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15.02.2026
20:57 Uhr
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18-Jähriger stürzt bei Big-Air-Qualifikation schwer +++ Debakel für deutsche Skispringerinnen +++ Silber und Bronze im Skeleton +++ Heraskewytsch will Helm-Fall vor Gericht bringen +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Mit einem heftigen Sturz hat Ski-Freestyler Elias Lajunen aus Finnland für einen Schreckmoment in der Big-Air-Qualifikation bei den Olympischen Spielen gesorgt. Der 18-Jährige verlor nach dem Absprung die Kontrolle und prallte mit dem Rücken auf die eisige Oberfläche. Lajunen ist der Sohn des dreimaligen Olympiasiegers und ehemaligen Nordischen Kombinierers Samppa Lajunen.Zunächst blieb Elias Lajunen regungslos liegen, dann wurde er nach einer medizinischen Behandlung und unter dem Zuspruch der Zuschauer in einem Schlitten abtransportiert. Dabei streckte er den Daumen nach oben. Lajunen nahm anschließend nicht mehr am Wettbewerb teil.Beim Big Air geht es darum, nach einem Sprung über eine große Rampe Tricks in der Luft zu zeigen und sicher zu landen. Punkte vergibt die Jury unter anderem für den Schwierigkeitsgrad, die saubere Ausführung, die Höhe und die Landung. (dpa)
Olympia 2026: Langläufer Klæbo jetzt erfolgreichster Winterolympionike
Drei Wettbewerbe, keine Medaille: Die deutschen Skisprung-Frauen haben bei den Olympischen Winterspielen eine riesige Enttäuschung erlebt. Zum Abschluss auf der Großschanze kam Agnes Reisch als beste Deutsche bei schwierigen Bedingungen auf der Großschanze auf Rang zehn, für Fahnenträgerin Katharina Schmid reichte es bei ihren letzten Spielen als 42. nicht mal für den Final-Durchgang. Zuvor gab es weder von der Normalschanze noch im Mixed-Wettbewerb Edelmetall. Das deutsche Frauen-Team blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.Olympiasiegerin wurde auf der Großschanze die Norwegerin Odine Stroem, die nach Gold auf der Normalschanze abermals jubeln konnte. Silber holte sich ihre Landsfrau Eirin Maria Kvandal. Mitfavoritin Nika Prevc aus Slowenien sicherte sich Bronze.„Dass es jetzt so endet, ist natürlich hart. Es tut sehr, sehr weh“, sagte Schmid. Die 29-Jährige wird nach der Saison ihre aktive Karriere beenden. 2018 in Pyeongchang und vier Jahre später in Peking reichte es noch zu Olympia-Silber. Im italienischen Predazzo sprang sie nur hinterher. „Ich bin hier von Anfang an mit der Schanze nicht klargekommen“, begründete Schmid ihre schwachen Platzierungen. (dpa)
Freestyle-Star Eileen Gu hat den Ski-Weltverband (FIS) für eine Terminüberschneidung bei den Olympischen Spielen kritisiert. Auf ihrem Instagram-Kanal monierte die 22-Jährige, dass das Big-Air-Finale am Montagabend (19.30 Uhr) gleichzeitig mit einem offiziellen Halfpipe-Training angesetzt worden sei. Dies habe zur Folge, dass ihr eine komplette Einheit fehlen werde.Die Chinesin habe um „faire Optionen“ gebeten, etwa um die Teilnahme an einem Training mit den Snowboardern oder eine zusätzliche Stunde individuelles Training. Diese Vorschläge seien von der FIS jedoch abgelehnt worden, schrieb sie.FIS-Kommunikationsdirektor Bruno Sassi erklärte gegenüber „The Athletic“ in einer Stellungnahme: „Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um den Athleten bei den zahlreichen FIS-Veranstaltungen einen bestmöglichen Trainings- und Wettkampfplan zu ermöglichen. Wie wir jedoch bei diesen Spielen bereits gesehen haben, können Konflikte für Athleten, die in mehreren Disziplinen und/oder mehreren Wettbewerben antreten, manchmal unvermeidbar sein.“Gu ist die einzige Athletin im Halfpipe-Feld, die zusätzlich in einer weiteren Disziplin startet. „Keine andere Frau im Halfpipe-Bereich nimmt an einer anderen Disziplin teil, und das aus gutem Grund, denn Halfpipe unterscheidet sich von Slopestyle und Big Air und erfordert entsprechend eigene Trainingszeiten“, erklärte sie.Das Erreichen eines Finals in einem der Disziplinen dürfe nicht zu einem Nachteil in einem anderen Wettbewerb führen, schrieb Gu und ergänzte: „Der Mut, als einzige Frau an drei Wettbewerben teilzunehmen, sollte nicht bestraft werden.“ Die harte Haltung der FIS sei ihrer Ansicht nach ein „völlig vermeidbares Problem“. Bislang gewann sie in Italien Silber im Slopestyle, im Big Air gehört sie zu den Medaillen-Kandidatinnen. (dpa)
Bei ihrer größten Medaillen-Ausbeute in der bisherigen Olympia-Geschichte haben die deutschen Skeleton-Athleten den goldenen Schlusspunkt knapp verpasst. Die im Einzel jeweils mit Silber dekorierten Susanne Kreher und Axel Jungk rasten zum Abschluss abermals auf Rang zwei. Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer holten mit einer Hundertstelsekunde Rückstand Bronze, nachdem sie in den Einzelrennen jeweils auch auf den dritten Platz gefahren waren.Die im Cortina Sliding Centre als letztes Mixed-Team gestarteten Favoriten Tabitha Stoecker und Matt Weston aus Großbritannien sicherten sich mit einem Vorsprung von 0,17 Sekunden den Sieg. Im Weltcup hatten die Briten zwei von vier Staffeln gewonnen.„Damit war überhaupt nicht zu rechnen“, sagte Thomas Schwab, Vorstand des deutschen Schlittenverbands BSD: „Das war eine großartige Performance unserer Skeletonis, wie sie hier in Cortina die Medaillen gesammelt haben.“ Eine goldene war nach fünf Renntagen nicht dabei, „das wäre schon schön gewesen“, bekannte Schwab: „Wir haben schon ein bisschen drauf spekuliert. Aber hey, wir müssen zufrieden sein mit dem, was wir haben. Das ist ja unfassbar.“Mit insgesamt sechs Medaillen haben die deutschen Skeletonis ihre bislang größte Medaillen-Ausbeute in der Geschichte der Winterspiele seit dem Olympia-Comeback 2002 in Salt Lake City verbucht. (dpa)
Olympia 2026: Franziska Preuß Sechste in Biathlon-Verfolgung bei Vittozzi-Sieg
Kanada hat sich im olympischen Eishockey-Turnier mit einem Torfestival für das Viertelfinale warmgeschossen. Das Starensemble um Connor McDavid und Sidney Crosby fertigte im letzten Gruppenspiel Frankreich 10:2 (3:1, 3:0, 4:1) ab und bejubelte damit den dritten klaren Sieg.Schon vor der Partie gegen Frankreich war Kanada als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Nach den Punkten zählt in der Setzliste die Tordifferenz. Kanada liegt nach den Siegen über Tschechien (5:0), die Schweiz (5:1) und die Franzosen bei +17.Nach dem 11:0 Finnlands über Gastgeber Italien ist der Sieg der Kanadier bereits der zweite zweistellige Erfolg in Mailand. Einen Sieg mit zehn oder mehr Toren hatte es bei Olympia zuletzt 1994 in Lillehammer gegeben.Die Schweiz sicherte sich hinter Kanada Platz zwei. Der Weltmeisterschaftszweite setzte sich nach Verlängerung 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) gegen Tschechien durch. (sid)
Der Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch will den juristischen Kampf gegen das IOC nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben fortsetzen. „Ich werde gemeinsam mit meinem Anwaltsteam weiterhin für meine Rechte kämpfen und bin fest davon überzeugt, dass wir diesen Fall vor Gericht bringen werden“, sagte der 27-Jährige in einem Video, das er in den sozialen Medien veröffentlichte.Heraskewytsch war kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom Internationalen Olympischen Komitee untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind.In einem Eilverfahren hatte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Entscheidung des zuständigen Weltverbands IBSF bestätigt. „Trotz der Entscheidung des Cas bin ich der festen Überzeugung, dass ich keine der mir vom IOC vorgeworfenen Verstöße begangen habe“, bekräftigte Heraskewytsch zwei Tage nach dem Cas-Urteil abermals. Er ließ offen, welche juristischen Schritte er nun unternehmen will. (dpa)
Brignone siegt im Riesenslalom, Dürr verpasst Medaille
Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam hat vor den Augen ihres Verlobten Jake Paul ihr zweites Gold bei den Olympischen Winterspielen in Italien verpasst und sich über die 500 Meter mit Silber begnügen müssen. Die 27-jährige Niederländerin musste sich sechs Tage nach ihrem Triumph über 1000 Meter ihrer siegreichen Landsfrau Femke Kok geschlagen geben. Dritte wurde Miho Takagi aus Japan.Kok, die über 1000 Meter den zweiten Platz hinter Leerdam belegt hatte, krönte sich zur ersten niederländischen Olympiasiegerin über die kürzere Sprintdistanz und lief in überragenden 36,49 Sekunden olympischen Rekord. Sophie Warmuth landete als beste Deutsche auf einem guten achten Platz. Anna Ostlender belegte Rang 27.Leerdam, die auf Instagram inzwischen mehr als sechs Millionen Follower hat, ist mit dem US-Influencer Jake Paul verlobt. Der 29 Jahre alte Trump-Anhänger hat auf Instagram sogar mehr als 28 Millionen Follower und ist auch durch seine Boxkämpfe bekannt. Ende 2025 hatte er gegen den früheren Weltmeister Anthony Joshua verloren. (dpa)
Bei den Winterspielen hat Gastgeberland Italien den eigenen Olympia-Medaillenrekord schon vor Beginn der zweiten Woche geknackt. Durch die Gold-Triumphe von Riesenslalom-Fahrerin Federica Brignone und Biathletin Lisa Vittozzi sowie Silber des Snowboardcross-Teams und Bronze in der Langlauf-Staffel steht der Gastgeber schon bei 22 Medaillen, acht davon in Gold. Das hatte es bei Winterspielen für Italien noch nie gegeben.Der bisherige Rekord stand von 1994 in Lillehammer mit sieben Goldmedaillen und insgesamt 20 Mal Edelmetall. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) hatte vor Beginn dieser Spiele in Mailand und Cortina 19 Medaillen als Ziel ausgegeben. Im Medaillenspiegel rangiert Italien zur Halbzeit der Spiele auf Platz zwei hinter Norwegen. (dpa)
Lindsey Vonn darf nach Hause: Die bei einem Sturz in der olympischen Abfahrt schwer verletzte Skirennfahrerin macht sich in Treviso für den Rückflug in die USA bereit. Das teilte Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, der Nachrichtenagentur AP mit. „Wir sind gerade dabei, das alles zu organisieren“, sagte Goldschmidt. Das medizinische Team soll die 41-Jährige auf der Heimreise begleiten. „Wir haben ein großartiges Team um sie herum, das ihr hilft, und sie wird für weitere Operationen in die USA zurückkehren.“Bei ihrem Sturz in Cortina d’Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die US-Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten. (dpa)
Snowboarderin Annika Morgan hat das Finale des olympischen Slopestyle-Wettbewerbs erreicht. Die 24-Jährige belegte in der Qualifikation den achten Platz und darf somit am Dienstag (13.00 Uhr) in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Im Big Air hatte Morgan das Weiterkommen noch knapp verfehlt.Ihr Landsmann Noah Vicktor war wie schon zuvor im Big-Air-Wettbewerb chancenlos und landete auf dem 23. Platz. Er verpasste das Finale am Mittwoch (12.30 Uhr), an dem jeweils die besten zwölf der Qualifikation teilnehmen dürfen. (dpa)
Joshua Kimmich forderte für seinen Abstecher in den Biathlon-Sport gleich den Allergrößten heraus. Seite an Seite mit Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö probierte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Schießen, bat den Norweger zum Duell. „Ich gebe dir einen Vorsprung“, frotzelte Bö. Doch dies wollte der ehrgeizige Fußballer bei seinem Ausflug nach Antholz auf keinen Fall annehmen. Und tatsächlich staunte der im Vorjahr zurückgetretene Biathlet nicht schlecht. Denn Kimmich verfehlte genau wie er selbst lediglich eine Scheibe, schoss dabei nur unwesentlich langsamer. Der Mittelfeldspieler habe offenbar auch im Biathlon „das Zeug zum Erfolg“, schrieb der Weltverband IBU zu dem Instagram-Video. Anders als in normalen Wettkämpfen waren die Minischeiben für das Show-Duell allerdings keine 50, sondern nur wenige Meter entfernt.Am Tag nach dem 3:0-Erfolg von Bayern München in Bremen hatte Kimmich den freien Tag für einen Abstecher zu den Olympischen Winterspielen genutzt und sich gemeinsam mit seiner Frau Lina die Verfolgungsrennen in Südtirol angesehen. Vor den Wettkämpfen hatte er zusammen mit anderen Bayern-Stars wie Jamal Musiala und Serge Gnabry bereits ein Motivationsvideo an die deutsche Mannschaft geschickt. (dpa)