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16.01.2026
10:42 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

US-Präsident Donald Trump hat den Ländern, die seine Übernahmepläne für Grönland ablehnen, mit Strafzöllen gedroht. „Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen“, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er bekräftigte zudem seine Position, die USA bräuchten die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel „für die nationale Sicherheit“.
Angesichts der anhaltenden Spannungen um Grönland hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) seine Ansicht bekräftigt, dass die USA das dänische Autonomiegebiet nicht gewaltsam übernehmen werden. Er habe von seinen Gesprächen mit Vertretern der US-Regierung „das sichere Gefühl mit über den Atlantik hier nach Deutschland genommen, dass wir ein gemeinsames Verständnis im atlantischen Bündnis haben und dass wir zu gemeinsamen Ergebnissen kommen“, sagte Wadephul am Freitag nach einem Treffen mit der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.„Wenn wir uns zu verteidigen haben, dann haben wir uns gegen andere von außen uns bedrängende Gefahren zu verteidigen, insbesondere gegen Russland“, fügte Wadephul an. Es gehe in der Grönland-Frage um die Frage, „dass wir gemeinsam mit anderen in der Lage wären und das auch konkret sind, Verantwortung für die Sicherheit im arktischen Raum zu übernehmen“, sagte Wadephul. „Das ist das Thema, das der amerikanische Präsident auf den Tisch gelegt hat“, fügte er an.
CIA-Chef John Ratcliffe hat Medienberichten zufolge Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez getroffen. Ziel des Treffens in Caracas am Donnerstag sei aus US-Sicht gewesen, ein Zeichen des Vertrauens und für Zusammenarbeit zwischen den beiden Regierungen zu senden, berichteten der Sender CNN und die „New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte. Es wird von Beobachtern auch als weiteres Signal dafür gewertet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump eine von Rodríguez geführte Regierung in Venezuela zumindest kurzfristig als beste Option sieht, um Stabilität in dem südamerikanischen Land zu gewährleisten. Nach Angaben der „New York Times“ ist Ratcliffe der ranghöchste US-Beamte, der Venezuela seit dem US-Angriff auf das Land und der Entmachtung und Gefangennahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro besucht hat. Das Treffen habe auf Anweisung von US-Präsident Trump stattgefunden, um „die Botschaft zu überbringen, dass die Vereinigten Staaten sich auf eine verbesserte Arbeitsbeziehung freuen“, zitiert die Zeitung einen namentlich nicht genannten US-Beamten. Themen waren demnach unter anderem Zusammenarbeit bei Geheimdienstinformationen und wirtschaftliche Stabilität. Trump hatte sich jüngst zufrieden mit der aktuellen Führung Venezuelas gezeigt. Nach einem Telefonat mit Rodríguez nannte er sie eine großartige Person. Gleichzeitig empfing Trump am Donnerstag aber auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado im Weißen Haus, die um ihre künftige Rolle in Venezuela kämpft. Bei ihrem Besuch überreichte sie Trump ihre Goldmedaille für den Friedensnobelpreis - auch wenn das Nobelpreis-Institut zuvor schon klargestellt hatte, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hat die Erkundungsmission verschiedener europäischer Länder in Grönland als „Witz“ bezeichnet. Crosetto, wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Mitglied der rechtskonservativen Partei Brüder Italiens, äußerte am Freitag mit Blick auf die Entsendung von Soldaten durch Schweden, Norwegen, Deutschland, Finnland und Frankreich auf die dänische Insel, er frage sich, was dies bringen solle. Er sagte:
Verteidigungsminister Boris Pistorius appelliert an die USA, die gemeinsame Verteidigung der Arktis als in ihrem eigenen Interesse zu begreifen. „Auch die US-Administration sollte erkennen, dass durch die bündnisgemeinsame Verteidigung der Sicherheit in der Arktis und Nordatlantik den legitimen Sicherheitsinteressen der USA am meisten gedient ist“, mahnte der SPD-Politiker am Freitag in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Auf einen Zwischenruf aus dem Parlament, wonach die USA dazu nicht bereit seien, sagte er: „Einsicht kann man in niemanden hineinprügeln.“ Territoriale Integrität und Souveränität seien zentrale, nicht verhandelbare Grundsätze der internationalen Ordnung, betonte er. „Gewaltsame Gebietsveränderungen haben keinerlei völkerrechtliche Legitimität. Diese Überzeugungen werden längst überall auf der Welt infrage gestellt.“US-Präsident Donald Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass er Grönland wegen seiner zentralen Rolle in der Arktis in die USA einverleiben möchte. Auch ein militärischer Einsatz wurde nicht ausgeschlossen. Grönland ist ein autonomer Teil Dänemarks und gehört damit auch zur NATO. Deutschland hat auf Bitten Dänemarks gemeinsam mit anderen Nationen eine Reihe von Soldaten nach Grönland entsandt, um Verteidigungsmöglichkeiten zu erkunden. Dabei wird betont, dass man dies gemeinsam mit den USA angesichts des Auftretens von Russland und China in der Region tun wolle.
Es ist nicht das erste Mal, dass die USA sich für den Kauf eines riesigen Territoriums interessieren. Damals waren die Vorfahren von Jeff Landry – Trumps Sondergesandtem für Grönland – betroffen. Der sagt, seine Familie habe unter mehr Nationalflaggen gelebt als die meisten Amerikaner. Die beste sei aber ohnehin die amerikanische.
Ein Erkundungsteam der Bundeswehr für mögliche Militärübungen in Grönland soll am frühen Abend auf der Insel eintreffen. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen NATO-Partnern dazu beitragen könne, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Als Möglichkeit nannte er Flüge mit Seefernaufklärern P-8A Poseidon der Deutschen Marine. „Auch der Einsatz von Fregatten oder anderen Marineeinheiten zur Seeraumüberwachung ist denkbar. Theoretisch auch die Verlegung von Eurofightern“, sagte der Sprecher. Von deutscher Seite sind Logistiker und Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen für die Erkundungsmission von mehreren europäischen NATO-Verbündeten dabei, wie der Ministeriumssprecher sagte. Die 15 Männer und Frauen hatten in Dänemark einen Zwischenstopp für erste Gespräche mit den Partnern eingelegt. Sie sollen nun die Begebenheiten vor Ort prüfen.
Jeff Landry, der Sonderbeauftragte des amerikanischen Präsidenten Donald Trump für Grönland, will offenbar im März die Insel besuchen. Das berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf den amerikanischen Fernsehsender Fox News. „Ich bin überzeugt, dass eine Einigung erzielt werden sollte und auch erzielt werden wird, sobald sich die Lage geklärt hat“, sagte Landry demnach am Freitag dem Sender. Landry weiter: „Der Präsident meint es ernst. Ich denke, er hat die Weichen gestellt. Er hat Dänemark mitgeteilt, was er will, und jetzt ist es Aufgabe von Außenminister (Marco) Rubio und Vizepräsident J. D. Vance, eine Einigung zu erzielen.“ Trump hatte den republikanischen Gouverneur von Louisiana im Dezember zum Sondergesandten für Grönland erklärt und damit für Empörung in Dänemark gesorgt. Das Königreich lehnt eine Annexion Grönlands durch die USA vehement ab.
In Kopenhagen ist eine Gruppe amerikanischer Kongressabgeordneter zu einem Unterstützungsbesuch eingetroffen. Am Freitagmorgen trafen sie sich mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und ihrem grönländischen Amtskollegen Jens Frederik Nielsen. Inhalte der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt. Danach traf die Delegation Mitglieder der Parlamentsausschüsse für auswärtige Angelegenheiten Dänemarks sowie Grönlands. Für Freitagabend waren Treffen der Delegation mit Außenminister Lars Løkke Rasmussen, Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sowie Vertretern Grönlands geplant. Der Besuch gilt als Geste der Unterstützung angesichts der Drohungen Donald Trumps, Grönland zu übernehmen. Mehrere der Abgeordneten äußerten sich unterstützend in Richtung Dänemark. So sagte etwa der demokratische Senator aus dem Bundesstaat Illinois, Dick Durbin, Amerika sei seit Jahrzehnten mit Dänemark und Grönland befreundet und verbündet. „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir dies sehr schätzen”, so Durbin. Die Äußerungen des US-Präsidenten entsprächen nicht den Gefühlen und Meinungen des amerikanischen Volkes. Der Leiter der Delegation, der demokratische Senator Chris Coons, teilte vor Abflug mit, in Zeiten zunehmender internationaler Instabilität brauche Amerika seine Alliierten mehr denn je. Die Reise diene dazu, deutlich zu machen, dass der Kongress hinter Dänemark und der NATO stehe. Der republikanische Senator Thom Tillis rief dazu auf, mit Dänemark und Amerikas NATO-Verbündeten zusammenzuarbeiten, um gegenüber seinen Gegnern Stärke zu zeigen.
In Island gibt es Ärger nach einer Äußerung des designierten US-Botschafters Billy Long, die Insel im Nordatlantik könne ein US-Bundesstaat werden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, bat das Außenministerium Islands die dortige US-Botschaft um eine Klarstellung.Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Politico“ berichtet, dass der von US-Präsident Donald Trump als Botschafter nominierte ehemalige republikanische Kongressabgeordnete gewitzelt habe, Island könne der 52. US-Bundesstaat werden – und er selbst dessen Gouverneur.
Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat ihre Nobelpreis-Goldmedaille nach eigenen Angaben US-Präsident Donald Trump überreicht. Sie äußerte sich nach dem Treffen der beiden in Washington nicht dazu, ob Trump ihr Geschenk angenommen habe. Etwas später berichtete dann der US-TV-Sender Fox News unter Berufung auf das Weiße Haus, der Präsident habe die Medaille akzeptiert.Nobelpreis-Gewinner erhalten neben einer Urkunde auch eine goldene Medaille. Das Nobelpreis-Institut hatte schon vor Tagen klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne. Trump sagt schon seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Vergangenes Jahr wurde aber Machado damit ausgezeichnet.
US-Präsident Donald Trump unterstützt eine neu ernannte palästinensische Technokraten-Regierung, die den Gazastreifen während einer Übergangsphase verwalten soll. Als Vorsitzender des „Board of Peace“ unterstütze er das „National Committee for the Administration of Gaza“, schreibt Trump auf der Online-Plattform Truth Social und fügt hinzu: „Diese palästinensischen Anführer sind unerschütterlich einer FRIEDLICHEN Zukunft verpflichtet!“
Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Hochleistungschips sind nach Angaben des Weißen Hauses nur ein erster Schritt. Es handele sich um eine „erste Phase“, sagte ein Vertreter des US-Präsidialamts am Donnerstag (Ortszeit). Weitere Maßnahmen könnten folgen, dies sei abhängig von Verhandlungen mit anderen Ländern und Unternehmen. Trump habe bereits früher mit einem Zoll von 100 Prozent auf nicht in den USA hergestellte Chips gedroht, um die heimische Halbleiterfertigung zu stärken, so der Sprecher weiter.Die US-Regierung hatte am Mittwoch Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte fortschrittliche Computerchips verhängt. Betroffen sind unter anderem der KI-Prozessor H200 von Nvidia und der Halbleiter MI325X von AMD. Die Regierung begründete den Schritt mit der nationalen Sicherheit. Ziel sei es, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern wie dem taiwanischen Branchenriesen TSMC zu verringern und die Produktion in die USA zu verlagern. Die Zölle sollen gezielt sein: Importe für US-Rechenzentren, Start-ups sowie zivile Industrieanwendungen sind beispielsweise ausgenommen.
Die USA haben der iranischen Regierung wegen der brutalen Niederschlagung der Massenproteste erneut mit einem militärischen Eingreifen gedroht. US-Präsident Donald Trump sei „ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte, wie wir sie bei den UN sehen“, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. „Er hat klargestellt, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden.“Der Iran wolle weder Konfrontation noch Eskalation, sagte der stellvertretende iranische UN-Botschafter Gholamhossein Darzi. „Aber jeder Akt der Aggression - direkt oder indirekt - wird entschieden, verhältnismäßig und rechtmäßig beantwortet. Das ist keine Drohung, sondern eine Aussage von rechtlicher Realität.“