, das ihm in diesem Jahr gewährt wurde. Er soll zeitweise im Bundesstaat Washington an der Westküste gewohnt haben. Die „New York Post“ berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Tatverdächtige habe den beiden Nationalgardisten, unter denen offenbar auch eine Frau war, aufgelauert und zunächst die Soldatin in die Brust und den Kopf geschossen, bevor er auf den zweiten Nationalgardisten zielte. Andere Medien berichteten, beide hätten einen Kopfschuss erlitten.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, bringt seine Bestürzung über den Vorfall zum Ausdruck. Die Nationalgarde habe in diesem Jahr rund um die Uhr „heldenhaft“ gearbeitet, um Washington „wieder sicher“ zu machen. Man sei denen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um andere zu schützen, „auf ewig dankbar“.
Was bisher zu den Schüssen in Washington bekannt ist:In der Nähe des Weißen Hauses sind am Mittwoch zwei Nationalgardisten angeschossen worden – laut Polizei befinden sich beide in kritischem ZustandBei dem mutmaßlichen Täter, der festgenommen wurde und der nach Polizeiangaben ebenfalls im Krankenhaus behandelt wird, handelt es sich um einen Afghanen, der 2021 unter einem Programm der Biden-Regierung in die USA kamPräsident Donald Trump, der sich für Thanksgiving in Florida aufhält, sprach von einem „Terrorakt“, bezeichnete den mutmaßlichen Täter als „Tier“ und nannte Afghanistan ein „Höllenloch auf Erden“Das Motiv für den Angriff ist bislang unklar
Pressekonferenz in Washington: Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs der Stadt, Jeffery Carroll, sind die beiden Nationalgardisten am Leben, aber in kritischem Zustand. Der Täter soll in der Innenstadt um 14.15 Uhr bewusst auf die Soldaten gezielt haben. Es gibt bislang jedoch keine Hinweis darauf, dass der Tatverdächtige nicht allein gehandelt hat. Er sei unmittelbar nach dem Angriff von anderen Nationalgardisten festgehalten worden. Laut Polizei ist noch nicht bekannt, welche Waffe der Angreifer benutzt hat. Die Person sei im Krankenhaus in Behandlung; man befinde sich in einem sehr frühen Status der Ermittlungen.
Trump hat im Zuge der Attacke offenbar die Entsendung weiterer 500 Nationalgardisten nach Washington angeordnet. Das kündigt Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch mit der Bemerkung an, man sei nach der „feigen“ und „abscheulichen“ Tat nun noch entschlossener, Washington „sicher und schön“ zu machen. Bislang sind etwa 2000 Soldaten der Nationalgarden aus mehreren Bundesstaaten in D.C. stationiert.Vergangene Woche hatte eine Bundesrichterin die Stationierung der Truppen in Washington mit dem Hinweis darauf blockiert, es sei wahrscheinlich, dass die Stadt mit dem Argument einer illegalen Stationierung Erfolg haben werde. Die Entscheidung wurde jedoch für drei Wochen ausgesetzt, damit die Trump-Regierung Zeit hat, die Soldaten abzuziehen und Berufung einzulegen. Das hat die Regierung am Dienstag getan.