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24.01.2026
17:59 Uhr
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Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

US-Präsident Donald Trump droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen, um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit des Nachbarlands mit China zu verhindern. Sollte Kanada einen Deal mit China schließen, werde das Land umgehend mit einem 100-Prozent-Zollsatz auf alle kanadischen Waren, die in die USA importiert werden, belegt, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Wenn Kanadas Premierminister Mark Carney glaube, Kanada zu einem „Umschlagplatz“ für China zu machen, damit chinesische Waren in die USA kommen, irre er sich gewaltig. Trump nannte Carney „Gouverneur“ – er stellt Kanada schon lange immer wieder als US-Bundesstaat dar. Ein Gouverneur leitet einen Bundesstaat. Unlängst war Carney nach Peking gereist und kündigte danach mehr Zusammenarbeit mit China an. Beide Seiten vereinbarten konkrete Schritte im Handel. Einer Mitteilung der kanadischen Regierung zufolge nahm Ottawa einen Teil seiner Zölle auf chinesische Elektroautos zurück. Im Gegenzug habe China zugesagt, Handelshemmnisse für kanadische Agrarprodukte wie Raps abzubauen.
NATO-Verbündete der USA weisen Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump über den gemeinsamen Afghanistan-Einsatz entschieden zurück. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die Bundeswehr in diesem Zusammenhang verteidigt. „Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“. „Für diesen Mut und den hochprofessionellen Einsatz ist Deutschland unserer Bundeswehr sehr dankbar.“ Trump hatte am Freitag die Bedeutung der Truppen aus NATO-Partnerstaaten für den Afghanistan-Einsatz relativiert. „Sie werden sagen, dass sie einige Truppen nach Afghanistan geschickt haben“, sagte er über die Verbündeten im Sender Fox News. „Und das haben sie auch, aber sie blieben etwas zurück, etwas abseits der Front.“ Zugleich wiederholte der US-Präsident seine Behauptung, dass kein NATO-Land den USA zu Hilfe kommen würde, falls es darum gebeten würde. Am Samstag hat sich auch Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, die wegen Trumps Grönland-Drohungen aktuell ohnehin ein angespanntes Verhältnis mit Washington hat, eingeschaltet: „Es ist inakzeptabel, dass der US-Präsident das Engagement der verbündeten Soldaten in Afghanistan in Frage stellt“, schieb sie auf der Plattform Facebook. Dänemark sei im internationalen Afghanistan-Einsatz eines der NATO-Länder mit den höchsten Verlusten gewesen, betonte die Regierungschefin. Der dänische Veteranenverband teilte mit, ihm fehlten die Worte.Auch der britische Premierminister Keir Starmer hat Trump ungewöhnlich stark kritisiert: Seine Äußerungen seien beleidigend und entsetzlich, sagte er in einer Videoaufnahme. „Es überrascht mich nicht, dass sie im ganzen Land so viel Leid verursacht haben.“ Er wolle in erster Linie den 457 gefallenen britischen Soldaten Respekt zollen, die in Afghanistan bei dem Einsatz ums Leben gekommen seien. Zahlreiche britische Veteranen, die in Afghanistan im Einsatz waren (unter ihnen auch Prinz Harry), äußerten sich öffentlich schockiert von Trumps Relativierung. NATO-Chef Mark Rutte hatte Trumps Äußerungen zur NATO bei einem bilateralen Treffen mit dem Präsidenten diese Woche in Davos zurückgewiesen. „Ich habe gestern und heute etwas von Ihnen gehört – Sie waren sich nicht ganz sicher, ob die Europäer den USA zu Hilfe kommen würden, wenn Sie angegriffen würden. Lassen Sie mich Ihnen sagen – das werden sie. Und das haben sie in Afghanistan getan, wie Sie wissen.“Doch auch nach der Kritik der NATO-Partner bekräftigte das Weiße Haus die eigene Position: „Präsident Trump hat absolut Recht – die Vereinigten Staaten von Amerika haben mehr für die NATO getan als alle anderen Länder des Bündnisses zusammen“, sagte Taylor Rogers, eine Sprecherin.
Der US-Bundesstaat Kalifornien will die Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch nach dem Austritt der USA demonstrativ fortsetzen. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom, ein Widersacher von Präsident Donald Trump, kündigte die Teilnahme an einem Netzwerk von Institutionen zur schnellen Erkennung und Bekämpfung von Gesundheitsgefahren von internationaler Bedeutung an. Die WHO koordiniert dieses Netzwerk namens GOARN (Global Outbreak Alert and Response Network). Newsom setzt damit ein weiteres Zeichen in seiner Opposition zu Trump. Was die kalifornische Regierung allerdings genau vorhat, ist unklar. Denn in dem Netzwerk sind Fachinstitute und Organisationen vertreten, keine Staaten oder Regierungen. „Die Teilnahme an GOARN steht gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen weltweit und auf allen Ebenen offen, die ein Interesse an der Förderung der GOARN-Vision haben und in der Lage sind, zu Warn- und Reaktionsmaßnahmen bei Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beizutragen“, heißt es auf der Webseite.
Ein halbes Jahr nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan zur Beendigung des Konflikts um Nagornyj Karabach hat US-Präsident Donald Trump für Februar einen Besuch von Vizepräsident JD Vance in beiden Ländern angekündigt. Vance werde beide Kaukasusstaaten besuchen, um die „Friedensbemühungen“ der USA fortzusetzen und die „Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand“ voranzutreiben, schrieb Trump am Freitag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Trump nahm damit auf eine mit dem englischen Namen „Trump Road for International Peace and Prosperity“ (kurz: TRIPP) bezeichnete Straßen- und Eisenbahnverbindung Bezug. Sie soll über das Staatsgebiet Armeniens verlaufen, um das Kernland Aserbaidschans mit der Exklave Nachitschewan zu verbinden.
Die US-Armee will die innere Sicherheit und die Abschreckung Chinas priorisieren und Verbündete in Europa und anderswo nur noch eingeschränkt unterstützen. Das geht aus einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Strategiepapier des Pentagon hervor. „Da sich die US-Streitkräfte auf die Verteidigung ihres eigenen Gebiets und den indopazifischen Raum konzentrieren, werden unsere Verbündeten und Partner in anderen Regionen die Hauptverantwortung für ihre eigene Verteidigung übernehmen“, heißt es in dem Papier.Dabei würden die Verbündeten von den US-Streitkräften eine „entscheidende, aber begrenztere Unterstützung erhalten“.Die Nationale Verteidigungsstrategie (NDS) der USA für das Jahr 2026 stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Politik des Pentagon dar. Die unter dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden veröffentlichte vorherige Verteidigungsstrategie bezeichnete China als wichtigste Herausforderung Washingtons und Russland als „akute Bedrohung“. Das neue Dokument fordert hingegen „respektvolle Beziehungen“ zu Peking – ohne dabei das mit den USA verbündete Taiwan zu erwähnen, das China als sein Gebiet beansprucht – und beschreibt die Bedrohung durch Russland als „anhaltend, aber beherrschbar“.Genau wie die im Dezember veröffentlichte nationale Sicherheitsstrategie von US-Präsident Donald Trump setzt auch die Verteidigungsstrategie Lateinamerika ganz oben auf die Agenda: Das Pentagon „wird die militärische Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre wiederherstellen. Wir werden sie nutzen, um unser Heimatland und unseren Zugang zu wichtigen Gebieten in der gesamten Region zu schützen“, heißt es in dem Papier.
Die US-Regierung erwägt Medienberichten zufolge verschiedene Optionen, um auf einen Regierungswechsel in Kuba hinzuwirken. Zur Diskussion stehe etwa eine vollständige Blockade der Ölimporte in dem sozialistischen Karibikstaat, berichtet das Nachrichtenportal „Politico“ unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Personen. Einige Kritiker der Regierung in Havanna innerhalb des Teams von US-Präsident Donald Trump sind demnach für eine solche Eskalation, die auch US-Außenminister Marco Rubio unterstütze.Dem Bericht zufolge gibt es aber noch keine Entscheidung, ob eine solche Maßnahme tatsächlich umgesetzt werden soll. Es handelt sich demnach um eine mögliche Maßnahme, die Trump vorgelegt werden könnte, um ein Ende der aktuellen Regierung herbeizuführen. Es gebe auch Diskussionen innerhalb der US-Regierung, ob ein solcher Schritt überhaupt notwendig wäre – angesichts dessen, dass die kubanische Wirtschaft durch den Verlust venezolanischen Öls ohnehin schon stark angeschlagen sei.Nach Informationen des „Wall Street Journal“ sucht Trumps Regierung nach Personen im Umfeld der kubanischen Regierung, die dabei helfen könnten, einen Deal auszuhandeln, um die Regierung in Havanna bis Ende des Jahres zu stürzen. In der US-Regierung gebe es noch keinen konkreten Plan, aber die Einschätzung, dass die kubanische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch stehe und die Regierung noch nie so schwach gewesen sei wie aktuell – nach dem Sturz des verbündeten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro.
Prinz Harry fordert Respekt von US-Präsident Donald Trump für die Opfer der amerikanischen Nato-Verbündeten in Afghanistan. Das machte der jüngere Sohn von König Charles III. in einer ungewöhnlich scharf formulierten Mitteilung deutlich.US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit abfälligen Äußerungen zu Nato-Truppen in Afghanistan für Aufruhr in Großbritannien und Polen gesorgt. In einem Interview des Senders Fox News behauptete Trump, dass die USA das Verteidigungsbündnis niemals gebraucht hätten. Mehrere Nato-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch „etwas abseits der Frontlinien“ geblieben, so der US-Präsident.Das veranlasste den Afghanistan-Veteranen Harry nun wohl dazu, seine bisherige Zurückhaltung in Äußerungen zum US-Präsidenten aufzugeben. Er wies darauf hin, dass die USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als einziger Nato-Staat jemals den Bündnisfall ausgerufen hatten. Zum Afghanistan-Einsatz sagte er: „Ich habe dort gedient, ich habe Freunde fürs Leben gemacht. Und ich habe Freunde verloren. Das Vereinigte Königreich allein hat 457 Militärangehörige verloren.“ Tausende Leben seien für immer verändert worden, Eltern hätten ihre Kinder begraben müssen und Kinder ihre Eltern verloren. „Diese Opfer verdienen, dass man mit Wahrhaftigkeit und Respekt über sie spricht (...)“, so der Royal weiter.
Die USA haben neue Sanktionen gegen Iran verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen neun Schiffe der sogenannten Schattenflotte und acht zugehörige Firmen, wie das US-Finanzministerium am Freitag mitteilte. Die Schiffe und ihre Eigentümer oder Verwaltungsfirmen mit Sitz in Indien, im Oman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen iranisches Öl und Erdölprodukte im Wert von Hunderten Millionen Dollar auf ausländische Märkte transportiert haben. „Die heutigen Sanktionen zielen auf eine entscheidende Komponente, mit der Iran die Mittel erwirtschaftet, die zur Unterdrückung des eigenen Volkes eingesetzt werden“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stimmt im Konflikt um Grönland die Bevölkerung der Arktisinsel auf ernste Zeiten ein und sichert ihnen die Solidarität ihrer Regierung zu. Bei einem Besuch in der grönländischen Hauptstadt Nuuk sagte Frederiksen zum Sender DR, sie sei in erster Linie dort, „um der grönländischen Bevölkerung unsere starke Unterstützung aus Dänemark zu zeigen. Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit.“Zusammen mit dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen wolle sie sich auf den „diplomatischen, politischen Weg“ vorbereiten, den die beiden Länder in dieser „ernsten Lage“ weiterverfolgen werden, sagte Frederiksen zu DR. Frederiksen war direkt vom EU-Sondergipfel in die grönländische Hauptstadt gereist.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist am Freitag zu einem Besuch in Grönland eingetroffen und in Nuuk vom grönländischen Regierungschef Jens Frederik Nielsen empfangen worden. Zuvor hatte sie in Brüssel NATO-Chef Mark Rutte getroffen. Dieser teilte danach mit, man werde die Zusammenarbeit weiter ausbauen, um die Abschreckung und Verteidigung in der Arktis zu verbessern. Das dänische Verteidigungsministerium teilte zuvor mit, die verstärkte militärische Präsenz in Grönland werde bis zum Ende des Jahres fortgesetzt. Offiziell nehmen die Soldaten dort an der Mission „Arctic Endurance“ teil, mit der die Sicherheit in der Arktis erhöht werden soll. Tatsächlich aber diente die Entsendung wohl auch dazu, den Preis für einen möglichen amerikanischen Angriff – den Präsident Donald Trump lange nicht ausgeschlossen hatte – auf Grönland zu erhöhen. Unter Berufung auf den Einsatzbefehl berichtete der dänische Rundfunk, die Streitkräfte seien angewiesen worden, die Insel militärisch zu verteidigen, sollten sie von den USA angegriffen werden. Aus dem Befehl geht demnach auch hervor, dass die Soldaten mit scharfer Munition nach Grönland entsandt wurden.
Während Donald Trump in Davos die Schlagzeilen bestimmte, war sein Vizepräsident unterwegs, um die Botschaft der Regierung unters Volk zu bringen, dass es den Amerikanern gut gehe. Eine Passage seiner Rede in Toledo im Bundesstaat Ohio am Donnerstag sorgte nun für Spott. Darin hatte er die amerikanische Wirtschaft mit der Titanic gleichgesetzt. Mit der Analogie wollte Vance wohl die aktuelle Krise der Lebenshaltungskosten in den USA erklären. „Die Demokraten sprechen viel über die Krise der Bezahlbarkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und ja, es gibt eine Krise der Bezahlbarkeit, die durch die Politik von Joe Biden verursacht wurde“, sagte Vance zunächst. Dann folge das Schlüsselzitat: „Die Titanic lässt sich nicht über Nacht wenden. Es braucht Zeit, um zu reparieren, was kaputtgegangen ist.“ „Man wendet die Titanic überhaupt nicht“, schrieb der Gouverneur des Bundesstaates Illinois, J.B. Pritzker auf der Plattform X.
Die Auseinandersetzung der Vereinigten Staaten mit Dänemark und anderen europäischen Staaten wegen der Arktisinsel Grönland hat in der Öffentlichkeit den Konflikt mit Iran überlagert. Der iranische Sicherheitsapparat hat eigenen Angaben zufolge nun ausländische Geheimdienstnetzwerke zerschlagen. In diesem Zusammenhang seien 735 Menschen festgenommen oder vorgeladen worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung des Geheimdiensts der Revolutionsgarden.In seiner Erklärung warf der Geheimdienst Irans Gegnern USA und Israel vor, auf eine Zersplitterung der geographischen Einheit Irans abzuzielen. Beide Länder sollen einen Kommandoraum im Land eingerichtet haben, um ihren Plan zu verfolgen. Dieser sei eine Fortsetzung des zwölftägigen Kriegs, den Israel und die USA im Juni 2025 gegen Iran geführt hatten. Belege für einen solchen Plan liegen nicht vor.Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, eine „riesige Flotte“ sei auf dem Weg in die Gewässer nahe Iran. Bereits Ende der Vorwoche hatten amerikanische Medien über die Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln und begleitender Schiffe berichtet. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, warnte vor einem Angriff: Die Streitkräfte stünden „mit dem Finger am Abzug“.Im Juni 2025 hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und gemeinsam mit den USA Ziele aus der Luft bombardiert, darunter Atomanlagen, militärische sowie zivile Einrichtungen in weiten Landesteilen. Seitdem wird regelmäßig über eine neue militärische Eskalation spekuliert. Die jüngsten Massenproteste in Iran mit Tausenden Toten stellt die Führung in Teheran als ausländische Verschwörung dar.
Nach der vorläufigen Einigung mit den Vereinigten Staaten im Grönlandstreit haben NATO-Generalsekretär Mark Rutte und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sich für ein stärkeres Engagement der Allianz in der Arktis ausgesprochen. Dänemark und die NATO „werden auf unserer Zusammenarbeit aufbauen, um Abschreckung und Verteidigung in der Arktis zu stärken“, erklärte Rutte nach einem Treffen mit Frederiksen in Brüssel am Freitag auf der Plattform X. Dänemark erhöhe seine Investitionen, um „noch mehr“ für die gemeinsame Sicherheit zu tun, schrieb Rutte. Frederiksen erklärte ebenfalls auf X: „Die Verteidigung und Sicherheit in der Arktis ist eine Angelegenheit des gesamten Bündnisses.“
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat eine Einladung an Kanadas Ministerpräsident Mark Carney zu seinem „Friedensrat“ zurückgezogen. Darüber informierte Trump in der Nacht auf Freitag einem knappen Post auf seiner Online-Plattform Truth Social, ohne einen Grund dafür zu nennen. Am Donnerstag hatte Trump dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos ein Gründungsdokument des Gremiums unterzeichnet, in dem Kritiker einen Angriff auf die Vereinten Nationen sehen. Carney hielt in Davos eine Rede, die von vielen als Kampfansage an Trump aufgefasst wurde. Das amerikanisch geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei, sagte Carney. Trump nannte er dabei nicht beim Namen, Beobachter gingen aber davon aus, dass er vor allem ihn im Sinne hatte.Trump selbst fühlte sich von Carneys Rede offensichtlich auch angesprochen: Die USA seien immer sehr großzügig mit Kanada gewesen, sagte der amerikanische Präsident in Davos. Trotzdem habe sich Carney bei seiner Rede nicht sehr dankbar gezeigt. „Kanada existiert dank der Vereinigten Staaten, denken Sie daran, Mark, wenn Sie sich das nächste Mal äußern“, sagte Trump.