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10.01.2026
02:27 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

In der Landwirtschaft sind Frauen in verantwortlicher Position noch immer deutlich in der Unterzahl. (Foto: Tom Chance/Imago)
Die US-Regierung will mit dem Kauf von Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar der Politik der US-Notenbank Fed entgegenwirken. Ziel sei es, in etwa dem Tempo zu entsprechen, mit dem die Fed solche Anleihen aus ihrer Bilanz abbaue, sagte US-Finanzminister Scott Bessent am Freitag (Ortszeit). „Die Fed baut jeden Monat etwa 15 Milliarden Dollar ab“, erklärte Bessent in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters und bezog sich dabei auf den laufenden Abbau von MBS aus dem 6,3 Billionen Dollar schweren Anleiheportfolio der Zentralbank. „Ich denke also, die Idee ist, es der Fed gleichzutun, die in die andere Richtung drängt.“ US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag die zuständige Aufsichtsbehörde FHFA angewiesen, die Anleihen der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zu erwerben.Mit dem Schritt soll das Problem der Bezahlbarkeit auf dem US-Immobilienmarkt bekämpft werden. Bessent sagte, die Käufe würden die Hypothekenzinsen wahrscheinlich nicht direkt senken. Sie könnten dies jedoch indirekt tun, indem sie die Renditeaufschläge für die Anleihen von Fannie und Freddie gegenüber US-Staatsanleihen verringerten. Die Fed baut seit mehr als zwei Jahren ihren Bestand an Hypothekenanleihen ab, was nach Ansicht einiger Experten verhindert, dass die Hypothekenzinsen weiter fallen. Der Chef der Aufsichtsbehörde FHFA, William Pulte, teilte am Freitag mit, dass bereits eine erste Tranche von drei Milliarden Dollar erworben worden sei.
US-Präsident Donald Trump hat eine einjährige Obergrenze für die Zinsen von Kreditkarten gefordert. Vom 20. Januar 2026 an sollen die Zinsen auf zehn Prozent begrenzt werden, schrieb Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf der von ihm mitbegründeten Social-Media-Plattform Truth Social. Details, wie sein Plan umgesetzt werden soll oder wie er die Unternehmen zur Einhaltung der Vorgabe bewegen will, nannte er jedoch nicht. „Wir werden nicht länger zulassen, dass die amerikanische Öffentlichkeit von Kreditkartenunternehmen 'abgezockt' wird“, fügte Trump hinzu.Trump hatte eine solche Deckelung bereits im Wahlkampf 2024 versprochen. Abgeordnete beider Parteien hatten sich besorgt über die hohen Zinsen geäußert und parteiübergreifende Gesetzentwürfe zur Deckelung der Zinsen eingebracht, die jedoch bislang nicht erfolgreich waren. Im vergangenen Jahr hatte die Trump-Regierung hingegen eine Regelung aus der Ära von Ex-Präsident Joe Biden zu Säumnisgebühren bei Kreditkarten gekippt. Ein Bundesrichter hatte die Regelung, die Gebühren auf acht Dollar begrenzte, daraufhin verworfen.
Die USA und Venezuela haben nach Angaben des südamerikanischen Landes den Öltanker „Minerva“ in einer gemeinsamen Aktion in venezolanische Gewässer zurückgebracht. Dies teilten das Ölministerium Venezuelas und der staatliche Ölkonzern PDVSA in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Schiff war den Angaben zufolge ohne Genehmigung der venezolanischen Behörden ausgelaufen. Kurz zuvor hatten die USA in der Karibik nahe Trinidad den Tanker „Olina“ festgesetzt. Es war der fünfte derartige Einsatz in den vergangenen Wochen, mit dem Washington die Ölexporte Venezuelas kontrollieren will. „Allein in den vergangenen 24 Stunden haben mindestens sieben Öltanker der 'Dark Fleet' gewendet, um einer Abfangaktion zu entgehen - weil sie wissen, dass wir es ernst meinen“, erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf X.
US-Finanzminister Scott Bessent hat die problemlose Rückzahlung von Zöllen für den Fall einer Gerichtsentscheidung gegen US-Präsident Donald Trump zugesichert. Die Rückzahlungen würden sich jedoch über Wochen, Monate oder sogar ein Jahr erstrecken. „Falls es passiert – wovon ich nicht ausgehe – ist es nur ein Geschenk an die Konzerne“, sagte Bessent am Donnerstag (Ortszeit) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hätten die zusätzlichen Kosten an ihre Kunden weitergegeben. „Wird Costco, das die US-Regierung verklagt, das Geld an seine Kunden zurückgeben?“, so Bessent. Mit einem Kassenbestand von fast 774 Milliarden Dollar (Stand: Donnerstag) verfügt das Finanzministerium über mehr als genug Mittel, um etwaige Rückerstattungen abzudecken.Hintergrund ist eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof gegen die von Trump auf Grundlage eines Notstandsgesetzes aus dem Jahr 1977 verhängten Zölle. Entgegen den Erwartungen vieler Experten fällte das Gericht am Freitag jedoch noch kein Urteil in der Sache. Untere Instanzen hatten die Zölle bereits als unrechtmäßig eingestuft und Trump Kompetenzüberschreitung vorgeworfen. Bei einer Anhörung im November hatten zudem Richter beider politischer Lager Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Abgaben durchblicken lassen. Nun ist unklar, wann das Gericht über den Zollfall entscheiden wird.
Grönlands Politik demonstriert angesichts der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die zu Dänemark gehörende Insel Einheit. „Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein“, heißt es in einer von den fünf Parteien im grönländischen Parlament Inatsisartut unterzeichneten gemeinsamen Erklärung. Man wolle, dass die USA „ihre Geringschätzung gegenüber unserem Land einstellen“, betonen die Parteivorsitzenden. „Die Zukunft Grönlands muss vom grönländischen Volk entschieden werden“, heißt es in dem Schreiben weiter.Grönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Trump hat deutlich gemacht, dass er die Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf deren strategische Bedeutung und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bislang auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland zu erlangen.
US-Präsident Donald Trump hat wegen der Proteste im Iran erneut mit einem Militäreinsatz gedroht. „Der Iran steckt in großen Schwierigkeiten“, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Noch vor wenigen Wochen habe niemand so große Proteste in iranischen Städten für möglich gehalten. Seine Botschaft an die Führung in Teheran laute daher: „Fangt besser nicht an zu schießen, denn dann werden wir auch anfangen zu schießen.“„Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, werden wir uns einmischen“, fügte der US-Präsident hinzu. Das bedeute nicht, Bodentruppen in den Iran zu schicken, „sondern dass wir sie dort, wo es weh tut, sehr, sehr hart treffen“.
Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau in Minneapolis gehen die Proteste gegen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE weiter. In mehreren US-Bundesstaaten kam es zu Solidaritätskundgebungen. In der Großstadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota im Norden der USA demonstrierten am Freitag (Ortszeit) nach Angaben von US-Medien unter anderem auch Dutzende Schülerinnen und Schüler gegen die Präsenz der Einwanderungsbehörden. Für das Wochenende sind Medienberichten zufolge landesweit Hunderte Proteste und Kundgebungen unter dem Motto „ICE Out For Good“ angekündigt. Ein Bündnis aus Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen hatte dazu aufgerufen. Die Aktionen sollen nach Angaben der Veranstalter friedlich verlaufen und sich gegen zunehmende Gewalt von Einwanderungsbehörden sowie Einsätze in lokalen Gemeinden und an Schulen richten.
CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat angesichts der Grönland-Ambitionen der USA vor einem Zerbrechen der Nato gewarnt. Er glaube zwar nicht, dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen werde, „aber der Druck nimmt zu. Darauf muss sich Europa einstellen“, sagte Laschet der Funke Mediengruppe.Auf die Frage, ob Dänemark auf den Beistand der europäischen Partner zählen könnte, wenn es zum Äußersten käme, antwortete Laschet: „Wir müssen den Amerikanern in diplomatischen Gesprächen deutlich machen, dass ein militärisches Vorgehen gegen ein kleines Nato-Land das letzte Vertrauen in die Allianz zerstören würde.“ Ein Ende der Nato könne nicht im Interesse Washingtons sein. „Eines ist jedenfalls klar: Die Europäer könnten nicht in einen Krieg gegen die USA ziehen“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag.
US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt und mit einer Bedrohung durch China und Russland gerechtfertigt. Die USA würden etwas mit Blick auf Grönland unternehmen, ob das gefalle oder nicht, sagte der Republikaner im Weißen Haus. „Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben“, betonte Trump. Er würde gerne einen Deal machen, „aber wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und Weise tun“. Die USA müssten Grönland verteidigen, sagte Trump. Bei einem Treffen mit Vertretern von Ölkonzernen im Weißen Haus rechtfertigte Trump nun auch das US-Vorgehen in Venezuela mit einem Verweis auf China und Russland. Ohne die USA, „wären China und Russland dort gewesen“, sagte er. Zugleich gab sich Trump mit Blick auf den Verkauf von Öl offen für Geschäfte mit den beiden Ländern.Bereits zuvor hatten die USA klargemacht, dass sie sich langfristig den Zugriff auf venezolanisches Erdöl sichern wollen. Trump erwartet nach eigenen Angaben, dass die USA über Jahre hinweg Venezuela führen und die riesigen Ölreserven dort fördern werden. Auch Ansprüche auf Einnahmen aus dem Export venezolanischen Öls haben die Vereinigten Staaten angemeldet. Am vergangenen Wochenende hatten Streitkräfte der USA Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und sie in die USA gebracht.
US-Präsident Donald Trump hat für Anfang Februar ein Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro angekündigt. „Ich freue mich darauf, Gustavo Petro, den Präsidenten Kolumbiens, in der ersten Februar-Woche im Weißen Haus zu treffen“, schrieb Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich bin sicher, dass es für Kolumbien und die USA sehr gut ausgehen wird, aber der Import von Kokain und anderen Drogen in die USA muss gestoppt werden“, fügte Trump hinzu.Am Mittwoch hatte Trump bereits mit Petro telefoniert. Der kolumbianische Präsident habe angerufen, um über die „Drogensituation und andere Meinungsverschiedenheiten“ zu sprechen, erklärte Trump, nachdem sich das Verhältnis der beiden Präsidenten infolge des US-Angriffs und der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro massiv verschärft hatte.Petro kritisiert das militärische Vorgehen der USA in der Region scharf und wirft Washington vor, Maduro ohne rechtliche Grundlage entführt zu haben. Trump wiederum behauptet, Petro sei ähnlich wie Maduro in den Drogenhandel verwickelt. Nach der Gefangennahme Maduros sagte Trump, eine militärische Intervention in Kolumbien sei eine „gute Idee“. Petro solle sich in Acht nehmen.Petro forderte das Nachbarland Venezuela am Freitag auf, gemeinsam gegen Drogenhändler auf beiden Seiten der Grenze vorzugehen. Er habe Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez zu einer Zusammenarbeit „eingeladen“, schrieb Petro im Onlinedienst X. Beide Länder sollten die Drogenbanden gemeinsam besiegen
US-Präsident Donald Trump hat Daten zum US-Arbeitsmarkt schon Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe veröffentlicht. Trump teilte am späten Donnerstagabend (US-Zeit) eine Grafik, die fast 14.000 Mal von anderen Nutzern von Trumps Plattform Truth Social geliked wurde. Sie zeigt, dass die US-Wirtschaft seit Januar 654.000 neue Arbeitsplätze im privaten Sektor geschaffen hat und es 181.000 weniger Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst gibt. Diese Zahlen wurden vom Arbeitsministerium aber erst am Freitag in dessen viel beachteten Dezember-Jobbericht veröffentlicht.Üblicherweise erhält der US-Präsident den Bericht zum Arbeitsmarkt vor der offiziellen Bekanntgabe. Die Regierung kann dadurch unter anderem eine Reaktion vorbereiten, die sie zeitnah nach der offiziellen Bekanntgabe veröffentlichen kann. Dass ein Präsident der offiziellen Bekanntgabe vorgreift, ist äußerst ungewöhnlich.Die Zahlen zum Arbeitsmarkt können an den Börsen für größere Sprünge sorgen. Wer die Zahlen vor ihrer Veröffentlichung kennt, hat damit einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Die Daten der von Trump bekanntmachten Grafik gehören aber nicht zu den Kennziffern, die Marktteilnehmer normalerweise unmittelbar am meisten interessieren.Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf eine Anfrage um Stellungnahme. In der von Trump veröffentlichten Tabelle wurden das Bureau of Labor Statistics des Arbeitsministeriums und Berechnungen des Council of Economic Advisers als Quellen genannt.
US-Einheiten haben abermals einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker „Olina“ beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Der Einsatz sei „ohne Zwischenfälle“ abgelaufen. Wie bei den Beschlagnahmen zweier anderer Schiffe in dieser Woche begründete das US-Militär den Einsatz mit dem Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.Kurz zuvor hatten Medien über die Operation berichtet. Laut „Wall Street Journal“ waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am frühen Freitagmorgen involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert worden, hieß es weiter. ABC News zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu Venezuela.
Angesichts des Konflikts um Grönland hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Freitag mit US-Außenminister Marco Rubio über die Sicherheit in der Arktis gesprochen. Rutte habe sich mit Rubio über „die Wichtigkeit der Arktis für unsere gemeinsame Sicherheit“ unterhalten, teilte ein NATO-Sprecher mit. Es sei auch um die Art und Weise gegangen, wie die NATO daran arbeite, „ihre Kapazitäten im hohen Norden“ zu verstärken.Trump hat Unruhe und Empörung bei den europäischen Verbündeten ausgelöst, weil er den Besitzanspruch der USA auf die Insel Grönland, die zum NATO-Land Dänemark gehört, kürzlich bekräftigte. Der US-Präsident schließt nach Angaben des Weißen Hauses auch militärische Gewalt nicht aus, um sich das rohstoffreiche Grönland anzueignen.
Knapp eine Woche nach einer Operation des US-Militärs in Venezuela haben die Vereinigten Staaten eine Delegation nach Caracas entsandt. Am Freitag seien Diplomaten und Sicherheitspersonal der interimistischen diplomatischen Vertretung der USA für Venezuela in die Hauptstadt des südamerikanischen Landes gereist, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. Ziel sei eine „erste Bewertung für eine möglicherweise schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs“ gewesen, hieß es zur Begründung.Die USA hatten 2019 ihr Personal abgezogen und die Botschaft in Venezuela geschlossen, nachdem der autoritäre Staatschef Nicolás Maduro zuvor die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte. Die USA hatten dessen Widersacher Juan Guaidó unterstützt. Die Wiederwahl Maduros 2018 war von vielen Ländern nicht anerkannt worden. Das Verhältnis zwischen Washington und Caracas war seither stark gestört. Die interimistische diplomatische US-Vertretung für Venezuela befindet sich im kolumbianischen Bogota.