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28.01.2026
13:43 Uhr
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Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

US-Außenminister Marco Rubio rechnet mit der baldigen Eröffnung einer diplomatischen Vertretung seines Landes in Venezuela. Er gehe davon aus, „dass wir sehr bald in der Lage sein werden, eine diplomatische Präsenz vor Ort zu eröffnen“, sagte Rubio am Mittwoch bei einer Anhörung im außenpolitischen Ausschuss des US-Senats. Diese Vertretung werde es der US-Regierung ermöglichen, den Austausch mit der venezolanischen Regierung wie auch mit der politischen Opposition und Vertretern der Zivilgesellschaft zu verbessern, führte Rubio aus. Die US-Regierung hatte in der vergangenen Woche die Ex-Botschafterin in Honduras und Nicaragua, Laura Dogu, zu ihrer obersten diplomatischen Vertreterin in Venezuela ernannt. Schon wenige Tage nach Maduros Gefangennahme und dessen Inhaftierung in New York wegen Vorwürfen des „Drogenterrorismus“ war eine US-Delegation nach Caracas gereist und hatten eine Wiedereröffnung der dortigen US-Botschaft geprüft. Die US-Botschaft in Caracas ist seit 2019 geschlossen.Trump setzt auf eine Zusammenarbeit mit Venezuela, obwohl die dortige Regierung weiterhin von einstigen Verbündeten Maduros kontrolliert wird. Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat er als „fantastisch“ gelobt. Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom Obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interims-Staatschefin eingesetzt.
Die venezolanische Übergangsregierung hat US-Außenminister Marco Rubio zufolge akzeptiert, monatlich einen „Haushaltsplan“ vorzulegen und diesen von den USA absegnen zu lassen. Die US-Regierung entscheide, wofür das Geld genutzt werden dürfe und wofür nicht, sagte Rubio bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss. „Tatsächlich haben sie zugesagt, einen erheblichen Teil dieser Mittel für den direkten Kauf von Medikamenten und Ausrüstung aus den Vereinigten Staaten zu verwenden“, sagte der Minister weiter. Bei der monatlichen Vorlage des Budgets handele es sich um einen „kurzfristigen Mechanismus“, der nicht längerfristig ausgelegt sei.
Dänemark, Grönland und die USA leiten nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio heute einen Prozess ein, der zu einer Einigung im Grönland-Konflikt beitragen soll. Vertreter der Länder träfen sich auf technischer Ebene, sagte der Republikaner vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Details zu den Teilnehmern oder dem Ort nannte er nicht. Man habe einen Prozess in Gang gesetzt, der zu einem guten Ergebnis für alle Seiten führen werde und heute beginne, betonte er.Nach Rubios Worten soll dies so gestaltet werden, dass es nicht bei jedem Gespräch zu einem „Medienzirkus“ kommt. Davon erhoffe man sich mehr Flexibilität, um ein positives Ergebnis zu erreichen. „Ich denke, wir werden das schaffen“, gab sich Rubio optimistisch.
Am Mittwoch hat Donald Trump auf seiner Plattform „Truth Social“ wiederholt, dass eine „Armada“ auf dem Weg nach Iran sei. „Es handelt sich um eine größere Flotte als die, die nach Venezuela entsandt wurde.\" Sie sei „bereit, willens und in der Lage\", ihre Mission zu erfüllen, drohte der US-Präsident dem Regime in Teheran. Dabei warnte Trump, dass Iran an den Verhandlungstisch kommen solle, um ein Abkommen auszuhandeln. Für dieses müsse gelten, wie Trump in Großbuchstaben schreibt: „KEINE NUKLEARWAFFEN“. Er erinnerte an den jüngsten Militärschlag der USA in Iran: „Der nächste Angriff wird noch viel schlimmer sein! Lasst das nicht noch einmal geschehen.“
Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hat im Streit um den US-Einfluss auf die Arktis-Insel „rote Linien“ gezogen. Zwar hoffe er auf eine Einigung in den anstehenden Gesprächen mit den USA und Dänemark, es gebe jedoch Grenzen, die nicht überschritten werden dürften, sagte Nielsen am Mittwoch in Paris. „Wir stehen unter Druck, unter ernstem Druck“, fügte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hinzu. Die Bevölkerung sei verängstigt. Zugleich räumte Nielsen ein, dass angesichts eines aggressiveren Verhaltens Russlands mehr für die Überwachung und Sicherheit der Region getan werden müsse.Frederiksen betonte ihrerseits die Notwendigkeit europäischer Geschlossenheit, die sich bereits bei der Abwehr von US-Präsident Donald Trumps Zolldrohungen gezeigt habe. Die Weltordnung habe sich für immer verändert. Dennoch sei der transatlantische Zusammenhalt überlebenswichtig, da Russland keinen Frieden wolle. „Wenn wir zulassen, dass Russland in der Ukraine gewinnt, werden sie weitermachen“, warnte sie. Schon Frederiksen hat sich am Dienstag in Berlin zu roten Linien in den Verhandlungen mit den USA geäußert. Hier lesen Sie mehr dazu.
Die tödlichen Schüsse auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis sind einem ersten Bericht des US-Heimatschutzministeriums zufolge von zwei Bundesbediensteten abgegeben worden. Ein Mitarbeiter der Border Patrol habe seine Glock 19 abgefeuert, ein Mitarbeiter der US-Grenzschutzeinheit Customs and Border Protection (CBP) „feuerte ebenfalls seine vom CBP ausgestellte Glock 47 auf Pretti ab“, hieß es in dem am Dienstag (Ortszeit) von US-Medien veröffentlichten Bericht des Ministeriums an den Kongress. Ob die Kugeln beider Schützen Pretti trafen, geht demnach aus dem Bericht nicht hervor. Auch zur Anzahl der abgefeuerten Schüsse werden keine Angaben gemacht. Ebensowenig wird in dem Bericht erwähnt, ob Pretti seine Waffe gezogen hatte, wie Heimatschutzministerin Kristi Noem behauptet hatte.
US-Außenminister Marco Rubio droht der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez mit der Anwendung von Gewalt, sollte sie sich der Zusammenarbeit mit den USA widersetzen. „Machen Sie sich nichts vor: Wie der Präsident (Donald Trump) erklärt hat, sind wir bereit, Gewalt einzusetzen, um maximale Zusammenarbeit sicherzustellen, wenn andere Methoden scheitern“, heißt es laut dpa im Text einer Rede, die Rubio am Mittwoch vor dem Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen halten sollte. Rodríguez sei sich „des Schicksals von Maduro sehr wohl bewusst.“ Ihre eigenen Interessen würden mit den wichtigsten Ziele der USA übereinstimmen. Am Dienstag hatte Rodríguez in einer Rede verkündet, dass die USA mit der Freigabe eingefrorener venezolanischer Vermögenswerte begonnen hätten. Caracas werde die Gelder in medizinische Ausrüstung aus den USA und anderen Ländern investieren.
Angesichts der angespannten Beziehungen zu den USA hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die Europäer dazu aufgerufen, ihre Verteidigungsbemühungen zu verstärken. Die „grundlegende Neuorientierung“ der US-Außenpolitik habe die transatlantischen Beziehungen „in ihren Grundfesten erschüttert“, sagte Kallas am Mittwoch bei der jährlichen Konferenz der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) in Brüssel. Europa müsse sich „den neuen Realitäten anpassen“, forderte sie. Brüssel wolle nach wie vor „starke transatlantische Beziehungen“, sagte Kallas. Europa sei jedoch nicht länger Washingtons „bevorzugter Schwerpunkt“, argumentierte sie. Diese Veränderung sei bereits seit einiger Zeit im Gange und „strukturell, nicht vorübergehend“. Europa könne sein Überleben nicht länger „auslagern“.
Der kanadische Regierungschef Mark Carney hat Angaben aus Washington zurückgewiesen, wonach er Äußerungen aus seiner Rede beim Wirtschaftsforum in Davos teilweise zurückgenommen habe. Auf eine Frage dazu von Journalisten in Ottawa am Dienstag sagte Carney: „Um es ganz klar zu sagen, und das habe ich auch dem Präsidenten gesagt: Ich habe in Davos meine Meinung geäußert“.Er habe keine Aussagen zurückgenommen. „Es ging um eine Reihe von Themen, und Kanada war das erste Land, das die von ihm initiierte Änderung der US-Handelspolitik verstanden hat, und darauf reagieren wir“, sagte er über ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump von Montag. Dieser habe das verstanden, so Carney. US-Finanzminister Scott Bessent hat zuvor gesagt, dass der kanadische Regierungschef während eines Telefonats mit Trump „einige der unglücklichen Äußerungen sehr aggressiv zurückgenommen“ habe. In der Rede in Davos hatte Carney nicht explizit die USA erwähnt, aber davon gesprochen, dass sich mittlere Mächte zusammentun müssten, um sich gegen Großmachtpolitik zu wehren. Lesen Sie die viel beachtete Rede hier im Wortlaut.
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ist eine weitere US-Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs. „Und übrigens, da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt“, sagte der Republikaner in einer Rede im US-Bundesstaat Iowa. Es war nicht sofort klar, ob Trump sich dabei auf den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und die ihn begleitenden Kriegsschiffe bezog, die am Montag bereits im Nahen Osten eingetroffen waren, oder auf andere Kräfte des US-Militärs. Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) kündigte unterdessen eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an. Trump hat ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.
Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben am Dienstag die Entscheidung der US-Regierung von Präsident Donald Trump verurteilt, die Rechtshilfe für unbegleitete minderjährige Migranten zu streichen. Die Kritik folgt auf einen Appell des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, der die Regierung in Washington vor wenigen Tagen zur Einhaltung von Menschenrechten und internationalem Recht in ihrer Migrationspolitik aufgefordert hatte. „Kindern ihr Recht auf Rechtsbeistand zu verweigern und sie zu zwingen, komplexe Einwanderungsverfahren ohne anwaltliche Hilfe zu durchlaufen, ist eine schwere Verletzung der Rechte von Kindern“, erklärten die vom UN-Menschenrechtsrat ernannten, unabhängigen Experten.Das Weiße Haus wies die Kritik zurück. „Niemand nimmt die UN wegen ihrer extremen Voreingenommenheit und selektiven Empörung ernst – sie sollten die Regierung für den Schutz von Kindern loben und nicht über unsere Politik lügen“, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses, Abigail Jackson. Die Regierung habe zudem versucht, Kinder ausfindig zu machen, die unter der Vorgängerregierung ins Land geschmuggelt worden seien.
Laut einem ersten umfassenden offiziellen Bericht der Sicherheitsbehörden zu den tödlichen Schüssen auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis haben bei dem Einsatz zwei Bundesbeamte auf ihn gefeuert. Medien wie die „New York Times“ und der Sender CBS berichteten unter Berufung auf eine E-Mail mit dem vorläufigen Untersuchungsbericht, den die Grenzschutzbehörde CBP an Mitglieder des US-Parlaments gesendet habe, dass zunächst ein Grenzschutzbeamter (Border Patrol) und dann ein Beamter der Grenzschutzbehörde CBP auf den Krankenpfleger geschossen hätten.
Der Berater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Miller, hat ein mögliches Fehlverhalten von US-Bundesbediensteten im Fall der tödlichen Schüsse auf den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis angedeutet. Das Weiße Haus habe „klare Leitlinien“ vorgegeben, wonach Verstärkung nach Minnesota entsandt wurde, um „eine physische Barriere“ zwischen den Bundesbediensteten und den „Störern“ zu errichten, erklärte Trumps Vize-Stabschef Miller am Dienstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Weiße Haus prüfe derzeit, warum die Grenzschützer „diesem Protokoll möglicherweise nicht gefolgt sind“.Die Äußerungen stellen einen deutlichen Wandel in Millers Ton dar. Nach den Schüssen auf Pretti hatte der Trump-Berater diesen als „Attentäter“ bezeichnet. Zuvor am Dienstag hatte Trump selbst erklärt, er lehne diese Bezeichnung für den getöteten 37-Jährigen ab.
Popstar Katy Perry (41) hat die rabiaten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE auf den Straßen des Landes verurteilt und ihre Landsleute zum Widerstand aufgerufen. Auf Instagram fordert die US-Sängerin in einer Nachricht an ihre mehr als 200 Millionen Follower, Protestschreiben an US-Senatoren zu schicken oder bei ihnen anzurufen, um einen Finanzierungsstopp für ICE zu erwirken. Dazu postete Perry konkrete Handreichungen wie eine Vorlage für Beschwerdeschreiben. Das Ziel: Budgetmittel für die Migrationsbehörde sollen vom US-Parlament blockiert werden. „Es ist an der Zeit, Wut in Taten zu verwandeln“, schrieb Perry. Die Verhaftungen von US-Bürgern und Ausländern sowie Angriffe auf friedliche Demonstranten seien nicht mehr zu ertragen, heißt es in dem an die Senatoren gerichteten Beschwerdeschreiben. Perrys Posting erhielt binnen weniger Stunden mehr als 150.000 Likes.