FAZ 26.11.2025
23:05 Uhr

Liveblog USA unter Trump: Polizei: Nationalgardisten nach Schüssen in Washington in kritischem Zustand


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Liveblog USA unter Trump: Polizei: Nationalgardisten nach Schüssen in Washington in kritischem Zustand

Was bisher zu den Schüssen in Washington bekannt ist:In der Nähe des Weißen Hauses sind zwei Nationalgardisten angeschossen worden – laut Polizei befinden sich beide Männer in kritischem ZustandDer mutmaßliche Täter wurde laut Polizei ebenfalls verletzt und in Gewahrsam genommenDie Polizei ruft die Bevölkerung dazu auf, den Bereich in Washington zu meidenUS-Präsident Trump hielt sich während des Vorfalls in Florida auf, wo er Thanksgiving verbringt. Er nannte den mutmaßlichen Täter „ein Tier“.Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar 

Trump hat im Zuge der Attacke offenbar die Entsendung weiterer 500 Nationalgardisten nach Washington angeordnet. Das kündigt Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch mit der Bemerkung an, man sei nach der „feigen“ und „abscheulichen“ Tat nun noch entschlossener, Washington „sicher und schön“ zu machen. Bislang sind etwa 2000 Soldaten der Nationalgarden aus mehreren Bundesstaaten in D.C. stationiert. Vergangene Woche hatte eine Bundesrichterin die Stationierung der Truppen in Washington mit dem Hinweis darauf blockiert, es sei wahrscheinlich, dass die Stadt mit dem Argument einer illegalen Stationierung Erfolg haben werde. Die Entscheidung wurde jedoch für drei Wochen ausgesetzt, damit die Trump-Regierung Zeit hat, die Soldaten abzuziehen und Berufung einzulegen.

Der Sender CNN schreibt unter Berufung auf drei Quellen aus der Strafverfolgung, der Tatverdächtige habe die Nationalgardisten bewusst ins Visier genommen. Er habe zuerst auf einen Soldaten geschossen, der wenige Meter von ihm entfernt stand, und dann auf einen zweiten gezielt, der versuchte, sich hinter einer Bushaltestelle in Sicherheit zu bringen. Der Tatverdächtige zeigt sich demnach bislang nicht kooperativ gegenüber den Ermittlern und soll zum Zeitpunkt der Festnahme keine Ausweispapiere bei sich getragen haben.

Es ist zu diesem Zeitpunkt offenbar doch nicht klar, ob die beiden Nationalgardisten nach dem Angriff tatsächlich ihren Verletzungen erlegen sind. Patrick Morrisey, der Gouverneur von West Virginia, schreibt nun auf X, es gebe „widersprüchliche Berichte“ zum Zustand der beiden Soldaten. Man werde „zusätzliche Informationen“ bereitstellen, sobald man genauere Angaben habe. Zwanzig Minuten vorher hatte Gouverneur Morrisey auf seinem Kanal den Tod der beiden Nationalgardisten bekanntgegeben.

Vizepräsident J.D. Vance spricht auf dem Militärstützpunkt Fort Campell in Kentucky, wo er Thanksgiving verbringen wird, zu Militärangehörigen. Man kenne das Motiv des Täters noch nicht, sagt Vance. „Es gibt vieles, das wir noch nicht herausgefunden haben.“ Doch der Angriff sei eine „düstere Erinnerung“ an die Risiken, denen Soldaten ausgesetzt seien, egal ob im aktiven Dienst, in der Reserve oder in der Nationalgarde. Er bitte alle diejenigen, die gläubig seien, um ein Gebet für die beiden Nationalgardisten.

Laut dem Gouverneur von West Virginia sind beide Nationalgardisten ihren Verletzungen erlegen. Patrick Morrisey schreibt in einem Beitrag auf X, die beiden tapferen Männer aus West Virginia „haben ihr Leben im Dienst für ihr Land verloren“. Man stehe angesichts der Ermittlungen in ständigem Kontakt mit den Bundesbehörden. „Unser ganzer Bundesstaat trauert mit den Familien, Angehörigen und der Nationalgarde.“ Laut Medienberichten sind derzeit 180 Nationalgardisten aus West Virginia in Washington stationiert.

Nach Angaben der „New York Times“ wurde im Weißen Haus im Zuge des Angriffs zunächst die Alarmstufe „Condition Red“ ausgerufen, die potenzielle Lebensgefahr signalisiert. Damit gelten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen: die Mobilisierung von Ressourcen für den Notfall, ein eingeschränkter Zugang zu Gebäuden und eine verstärkte Überwachung zum Beispiel. Inzwischen soll die Alarmstufe zu orange herabgestuft worden sein, was immer noch ein hohes Risiko bedeutet. Der Präsident und andere ranghohe Berater befinden sich derzeit jedoch nicht im Weißen Haus. Trump verbringt Thanksgiving am Donnerstag in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida und hat Washington am Dienstagnachmittag verlassen.

Donald Trump äußert sich auf seiner Plattform „Truth Social“ zu dem Angriff. Das „Tier“, das zwei Nationalgardisten angegriffen habe, sei „schwer verletzt“, aber werde so oder so „einen sehr hohen Preis“ dafür zahlen. Die beiden Soldaten seien schwer verletzt und würden in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt. Weiter schreibt Trump, er stehe als Präsident der Vereinigten Staaten hinter dem Militär und den Strafverfolgungsbehörden. Sie alle seien „großartige“ Menschen.

Einen Tag vor Thanksgiving sind in der Nähe des Weißen Hauses in Washington zwei Soldaten der Nationalgarde durch Schüsse verletzt worden. Das bestätigte Heimatschutzministerin Kristi Noem am Mittwochnachmittag auf der Plattform X. Laut Feuerwehr wurden drei Personen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben des \"Wall Street Journal\" handelte es sich bei der dritten Person um den Tatverdächtigen. Die örtliche Polizei schrieb auf X, es bestehe keine Gefahr mehr. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Der Gesundheitszustand der Nationalgardisten war zunächst nicht bekannt. Aus dem Weißen Haus hieß es, Präsident Donald Trump, der sich über Thanksgiving in Florida aufhält, sei über den Vorfall informiert worden. Man verfolge die „tragische Situation\". Der Angriff ereignete sich knapp zehn Minuten vom Weißen Haus entfernt in der Innenstadt von Washington. Truppen der Nationalgarde aus mehreren Bundesstaaten sind seit Monaten in der amerikanischen Hauptstadt stationiert. Sie sind Teil des von Trump angeordneten Kampfs gegen angeblich übermäßige Gewalt in amerikanischen Großstädten.

US-Präsident Donald Trump will die Teilnahme Südafrikas am G20-Gipfel im kommenden Jahr in den USA verhindern. Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social, auf seine Anweisung hin werde Südafrika keine Einladung für das Treffen im Dezember 2026 in Miami erhalten. Der US-Präsident warf Südafrika erneut vor, einen „Genozid“ an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden. Trump kritisierte außerdem, das Land habe sich am Ende des jüngsten G20-Gipfels vor wenigen Tagen in Johannesburg geweigert, den jährlich wechselnden G20-Vorsitz symbolisch an einen hochrangigen Vertreter der US-Botschaft zu übergeben. Der US-Präsident hatte bei dem Gipfel in Südafrika gefehlt, auch Vize JD Vance kam nicht. Auch in dem Kontext hatte Trump dem Land ohne Beweise vorgeworfen, dass dort weiße Farmer verfolgt und getötet würden.Im Herbst machte Trump bekannt, dass der G20-Gipfel in Florida ausgerichtet wird - und zwar in einem seiner eigenen Golfresorts. Trump hob hervor: Die Luxusanlage „Doral“ bei Miami liege ganz in der Nähe eines Flughafens und sei „die beste Location“ für den Gipfel im Dezember 2026. Geld werde das hinter dem Golfresort stehende Unternehmen nicht verdienen.

Ein Richter im US-Bundesstaat Georgia hat das letzte noch laufende Strafverfahren gegen Präsident Donald Trump wegen versuchter Wahlbeeinflussung eingestellt und damit die Bemühungen beendet, ihn dafür strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Seit seiner Wiederwahl sind damit drei Anklagen gegen Trump gescheitert. Auch enge Vertraute wie Rudy Giuliani und Mark Meadows waren in dem Verfahren angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Anklage zuvor fallen gelassen und dies damit begründet, dass es nicht illegal sei, Wahlergebnisse anzuzweifeln.In dem Verfahren ging es um Versuche Trumps und seiner Verbündeten, seine Wahlniederlage gegen den Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl im Jahr 2020 im Bundesstaat Georgia zu kippen. Die ursprüngliche Anklage war von der Bezirksstaatsanwältin Fani Willis erhoben worden. Sie war im vergangenen Jahr von dem Fall abgezogen worden, nachdem ihr eine romantische Beziehung zu einem Kollegen vorgeworfen worden war. Daraufhin übernahm Staatsanwalt Peter Skandalakis, der nun die Einstellung des Verfahrens beantragte, den Fall.  Aus dem Verfahren ging ein offizielles Polizeifoto von Trump in einem blauen Anzug mit roter Krawatte hervor, ein sogenannter Mug Shot, – es ist zum Symbol seiner Anhänger geworden. Im Falle eines Schuldspruchs in dem Verfahren in Georgia hätte sich der Präsident nicht selbst begnadigen können. Das Verfahren in Georgia war eines von vier Strafverfahren gegen Trump. Da es vor einem Gericht eines Bundesstaates stattfand und nicht vor einem Bundesgericht, hätte sich Trump im Falle einer Verurteilung nicht selbst begnadigen können. Nur in einem New Yorker Fall kam es in Zusammenhang mit einer Schweigegeldzahlung an einen Pornostar zu einem Prozess, in dem er schuldig gesprochen wurde. Trump hat dagegen Berufung eingelegt. 

Die Migrationsbehörde ICE hat eine Frau aus dem familiären Umfeld von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt festgenommen. Die Mutter von Leavitts Neffen sei aus der Stadt Revere in Massachusetts nach Louisiana in eine ICE-Abschiebe-Einrichtung gebracht worden, berichteten US-Medien. Die Frau habe mit Leavitts Bruder Michael einen Sohn aus einer vergangenen Beziehung.Ein Anwaltsteam, das hinter der Frau steht, will dagegen vorgehen. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es von der Kanzlei über die Frau: „Wir kämpfen dafür, dass sie aus ihrer verfassungswidrigen Inhaftierung entlassen wird.“ Sie habe keine Erklärung erhalten, warum sie festgenommen worden sei. Die Frau werde in ihren Rechten verletzt. Die Sprecherin des Weißen Hauses selbst äußerte sich nicht zu dem Fall. Ein Mitarbeiter der US-Regierung bestätigte gegenüber dem Lokalsender WBUR die familiäre Verbindung.

Der einflussreiche demokratische US-Senator Edward Markey hat Präsident Donald Trump eindringlich davor gewarnt, nach 33 Jahren wieder Atomwaffentests aufzunehmen. Ein solcher Schritt könne ein gefährliches Wettrüsten mit den Atommächten Russland und China auslösen, schrieb Markey in einem Brief an Trump. Der Präsident hatte Ende Oktober über soziale Medien angekündigt, die Vorbereitungen für Atomwaffentests unverzüglich wieder aufzunehmen. Die USA haben seit 1992 keine explosiven Atomtests mehr vorgenommen.

Erika Kirk, die Witwe des erschossenen rechten US-Aktivisten Charlie Kirk, hat eine Unterstützung ihrer konservativen Jugendorganisation Turning Point für eine Präsidentschaftskandidatur von JD Vance bekundet. In einem der letzten Gespräche, die sie mit ihrem Mann geführt habe, habe dieser betont, wie sehr er den derzeitigen Vizepräsidenten Vance bei einer möglichen Kandidatur im Jahr 2028 unterstützen wolle, sagte Erika Kirk der Journalistin Megyn Kelly in einem Interview. Die Sender ABC und CNN zitierten aus dem Interview, dass die Unterstützung von Turning Point für Vance bei einer möglichen Präsidentschaftskandidatur 2028 „in Arbeit“ sei.