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20.01.2026
16:06 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Die USA haben in der Karibik einen weiteren Öltanker aufgebracht. Das Motorschiff „Sagitta“ habe sich der von US-Präsident Donald Trump verhängten Blockade für sanktionierte Tanker widersetzt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Die USA seien entschlossen zu sichern, dass nur ordnungsgemäß und rechtmäßig koordiniertes Öl das südamerikanische Land Venezuela verlässt, hieß es weiter. Laut Southcom verlief der Einsatz erneut „ohne Zwischenfälle“.Die USA haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine „vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela“ zu verhängen.
Donald Trump wird für das Weltwirtschaftsforum in die Schweiz reisen. Was er sich für die dortigen Gespräche über Grönland erhofft, lesen Sie hier:
US-Präsident Donald Trump hat mögliche „Fehler“ der Einwanderungspolizei ICE eingeräumt. Der Tod der unbewaffneten Autofahrerin Renee Nicole Good in Minneapolis vor rund zwei Wochen sei „eine Tragödie“, sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington, ohne Good namentlich zu nennen. Er habe sich schrecklich gefühlt, als er von ihrem Tod erfahren habe, sagte der Präsident weiter – zumal ihr Vater „ein enormer Trump-Fan“ gewesen sei. „Ich hoffe, er sieht das immer noch so“, fügte er hinzu. Die Trump-Regierung hatte Good als „inländische Terroristin“ dargestellt, die von einem Polizisten aus Notwehr mit drei Schüssen getötet worden sei, nachdem sie ihn „überfahren“ habe. Videoaufnahmen zeigen allerdings, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten wegsteuerte.Trump hatte eine harte Gangart gegen Migranten ohne Papiere und gegen Demonstranten in demokratisch regierten Bundesstaaten wie Minnesota angeordnet. Dabei würden die ICE-Polizisten „manchmal einen Fehler machen, das kann passieren“, betonte er. „Sie haben es mit harten Menschen zu tun“, sagte Trump zur Begründung.
Nach der Abgabe ihrer Friedensnobelpreis-Medaille hat US-Präsident Donald Trump der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado eine mögliche Rolle in ihrem Heimatland in Aussicht gestellt. „Vielleicht können wir sie in irgendeiner Weise beteiligen“, sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington. „Ich würde das liebend gerne tun.“Trump nannte Machado eine „unglaublich nette Frau“, die vor einigen Tagen eine „unglaubliche Sache gemacht“ habe. Er spielte darauf an, dass die Friedensnobelpreisträgerin ihm bei einem Empfang im Weißen Haus vergangenen Donnerstag ihre Medaille als Zeichen ihrer Anerkennung überreicht hatte.
Am Vorabend seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat sich der amerikanische Präsident Donald Trump abermals als Retter der NATO präsentiert. Ohne ihn „gäbe es die NATO jetzt nicht“, schrieb Trump am Dienstag auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Sie wäre im Aschehaufen der Geschichte gelandet.“ Das sei traurig, aber wahr. Trump kündigte zudem kurzfristig eine Pressekonferenz im Weißen Haus an (13 Uhr Ortszeit, 19 Uhr MEZ). Wenige Stunden später wollte er zum Weltwirtschaftsforum in Davos aufbrechen, wo er am Mittwoch eine Rede halten wird. Anschließend will er dort mehrere Staats- und Regierungschefs treffen. Dabei soll es auch um die US-Pläne einer Übernahme der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel Grönland gehen.
Dass Donald Trump persönlich an ihn gerichtete Nachrichten als Screenshot über seine Online-Plattform Truth Social mit der Welt teilt, überrascht immer wieder – neu ist es allerdings nicht. Am Dienstag veröffentlichte er Textnachrichten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, in denen dieser ein Treffen der großen westlichen Industrienationen (G7) mit Vertretern der Ukraine, Dänemarks, Syriens und Russlands in Paris vorschlägt. Kurz darauf erschien auf dem Truth-Social-Account des US-Präsidenten auch eine private Nachricht von NATO-Generalsekretär Mark Rutte. In dieser heißt es: „Herr Präsident, lieber Donald – was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. (...) Ich bin entschlossen, einen Weg für Grönland zu finden. Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.“ Ruttes Nachricht kurz vor den Gesprächen auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos, an denen auch Trump teilnehmen soll, erinnern an ähnliche Schmeicheleien vor einem NATO-Gipfel, die Trump im Juni 2025 an die Öffentlichkeit brachte. Seinerzeit hatte er Ruttes Glückwünsche zum damaligen US-Vorgehen im Iran geteilt. Genauso fand eine Privatnachricht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im September 2024 über Truth Social ihren Weg an die Weltöffentlichkeit.
Donald Trump hat auf seiner Online-Plattform Truth Social eine Fotomontage veröffentlicht, mit der er seine Ambitionen unterstreicht, neben Grönland auch Kanada unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen zu wollen. Das Bild zeigt ihn im Oval Office gemeinsam mit europäischen Staats- und Regierungschefs vor einer Karte, auf der neben den USA auch Venezuela, Grönland und Kanada mit der amerikanischen Flagge überzogen sind. Trump hatte wiederholt den Gedanken geäußert, Kanada könne eines Tages der 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney wies entsprechende territoriale Bestrebungen im vergangenen Mai deutlich zurück. Auf dem Originalbild hatten sich unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im August mit Trump im Oval Office getroffen und über den Krieg in der Ukraine gesprochen.
Der amerikanische Präsident hat London „große Dummheit“ vorgeworfen – wegen einer Vereinbarung, die er einmal gut fand. Inmitten der Grönlandkrise attackierte Donald Trump verbal den NATO-Partner Großbritannien für eine strategische Entscheidung im Indischen Ozean. Die nach langen Verhandlungen vereinbarte Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius sei „ein Akt großer Dummheit“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zudem sei es „ein weiterer“ Grund, warum Grönland an die USA übergeben werden müsse.Die Briten hatten die Chagos-Entscheidung im Mai 2025 bekannt gegeben. Für die für Trump entscheidende Insel Diego Garcia, auf der ein gemeinsam von Großbritannien und den USA genutzter Militärstützpunkt liegt, gilt allerdings eine Ausnahme. Die Insel soll trotz der Souveränität Mauritius’ noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben. Die US-Regierung hatte die Vereinbarung im vergangenen Jahr ausdrücklich begrüßt.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat beklagt, dass die USA zwei russische Mitglieder der Besatzung des Tankers „Marinera“ noch nicht freigelassen hätten. „Wir erwarten, dass unsere amerikanischen Kollegen ihr Versprechen erfüllen“, sagte Lawrow am Dienstag. Die amerikanische Küstenwache hatte den zur sogenannten Schattenflotte zählendenden Tanker, der als „Bella 1“ unter US-Sanktionen steht, am 7. Januar nach einer gut zweiwöchigen Verfolgung aus der Karibik im Nordatlantik aufgebracht. Dabei war eigens der Flaggenstaat von Panama auf Russland geändert und russische Kriegsschiffe waren zu seiner Begleitung geschickt worden. Zwei Tage danach teilte das russische Außenministerium mit, der amerikanische Präsident Donald Trump habe entschieden, auf Moskaus Ersuchen hin die russischen Besatzungsmitglieder zu befreien, und man habe dafür „der amerikanischen Führung“ gedankt. Letztere hatte dies nicht bestätigt. Die Besatzung soll sich Ankündigungen zufolge wegen Sanktionsverstößen in den USA gerichtlich verantworten. Laut Medienberichten besteht sie neben den beiden Russen aus sechs Georgiern, unter ihnen der Kapitän, 17 Ukrainern und drei Indern.
Der stellvertretende chinesische Premierminister, He Lifeng, hat sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für den internationalen Güter- und Warenaustausch starkgemacht, wie F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger berichtet. „Zoll- und Handelskriege haben keine Gewinner“, sagte He auf dem Wirtschaftstreffen in den Schweizer Bergen. China trete für eine multilaterale Handelsordnung sein, in der große Länder nicht von Privilegien profitieren und kleine Länder schikanieren sollten. Für die anderen Länder sei China ein Partner, aber kein Rivale. Andere Wahrnehmungen beruhten auf Missverständnissen, die durch Zusammenarbeit aus der Welt geräumt werden könnten. Auch wenn He die Vereinigten Staaten indirekt mehrfach kritisierte, zeigte er kein Interesse an einer Eskalation. Im vergangenen Jahr hätten die Handelsbeziehungen mit Washington Höhen und Tiefen erlebt, sagte er, aber es sei gelungen, durch Verhandlungen das Verhältnis zwischen den beiden Ländern stabil zu halten. Der Vizepremierminister ist der ranghöchste Repräsentant Chinas in Davos, während 65 andere Länder mit Staats- oder Regierungschefs vertreten sind.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich für eine gemeinsame Lösung für Grönland ausgesprochen, wie F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger vom Weltwirtschaftsforum aus Davos berichtet. Die Europäische Union teile die Ansicht der Vereinigten Staaten über die verteidigungspolitischen Anforderungen in der Arktis, sagte von der Leyen in Davos. „Wir betrachten die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als Partner, sondern als Freunde“, betonte die Kommissionspräsidentin. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle seien ein Fehler, besonders unter jahrzehntelangen Partnern. Es gebe ein Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Wenn sich Freunde die Hand schüttelten, müsse dies eine Bedeutung haben.In jedem Falle sei aber die Zeit gekommen, ein neues, unabhängiges Europa zu schaffen. „Wir müssen den jetzigen geopolitischen Wandel als dauerhaft ansehen“, sagte von der Leyen. „Nostalgie wird uns die alte Ordnung nicht zurückbringen.“ Daher müsse auch der Wandel zu einem unabhängigen Europa dauerhaft sein. Darüber bestehe heute auch ein Konsens. Das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten betrachtet von der Leyen als einen Beleg für den europäischen Ansatz, fairen Handel statt Zöllen und nachhaltige Beziehungen über Ausbeutung zu stellen. Die EU werde Handelsabkommen mit anderen Ländern, darunter Indien und Indonesien, anstreben. „Europa wählt die Welt, und die Welt wählt Europa“, betonte von der Leyen. Europa müsse seine Unabhängigkeit auch verteidigen. Dies zeige der kräftige Anstieg der Militärausgaben und die Entstehung vielversprechender Start-up-Unternehmen in der Branche. Dies wäre vor einiger Zeit unvorstellbar gewesen. Die Kommissionspräsidentin erinnerte an den Zusammenbruch des amerikanisch dominierten Währungssystems von Bretton Woods vor gut einem halben Jahrhundert. Damals seien die Institutionen dieses internationalen Systems erschüttert worden. Europa habe nach anfänglicher Unsicherheit daraus gelernt und stärker zusammengefunden. Diese Erfahrung benötige nun eine Wiederholung.
Geburtstagsgrüße, die US-Präsident Donald Trump vor mehr als 20 Jahren an den verurteilten und mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geschrieben haben soll, sind in der US-Hauptstadt Washington als große Installation aufgetaucht. Eine Gruppe, die sich „The Secret Handshake\" nenne, habe die etwa drei Meter hohe Reproduktion auf der National Mall – der Promenade zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial – aufgestellt, berichtete der US-Sender CNN. Epsteins Geburtstag ist am 20. Januar.Die als Karte inszenierte Installation zeigt auf der rechten Seite den Geburtstagsgruß, den Trump seinerzeit geschrieben haben soll, umrahmt von einem gezeichneten Frauenkörper und der Unterschrift „Donald\" ungefähr auf der Höhe des Intimbereichs. Trump wies bereits nach dem Auftauchen von Kopien der Karte zurück, Urheber zu sein.Auf der linken Seite der Karte steht: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, du ,großartiger Kerl'!\" Die Installation sei am Sonntag aufgetaucht und habe die Erlaubnis, bis zum 23. Januar dort zu stehen, schrieb CNN unter Berufung auf die Gruppe. Zu ihr oder ihrer Motivation wurde nichts bekannt.
US-Finanzminister Scott Bessent sieht Europa trotz der Auseinandersetzung um Grönland weiter als Verbündeten der USA. Die NATO-Mitgliedschaft der Amerikaner stehe nicht infrage, man bemühe sich gemeinsam um ein Ende des Ukrainekriegs. „Natürlich ist Europa ein Verbündeter“, sagte Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Aber das bedeutet nicht, dass wir keine Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft Grönlands haben können.“ Der Finanzminister zeigte sich optimistisch für eine Lösung des neuen Zollstreits. „Entspannt euch. Ich bin zuversichtlich, dass die Staats- und Regierungschefs die Situation nicht eskalieren lassen werden“, sagte er. Er rechne mit einem Ergebnis, „das für alle, für die nationale Sicherheit, für die USA und für Europa sehr positiv ist“.
In Grönland ist am Montagabend eine größere Gruppe dänischer Soldaten eingetroffen, darunter der Armeechef Peter Boysen. Um wie viele Soldaten es sich genau handelt, ist unklar. Das dänische Verteidigungsministerium gab an, es handele sich um einen „wesentlichen Beitrag“. Am Samstag, also vor dem Eintreffen der Verstärkung, hatte der Chef des Arktischen Kommandos, Generalmajor Søren Andersen, dem grönländischen Sender KNR gesagt, es befänden sich mindestens 100 Soldaten in Nuuk und 100 Soldaten in Kangerlussuaq. Letzteres ist eine grönländische Siedlung im Westen der Insel. Die Soldaten sind demnach Teil der Übung „Arctic Endurance”, zu der auch andere NATO-Staaten eine kleinere Anzahl Soldaten entsandt haben. Unklar ist auch, wie lange die Übung andauern wird. Dem dänischen Verteidigungsministerium zufolge geht es um den Schutz der kritischen Infrastruktur. Vor dem Hintergrund der Drohungen des amerikanischen Präsidenten, Grönland zu übernehmen, gilt die Entsendung der Soldaten aber auch als Signal an Amerika. Der Chef des Arktischen Kommandos, Andersen, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Dänemark habe die USA zur Teilnahme an den Militärübungen in Grönland eingeladen.