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23.01.2026
09:37 Uhr
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Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Die Auseinandersetzung der Vereinigten Staaten mit Dänemark und anderen europäischen Staaten wegen der Arktisinsel Grönland hat in der Öffentlichkeit den Konflikt mit Iran überlagert. Der iranische Sicherheitsapparat hat eigenen Angaben zufolge nun ausländische Geheimdienstnetzwerke zerschlagen. In diesem Zusammenhang seien 735 Menschen festgenommen oder vorgeladen worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung des Geheimdiensts der Revolutionsgarden.In seiner Erklärung warf der Geheimdienst Irans Gegnern USA und Israel vor, auf eine Zersplitterung der geografischen Einheit Irans abzuzielen. Beide Länder sollen einen Kommandoraum im Land eingerichtet haben, um ihren Plan zu verfolgen. Dieser sei eine Fortsetzung des zwölftägigen Kriegs, den Israel und die USA im Juni 2025 gegen Iran geführt hatten. Belege für einen solchen Plan liegen nicht vor.Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, eine „riesige Flotte“ sei auf dem Weg in die Gewässer nahe Iran. Bereits Ende der Vorwoche hatten amerikanische Medien über die Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln und begleitender Schiffe berichtet. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, warnte vor einem Angriff: Die Streitkräfte stünden „mit dem Finger am Abzug“.Im Juni 2025 hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und gemeinsam mit den USA Ziele aus der Luft bombardiert, darunter Atomanlagen, militärische sowie zivile Einrichtungen in weiten Landesteilen. Seitdem wird regelmäßig über eine neue militärische Eskalation spekuliert. Die jüngsten Massenproteste im Iran mit Tausenden Toten stellt die Führung in Teheran als ausländische Verschwörung dar.
Nach der vorläufigen Einigung mit den Vereinigten Staaten im Grönlandstreit haben NATO-Generalsekretär Mark Rutte und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sich für ein stärkeres Engagement der Allianz in der Arktis ausgesprochen. Dänemark und die Nato „werden auf unserer Zusammenarbeit aufbauen, um Abschreckung und Verteidigung in der Arktis zu stärken“, erklärte Rutte nach einem Treffen mit Frederiksen in Brüssel am Freitag im Onlinedienst X. Dänemark erhöhe seine Investitionen, um „noch mehr“ für die gemeinsame Sicherheit zu tun, schrieb Rutte. Frederiksen erklärte ebenfalls auf X: „Die Verteidigung und Sicherheit in der Arktis ist eine Angelegenheit des gesamten Bündnisses.“
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat eine Einladung an Kanadas Ministerpräsident Mark Carney zu seinem „Friedensrat“ zurückgezogen. Darüber informierte Trump in der Nacht auf Freitag einem knappen Post auf seiner Online-Plattform Truth Social, ohne einen Grund dafür zu nennen. Am Donnerstag hatte Trump dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos ein Gründungsdokument des Gremiums unterzeichnet, in dem Kritiker einen Angriff auf die Vereinten Nationen sehen. Carney hielt in Davos eine Rede, die von vielen als Kampfansage an Trump aufgefasst wurde. Das amerikanisch geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei, sagte Carney. Trump nannte er dabei nicht beim Namen, Beobachter gingen aber davon aus, dass er vor allem ihn im Sinne hatte.Trump selbst fühlte sich von Carneys Rede offensichtlich auch angesprochen: Die USA seien immer sehr großzügig mit Kanada gewesen, sagte der amerikanische Präsident in Davos. Trotzdem habe sich Carney bei seiner Rede nicht sehr dankbar gezeigt. „Kanada existiert dank der Vereinigten Staaten, denken Sie daran, Mark, wenn Sie sich das nächste Mal äußern“, sagte Trump.
Der frühere Sonderermittler Jack Smith hat sich in einer öffentlichen Anhörung vor dem US-Kongress gegen Vorwürfe politisch motivierter Strafverfolgung gegen den Republikaner Donald Trump verteidigt. Smith sagte, er stehe voll hinter seinen Entscheidungen und sehe seine seit gut einem Jahr eingestellte Arbeit im Einklang mit Recht und Gesetz. Nach Monaten juristischen und politischen Tauziehens war es für Smith die letzte große Gelegenheit, die Arbeit seines Teams öffentlich zu erklären.Die von Smith angestrengten Strafverfahren gegen Trump gelten als abgeschlossen. Sie waren nach Trumps Wahlsieg Ende 2024 wegen des Verbots der Strafverfolgung gegen amtierende Präsidenten eingestellt worden.
US-Präsident Donald Trump ist beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut mit einem Bluterguss an seiner Hand fotografiert worden. Darauf angesprochen, sagte er auf dem Rückflug in die USA vor Journalisten, er habe seine Hand an einem Tisch gestoßen. Der 79-Jährige verwies dabei auch auf seine Einnahme von Aspirin: „Ich würde sagen, nehmen Sie Aspirin, wenn Ihnen Ihr Herz lieb ist, aber nehmen Sie kein Aspirin, wenn Sie keine kleinen Blutergüsse haben wollen.“Trump war in der Vergangenheit schon mehrfach mit blauen Flecken an seinen Händen aufgefallen, die immer wieder Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst hatten. In einem Interview des „Wall Street Journals“ räumte der US-Präsident zuletzt ein, seit Jahren täglich eine höhere Dosis Aspirin einzunehmen als ihm von Ärzten empfohlen werde. „Sie sagen, Aspirin ist gut zur Verdünnung des Blutes, und ich will nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fließt“, sagte er.
EU-Ratspräsident António Costa hat sich nach einem Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs kritisch zum umstrittenen „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump geäußert. „Wir haben erhebliche Zweifel an einer Reihe von Elementen in der Charta des Friedensrats“, sagte Costa in Brüssel. Dabei gehe es um den Aufgabenbereich, den Vorsitz sowie die Vereinbarkeit der Initiative mit der Charta der Vereinten Nationen.Trump hatte den „Friedensrat“ am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos lanciert. 19 weitere Staaten unterzeichneten das Gründungsdokument, darunter Argentinien und Ungarn. Mehrere eingeladene Staaten nahmen nicht teil – darunter auch Deutschland. Berlin hat sich bislang zurückhaltend zu dem neuen Gremium geäußert. Frankreich hat eine Teilnahme bereits abgelehnt.Ursprünglich sollte das Gremium den Plan zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen überwachen. In der Gründungscharta wird das Palästinensergebiet jedoch nicht ausdrücklich genannt. Trump übt im „Friedensrat“ eine dominante Rolle aus. Er hat den Vorsitz des Gremiums inne, entscheidet über die Einladungen zur Teilnahme und hat ein Vetorecht bei allen Abstimmungen.
Donald Trump hat den Iran erneut vor Hinrichtungen von Regierungsgegnern gewarnt. Eine mächtige Flotte sei auf dem Weg zum Iran, sagte er am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Er habe der Regierung in Teheran einen Militärschlag angedroht, falls weiter Demonstranten gehängt würden. Die Lage werde genau beobachtet. Sehr bald würden zudem die 25-prozentigen Strafzölle für Handelspartner der Islamischen Republik in Kraft treten.Die iranische Justiz hatte angedeutet, dass Hinrichtungen wieder aufgenommen werden könnten. Dagegen hatte Trump am Freitag vor einer Woche der Führung im Iran dafür gedankt, geplante Hinrichtungen von 800 Menschen ausgesetzt zu haben. Die USA hatten deswegen zunächst auf einen Angriff verzichtet.
Donald Trump will die Weltausstellung Expo nach Florida holen. Der Republikaner teilte auf der Plattform Truth Social mit, dass sich die Vereinigten Staaten um die World Expo 2035 bewerben werden. Ausrichtungsort soll dann Miami im US-Bundesstaat Florida sein.Aktuell wird auch in der Berliner Landespolitik kontrovers diskutiert, ob sich die deutsche Hauptstadt und umliegende Metropolregion bewerben sollten. Die Expo 2025 wurde im japanischen Osaka ausgerichtet. Die nächste Weltausstellung wird in Saudi-Arabien sein – Expo 2030 in Riad.
Donald Trump verlangt mindestens fünf Milliarden Dollar von der Großbank JPMorgan Chase, weil sie 2021 Konten des heutigen Präsidenten nach dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol geschlossen hatte. Trumps Anwälte argumentieren, der Schritt sei politisch motiviert gewesen. Die Bank wies die Vorwürfe zurück: Man schließe Accounts, wenn sie ein rechtliches oder regulatorisches Risiko darstellten ‒ aber nicht aus politischen oder religiösen Gründen.Der vom US-Sender CNBC veröffentlichten Klage in Florida zufolge informierte die Bank Trump und mehrere seiner Firmen am 19. Februar 2021, dass ihre Konten in zwei Monaten geschlossen würden. Dadurch sei ihnen Schaden unter anderem dadurch entstanden, dass sie weniger lukrative Geschäftsbeziehungen mit anderen Finanzinstituten hätten eingehen müssen, heißt es. Trump und seine Firmen seien auch auf eine schwarze Liste in der Vermögensverwaltung gekommen. Neben JPMorgan richtet sich die Klage auch gegen Bankchef Jamie Dimon persönlich.
Weder Grönland noch Dänemark wollen über Fragen der staatlichen Souveränität verhandeln. Das haben die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen am Donnerstag klargestellt.„Die Nato ist sich der Position des Königreichs Dänemark voll bewusst“, sagte Frederiksen laut einer Mitteilung. „Wir können über alles Politische verhandeln: Sicherheit, Investitionen, Ökonomie. Aber wir können nicht über unsere Souveränität verhandeln. Ich bin darüber informiert worden, dass das auch nicht der Fall gewesen ist.“Ähnlich äußerte sich Nielsen am Abend. „Unsere Souveränität ist eine rote Linie“, sagte er bei einer Pressekonferenz. „Unsere Integrität und unsere Grenzen und das Völkerrecht sind rote Linien, die niemand überschreiten darf.“
Donald Trumps „Friedensrat“ hat ein eigenes Logo – und es erinnert an das Emblem der Vereinten Nationen. Doch während dieses eine Weltkarte vom Nordpol aus zeigt, auf der alle Kontinente zu sehen sind, steht beim „Friedensrat“ nur ein Land im Mittelpunkt: die USA. Die Olivenzweige, die das Wappen mit Erdball und dem übergroßen nordamerikanischen Kontinent umrahmen, sind verspielter als in der stilisierten Version des Emblems, dass vor 80 Jahren entworfen wurde. Außerdem ist das Logo in Gold gehalten. Der weiß-blaue Hintergrund erinnert wieder an die Farben der Flagge der Vereinten Nationen.
Die Details eines Abkommens der USA zu Grönland müssen nach den Worten von Präsident Donald Trump noch ausgearbeitet werden. „Im Grunde geht es um totalen Zugang“, sagte Trump dem Sender Fox Business Network in Davos. „Es gibt kein Ende, kein Zeitlimit.“
In Davos beginnt jetzt nach Angaben der Regierung in Kiew das Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.
Steve Witkoff lobt in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Freilassung der israelischen Geiseln; auch die Toten seien nach Hause gebracht worden. Witkoff dankt den Führern der Staaten, die an der Vermittlung beteiligt waren, vor allem aber dem „phantastischen amerikanischen Regierungsteam“ und dem Präsidenten, der getan habe, was möglich war.