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07.02.2026
08:00 Uhr
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US-Präsident überrascht +++ Olympische Winterspiele offiziell eröffnet +++ Show mit Überlänge +++ deutsches Team antwortet mit Humor auf Spott über Outfit +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Die Übertragung der Eröffnungsfeier war die erfolgreichste TV-Sendung des Tages, blieb aber deutlich hinter der Zeremonie der Sommerspiele in Paris. Durchschnittlich 5,234 Millionen Menschen sahen am Freitagabend die Bilder aus Mailand, Cortina, Predazzo und Livigno. Die Zeremonie bescherte der ARD einen Marktanteil von 22,3 Prozent.Die Eröffnung bei den Sommerspielen in Paris war vor zwei Jahren deutlich erfolgreicher. Bei der Zeremonie hatten im Schnitt 10,44 Millionen Menschen zugeschaut und für einen Marktanteil von 45,5 Prozent gesorgt. Laut ARD war dies die meistgesehene Übertragung bei Olympischen Spielen seit zwanzig Jahren.Zum Vergleich: Bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Peking, das in einer anderen Zeitzone liegt, hatten 2022 durchschnittlich 3,77 Millionen Menschen das ZDF eingeschaltet. Der Marktanteil lag zur Mittagszeit in Deutschland bei 32,8 Prozent. (dpa)
Das deutsche Olympia-Team nimmt den Spott über seine Outfits bei der Eröffnungsfeier mit Humor. In Anspielung auf die ausgefallene Garderobe mit Fischerhut und einem Poncho in Übergröße schrieb die deutsche Auswahl bei Instagram zu einem Bild vom Einlauf bei der Nationenparade in der Mode-Metropole Mailand: „Ab jetzt angeln wir uns die Medaillen!“Auch bei der Parade im zweiten offiziellen Gastgeber-Ort Cortina d'Ampezzo erlaubten sich die deutschen Sportler einen kleinen Scherz. Bobfahrer Joshua Tasche warf sich plötzlich vor seinen Teamkollegen auf den Boden und wand sich wie ein zappelnder Fisch am Haken. Bobpilot Adam Ammour schrieb zu einem Video der Szene: „Das deutsche Angelteam ist bereit für Olympia.“ Im Fernsehbild war die Aktion allerdings nicht besonders gut zu erkennen, wie Skeletonpilot Axel Jungk einräumte: „Ist glaub ich ein bisschen in die Hose gegangen, weil wir davorstanden.“Team-Ausrüster Adidas hatte sich das Outfit ausgedacht und damit schon vor der Auftakt-Zeremonie für Diskussionen gesorgt. „Die Farbe schwarz dominiert, geschwungene Linien in rot und gelb sollen die tanzende Bewegung von Flammen nachahmen, die das Feuer symbolisieren“, das in allen Athleten und Athletinnen brenne, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit.Modeschöpfer Harald Glööckler meinte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „Was einem hier geboten wird, ist weder innovativ noch erfrischend neu – geschweige denn ansprechend.“ Dagegen lobten die Teamführung und eine Reihe der Sportlerinnen und Sportler die Olympia-Kleidung. (dpa)
Olympia 2026 Zeitplan heute: Höhepunkte der Winterspiele am 7. Februar in Mailand und Cortina
Die deutschen Athletinnen und Athleten haben begeistert auf die auf mehrere Standorte verteilte Olympia-Eröffnungsfeier reagiert. „Es war wirklich viel cooler als erwartet“, sagte Skeletoni Axel Jungk: „Ich habe immer noch ein bisschen eine zittrige Stimme. Es war sehr, sehr schön.“Die Feierlichkeiten fanden zeitgleich im legendären Mailänder San Siro Stadion, Predazzo, Cortina und Livigno statt. Jungk gehörte dem Teil der Delegation an, der in Cortina an der Zeremonie teilnahm. „Natürlich wäre Mailand nochmal ein Stück krasser gewesen“, sagte der 34-Jährige: „Aber hier durch die Gassen zu laufen, zu sehen, dass da doch sehr viele Leute waren, die haben alle gejubelt und geschrien, das war Gänsehaut.“Auch Geburtstagskind Jacqueline Pfeifer, die wie Jungk im Skeleton um die Medaillen fahren will, sprach von einem „sehr schönen Gefühl“. Es sei „mega cool“ gewesen und habe „den Tag perfekt abgerundet“. Gerade nach den Corona-Spielen von Peking „ist es einfach total schön, mit den Fans und Publikum die Wettkämpfe zu starten“.Doch nicht nur in Cortina war die deutsche Delegation von dem Auftakt angetan. Für Eishockey-Nationalmannschaftskapitänin Daria Gleißner war der Einmarsch in das San Siro „der Wahnsinn“, sie sei „mega dankbar, hier sein zu dürfen“. Und auch Snowboard-Hoffnungsträgerin Ramona Hofmeister „hatte richtig Spaß“ in Livigno. (sid)
Das war's! Das Feuer brennt, die Menschen gehen heim. Das Schlusswort gehört dem Kollegen Alexander Butenko aus Lviv: \"Es war wunderbar, dass das Publikum die Ukraine so begeistert empfangen hat. Das war sehr wichtig. Ich bin mir sicher, von denen, die in der Ukraine zuschauen konnten, wird jeder Zweite geweint haben.\"Aus Mailand verabschieden sich Christoph Becker, Marc Heinrich und Karen Krüger, aus Cortina Achim Dreis. Buonanotte.
Das Olympische Feuer brennt – und das sogar zweifach. Neben der Hauptflamme in Mailand züngelt nun auch ein zumindest für 17 Tage währendes \"ewiges\" Licht in Cortina d'Ampezzo. Entzündet wurde das Zweitfeuer von Ski-Olympiasiegerin Sofia Goggia auf der Piazza Dibona, dem Hauptplatz im Herzen des mondänen Dolomiten-Sportortes. Namenspate Angelo Dibona (1879-1956), der dort mit einer Bronzebüste verewigt ist, war ein berühmter Bergführer und gilt als einer der besten Kletterer der Geschichte.
Albertro Tomba! Und Deborah Compagnoni! Das war wirklich bis zum letzten Augenblick geheim. Die kugelförmige Feuerschale, in der sie das Feuer entzünden, soll an einen Knoten aus geometrischen Verflechtungen von Leonardo da Vinci erinnern. Da Vinci hat viele Jahre in Mailand gewirkt am Hofe Ludovico Il Moros.
In Cortina ist es etwas einsam geworden, als Italiens Skilegende Gustav Thöni die Flamme durch die geleerte Gasse trägt - ehe er sie an Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia übergibt.
Wo nun die Flamme Richtung Arco getragen wird, geht Kollegin Krüger gerne joggen. Schnelleren Schritts die früheren Sportler mit Flamme und ihrem gemessenen Tempo.
Die Fackel wird in Mailand den Corso Sempione in Richtung Arco della Pace getragen. Napoleon begann den Bau des Torbogens als Triumphbogen. Nach seinem Sturz wurde ein Friedensbogen daraus gemacht.
Gerade ist ein echtes Raunen durch das Stadion gegangen. Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti ist Teil einer Inszenierung, in der ein Tanz aus Planeten aufgeführt wird. Sie ist die erste Frau aus Italien im Weltraum und die erste europäische Frau, die einen Außenbordeinsatz absolviert hat
Am Vor- und Nachmittag hat sie noch zwei Gruppenspiele im Mixed-Doubles gegen die Schweiz (12:4) und Estland (7:4) erfolgreich absolviert, am späten Abend spricht die aus Cortina stammende italienische Curlerin Stefania Constantini den Olympischen Eid.
Der Olympische Eid ist gesprochen, selbstverständlich mit dem Versprechen, nicht zu betrügen und der Verpflichtung zu Sport ohne Doping und Diskriminierung. Am Arco della Pace erklingt die Europahymne. Die Entzündung des Olympischen Feuers kündigt sich an.
Auch in Cortina wird die Olympische Fahne gehisst, während Opernsängerin Cecilia Bartoli in Mailand die Olympische Hymne intoniert.