|
14.01.2026
13:46 Uhr
|
Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Für einen Ford-Mitarbeiter, der Präsident Donald Trump am Dienstag als „Pädophilen-Beschützer“ bezeichnet hatte, sind auf einer Spendenseite schon fast 175.000 Dollar zusammengekommen. TJ Sabula hatte bei einem Besuch des Präsidenten in einem Werk des Autoherstellers in Michigan diesem seine Meinung zugerufen. Trump zeigte daraufhin auf ihn und formte mit dem Mund die Worte „Fuck you“. Außerdem zeigte er ihm den Mittelfinger.Auf der Spendenplattform Gofundme ist nun ein Aufruf zu Gunsten Sabulas erschienen. Darin heißt es, er sei von seinem Arbeitsplatz suspendiert worden. Das Geld solle dem „Patrioten TJ Sabula“ helfen, „ein paar Rechnungen zu bezahlen“. Außerdem solle der Aufruf Trump dazu zwingen, die Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu veröffentlichen.Die Epstein-Affäre schwelt seit Trumps Amtsantritt. Viele seiner Anhänger fordern schon seit Jahren die Veröffentlichung der Ermittlungsakten, da sie annehmen, dass dort Namen von Mittätern genannt werden. Erst hatte Trump sich geweigert, sie freizugeben. Im November 2025 unterschrieb er jedoch ein Gesetz, welches das Justizministerium zur Veröffentlichung binnen eines Monats verpflichtete. Zwar kamen im Dezember tatsächlich neue Dokumente an die Öffentlichkeit, amerikanische Medien berichteten jedoch, das sei nur rund ein Prozent der vorliegenden Akten gewesen. Epstein war jahrelang ein Wegbegleiter von Trump, da beide in den selben gesellschaftlichen Kreisen unterwegs waren.
Angesichts der amerikanischen Besitzansprüche auf Grönland ist eine künftige Unabhängigkeit der Arktik-Insel von Dänemark aus Sicht ihres Regierungschefs Jens-Frederik Nielsen derzeit kein Thema. „Der Zeitpunkt ist nicht gekommen, um darüber zu sprechen“, sagte Nielsen am Mittwoch vor grönländischen Journalisten kurz vor einem Krisentreffen zu Grönland im Weißen Haus. „Es ist nicht der richtige Moment, mit unserem Recht auf Selbstbestimmung zu spielen, wenn ein anderes Land davon spricht, uns zu annektieren.“ Nielsen betonte, dies bedeute nicht, dass die Grönländer „keine Pläne für die Zukunft“ hätten. Im Moment seien die Bewohner der autonomen Arktis-Insel jedoch „Teil des Königreichs“ Dänemark und stünden „geschlossen hinter ihm“. Dies sei „in dieser ernsten Situation äußerst wichtig\".
Deutschland wird anders als Frankreich angesichts der Ansprüche des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf Grönland derzeit kein Konsulat auf der autonomen dänischen Insel eröffnen. Für die Vertretung der Deutschen vor Ort sei nach wie vor die Botschaft in Kopenhagen zuständig, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin auf Anfrage. Deutschland werde aktuell auch von einem Honorarkonsul in Grönland vertreten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.
US-Präsident Donald Trump hat vor einem Treffen des dänischen Außenministers mit Vizepräsident J.D. Vance noch einmal bekräftigt, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen brauchten. Die Insel sei unverzichtbar für den geplanten „Golden Dome“, einen Raketenabfangschirm. „Die NATO wird viel mächtiger und effektiver, wenn Grönland in den Händen der Vereinigten Staaten liegt. Alles andere ist inakzeptabel“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.Wie sich Trump den ambitionierten Raketenabwehrschirm „Golden Dome“ vorstellt, lesen Sie hier:
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Streit um Grönland vor einer „Kettenreaktion“ gewarnt. „Sollte die Souveränität eines europäischen und verbündeten Landes beeinträchtigt werden, wären die Kettenreaktionen beispiellos“, sagte Macron nach Angaben von Regierungssprecherin Maud Bregeon am Mittwoch während einer Kabinettssitzung. Frankreich verfolge die Lage mit größter Aufmerksamkeit und handle „in voller Solidarität mit Dänemark und dessen Souveränität“, fügte er demnach hinzu.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem US-Anspruch auf Grönland eine Absage erteilt. „Grönland gehört seinem Volk“, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Nur Dänemark und Grönland könnten über Dinge entscheiden, die Dänemark und Grönland beträfen, betonte sie. Die Sicherheit in der Arktis sei ein „Kernthema“ der NATO, argumentierte von der Leyen. Die NATO sei der richtige Ort, um „die unterschiedlichen Interessen, die es gibt, zusammenzubringen“. Gleichzeitig sei die Sicherheit der Arktis auch ein Thema für die EU. Brüssel habe daher in den vergangenen Jahren viel in die Beziehungen zu Grönland investiert. „Wir respektieren die Wünsche und Interessen der Grönländer, und sie können auf uns zählen“, bekräftigte von der Leyen.
Ein Gesetzentwurf im US-Senat soll es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines NATO-Staates ohne Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: „Ein solches Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der NATO schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten.“Weiter hieß es: „Die NATO bleibt das erfolgreichste Verteidigungsbündnis in der Geschichte - und dessen Glaubwürdigkeit beruht auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Souveränität der Mitgliedsstaaten gegenseitig respektiert und verteidigt wird.“ Die Republikanerin Murkowski, die für den US-Bundesstaat Alaska im Senat sitzt, ist dafür bekannt, dass sie zu den wenigen Parteifreunden Trumps gehört, die nicht vor eine Konfrontation mit dem Präsidenten zurückschrecken.Konkret würde das Gesetz der Regierung verbieten, Mittel des Verteidigungsministeriums oder des Außenministeriums für ein Vorgehen gegen das Staatsgebiet von NATO-Partnern zu nutzen. Der US-Präsident besitzt in der Außenpolitik einen sehr großen Handlungsspielraum, die Hoheit über die Haushaltsmittel liegt aber bei den beiden Kammern des US-Kongresses. Im Repräsentantenhaus gibt es einen aktuellen überparteilichen Gesetzentwurf mit ähnlicher Stoßrichtung, der von mehr als 20 Abgeordneten unterstützt wird. Die Erfolgsaussichten beider Vorstöße sind jedoch unklar.Gleichzeitig kam aus dem Repräsentantenhaus eine gegenläufige Initiative, die Grönland den USA einverleiben soll. Der republikanische Abgeordnete Randy Fine aus Florida brachte einen Gesetzentwurf ein, der Trump „alle nötigen Schritte“ einräumen soll, um „Grönland zu annektieren oder zu erwerben“. Die Insel sei „ein lebenswichtiger Bestandteil“ der nationalen Sicherheit der USA, erklärte Fine. Er begründete dies mit Absichten der Gegenspieler Amerikas, in der Arktis Ansprüche zu fixieren. Dies dürfe man nicht zulassen, so Fine. Durch eine Übernahme Grönlands würde gleichzeitig die Nordflanke gegen Russland und China abgesichert.
Frankreich will angesichts der Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland ein Konsulat auf der autonomen dänischen Insel eröffnen. Die Vertretung solle am 6. Februar ihre Arbeit aufnehmen, sagte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot dem französischen Sender RTL. Die USA müssten aufhören, Grönland zu erpressen und die Kontrolle über die größte Insel der Welt zu fordern.Die Pläne für das Konsulat gibt es demnach schon seit dem vergangenen Jahr. „Ein Angriff auf ein anderes NATO-Mitglied würde keinen Sinn ergeben, es wäre sogar gegen die Interessen der Vereinigten Staaten“, sagte Barrot mit Blick auf eine mögliche militärische Inbesitznahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten. „Und deshalb muss diese Erpressung natürlich aufhören.“
Donald Trump hat die Aussagen des grönländischen Regierungschefs Jens-Frederik Nielsen schroff zurückgewiesen. Grönlands Ministerpräsident hatte einen Anschluss der Insel an die USA kategorisch ausgeschlossen und betont, dass das arktische Territorium die Union mit Dänemark bevorzugt. Trump sagte vor Reportern dazu: „Das ist deren Problem. Ich bin anderer Meinung. Ich weiß nicht, wer er ist. Ich weiß nichts über ihn, aber das wird ein großes Problem für ihn werden“, so der US-Präsident. „Wir stehen derzeit vor einer geopolitischen Krise, und wenn wir uns hier und jetzt zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark entscheiden müssen, dann wählen wir Dänemark“, hatte Nielsen am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen gesagt. „Wir wählen das Grönland, das wir heute kennen, das Teil des Königreichs Dänemark ist“, sagte der Regierungschef. An diesem Mittwoch treffen sich der dänische und grönländische Außenminister mit US-Außenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance in Washington.
US-Präsident Donald Trump hat nach dessen schmählichen Zwischenruf einem Werkarbeiter den Mittelfinger gezeigt. Wie eine im Internet verbreitete Handyaufnahme zeigte, formte Trump bei einem Werkbesuch am Dienstag (Ortszeit) zweimal deutlich mit dem Mund den Ausdruck „Fuck you“ in Richtung des Störers und zeigte den Mittelfinger. Die Szene ereignete sich laut US-Medien in einer Fabrik des US-Autobauers Ford im US-Bundesstaat Michigan.Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung bestätigte der „Washington Post“ die Authentizität der Aufnahmen. „Ein Geisteskranker schrie in einem Wutanfall wild Flüche, und der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort“, hieß es in einem Statement des Sprechers.Den Berichten zufolge beleidigte der Werkangestellte Trump als „Pädophilen-Beschützer“. Befragt von der „Washington Post“, bestätigte der mutmaßliche Zwischenrufer, dass sich seine Beschimpfung auf Trumps Agieren im Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bezogen habe. Er spüre wegen des Ausrufs „definitiv keine Reue“, sagte der 40-Jährige der Zeitung. Er mache sich allerdings Sorgen um die Zukunft seines Jobs und fürchte auch „politische Vergeltung“, weil er Trump „vor seinen Freunden blamiert“ habe. Eigenen Angaben zufolge wurde er infolge des Vorfalls von seiner Arbeit im Werk wegen laufender Ermittlungen freigestellt.
Aus Protest gegen den Umgang der US-Regierung mit Bürgerrechtsfällen wollen mindestens ein Dutzend Bundesstaatsanwälte ihre Ämter niederlegen. Dies sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Die Kündigungen erstrecken sich demnach auf die Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums in Washington und die Bundesstaatsanwaltschaft in Minneapolis. Allein in Minnesota hätten sechs Staatsanwälte ihren Rücktritt eingereicht. Anlass sei die Anweisung aus der Führung des Justizministeriums, gegen die Witwe einer bei einem Polizeieinsatz getöteten Frau zu ermitteln.Weitere sechs ranghohe Staatsanwälte der Bürgerrechtsabteilung in Washington kündigten ebenfalls ihren Abschied an. Ihnen sei zuvor mitgeteilt worden, dass sie nicht an der Untersuchung der tödlichen Schüsse in Minnesota beteiligt würden, hieß es. Dies ist üblicherweise die Aufgabe dieser Abteilung. Bei dem Vorfall am 7. Januar hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE die 37 Jahre alte Renee Good erschossen. Ein Sprecher des Justizministeriums erklärte, es gebe derzeit keine Grundlage für eine strafrechtliche Untersuchung des Falls.
Nach einem Angriff auf Ziele der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Nigeria an Weihnachten haben die USA am Dienstag die Lieferung „wichtiger Militärgüter“ an das westafrikanische Land bekannt gegeben. „Diese Lieferung unterstützt die laufenden Einsätze Nigerias und unterstreicht unsere Sicherheitspartnerschaft“, erklärte das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte am Dienstag im Onlinedienst X, ohne weitere Details zu nennen. Die US-Armee hatte am ersten Weihnachtstag Ziele des IS im Nordwesten Nigerias angegriffen und dabei mehrere mutmaßliche IS-Kämpfer getötet. Zur Begründung der Angriffe führte US-Präsident Donald Trump die Tötung „unschuldiger Christen“ in dem afrikanischen Land an.
US-Präsident Donald Trump hat das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) als bedeutungslos für sein Land abgetan. „Es ergibt sich daraus kein richtiger Vorteil, es ist irrelevant“, sagte Trump am Dienstag bei einem Werksbesuch beim Autobauer Ford im Bundesstaat Michigan. Er bekräftigte seine Forderung an die Unternehmen, die Fertigung in die USA zurückzuholen: „Wir brauchen keine Autos, die in Kanada oder Mexiko hergestellt werden. Wir wollen sie hierher holen.“Die Aussagen dürften die Sorgen in der Autoindustrie weiter schüren. Große Hersteller wie Tesla, Toyota, Volkswagen und General Motors (GM) hatten die Regierung im November gedrängt, das Abkommen zu verlängern. GM-Präsident Mark Reuss betonte die enge Verflechtung der Produktion: „Unsere Lieferketten erstrecken sich über alle drei Länder“, sagte er. Dies sei sehr komplex, und die nordamerikanische Integration sei eine große Stärke der Branche. Der Verband American Automotive Policy Council hatte zuvor gewarnt, das Abkommen ermögliche jährliche Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe.Das USMCA-Abkommen, das 2020 das vorherige Nafta-Abkommen ablöste und während Trumps erster Amtszeit ausgehandelt wurde, steht in diesem Jahr zur Überprüfung an. Eine Klausel sieht vor, dass die drei Partnerländer sechs Jahre nach Inkrafttreten entscheiden müssen, ob der Pakt verlängert wird oder ausläuft. Stellantis hatte im November gewarnt, dass US-Fahrzeuge ohne die Vorteile des Abkommens Marktanteile an asiatische Importe verlieren würden, was zulasten der US-Arbeiter ginge.
Die USA haben die Ableger der Muslimbruderschaft in Ägypten, dem Libanon und Jordanien als Terrororganisationen eingestuft. Das US-Finanzministerium begründete den Schritt am Dienstag mit deren Unterstützung der radikal-islamischen Palästinenser-Gruppe Hamas. Zudem hätten sie gewaltsame Angriffe auf Israel und Partner der USA vorangetrieben. Die Gruppen gäben sich als legitime zivile Organisationen aus, unterstützten hinter den Kulissen jedoch Terrorgruppen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Einstufung als „Specially Designated Global Terrorists“ zieht Finanzsanktionen nach sich.Das ägyptische Außenministerium begrüßte die Entscheidung. Es handele sich um einen entscheidenden Schritt, der die Bedrohung der regionalen Sicherheit durch die extremistische Ideologie der Gruppe widerspiegele. US-Präsident Donald Trump hatte das Verfahren Ende November eingeleitet und Außenminister Marco Rubio sowie Finanzminister Scott Bessent mit der Prüfung beauftragt.Die in den 1920er Jahren in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft zählt zu den ältesten und einflussreichsten islamistischen Bewegungen der arabischen Welt. In Ägypten gewann sie 2012 die erste freie Präsidentschaftswahl, wurde aber ein Jahr später nach Massenprotesten vom Militär gestürzt und wird dort seither scharf verfolgt. Während sie in vielen Ländern im Untergrund agiert, ist sie in anderen offiziell anerkannt. Die Bruderschaft selbst hat nach eigener Darstellung der Gewalt abgeschworen.