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14.01.2026
20:22 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Außer Norwegen und Schweden sendet auch Deutschland erste Soldaten nach Grönland. Das gab das Verteidigungsministerium in Berlin am Mittwochabend bekannt. Schon am Donnerstag soll das Team aus 13 Soldaten nach Nuuk aufbrechen. Ziel sei es, Rahmenbedingungen zur Sicherung der Region zu erkunden. Dänemark hatte am Dienstag angekündigt, seine eigene Präsenz deutlich zu verstärken.
Mit einem KI-generierten Bild von Schlittenhunden hat das Weiße Haus noch während des Spitzengesprächs zum Grönlandkonflikt die unnachgiebige Haltung von Präsident Donald Trump bekräftigt. „Welchen Weg?“, wird auf der Plattform X zu dem Bild gefragt, die jeweils zwei von Hunden gezogene Grönlandschlitten zeigt – einer ist auf dem Weg Richtung Weißes Haus, einer Richtung China und Russland. Über dem Weißen Haus scheint die Sonne, über dem Kreml und der Chinesischen Mauer wütet ein Gewitter. Trump hat mehrmals gesagt, dass Schlittenhunde zur Verteidigung der Arktis nicht ausreichten. https://x.com/WhiteHouse/status/2011476301060702329?s=20
Die Vereinigten Staaten haben einem Bericht zufolge 2025 erstmals seit 50 Jahren eine Nettoabwanderung verzeichnet. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Denkfabrik Brookings Institution war die Zahl der Menschen, die die USA verließen, höher als die der Zugewanderten. Die Nettomigration lag demnach 2025 nahe null oder war negativ – „das erste Mal seit mindestens einem halben Jahrhundert“.Die Autoren warnten vor negativen Folgen für die US-Wirtschaft. Ein Rückgang der Migration führe zu einem geringeren Beschäftigungswachstum sowie zu einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Konsumausgaben, erklärten sie. Dem Bericht zufolge lag die Nettomigration in den USA im vergangenen Jahr zwischen minus 10.000 und minus 295.000. Dieser Trend werde sich 2026 voraussichtlich fortsetzen. Die Autoren begründeten die Entwicklung mit den „radikalen Veränderungen in der Migrationspolitik“ im ersten Jahr der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Seit dessen Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar 2025 haben die Vereinigten Staaten ihre Visaregeln verschärft. Darüber hinaus ordnete Trump Massenabschiebungen von Zugewanderten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis an.
Beamte der US-Bundespolizei FBI haben die Wohnung einer Reporterin der „Washington Post“ durchsucht. Die Maßnahme steht nach Angaben der Zeitung selbst und der „New York Times“ im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Regierungsangestellten. Dieser soll Geheimdienstberichte unerlaubt mit nach Hause genommen und weitergegeben haben, hieß es den Medienberichten zufolge im Durchsuchungsbefehl.Die Journalistin, Hannah Natanson, soll bei der Durchsuchung anwesend gewesen sein. Ermittler beschlagnahmten demnach ihr Mobiltelefon, zwei Laptops – darunter ein Arbeitsgerät – sowie eine Smartwatch. Die Ermittler hätten ihr mitgeteilt, so schreibt die „Washington Post“, dass sich die Untersuchung nicht gegen sie richte, sondern gegen einen Systemadministrator aus dem Bundesstaat Maryland mit einer Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe. Er soll nach Angaben der Ermittler klassifizierte Dokumente in seinem Keller und an anderen Orten in seinem Haus aufbewahrt haben.Medien kritisieren den Vorfall scharfDie „Washington Post“ kritisierte, Durchsuchungen von Reporterwohnungen seien selbst im Kontext von Datenleck-Ermittlungen äußerst ungewöhnlich und aggressiv. Der Vorfall werfe Fragen zur Pressefreiheit in den USA auf, hieß es beim US-Sender CNN.Die betroffene Journalistin hatte demnach im vergangenen Jahr intensiv über die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump berichtet, Bundesbedienstete zu entlassen oder politisch neu auszurichten. Dabei hätten sich zahlreiche Regierungsangestellte mit Sorgen, Wut und Angst an sie gewandt, berichten US-Medien. Solche Maßnahmen gegen Journalisten könnten eine abschreckende Wirkung auf Hinweisgeber haben, befürchten Experten Medienberichten zufolge. Das FBI äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang.Regierung verteidigt den Einsatz US-Justizministerin Pamela Bondi verteidigte das Vorgehen. Auf der Plattform X erklärte sie, die Durchsuchung sei auf Antrag des Verteidigungsministeriums erfolgt. Die Journalistin habe klassifizierte und illegal weitergegebene Informationen eines Pentagon-Auftragnehmers erhalten und darüber berichtet. Der mutmaßliche Informant befinde sich inzwischen in Haft. Die Regierung werde illegale Leaks von Geheimdokumenten nicht tolerieren, da diese ein erhebliches Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellten.
Die Umsetzung des Gaza-Friedensplans geht nach Angaben der Vereinigten Staaten in die zweite Phase. Darin gehe es um die Entwaffnung der Hamas, die Einsetzung einer technokratischen Übergangsregierung und den Beginn des Wiederaufbaus des Gazastreifens, teilte der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff auf X mit. Die USA erwarteten von der islamistischen Hamas, dass sie ihren Verpflichtungen vollständig nachkomme, einschließlich der sofortigen Rückgabe der letzten toten Geisel. Falls sie dem nicht nachkomme, werde das schwerwiegende Konsequenzen haben, warnte Witkoff.
Schweden schickt auf Anfrage Dänemarks Soldaten nach Grönland für die Militäroperation „Arctic Endurance“. Mehrere Offiziere der schwedischen Streitkräfte würden an diesem Mittwoch eintreffen, teilte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson auf X mit. Gemeinsam würden sie die nächsten Schritte im Rahmen der dänischen Übung vorbereiten. Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sagte am Mittwochabend in Kopenhagen, Vertreter mehrerer Verbündeter seien derzeit auf dem Weg nach Grönland. Zuvor hatte Dänemark bereits Soldaten und Material nach Grönland geschickt. Das dänische Verteidigungsministerium teilte dazu mit, ab heute werde es eine verstärkte Militärpräsenz in und um Grönland geben - in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten. Ziel sei es, die Fähigkeit zu trainieren, unter den besonderen arktischen Bedingungen zu operieren, und die Präsenz der Allianz in der Arktis zum Nutzen der europäischen und transatlantischen Sicherheit zu stärken. Die Mission wird in der Mitteilung als „natürliche Fortsetzung\" der Übungen von 2025 dargestellt, doch dürfte sie im Zusammenhang mit den neuerlichen Vorwürfen und Drohungen Donald Trumps in Richtung Dänemark stehen.
Die Regierung will einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche die Visavergabe für Besucher aus 75 Ländern aussetzen. Betroffen seien Menschen unter anderem aus Russland, Iran, Afghanistan, Brasilien, Thailand, Nigeria und Somalia, berichtete der Sender Fox News am Mittwoch. Die Entscheidung solle am 21. Januar in Kraft treten. Der Sender berief sich auf eine Anweisung des Außenministeriums an seine Botschaften. Diese sollten demnach Visaanträge auf Grundlage bestehender Gesetze ablehnen, während das Ministerium seine Verfahren überprüfe. Ein Zeitrahmen der Aussetzung wurde nicht genannt. Vom Außenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.Präsident Donald Trump verfolgt eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Im November hatte er angekündigt, die Einwanderung aus allen Ländern, die er der Dritten Welt zuordne, dauerhaft auszusetzen. Zuvor hatte ein afghanischer Staatsbürger in der Nähe des Weißen Hauses in Washington ein Mitglied der Nationalgarde erschossen.
Kurz vor einem Krisentreffen im Weißen Haus zum Thema Grönland hat Dänemark angekündigt, seine Militärpräsenz auf der Arktis-Insel ab sofort zu verstärken. Die Armee setze „von heute an“ Einheiten zu Übungen auf der Insel ein, erklärte das dänische Außenministerium am Mittwoch. Dies werde in nächster Zeit „zu einer verstärkten Militärpräsenz in und um Grönland führen“. Dazu zähle die Präsenz von Flugzeugen, Schiffen und Soldaten, darunter von NATO-Verbündeten.Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit Sicherheitsinteressen in der Arktis begründet. Am Dienstag hatte er bekräftigt, Grönland müsse „in den Händen der Vereinigten Staaten liegen“ und erklärt, alles andere sei „inakzeptabel“.
Der Abzug von Personal aus der amerikanischen Al-Udaid-Luftwaffenbasis in Qatar hat Sorge hervorgerufen, das könnte ein Zeichen für einen möglichen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sein. Eine gut informierte Quelle in Doha bestätigte übereinstimmende, sich auf Diplomaten berufende Medienberichte, laut denen einigen Mitarbeitern auf dem Stützpunkt empfohlen wurde, diesen zu verlassen. Das sei „besorgniserregend“, hieß es in der qatarischen Hauptstadt weiter. Die Bedeutung sei aber nicht genau abzuschätzen. Die Regierung des Emirats veröffentlichte eine Stellungnahme, in der es hieß, solche Maßnahmen seien eine Reaktion auf „gegenwärtige regionale Spannungen“. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen Diplomaten mit den Worten, es handle sich indes nicht um eine angeordnete Evakuierung.Der Vorgang weckte Erinnerungen an die amerikanischen Luftangriffe gegen Einrichtungen des iranischen Atomprogramms im vergangenen Jahr. Seinerzeit wurden mehr als eine Woche vor der amerikanischen Militäraktion Mitarbeiter und ihre Familien aus amerikanischen Stützpunkten im Nahen Osten in Sicherheit gebracht. Als Reaktion auf die amerikanischen Luftangriffe führte Iran einen Raketenangriff gegen die Basis von Al Udaid durch, den größten amerikanischen Militärstützpunkt im Nahen Osten.Die Sorge vor einem amerikanischen Angriff auf Ziele in Iran hatte wegen wiederholter Drohungen von Präsident Donald Trump zuletzt zugenommen. Der Luftwaffenkommandeur der iranischen Revolutionswächter verkündete, das Militär seines Landes befinde sich auf dem „Höhepunkt seiner Verteidigungsbereitschaft“ und sei bereit, „jeder Aggression entgegenzutreten“. Ein hoher iranischer Funktionär teilte Reuters mit, Teheran habe die Länder der Region gewarnt, Iran werde im Falle eines Angriffs Washingtons amerikanische Militärstützpunkte attackieren. Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Washingtons wichtigster arabischer Verbündeter, versuchen Washington von einem möglichen Angriff abzubringen, wie das „Wall Street Journal“ berichtete.
Für einen Ford-Mitarbeiter, der Präsident Donald Trump am Dienstag als „Pädophilen-Beschützer“ bezeichnet hatte, sind auf einer Spendenseite schon fast 175.000 Dollar zusammengekommen. TJ Sabula hatte bei einem Besuch des Präsidenten in einem Werk des Autoherstellers in Michigan diesem seine Meinung zugerufen. Trump zeigte daraufhin auf ihn und formte mit dem Mund die Worte „Fuck you“. Außerdem zeigte er ihm den Mittelfinger.Auf der Spendenplattform Gofundme ist nun ein Aufruf zu Gunsten Sabulas erschienen. Darin heißt es, er sei von seinem Arbeitsplatz suspendiert worden. Das Geld solle dem „Patrioten TJ Sabula“ helfen, „ein paar Rechnungen zu bezahlen“. Außerdem solle der Aufruf Trump dazu zwingen, die Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu veröffentlichen.Die Epstein-Affäre schwelt seit Trumps Amtsantritt. Viele seiner Anhänger fordern schon seit Jahren die Veröffentlichung der Ermittlungsakten, da sie annehmen, dass dort Namen von Mittätern genannt werden. Erst hatte Trump sich geweigert, sie freizugeben. Im November 2025 unterschrieb er jedoch ein Gesetz, welches das Justizministerium zur Veröffentlichung binnen eines Monats verpflichtete. Zwar kamen im Dezember tatsächlich neue Dokumente an die Öffentlichkeit, amerikanische Medien berichteten jedoch, das sei nur rund ein Prozent der vorliegenden Akten gewesen. Epstein war jahrelang ein Wegbegleiter von Trump, da beide in den selben gesellschaftlichen Kreisen unterwegs waren.
Angesichts der amerikanischen Besitzansprüche auf Grönland ist eine künftige Unabhängigkeit der Arktik-Insel von Dänemark aus Sicht ihres Regierungschefs Jens-Frederik Nielsen derzeit kein Thema. „Der Zeitpunkt ist nicht gekommen, um darüber zu sprechen“, sagte Nielsen am Mittwoch vor grönländischen Journalisten kurz vor einem Krisentreffen zu Grönland im Weißen Haus. „Es ist nicht der richtige Moment, mit unserem Recht auf Selbstbestimmung zu spielen, wenn ein anderes Land davon spricht, uns zu annektieren.“ Nielsen betonte, dies bedeute nicht, dass die Grönländer „keine Pläne für die Zukunft“ hätten. Im Moment seien die Bewohner der autonomen Arktis-Insel jedoch „Teil des Königreichs“ Dänemark und stünden „geschlossen hinter ihm“. Dies sei „in dieser ernsten Situation äußerst wichtig“.
Deutschland wird anders als Frankreich angesichts der Ansprüche des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf Grönland derzeit kein Konsulat auf der autonomen dänischen Insel eröffnen. Für die Vertretung der Deutschen vor Ort sei nach wie vor die Botschaft in Kopenhagen zuständig, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin auf Anfrage. Deutschland werde aktuell auch von einem Honorarkonsul in Grönland vertreten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.
US-Präsident Donald Trump hat vor einem Treffen des dänischen Außenministers mit Vizepräsident J.D. Vance noch einmal bekräftigt, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen brauchten. Die Insel sei unverzichtbar für den geplanten „Golden Dome“, einen Raketenabfangschirm. „Die NATO wird viel mächtiger und effektiver, wenn Grönland in den Händen der Vereinigten Staaten liegt. Alles andere ist inakzeptabel“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.Wie sich Trump den ambitionierten Raketenabwehrschirm „Golden Dome“ vorstellt, lesen Sie hier:
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Streit um Grönland vor einer „Kettenreaktion“ gewarnt. „Sollte die Souveränität eines europäischen und verbündeten Landes beeinträchtigt werden, wären die Kettenreaktionen beispiellos“, sagte Macron nach Angaben von Regierungssprecherin Maud Bregeon am Mittwoch während einer Kabinettssitzung. Frankreich verfolge die Lage mit größter Aufmerksamkeit und handle „in voller Solidarität mit Dänemark und dessen Souveränität“, fügte er demnach hinzu.