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15.01.2026
07:45 Uhr
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Liveticker zu US-Wahl 2024: Aktuelle News & Nachrichten zu den Vorwahlen und den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten ► Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

Eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf eine Autofahrerin durch Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis hat ein Beamter der Behörde in der Stadt einem Venezolaner ins Bein geschossen. Der Bundesbeamte habe den „defensiven“ Schuss abgegeben, „um sein Leben zu verteidigen“, nachdem ein „illegaler Einwanderer aus Venezuela“ sich der Festnahme widersetzt habe, schrieb das US-Heimatschutzministerium am Mittwoch (Ortszeit) bei X.Die Behörden der Stadt im von den Demokraten regierten US-Bundesstaat Minnesota riefen die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben. „Wir verstehen, dass es Wut gibt“, erklärten die Behörden bei X. „Die Stadt Minneapolis fordert abermals, dass ICE die Stadt und den Bundesstaat sofort verlässt“, fügten sie hinzu.
Knapp zwei Wochen nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro haben US-Präsident Donald Trump und Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ein längeres Telefonat geführt. Rodríguez schrieb am Mittwoch im Onlinedienst Telegram von einem „langen, produktiven und höflichen Gespräch“, das von „gegenseitigem Respekt“ geprägt gewesen sei. Trump hatte kurz zuvor von einem „großartigen“ Telefonat mit Rodríguez gesprochen. Es handelte sich um das erste bekannte direkte Gespräch der beiden.„Wir hatten ein langes Telefonat“, sagte Trump weiter und fügte an: „Wir haben über vieles gesprochen und ich meine, wir kommen sehr gut mit Venezuela klar.“ Rodríguez bezeichnete er als „fantastisch“.
Donald Trump hegt nach eigenen Angaben vorerst keine Pläne, den Chef der Notenbank Fed, Jerome Powell, trotz strafrechtlicher Ermittlungen zu entlassen. Er sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es sei zu früh, um zu sagen, was er letztendlich tun werde. Trump deutete an, er sei geneigt, entweder den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh oder den Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, als Nachfolger für Powell zu nominieren. US-Finanzminister Scott Bessent schloss er für die Rolle aus. Er werde in den nächsten Wochen eine Entscheidung bekanntgeben.Hintergrund ist eine Untersuchung des Justizministeriums gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen bei einem 2,5 Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt am Hauptsitz der Fed. Powell, der die Untersuchung am Sonntag öffentlich gemacht hatte, sprach von einem Vorwand, um ihn unter Druck zu setzen. Wichtige republikanische Senatoren sowie ausländische Wirtschaftsvertreter und Investoren kritisierten den Schritt als eine Politisierung der Geldpolitik. Trump wies die Kritik zurück. „Das ist mir egal“, sagte er. „Sie sollten loyal sein. Das ist es, was ich sage.“Trump übt seit langem öffentlichen Druck auf Powell aus, den er in seiner ersten Amtszeit selbst zum Fed-Chef ernannt hatte. Er wirft ihm vor, die Leitzinsen nicht schnell oder stark genug zu senken. Die unter Experten verbreitete Ansicht, dass eine Aushöhlung der Unabhängigkeit der Zentralbank den Wert des US-Dollars untergraben und die Inflation anheizen könnte, tat er ebenfalls ab.
Die USA haben einem Regierungsvertreter zufolge die ersten Verkäufe von venezolanischem Öl auf Grundlage eines neuen Abkommens getätigt. Die Einnahmen von rund 500 Millionen Dollar würden auf Bankkonten unter der Kontrolle der US-Regierung verwahrt, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Verkäufe würden in den kommenden Tagen und Wochen erwartet. Das Hauptkonto befinde sich einer mit den Plänen vertrauten Person zufolge in Qatar. Das Land diene als neutraler Ort, an dem Gelder mit US-Genehmigung und ohne das Risiko einer Beschlagnahmung transferiert werden könnten. Das Gesamtvolumen der Vereinbarung zwischen den Regierungen in Washington und Caracas beläuft sich auf zwei Milliarden Dollar.Als Reaktion auf die Wiederaufnahme der Exporte unter US-Aufsicht fährt der venezolanische Staatskonzern PDVSA Insidern zufolge seine Ölproduktion wieder hoch. Am Montag hatten zwei Supertanker venezolanische Gewässer verlassen. Zuvor hatte ein striktes US-Embargo die Ausfuhren des Opec-Mitglieds fast vollständig zum Erliegen gebracht.
Der US-Senat hat eine Resolution blockiert, die Präsident Donald Trump Militäraktionen in Venezuela ohne Zustimmung des Kongresses untersagt hätte. Die Abstimmung am Mittwoch endete mit 51 zu 50 Stimmen, nachdem Vizepräsident JD Vance den Ausschlag gegeben hatte. Zuvor hatte Trump Druck auf Mitglieder seiner Republikanischen Partei ausgeübt, die die Vorlage unterstützt hatten. Nur drei republikanische Senatoren stimmten letztlich mit den Demokraten für die Resolution.
Die US-Botschaft in Qatar rät ihren Mitarbeitern und den Amerikanern in dem Emirat angesichts der angespannten Lage in der Region, auf nicht notwendige Fahrten zum Militärstützpunkt Al-Udeid zu verzichten. Dabei handelt es sich um die größte US-Basis im Nahen Osten, die bei einem möglichen Konflikt mit Iran wohl eine Schlüsselrolle spielen würde. Die US-Botschaft erklärte, die personelle Situation der diplomatischen Vertretung bleibe aktuell unverändert, auch konsularische Dienste würden weiter angeboten. Nach israelischen und US-Angriffen gegen sein Atomprogramm im vergangenen Jahr griff Iran auch Al-Udeid an. Dort sind Berichten zufolge normalerweise rund 10.000 US-Soldaten und ziviles Personal stationiert. Al-Udeid ist auch die Kommandozentrale des US-Militärs in der Region. Auch die US-Botschaft in Kuwait forderte Angestellte und Soldaten auf, besonders vorsichtig zu sein. Es sei für alle nicht dringend notwendigen Mitarbeiter zeitweise verboten, sich auf vier Militärstützpunkte in dem Land zu begeben.
Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen hat nach dem Treffen mit dem amerikanischen Vizepräsidenten in einem Pressestatement gesagt, er habe im Weißen Haus eine „konstruktive Diskussion“ über die Zukunft Grönlands gehabt. Die Ansichten der beiden Seiten gingen jedoch auseinander. Dänemark sei sich sicher, dass die langfristige Sicherheit Grönlands im Rahmen der gegenwärtigen Situation gesichert werden könne. Jegliche Idee, die die Souveränität Dänemarks und Grönlands nicht anerkenne, sei „total inakzeptabel“. Man sei sich einig, dass man sich nicht einig sei. Es werde nun eine ranghohe Arbeitsgruppe gebildet, die daran arbeiten solle, eine gemeinsame Grundlage zu finden, sagte Rasmussen. Diese solle sich erstmals binnen weniger Wochen treffen. Er sagte, das Gespräch sei zumindest erstmals auch eine Gelegenheit gewesen, dem amerikanischen Narrativ entgegen zu treten, dass Russland und China dabei sein, die Insel zu übernehmen. Jetzt gehe darum, „die Temperatur zu senken“.Die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt fügte hinzu, man müsse einen „Weg nach vorne finden“. Das Treffen habe sich vor allem um Sicherheit gedreht. Man habe klargemacht, was die eigenen Grenzen seien.
Mit einem KI-generierten Bild von Schlittenhunden hat das Weiße Haus noch während des Spitzengesprächs zum Grönlandkonflikt die unnachgiebige Haltung von Präsident Donald Trump bekräftigt. „Welchen Weg?“, wird auf der Plattform X zu dem Bild gefragt, die jeweils zwei von Hunden gezogene Grönlandschlitten zeigt – einer ist auf dem Weg Richtung Weißes Haus, einer Richtung China und Russland. Über dem Weißen Haus scheint die Sonne, über dem Kreml und der Chinesischen Mauer wütet ein Gewitter. Trump hat mehrmals gesagt, dass Schlittenhunde zur Verteidigung der Arktis nicht ausreichten.
Die Vereinigten Staaten haben einem Bericht zufolge 2025 erstmals seit 50 Jahren eine Nettoabwanderung verzeichnet. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Denkfabrik Brookings Institution war die Zahl der Menschen, die die USA verließen, höher als die der Zugewanderten. Die Nettomigration lag demnach 2025 nahe null oder war negativ – „das erste Mal seit mindestens einem halben Jahrhundert“.Die Autoren warnten vor negativen Folgen für die US-Wirtschaft. Ein Rückgang der Migration führe zu einem geringeren Beschäftigungswachstum sowie zu einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Konsumausgaben, erklärten sie. Dem Bericht zufolge lag die Nettomigration in den USA im vergangenen Jahr zwischen minus 10.000 und minus 295.000. Dieser Trend werde sich 2026 voraussichtlich fortsetzen. Die Autoren begründeten die Entwicklung mit den „radikalen Veränderungen in der Migrationspolitik“ im ersten Jahr der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Seit dessen Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar 2025 haben die Vereinigten Staaten ihre Visaregeln verschärft. Darüber hinaus ordnete Trump Massenabschiebungen von Zugewanderten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis an.
Beamte der US-Bundespolizei FBI haben die Wohnung einer Reporterin der „Washington Post“ durchsucht. Die Maßnahme steht nach Angaben der Zeitung selbst und der „New York Times“ im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Regierungsangestellten. Dieser soll Geheimdienstberichte unerlaubt mit nach Hause genommen und weitergegeben haben, hieß es den Medienberichten zufolge im Durchsuchungsbefehl.Die Journalistin, Hannah Natanson, soll bei der Durchsuchung anwesend gewesen sein. Ermittler beschlagnahmten demnach ihr Mobiltelefon, zwei Laptops – darunter ein Arbeitsgerät – sowie eine Smartwatch. Die Ermittler hätten ihr mitgeteilt, so schreibt die „Washington Post“, dass sich die Untersuchung nicht gegen sie richte, sondern gegen einen Systemadministrator aus dem Bundesstaat Maryland mit einer Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe. Er soll nach Angaben der Ermittler klassifizierte Dokumente in seinem Keller und an anderen Orten in seinem Haus aufbewahrt haben.
Die Umsetzung des Gaza-Friedensplans geht nach Angaben der Vereinigten Staaten in die zweite Phase. Darin gehe es um die Entwaffnung der Hamas, die Einsetzung einer technokratischen Übergangsregierung und den Beginn des Wiederaufbaus des Gazastreifens, teilte der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff auf X mit. Die USA erwarteten von der islamistischen Hamas, dass sie ihren Verpflichtungen vollständig nachkomme, einschließlich der sofortigen Rückgabe der letzten toten Geisel. Falls sie dem nicht nachkomme, werde das schwerwiegende Konsequenzen haben, warnte Witkoff.
Schweden schickt auf Anfrage Dänemarks Soldaten nach Grönland für die Militäroperation „Arctic Endurance“. Mehrere Offiziere der schwedischen Streitkräfte würden an diesem Mittwoch eintreffen, teilte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson auf X mit. Gemeinsam würden sie die nächsten Schritte im Rahmen der dänischen Übung vorbereiten. Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sagte am Mittwochabend in Kopenhagen, Vertreter mehrerer Verbündeter seien derzeit auf dem Weg nach Grönland. Zuvor hatte Dänemark bereits Soldaten und Material nach Grönland geschickt. Das dänische Verteidigungsministerium teilte dazu mit, ab heute werde es eine verstärkte Militärpräsenz in und um Grönland geben - in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten. Ziel sei es, die Fähigkeit zu trainieren, unter den besonderen arktischen Bedingungen zu operieren, und die Präsenz der Allianz in der Arktis zum Nutzen der europäischen und transatlantischen Sicherheit zu stärken. Die Mission wird in der Mitteilung als „natürliche Fortsetzung\" der Übungen von 2025 dargestellt, doch dürfte sie im Zusammenhang mit den neuerlichen Vorwürfen und Drohungen Donald Trumps in Richtung Dänemark stehen.
Die Regierung will einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche die Visavergabe für Besucher aus 75 Ländern aussetzen. Betroffen seien Menschen unter anderem aus Russland, Iran, Afghanistan, Brasilien, Thailand, Nigeria und Somalia, berichtete der Sender Fox News am Mittwoch. Die Entscheidung solle am 21. Januar in Kraft treten. Der Sender berief sich auf eine Anweisung des Außenministeriums an seine Botschaften. Diese sollten demnach Visaanträge auf Grundlage bestehender Gesetze ablehnen, während das Ministerium seine Verfahren überprüfe. Ein Zeitrahmen der Aussetzung wurde nicht genannt. Vom Außenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.Präsident Donald Trump verfolgt eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Im November hatte er angekündigt, die Einwanderung aus allen Ländern, die er der Dritten Welt zuordne, dauerhaft auszusetzen. Zuvor hatte ein afghanischer Staatsbürger in der Nähe des Weißen Hauses in Washington ein Mitglied der Nationalgarde erschossen.