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18.12.2025
19:47 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Die britische Regierung hat den ranghohen Diplomaten Christian Turner als neuen Botschafter in den Vereinigten Staaten ernannt. „Großbritannien und die USA haben eine sehr besondere Beziehung und Christians umfangreiche Erfahrung als herausragender Diplomat wird diese einzigartig enge Verbindung stärken und sicherstellen, dass sie weiterhin gedeiht“, erklärte der britische Premierminister Keir Starmer am Donnerstag. Turners Vorgänger Peter Mandelson war im September wegen Enthüllungen über seine Freundschaft zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein abgesetzt worden.Turner, der zuvor als britischer Botschafter an die UN ernannt worden war, den Posten jedoch noch nicht angetreten hatte, blickt auf eine fast 30 Jahre währende Karriere in der britischen Regierung zurück. Zwischen 2009 und 2012 war er britischer Hochkommissar in Kenia, von Dezember 2019 bis Januar 2024 bekleidete er dieselbe Position in Pakistan.In Washington wird Turner die Aufgabe haben, enge Beziehungen zu Präsident Donald Trump aufzubauen. Zugleich erfolgt seine Ernennung zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Friedensbemühungen in der Ukraine.Im September hatte die britische Regierung Turners Vorgänger Mandelson, einen langjährigen Labour-Politiker, abgesetzt. Grund waren nach Angaben aus London bekannt gewordene E-Mails, die Mandelson an Epstein geschrieben habe. Die Entlassung erfolgte nur wenige Tage vor einem Staatsbesuch Trumps in Großbritannien.Der bestens vernetzte Finanzberater Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und Frauen missbraucht und an Prominente weitergereicht zu haben. Trump bestreitet engere Beziehungen zu Epstein, Fotos und Dokumente legen das Gegenteil nahe. Ein Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher allerdings nicht nachgewiesen werden.
Präsident Donald Trump hat am Donnerstag das Gesetz zum jährlichen Verteidigungshaushalt unterzeichnet, obwohl es neue Hilfen für die Ukraine vorsieht und seine Möglichkeiten zur Reduzierung von Truppen in Europa einschränkt. Das Gesetz, der sogenannte National Defense Authorization Act (NDAA) für das Haushaltsjahr 2026, genehmigt Militärausgaben in Rekordhöhe von 901 Milliarden Dollar. Das sind acht Milliarden Dollar mehr, als Trump beantragt hatte. Die Unterzeichnung erfolgte ohne eine für die Presse zugängliche Zeremonie, wie das Weiße Haus mitteilte.Entgegen der politischen Linie Trumps, dessen Republikaner in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit stellen, enthält der NDAA mehrere Bestimmungen zur Stärkung der Sicherheit in Europa. Er sieht 800 Millionen Dollar für die Ukraine vor, die über die kommenden zwei Jahre ausgezahlt werden sollen. Weitere 175 Millionen Dollar sind für die Verteidigung der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen vorgesehen. Zudem begrenzt das Gesetz den Spielraum des Verteidigungsministeriums, die Zahl der Soldaten in Europa auf weniger als 76.000 zu senken.Das Weiße Haus teilte mit, Trump unterstütze das Gesetz, weil es Aspekte vieler seiner bisherigen Verordnungen in Gesetzesform gieße. Dazu zählten die Finanzierung des Raketenabwehrsystems „Golden Dome“ und die Abschaffung von Programmen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion im Pentagon. Bei dem Gesetz handelt es sich um einen Kompromiss, der zuvor getrennt im Repräsentantenhaus und im Senat verabschiedete Maßnahmen zusammenführt. Das umfassende Gesetzeswerk regelt eine Vielzahl von Aspekten, von der Anzahl der zu beschaffenden Schiffe und Flugzeuge über eine Gehaltserhöhung für die Truppen bis hin zum Umgang mit geopolitischen Bedrohungen.
Das amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben zwei weitere angebliche Schmugglerboote im Pazifik angegriffen und dabei fünf „Drogenterroristen“ getötet. Die Boote seien am Donnerstag im östlichen Pazifik in internationalen Gewässern auf einer bekannten Schmuggelroute unterwegs gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Der Angriff erfolgte demnach auf Befehl von Verteidigungsminister Pete Hegseth.Das Militär veröffentlichte – wie schon in früheren Fällen dieser Art – einen kurzen Videoclip, der die Attacken aus der Vogelperspektive zeigen soll. Es sieht so aus, als würden die Boote von Raketen getroffen. Weder die Angaben des Militärs, noch die Authentizität des Videos ließen sich zunächst überprüfen.Seit September greifen die Streitkräfte unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse in der Karibik und im östlichen Pazifik immer wieder Boote an, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Konkrete Beweise für diese Darstellung werden dabei nicht vorgelegt. Bei den Angriffen wurden Zählungen von Medien zufolge mittlerweile mehr als 100 Menschen getötet.Die amerikanische Regierung hält ihr Vorgehen für legitim und bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und „Terroristen“, wird für die außergerichtlichen Tötungen aber massiv kritisiert. Aus Sicht von UN-Menschenrechtsfachleuten verstößt sie damit gegen das Völkerrecht.
Präsident Donald Trump braucht nach eigener Einschätzung keine Zustimmung des Kongresses, um Angriffe an Land gegen Venezuela zu starten. „Ich hätte nichts dagegen, es ihnen zu sagen, aber wissen Sie, es ist keine große Sache“, sagte er im Weißen Haus am Donnerstag (Ortszeit) auf eine Reporterfrage, ob er den Kongress um Genehmigung bitten werde, um Drogenkartelle in Venezuela zu bekämpfen. „Ich muss es ihnen nicht sagen.“Laut der amerikanischen Verfassung ist der Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Nur der Kongress hat jedoch die Befugnis, offiziell den Krieg zu erklären. Experten zufolge könnte Trump ohne Zustimmung des Kongresses begrenzte Militärschläge innerhalb Venezuelas anordnen, jedoch nur vorübergehend.
Das renommierte Kennedy Center in Washington wird nach dem Willen des Kuratoriums in Trump-Kennedy Center umbenannt. Das gab das Weiße Haus bekannt. Sprecherin Karoline Leavitt postete auf X: „Herzlichen Glückwunsch an Präsident Donald J. Trump und ebenso herzlichen Glückwunsch an Präsident Kennedy, denn dies wird auch in Zukunft ein wirklich großartiges Team sein!“ In dem prunkvollen Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Es wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963) benannt. Trump reagierte in einer Pressekonferenz erfreut: „Ich war überrascht davon. Ich fühlte mich dadurch geehrt.“ Seine Regierung habe das Gebäude gerettet, sagte Trump. Das Gebäude sei in einem sehr schlechten Zustand gewesen. Und jetzt sei es sehr solide, sehr stabil. Es hatte in den vergangenen Wochen Arbeiten an der Außenfassade gegeben.Trump hatte kurz nach Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen, übernahm selbst den Vorsitz und machte den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten. Ein Mitglied des Kuratoriums, die Demokratin Joyce Beatty aus Ohio, hatte eigenen Angaben zufolge versucht, sich gegen die Namensänderung zu äußern. Sie sei aber bei einem virtuellen Meeting dazu stummgeschaltet worden, sagte sie der „New York Times“. Erst Anfang Dezember war das Friedensinstitut in Washington in Donald J. Trump Friedensinstitut umbenannt worden.
Die US-Demokraten werden ihren mit Spannung erwarteten Untersuchungsbericht zur Wahlniederlage 2024 gegen Präsident Donald Trump zunächst nicht veröffentlichen. Eine öffentliche Aufarbeitung der Fehler würde vom Ziel ablenken, künftige Wahlen zu gewinnen, teilte die Partei am Donnerstag zur Begründung mit. „Unsere Leitlinie ist: Hilft uns das zu gewinnen? Wenn die Antwort nein ist, ist es eine Ablenkung von der Kernaufgabe“, erklärte der Parteivorsitzende Ken Martin.Die Partei ist seit der Niederlage ihrer Kandidatin Kamala Harris gegen den Republikaner Trump in interne Streitigkeiten und gegenseitige Schuldzuweisungen verwickelt. Harris war erst wenige Wochen vor der Wahl zur Kandidatin geworden, nachdem Amtsinhaber Joe Biden abrupt aus dem Rennen ausgestiegen war. Der als Autopsie bezeichnete Bericht, für den Hunderte Funktionäre im ganzen Land befragt worden waren, sollte eigentlich einen Konsens über die Gründe der Niederlage schaffen. Nach jüngsten Erfolgen bei Gouverneurswahlen will die Parteiführung den Blick nun jedoch nach vorn richten.Einem Parteivertreter zufolge, der anonym bleiben wollte, konzentrierten sich die Ergebnisse des Berichts auf handwerkliche Fehler. Genannt wurden demnach Mängel beim Umgang mit den Wählern, bei der Beschaffung von Spendengeldern und in der Kommunikation. Der Bericht habe zudem analysiert, wie es Trump gelungen sei, jüngere Wähler zu erreichen und alternative Medien wie Podcasts erfolgreicher zu nutzen.Die Partei will sich nun auf die Kongresswahlen im kommenden Jahr konzentrieren. Bei den Zwischenwahlen in der Mitte der vierjährigen Amtszeit eines Präsidenten wird ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Die Republikaner halten in beiden Kammern eine kleine Mehrheit.Die demokratische Strategin Karen Finney nannte die Entscheidung enttäuschend, aber nicht überraschend. Aus dem Sieg Trumps ließen sich wichtige Lehren für die Wahl 2028 ziehen, sagte sie. Nach der Wiederwahl des demokratischen Präsidenten Barack Obama im Jahr 2012 hatten die Republikaner einen ähnlichen Bericht in Auftrag gegeben. Dessen Empfehlungen, etwa stärker um Wählerinnen und Minderheiten zu werben, wurden jedoch weitgehend ignoriert, nachdem Trump die Wahl 2016 für sich entschieden hatte.
Die US-Regierung lockert die Regeln zu Cannabis, um die Forschung zur medizinischen Nutzung der Pflanze zu fördern. Präsident Donald Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret, auf dessen Grundlage die Pflanze und der Bestandteil Cannabidiol (CBD) künftig in einer niedrigeren Drogenkategorie eingestuft werden.Viele US-Bundesstaaten haben den persönlichen Konsum von Marihuana für Erwachsene legalisiert oder erlauben ihn auch zu medizinischen Zwecken. Auf Bundesebene sind die Gesetze allerdings strenger. Konsumenten können strafrechtlich verfolgt werden. Daran ändere sich nichts, bestätigte eine hochrangige Regierungsbeamtin. Bei mehrfachen Verstößen drohen weiter mehrjährige Haftstrafen und hohe Geldbußen.Bislang war Marihuana in den USA als Droge der Kategorie 1 gelistet. Dort verortet die US-Antidrogenbehörde DEA Drogen, Substanzen und Chemikalien, die keine anerkannte medizinische Anwendung und ein hohes Missbrauchspotenzial aufweisen. In der Kategorie 3 werden Wirkstoffe mit einem moderaten bis geringen Potenzial für körperliche und psychische Abhängigkeit erfasst. Dazu gehören unter anderem Ketamin, anabole Steroide und Testosteron.
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will geschlechtsangleichende Behandlungen bei Minderjährigen mit finanziellem Druck verhindern. Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kündigte am Donnerstag in Washington an, allen Krankenhäusern Bundesmittel zu streichen, die Operationen zur Geschlechtsumwandlung anbieten oder Jugendlichen Pubertätsblocker verschreiben. Kennedy sprach von einem „Missbrauch“ und nannte die Transgender-Forschung eine „Schrottwissenschaft, die von ideologischen Motiven getrieben ist“. Minderjährige wie auch Erwachsene mit geringem Einkommen würden eine geschlechtsangleichende Behandlung nach seinem Vorstoß zudem nicht mehr von dem Gesundheitsprogramm Medicaid bezahlt bekommen.Die neuen Regeln sollen sogar für US-Bundesstaaten gelten, in denen solche Eingriffe legal sind. Deshalb wird mit einer Klagewelle gegen die neuen Vorschriften gerechnet. Sie treten erst nach einer Reihe öffentlicher Anhörungen in Kraft.Präsident Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar verkündet, in den USA gebe es nur zwei Geschlechter: männlich und weiblich. Trump unterzeichnete zudem ein Dekret, das geschlechtsangleichende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche verbietet. Zudem schloss Trump Trans-Athletinnen vom Frauensport aus.Laut einer Studie der Universität Kalifornien definieren sich rund 1,6 Millionen Menschen in den USA als transgender — das heißt, sie identifizieren sich nicht mit ihrem bei der Geburt festgestellten Geschlecht. Mehr als 300.000 von ihnen sind zwischen 13 und 17 Jahre alt.
Angesichts der Spannungen zwischen Washington und Venezuela plant Brasiliens linker Präsident Luiz Inácio Lula da Silva noch vor Weihnachten ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Er wolle einen Krieg auf dem amerikanischen Kontinent verhindern, sagte Lula. Er werde Trump fragen, wie Brasilien zu einem diplomatischen Ausweg aus der Krise beitragen könne. Lula sagte vor Journalisten in der Hauptstadt Brasília, er habe nach anfänglichen Differenzen eine gute Beziehung zu Trump aufbauen können. „Trump ist mein Freund geworden, ein bisschen Small Talk. Zwei Männer im Alter von 80 Jahren haben keinen Grund zu streiten“, sagte der brasilianische Politiker.Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela spitzt sich immer weiter zu. Lula sagte allerdings, dass er nicht genau verstehe, was dahintersteht. Der brasilianische Staatschef hatte bereits in den vergangenen Wochen mit Trump sowie mit dem venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro gesprochen. „Jeden Tag gibt es neue Drohungen in den Zeitungen, und wir sind besorgt“, sagte Lula. „Niemand sagt konkret, warum dieser Krieg geführt werden muss. Ich weiß nicht, ob es um Öl oder seltene Mineralien geht. Niemand legt offen, was er will“, sagte Lula. Trump hatte am Dienstag eine vollständige Blockade aller sanktionierten Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela angekündigt. Aufgrund des wachsenden Drucks der USA hat Venezuela eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Die USA hatten zuletzt Kräfte in der Karibik zusammengezogen. Zudem kam es zu zahlreichen tödlichen Angriffen des Militärs auf Boote mit Menschen, die Drogen geschmuggelt haben sollen.
Ein Paukenschlag mit Ansage: Papst Leo XIV. hat den Trump-Vertrauten Kardinal Timothy Dolan (75) als Erzbischof von New York abgelöst. Nachfolger wird Ronald Hicks (58), bislang Bischof von Joliet unweit von Chicago im Bundesstaat Illinois, wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte.Der am 4. August 1967 geborene Hicks stammt wie der Papst selbst aus Chicago; von 2018 bis 2020 war er dort Weihbischof. Hicks gilt als Vertrauter des dortigen, eher liberalen Erzbischofs und Ansprechpartners von Papst Franziskus (2013-2025), Kardinal Blase Cupich (76), hat sich aber in der Abtreibungsdebatte stets klar auf der Seite der Lebensrechtler positioniert.Dolan, seit 2009 Erzbischof der Weltstadt New York, gehört zu den öffentlichkeitsstärksten Kirchenmännern der Vereinigten Staaten. Innerhalb wie außerhalb des Landes zählt der beredte Medienexperte zu den kirchlichen Schwergewichten. Im Februar erreichte er die Altersgrenze von 75 Jahren, an der Bischöfe dem Papst gemäß dem Kirchenrecht ihren Amtsverzicht anbieten müssen. Für Kardinäle werden allerdings häufig Verlängerungen im Amt von einigen Jahren gewährt.Zuletzt trat Dolan vor allem als Unterstützer und Freund von Präsident Donald Trump in Erscheinung. Bei beiden Amtseinführungen des aus New York stammenden Trump sprach der Kardinal ein Gebet und pflegt auch privat ein gutes Verhältnis zu ihm. Das führte sogar dazu, dass ihn der Präsident im Frühjahr als möglichen Franziskus-Nachfolger ins Spiel brachte. Auf die Frage, wen er sich als nächsten Papst wünsche, sagte Trump: „Wir haben einen Kardinal, der zufälligerweise aus einem Ort namens New York kommt und der sehr gut ist.“In seinen Standpunkten zeigte der als eher konservativ angesehene Dolan gewisse Flexibilität. Beim Reizthema Homosexualität und LGBTQ-Rechte stellte er sich weder auf die Seite der extremen Rechten, die das Thema dämonisiert, noch plädierte er für mehr Öffnung der Kirche. Anders in der Migrationsfrage: Hier stellte er sich, wie fast die Gesamtheit der amerikanischen Bischöfe, auf die Seite von Geflüchteten und warb für mehr Akzeptanz.Der im Februar 1950 in St. Louis geborene Dolan stammt aus einer irischstämmigen Familie. Er studierte unter anderem in Rom und wurde 1987 nach Stationen als Seelsorger und Hochschullehrer Mitarbeiter der Vatikanbotschaft in Washington. 2001 begann seine Bischofskarriere als Weihbischof in seiner Heimatdiözese St. Louis; schon ein Jahr später erfolgte der Ruf zum Erzbischof von Milwaukee.Die Ernennung nach New York kam 2009 von Benedikt XVI; er nahm Dolan 2012 ins Kardinalskollegium auf. In dieser Zeit leitete der Kirchenmann auch als Vorsitzender die amerikanische Bischofskonferenz. Beim Konklave 2013 wurde Dolan als ein möglicher Nachfolger Benedikts gehandelt, wies solche Spekulationen aber entschieden zurück.Mit mehr als 2,5 Millionen Katholiken ist das Erzbistum New York das zweitgrößte des Landes nach Los Angeles. Doch wegen der besonderen Stellung New Yorks als Trendsetter und globale Medien- und Wirtschaftsmetropole nannte Johannes Paul II. den New Yorker Amtsinhaber einmal den „Bischof der Hauptstadt der Welt“.New Yorker Bischofskirche ist die an der Fifth Avenue gelegene St.-Patrick's-Kathedrale. Sie gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Midtown Manhattan und steht seit 1976 unter Denkmalschutz. 1858 wurde der Grundstein für die Kirche im neugotischen Stil gelegt. 1879 wurde sie geweiht; die Bau- und Erweiterungsarbeiten dauerten aber bis 1930 an.
Donald Trump wandte sich mit einer Rede am Mittwochabend an die Amerikaner. Im ersten Satz setzte er den Ton: Er habe von seinem Vorgänger Joe Biden ein „Chaos“ übernommen. In seiner Ansprache behauptete er viele Dinge über die Biden-Regierung, die jedoch nur teilweise stimmten, wenn überhaupt. Auch zeichnete er von seinen Errungenschaften ein rosiges Bild.Ein Faktencheck: Trump behauptete, die Inflation unter Biden sei so hoch gewesen, wie nie zuvor; er habe sie gestoppt und die Preise seien gefallen. Das stimmt nicht. Die Inflation unter Biden betrug im Juni 2022 tatsächlich 9,1 Prozent, so hoch wie seit 40 Jahren vorher nicht. Sie war jedoch niedriger als beispielsweise 1920, als sie 23,7 Prozent erreichte. Momentan liegt die Inflation bei rund drei Prozent (neue Zahlen werden an diesem Donnerstag erwartet) und damit auf dem Niveau von vor einem Jahr. Die Verbraucherpreise wiederum sind gestiegen, auch wenn tatsächlich, wie Trump behauptete, die Preise für Eier und Truthähne zu Thanksgiving gefallen sind – allerdings nicht so stark, wie er sagte. Trump behauptete, die Preise für Benzin lägen „unter 2,5 Dollar je Gallone in weiten Teilen des Landes, in manchen Bundesstaaten sogar bei 1,99 Dollar“. Das ist mindestens übertrieben. Aktuellen Zahlen zufolge, die amerikanische Medien verbreiteten, liegt der durchschnittliche Preis für Benzin lediglich in vier Staaten bei weniger als 2,5 Dollar, der nationale Durchschnitt beträgt 2,9 Dollar. Trump behauptete, er habe in Verhandlungen mit Pharmafirmen große Preissenkungen bei Arzneimitteln erreicht, „von bis zu 400, 500 und sogar 600 Prozent“. Das ist mathematisch unmöglich. Bei einem Preisnachlass von 100 Prozent würde der Kunde die Arznei kostenlos bekommen. Bei einem Preisnachlass von 200 Prozent würde der Hersteller dem Kunden zusätzlich zur Medizin noch den vollen Preis dazu geben. Ein Rabatt von 400 Prozent würde heißen, der Kunde bekommt vom Hersteller das Dreifache des Preises zu dem Medikament dazu. Trump hat tatsächlich Abmachungen mit den Pharmakonzernen geschlossen; konkrete Zahlen dazu liegen aber nicht vor. Trump behauptete, er habe in den elf Monaten seiner Amtszeit Investitionen von 18 Billionen Dollar in die Vereinigten Staaten gesichert. Das stimmt nicht. Auf der Internetseite des Weißen Hauses ist von 9,6 Billionen die Rede. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei einem Teil dieser Investition nicht um feste Zusagen, sondern um lose Verabredungen handelt; die 9,6 Billionen werden sich also wahrscheinlich nicht in vollem Umfang materialisieren. Trump behauptete, unter seinem Vorgänger Biden seien „25 Millionen“ illegale Migranten in die Vereinigten Staaten gekommen. Das stimmt nicht. Laut offiziellen Zahlen lag die Zahl der aufgegriffenen illegalen Migranten bei rund elf Millionen. Dazu kommen noch solche Migranten, die nicht aufgegriffen werden. Die Zahl wurde von Republikanern auf rund 2,2 Millionen geschätzt. Trump behauptete, die Kriminalitätsrate sei unter Joe Biden auf einem Rekordwert gewesen. Das stimmt nicht. Die Kriminalitätsrate war in den Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts höher als unter Biden. Zwar stimmt es, dass es während der Corona-Pandemie einen Anstieg an Gewaltverbrechen gab, doch auch die Zahlen gingen in den Jahren 2023 und 2024 zurück.
Die USA wollen Taiwan Waffen im Rekordwert von 11,1 Milliarden Dollar liefern. Es handele sich um das bisher größte US-Waffenpaket für die Insel, teilte das taiwanische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Das Paket umfasse unter anderem HIMARS-Raketensysteme, Haubitzen, Panzerabwehrraketen und Drohnen. Das Pentagon erklärte, die Waffenlieferung diene den nationalen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen der USA. Das Land unterstütze Taiwans Bemühungen zur Modernisierung seiner Streitkräfte und zur Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen Verteidigungsfähigkeit.
Das amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben ein weiteres angebliches Schmugglerboot im Pazifik angegriffen und dabei vier Menschen getötet. Das Boot sei am Mittwoch im östlichen Pazifik in internationalen Gewässern auf einer bekannten Schmuggelroute unterwegs gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Der Angriff erfolgte demnach auf Befehl von Verteidigungsminister Pete Hegseth.Das Militär veröffentlichte wie schon in früheren Fällen dieser Art einen kurzen Videoclip, der die Attacke aus der Vogelperspektive zeigen soll. Es sieht so aus, als würde das Boot von einer Rakete getroffen. Weder die Angaben des Militärs noch die Authentizität des Videos ließen sich zunächst überprüfen.
Angesichts einer zunehmenden Unzufriedenheit in der amerikanischen Bevölkerung über die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten hat der amerikanische Präsident Donald Trump versucht, in die Offensive zu gehen. Elf Monate nach seinem Amtsantritt wandte er sich am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an die Nation und machte die Vorgängerregierung von Joe Biden für die Probleme verantwortlich – vor allem für die Inflation und die Migrationskrise. Beides habe er korrigiert. „Ich habe ein Chaos geerbt“, sagte er. Die gegenwärtige Debatte über Erschwinglichkeit („Affordability“) habe schon unter den Demokraten angefangen, sagte der Präsident. Er habe die Wirtschaft wieder in Ordnung gebracht und werde auch dafür sorgen, dass die Preise wieder runtergingen. Bei den Benzin- und Neuwagenpreisen sei das schon gelungen. Bei den Lebensmitteln sei man noch nicht am Ziel. Aber er arbeite daran. Trump hob hervor, dass die Gehälter stärker stiegen als die Inflation. Der Präsident versprach zudem, das System der Gesundheitsversicherung zu reformieren, ohne konkret zu werden. Schließlich habe er für massive Investitionen in die amerikanische Volkswirtschaft durch das Ausland gesorgt – und zwar über seine Zollpolitik. Ökonomen verweisen freilich darauf, dass diese Zölle für die steigenden Verbraucherpreise verantwortlich sind. Trump erinnerte die Amerikaner daran, dass im kommenden Jahr die Steuersenkungen des „One big beautiful bill“ wirksam würden. Den Angehörigen des amerikanischen Militärs präsentierte er schon jetzt ein Weihnachtsgeschenk: eine Einmalzahlung von 1776 Dollar. 1776 ist das Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Am 4. Juli kommenden Jahres plant Trump eine große Feier zum 250. Jahrestag.