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26.11.2025
23:05 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

„Fox News“ berichtet jetzt: Der mutmaßliche Täter von Washington habe unter anderem mit dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA zusammengearbeitet. Der Sender beruft sich dabei auf CIA-Chef John Ratcliffe. Im September wurde der Mann dann aus Afghanistan in die USA gebracht.
Der frühere Präsident Joe Biden hatte sich schon vor der aggressiven Ansprache Trumps, in der dieser ihm eine Mitschuld an der Tat unterstellte, zu der Attacke auf die zwei Nationalgardisten geäußert. Der Demokrat schrieb auf X, er sei zutiefst betroffen. „Gewalt jeglicher Art ist inakzeptabel und wir müssen alle gemeinsam dagegen vorgehen.“ Er bete für die Soldaten und ihre Familien. Der vormalige Präsident Barack Obama äußerte in den sozialen Medien, Gewalt habe „keinen Platz in Amerika“. Seine Frau Michelle und er schickten Liebe an die Familien der verletzten Nationalgardisten, „die diese Feiertagssaison unter den schlimmstmöglichen Umständen beginnen“.
Die Regierung Donald Trumps nutzt den Angriff für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Am späten Mittwochabend gibt die amerikanische Einwanderungsbehörde auf X bekannt, dass die Bearbeitung von Anträgen afghanischer Staatsangehöriger „mit sofortiger Wirkung“ ausgesetzt werde, bis die Sicherheitsprotokolle überprüft worden seien. „Der Schutz und die Sicherheit unseres Heimatlandes und des amerikanischen Volkes bleiben unser einziges Ziel und unsere Mission.“
Laut amerikanischen Medienberichten ist der mutmaßliche Täter vom FBI identifiziert worden. Demnach handelt es sich um einen 29 Jahre alten Afghanen, der 2021 im Zuge des chaotischen Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan in die Vereinigten Staaten gekommen war. Nach einem Bericht des Senders CNN hatte der Mann 2024 Asyl beantragt, das ihm in diesem Jahr gewährt wurde. Er soll zeitweise im Bundesstaat Washington an der Westküste gewohnt haben. Die „New York Post“ berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Tatverdächtige habe den beiden Nationalgardisten, unter denen offenbar auch eine Frau war, aufgelauert und zunächst die Soldatin in die Brust und den Kopf geschossen, bevor er auf den zweiten Nationalgardisten zielte. Andere Medien berichteten, beide hätten einen Kopfschuss erlitten.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, bringt seine Bestürzung über den Vorfall zum Ausdruck. Die Nationalgarde habe in diesem Jahr rund um die Uhr „heldenhaft“ gearbeitet, um Washington „wieder sicher“ zu machen. Man sei denen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um andere zu schützen, „auf ewig dankbar“.
Was bisher zu den Schüssen in Washington bekannt ist:In der Nähe des Weißen Hauses sind am Mittwoch zwei Nationalgardisten angeschossen worden – laut Polizei befinden sich beide in kritischem ZustandBei dem mutmaßlichen Täter, der festgenommen wurde und der nach Polizeiangaben ebenfalls im Krankenhaus behandelt wird, handelt es sich um einen Afghanen, der 2021 unter einem Programm der Biden-Regierung in die USA kamPräsident Donald Trump, der sich für Thanksgiving in Florida aufhält, sprach von einem „Terrorakt“, bezeichnete den mutmaßlichen Täter als „Tier“ und nannte Afghanistan ein „Höllenloch auf Erden“Das Motiv für den Angriff ist bislang unklar
Pressekonferenz in Washington: Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs der Stadt, Jeffery Carroll, sind die beiden Nationalgardisten am Leben, aber in kritischem Zustand. Der Täter soll in der Innenstadt um 14.15 Uhr bewusst auf die Soldaten gezielt haben. Es gibt bislang jedoch keine Hinweis darauf, dass der Tatverdächtige nicht allein gehandelt hat. Er sei unmittelbar nach dem Angriff von anderen Nationalgardisten festgehalten worden. Laut Polizei ist noch nicht bekannt, welche Waffe der Angreifer benutzt hat. Die Person sei im Krankenhaus in Behandlung; man befinde sich in einem sehr frühen Status der Ermittlungen.
Trump hat im Zuge der Attacke offenbar die Entsendung weiterer 500 Nationalgardisten nach Washington angeordnet. Das kündigt Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch mit der Bemerkung an, man sei nach der „feigen“ und „abscheulichen“ Tat nun noch entschlossener, Washington „sicher und schön“ zu machen. Bislang sind etwa 2000 Soldaten der Nationalgarden aus mehreren Bundesstaaten in D.C. stationiert.Vergangene Woche hatte eine Bundesrichterin die Stationierung der Truppen in Washington mit dem Hinweis darauf blockiert, es sei wahrscheinlich, dass die Stadt mit dem Argument einer illegalen Stationierung Erfolg haben werde. Die Entscheidung wurde jedoch für drei Wochen ausgesetzt, damit die Trump-Regierung Zeit hat, die Soldaten abzuziehen und Berufung einzulegen. Das hat die Regierung am Dienstag getan.
Der Sender CNN schreibt unter Berufung auf drei Quellen aus der Strafverfolgung, der Tatverdächtige habe die Nationalgardisten bewusst ins Visier genommen. Er habe zuerst auf einen Soldaten geschossen, der wenige Meter von ihm entfernt stand, und dann auf einen zweiten gezielt, der versuchte, sich hinter einer Bushaltestelle in Sicherheit zu bringen. Der Tatverdächtige zeigt sich demnach bislang nicht kooperativ gegenüber den Ermittlern und soll zum Zeitpunkt der Festnahme keine Ausweispapiere bei sich getragen haben.
Es ist zu diesem Zeitpunkt offenbar doch nicht klar, ob die beiden Nationalgardisten nach dem Angriff tatsächlich ihren Verletzungen erlegen sind. Patrick Morrisey, der Gouverneur von West Virginia, schreibt nun auf X, es gebe „widersprüchliche Berichte“ zum Zustand der beiden Soldaten. Man werde „zusätzliche Informationen“ bereitstellen, sobald man genauere Angaben habe. Zwanzig Minuten vorher hatte Gouverneur Morrisey auf seinem Kanal den Tod der beiden Nationalgardisten bekanntgegeben.
Vizepräsident J.D. Vance spricht auf dem Militärstützpunkt Fort Campell in Kentucky, wo er Thanksgiving verbringen wird, zu Militärangehörigen. Man kenne das Motiv des Täters noch nicht, sagt Vance. „Es gibt vieles, das wir noch nicht herausgefunden haben.“ Doch der Angriff sei eine „düstere Erinnerung“ an die Risiken, denen Soldaten ausgesetzt seien, egal ob im aktiven Dienst, in der Reserve oder in der Nationalgarde. Er bitte alle diejenigen, die gläubig seien, um ein Gebet für die beiden Nationalgardisten.
Laut dem Gouverneur von West Virginia sind beide Nationalgardisten ihren Verletzungen erlegen. Patrick Morrisey schreibt in einem Beitrag auf X, die beiden tapferen Männer aus West Virginia „haben ihr Leben im Dienst für ihr Land verloren“. Man stehe angesichts der Ermittlungen in ständigem Kontakt mit den Bundesbehörden. „Unser ganzer Bundesstaat trauert mit den Familien, Angehörigen und der Nationalgarde.“ Laut Medienberichten sind derzeit 180 Nationalgardisten aus West Virginia in Washington stationiert.
Nach Angaben der „New York Times“ wurde im Weißen Haus im Zuge des Angriffs zunächst die Alarmstufe „Condition Red“ ausgerufen, die potenzielle Lebensgefahr signalisiert. Damit gelten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen: die Mobilisierung von Ressourcen für den Notfall, ein eingeschränkter Zugang zu Gebäuden und eine verstärkte Überwachung zum Beispiel. Inzwischen soll die Alarmstufe zu orange herabgestuft worden sein, was immer noch ein hohes Risiko bedeutet. Der Präsident und andere ranghohe Berater befinden sich derzeit jedoch nicht im Weißen Haus. Trump verbringt Thanksgiving am Donnerstag in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida und hat Washington am Dienstagnachmittag verlassen.