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08.02.2026
09:03 Uhr
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Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump aktuell: Aktuelle News & Nachrichten von heute ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Iran besteht auf Uran-AnreicherungNach abermaligen Verhandlungen mit den USA macht Iran deutlich, dass es seine Uran-Anreicherung nicht aufgeben möchte. Entsprechend äußerte sich Außenminister Abbas Araghtschi. „Warum bestehen wir so sehr auf der Anreicherung (von Uran) und weigern uns, darauf zu verzichten, selbst wenn uns ein Krieg aufgezwungen wird? Weil niemand das Recht hat, uns unser Verhalten vorzuschreiben“, sagte er am Sonntag auf einem Forum in Teheran, zwei Tage nach neuen Atomgesprächen mit den USA im Oman. Für sein „friedliches Atomprogramm und seine Uran-Anreicherung“ habe der Iran „einen sehr hohen Preis bezahlt“.Die Entsendung von US-Militärschiffen in die Region schrecke den Iran nicht ab, sagte Araghtschi weiter. „Wir sind ein Volk der Diplomatie, wir sind auch ein Volk des Krieges“, drohte er. Dies bedeute jedoch nicht, „dass wir den Krieg suchen“.
Kardinal Cupich kritisiert Trumps Anti-Einwanderungspolitik Chicagos Kardinal Blase Cupich hat das Vorgehen der US-Regierung gegen Einwanderung kritisiert. Es werde Schrecken verbreitet „in einer Stadt, in der nicht nur Einwanderer, sondern die gesamte Bevölkerung sich durch die Art und Weise terrorisiert fühlt, wie hier Razzien durchgeführt werden“, sagte Cupich in einem am Samstag verbreiteten Video-Interview der Zeitung „El País“, ohne Regierungschef Donald Trump namentlich zu erwähnen. Auch die Morde in Minneapolis schürten die Empörung der Menschen, so der Kardinal.Selbst Priester seien aufgrund ihrer Hautfarbe von Kräften der Einwanderungsbehörden festgenommen und aufgefordert worden, ihre Staatsbürgerschaft nachzuweisen und ihre Papiere vorzuzeigen. „Das ist wirklich unerhört“, so Cupich. Auf die Frage, dass auch eine Mehrheit der US-Katholiken 2024 für Trump gestimmt habe, sagte der Chicagoer Erzbischof, es gebe auch Umfragen, nach denen „eine große Gruppe von US-Amerikanern, die für Trump gestimmt haben, die Methoden in Frage stellen, mit denen er seine Einwanderungspolitik vorantreibt“.
Trump will umstrittene Fusion von FernsehkonzernenDonald Trump hat sich öffentlich für eine geplante Fusion des lokalen Fernsehsenderbetreibers Nexstar Media mit seinem kleineren Konkurrenten Tegna ausgesprochen. „Wir brauchen mehr Wettbewerb gegen DEN FEIND, die Fake News der nationalen Fernsehsender“, schrieb der US-Präsident in einem Beitrag in den sozialen Medien. „BRINGT DIESES GESCHÄFT ZUM ABSCHLUSS!“ Nexstar hatte im vergangenen Jahr eine Übernahme von Tegna für 3,54 Milliarden Dollar angekündigt. Durch den Zusammenschluss würde der größte Betreiber von regionalen Fernsehsendern in den USA entstehen.Mit seiner Äußerung vom Samstag schlägt Trump einen anderen Ton an als noch im November. Damals hatte er einen Vorschlag zur Aufhebung der Besitzobergrenze für lokale Fernsehsender kritisiert. Diese Maßnahme ist eine Voraussetzung für die Übernahme von Tegna durch Nexstar. Nun deutete Trump jedoch an, dass bestimmte Fusionen wie die von Nexstar und Tegna den Einfluss der größten Fernsehsender verringern könnten.
Dänemark glaubt an Einigung mit USA bezüglich GrönlandIn den Verhandlungen mit den USA im Grönland-Konflikt glaubt der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen an eine Einigung, die die territoriale Integrität und Selbstbestimmung der Arktisinsel nicht verletzt. Nach wiederholten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, die Insel zu annektieren, hatten die USA, Dänemark und Grönland vor einigen Wochen diplomatische Gespräche über die Zukunft des Landes begonnen.„Wir haben von Anfang an klargemacht, dass jede Lösung unsere roten Linien respektieren muss“, sagte Lars Løkke Rasmussen bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. „Trotzdem haben wir Diskussionen begonnen. Das sehe ich als klares Zeichen, dass es möglich ist, eine Lösung zu finden, die unsere roten Linien respektiert.“Grönland sei nach dem ersten Treffen aber „noch nicht da, wo wir gerne sein wollen“, sagte die grönländische Ministerin für äußere Angelegenheiten, Vivian Motzfeldt. „Es ist ein langer Weg, deshalb ist es zu früh zu sagen, wo wir enden.“Motzfeldt und Rasmussen hatten sich am Samstag in Nuuk mit ihrer kanadischen Amtskollegin Anita Anand getroffen. Zuvor hatte Kanada dem Fernsehsender DR zufolge am Freitag – wie auch Frankreich – ein Konsulat in Grönland eröffnet. Das neue kanadische Konsulat nannte Rasmussen am Samstag einen „Neuanfang“ und eine „gute Möglichkeit, unsere bereits existierende Zusammenarbeit zu stärken“.
Iran droht mit Vergeltungsschlägen auf US-MilitärstützupunkteIran hat für den Fall eines US-Angriffs mit Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Militärstützpunkte im Nahen Osten gedroht. Dies sei nicht als Angriff auf die Länder zu verstehen, in denen die US-Basen stünden, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Samstag dem Sender Al Jazeera. „Es wäre nicht möglich, amerikanischen Boden anzugreifen, aber wir werden ihre Stützpunkte in der Region ins Visier nehmen.“ Es gebe einen großen Unterschied zwischen einem Angriff auf Nachbarländer und auf dort stationierte US-Basen.
US-Ministerium beendet Kooperation mit HarvardDas US-Verteidigungsministerium beendet seine Zusammenarbeit mit der Elite-Universität Harvard. Soldaten würden künftig nicht mehr für Studienprogramme nach Harvard geschickt, kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag (Ortszeit) an. Die Regierung wirft Harvard und anderen Elite-Hochschulen des Landes vor, von linksgerichteten Anschauungen geprägt zu sein.
Trump verurteilt rassistisches Obama-VideoUS-Präsident Donald Trump hat ein rassistisches Video verurteilt. In dem auf seinem Account in den sozialen Medien veröffentlichten Beitrag wurden sein Vorgänger Barack Obama und dessen Frau Michelle als Affen dargestellt. Auf die Frage von Reportern, ob er das Video verurteile, antwortete Trump am Freitag: „Ja, selbstverständlich.“ Der Beitrag war nach heftiger Kritik gelöscht worden.Trump erklärte, er habe sich nur den Anfang des Videos angeschaut, in dem es um angeblichen Wahlbetrug gegangen sei. Anschließend habe er es Mitarbeitern zum Teilen übergeben.
Trump lobt „sehr gute Gespräche“ mit IranDie indirekten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Oman sind laut US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. „Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über Iran, Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen“, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten auf dem Flug zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Die nächste Gesprächsrunde werde „Anfang der kommenden Woche“ stattfinden.Zuvor hatte bereits der iranische Außenminister Abbas Araghtschi das Klima bei den Verhandlungen in der omanischen Hauptstadt Maskat als „sehr positiv“ bezeichnet.
Öl aus Russland: Trump streicht Strafzölle gegen IndienUS-Präsident Donald Trump streicht die Strafzölle gegen Indien, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte. Der im August eingeführte Strafzollsatz von 25 Prozent auf Waren, die aus Indien in die Vereinigten Staaten importiert werden, wird ab Samstag (US-Zeit) nicht mehr erhoben, wie aus einem Dekret des Republikaners hervorgeht.Trump begründete die Abkehr von den Strafzöllen damit, dass das bevölkerungsreichste Land der Erde Schritte unternommen habe, um den Import von russischem Öl einzustellen. Indien habe auch zugesagt, Energieprodukte aus den USA zu beziehen. Vonseiten der indischen Regierung gibt es bislang keine offizielle Bestätigung für einen solchen Importstopp.
Trump droht mit Strafzöllen gegen Irans HandelspartnerIm Konflikt mit Iran hat US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen gegen Handelspartner des Landes gedroht. Wie aus einer Anordnung des Republikaners hervorgeht, sollen Zölle auf Importe in die USA erhoben werden können, die aus Ländern stammen, die Waren oder Dienstleistungen aus Iran beziehen. Konkrete Ländernamen nannte er nicht, als Beispiel für die Höhe der Zölle nannte er 25 Prozent. Es handelt sich bei den angedrohten Zöllen somit um eine Option, die sich die USA vorbehalten. Das Dekret führt ein System ein, um solche zusätzlichen Zölle gegen Handelspartner Irans erheben zu können, wie das Weiße Haus erläuterte.
Trump löscht rassistisches Video über Obamas nach heftiger KritikNach scharfer Kritik – auch aus der eigenen Partei – hat Donald Trump ein Video mit einer rassistischen Darstellung Barack und Michelle Obamas von seiner Plattform gelöscht. Eine KI-Montage hatte das Gesicht des ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten und seiner Ehefrau auf Affenkörpern im Urwald gezeigt. Der kurze Clip erschien mit einer Melodie aus dem Lied „The Lion Sleeps Tonight“ am Ende eines eine Minute langen Videos. In dem wurde die widerlegte Behauptung Trumps wiederholt, es habe in der Präsidentenwahl 2020 Wahlbetrug gegeben. Neben vielen Demokraten äußerte sich auch Tim Scott, der einzige schwarze Republikaner im Senat und üblicherweise ein Verteidiger Trumps, am Freitag entsetzt über das Video. Scott schrieb auf X, er „bete, dass es sich um einen Fake handelt, denn das ist das Rassistischste, was ich jemals aus diesem Weißen Haus gehört habe“. Er forderte den Präsidenten auf, den Beitrag zu löschen. Auch der republikanische Abgeordnete Mike Lawler schrieb auf X, Trump müsse das Video sofort löschen und sich entschuldigen. Ob es Absicht oder ein Versehen gewesen sei – „der Beitrag des Präsidenten ist falsch und unglaublich beleidigend“.
Frankreich und Kanada eröffnen Konsulate auf GrönlandVor dem Hintergrund des vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump bekundeten Anspruchs auf Grönland haben Frankreich und Kanada diplomatische Vertretungen in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eröffnet. Frankreich werde damit das erste EU-Land, das ein Generalkonsulat in Grönland habe, erklärte das französische Außenministerium am Freitag. „Wenn es eine Krise gibt, dann organisieren wir uns, um präsent zu sein“, sagte der französische Generalkonsul Jean-Noël Poirier der Nachrichtenagentur AFP kurz vor seiner Amtsübernahme. Seine wichtigste Aufgabe sei es, die Position der Grönländer zu verstehen. Frankreich sei bereit, die Einheimischen zu unterstützen, „wenn sie und die dänische Seite dies wünschen“, fügte er hinzu. Die Eröffnung eines Konsulats auf der zu Dänemark gehörenden autonomen Insel sei ein „politisches Signal, verbunden mit dem Willen, in Grönland stärker präsent zu sein“, hatte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot zuvor betont. Den Schritt hatte Präsident Emmanuel Macron bereits im vergangenen Sommer während seines Grönland-Besuchs angekündigt. Kanada hatte seinerseits bereits 2024 die Eröffnung eines Generalkonsulats in Aussicht gestellt, lange vor der jüngsten Krise, in der Trump zeitweise sogar mit militärischer Gewalt gedroht hatte, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen. Die Eröffnung der diplomatischen Vertretungen sei in jedem Fall eine Botschaft an Trump, „dass seine Aggressivität gegenüber Grönland und Dänemark nicht nur eine Angelegenheit für Grönland und Dänemark ist, sondern auch für die europäischen Verbündeten und für Kanada“, sagte Ulrik Pram Gad, Arktisspezialist am Dänischen Institut für Internationale Studien.
USA-Iran-Gespräche finden indirekt stattDie Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben nach iranischer Darstellung in einem indirekten Format begonnen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sei auf dem Weg zu einem zweiten Treffen mit seinem omanischen Gegenüber Badr al-Bussaidi, berichtete eine Korrespondentin des Staatsfernsehens aus der omanischen Hauptstadt Maskat. Zuvor hatte das omanische Staatsfernsehen den Beginn der Gespräche knapp vermeldet.Das Außenministerium in Maskat teilte mit, al-Bussaidi habe sich jeweils separat mit Araghtschi sowie der amerikanischen Delegation um den Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. „Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)“, hieß es in der Mitteilung. Ob es am Freitag auch noch zu direkten Verhandlungen zwischen Araghtschi und Witkoff kommt, blieb zunächst unklar.Laut eines Berichts des „Wall Street Journals“ unter Berufung auf amerikanische Regierungskreise soll an den Gesprächen auch der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, teilnehmen. Iran sieht darin den Versuch einer „Machtdemonstration“, wie das Onlineportal Nur-News berichtete. „Das Einbringen der militärischen Komponente erhöht das Risiko und die Kosten der Verhandlungen; die Verantwortung dafür liegt bei den USA“, hieß es in einem Bericht.
Trump bot Bundesmittel gegen UmbenennungenDer amerikanische Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge die Freigabe von eingefrorenen Infrastruktur-Geldern daran geknüpft, dass ein Flughafen und ein wichtiger Bahnhof nach ihm umbenannt werden. Unter Berufung auf ungenannte Informanten berichteten die Sender CNN und NBC am Donnerstag, dass Trump den demokratischen Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, für die Namensänderung der Penn Station in New York und des Dulles Airport in Washington gewinnen wollte.Im Gegenzug wollte Trump Bundesmittel in Milliardenhöhe für ein Bauprojekt in den von den Demokraten regierten Bundesstaaten New York und New Jersey freigeben. Schumer wies das Angebot demnach aber zurück.Laut CNN bot Trump Schumer den Deal im vergangenen Monat an. Bei dem Bauprojekt geht es um einen Tunnel, der New York und New Jersey verbinden soll. Die beiden demokratischen Bundesstaaten klagen derzeit auf die Freigabe von 16 Milliarden Dollar (rund 13,6 Milliarden Euro) an eingefrorenen Bundesmitteln, die für den Bau vorgesehen waren.Der New Yorker Abgeordnete Jerry Nadler bezeichnete Trumps Anregung zu der Namensänderung als eine „Erpressungsmasche“.Trumps Vorgehen, Gebäuden durch Namensänderungen seinen Stempel aufzudrücken, ist beispiellos. Gebäude und Infrastrukturprojekte werden normalerweise nach verstorbenen Präsidenten benannt – oder solchen, deren Amtszeit vorbei ist. Trumps neuer Vorstoß reiht sich ein in die Namensänderung des renommierten Kennedy Centers in Washington in Trump-Kennedy Center im vergangenen Jahr. Inzwischen treibt Trump den Bau eines Independence Arch (Unabhängigkeitsdenkmal) ähnlich dem Arc de Triomphe in Paris sowie den Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus voran, für den der traditionsreiche Ostflügel des Hauses weichen musste. Das Finanzministerium hat zudem Berichte bestätigt, wonach Entwürfe für eine Gedenkmünze im Wert von einem Dollar angefertigt wurden, auf der Trumps Abbild prangt.