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18.02.2026
12:21 Uhr
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Bronze für deutsche Langläuferinnen +++ Hund läuft bei Rennen auf Strecke +++ Tränen bei Eiskunstlauf-Star nach Fehler +++ Kritik an Olympia: „Magie hat mich nie erreicht“ +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Es war schon bemerkenswert, dass Mark McMorris überhaupt am Start stand: Am Donnerstag vor Beginn der Olympischen Spiele war der kanadische Snowboarder schwer gestürzt, er verlor für kurze Zeit sogar das Bewusstsein. Für den Wettbewerb im Big Air meldete er sich ab, im Slopestyle aber wollte er knapp zwei Wochen nach seinem Crash seine großartige Karriere endlich mit einer olympischen Goldmedaille veredeln.Doch nach dreimal Bronze in seiner Spezialdisziplin blieb dem 32 Jahre alten McMorris, bei den X-Games mit insgesamt zwölfmal Gold in beiden Disziplinen dekoriert, der Olympiasieg auch diesmal verwehrt – genau genommen war er in einem eher niveauarmen Wettbewerb als Achter chancenlos: 3,86 Punkte fehlten zur vierten Bronzemedaille, 6,91 zu der so sehr erhofften ersten goldenen.Die Medaille, die McMorris wollte, ging an Su Yiming: Der 21 Jahre alte Chinese, vor vier Jahren in Peking Olympiasieger im Big Air und Zweiter im Slopestyle, siegte mit 82,41 Punkten knapp vor dem Japaner Taiga Hasegawa (82,13) und Jake Canter aus den USA (79,36). Su, ein früherer Kinderschauspieler, hatte in Livigno schon Bronze im Big Air gewonnen – im Slopestyle hätten zwei seiner drei Runs zum Sieg gereicht. (sid)
Langlauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo hat mit seiner fünften Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden eingestellt. Der Norweger siegte mit seinem Teamkollegen Einar Hedegart im Team Sprint und setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Bislang war es nur Heiden bei den Winterspielen in Lake Placid 1980 gelungen, fünf Goldmedaillen bei einer Olympia-Ausgabe zu gewinnen.Klaebo und Hedegart siegten vor den USA und Italien. Für Klaebo war es der zehnte Olympiasieg seiner Karriere, womit er seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet bei Winterspielen weiter ausbaute. Das deutsche Duo Jakob Moch (Isny) und Jan Stölben (Ernstberg) musste sich mit dem neunten Platz begnügen. (dpa)
Laura Gimmler und Coletta Rydzek haben die Olympia-Bronzemedaille im Team Sprint der Langläuferinnen gewonnen. Die 32 Jahre alte Gimmler und die vier Jahre jüngere Rydzek mussten sich in Tesero nur den siegreichen Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist sowie den zweitplatzierten Nadja Kälin und Nadine Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben. Rydzek setzte sich mit einem starken Schlussspurt um Platz drei knapp vor Norwegen durch.„Ich habe kurz heute gar nicht dran geglaubt, es war alles andere als perfekt. Es muss nicht perfekt sein, es muss nur passen. Ich wollte alles rauslassen und ich bin so stolz auf uns beide, dass wir es geschafft haben“, sagte Rydzek im ZDF. „Ich habe schon zu Coletta gesagt: Das ist jetzt wie ein Ehering, das verbindet uns für immer“, sagte Gimmler: „Wir werden ab jetzt alles in vollen Zügen genießen. Das erlebt man nicht so oft im Leben.“Für die deutschen Langläuferinnen war es die ersehnte erste Medaille bei den Winterspielen von Italien. Vor vier Jahren in China hatten Katharina Hennig Dotzler (damals noch Hennig) und Victoria Carl im Team Sprint sensationell Gold gewonnen. Zudem gab es Silber mit der Staffel der Frauen über 4 × 5 Kilometer. Carl ist wegen einer positiven Dopingprobe gesperrt. Im Teamsprint laufen zwei die Athletinnen pro Team im Wechsel. Jede Sportlerin absolviert drei Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang sind. (dpa)
Sie ist die einzige Aerials-Athletin Deutschlands – nun hat sich Emma Weiß erstmals in ihrer Laufbahn für ein olympisches Finale qualifiziert. Die Freestyle-Skierin von der Schwäbischen Alb belegte in der Qualifikation bei den Winterspielen in Norditalien am Mittwoch mit 81,90 Punkten Rang elf. Somit kämpft die 26-Jährige ab 13.00 Uhr (im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, ZDF und Eurosport) um die Medaillen. Beste Athletin der Qualifikation war Marion Thenault aus Kanada mit 108,61 Punkten.Weiß hatte bereits nach dem ersten Quali-Run auf Rang elf gelegen und daher einen zweiten Versuch benötigt, mit dem sie sich aber unter den Top zwölf halten konnte und somit das Finalticket löste. Weiß hatte sich zuvor lange in Geduld üben müssen, ursprünglich hätte die Vorausscheidung bereits am Dienstag stattfinden sollen. Wegen starken Schneefalls in Livigno war sie jedoch mehrfach nach hinten und schließlich auf Mittwoch verlegt worden. Die Qualifikation der Männer wurde auf Donnerstag, 11.00 Uhr verlegt, ab 14.00 Uhr soll das Finale starten. Weiß gilt bei der Medaillenentscheidung als Außenseiterin, im Januar in Kanada hatte sie allerdings mit ihrem zweiten Weltcup-Podest ihrer Karriere aufhorchen lassen. Die selbsternannte „Einzelkämpferin“, die ihre Laufbahn nahezu komplett selbst finanzieren muss, hatte sich im Vorfeld die Top sechs zum Ziel gesetzt. Weiß war bereits bei den Spielen 2022 in Peking am Start, damals hatte sie den Finaleinzug verpasst. (sid)
Skirennläuferin Lena Dürr greift im Olympia-Slalom abermals nach einer Medaille. Die 34-Jährige liegt nach dem ersten von zwei Läufen bei perfekten Bedingungen auf Platz zwei hinter der Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Ihr Rückstand auf die Shiffrin beträgt allerdings schon 0,82 Sekunden.Auch Emma Aicher, in Cortina d'Ampezzo schon mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, hat noch Chancen aufs „Stockerl“. Die Achte des ersten Laufs trennen 0,32 Sekunden von Rang drei, den überraschend die junge Schwedin Cornelia Öhlund belegt. Auf Shiffrin hat Aicher einen Rückstand von 1,32 Sekunden.„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Dürr im ZDF, „der Schnee ist wieder ein Traum, wie im Riesenslalom. Dazu perfektes Wetter, es war so eine Freude, da oben zu stehen.“Dürr glänzte wie die direkt nach ihr gestartete Shiffrin an der Schlüsselstelle: Beide fuhren die aufeinanderfolgenden Haarnadeln von der anderen Seite an als die meisten Konkurrentinnen und nahmen so mehr Tempo ins Flache mit. „Ich habe kurz mal gezögert, weil ich die Erste war, die sich so entschieden hat, aber es ist sich ganz gut ausgegangen“, sagte Dürr.Sie hat nun dieselbe Ausgangsposition wie im Riesenslalom, in dem sie nach dem ersten Lauf ebenfalls Zweite war. Im Finale lag sie bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, stürzte dann aber ab auf Rang neun. Ähnlich bitter verlief für sie der Olympia-Slalom 2022: Damals ging sie sogar als Führende in den zweiten Durchgang, fiel dort aber auf Platz vier zurück. 0,07 Sekunden fehlten der Münchnerin zu Bronze, 0,19 zu Gold.Der Slalom ist der letzte Wettbewerb für die Alpinen bei Olympia 2026. Mit den beiden Silbermedaillen hat der Deutsche Skiverband seine Bilanz der beiden vergangenen Spiele schon übertroffen. 2022 reichte es nur zu Team-Silber (u.a. mit Dürr und Aicher), 2018 gab es eine Nullrunde. (sid)
Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek gehen am Donnerstag in der letzten Olympia-Entscheidung der Nordischen Kombinierer an den Start. Die beiden Oberstdorfer erhielten für den Teamsprint den Vorzug gegenüber Julian Schmid, für den die Winterspiele damit beendet sind. Der Teamsprint (Springen 10.00, Langlauf 14.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, ZDF und Eurosport) ist die letzte Chance, die ersten Olympischen Spiele ohne deutsche Kombinierer-Medaille seit 1998 zu verhindern.Geiger und Rydzek hatten am Dienstag im Einzel von der Großschanze fast zeitgleich die Ränge neun und zehn belegt, Schmid kam gut 40 Sekunden später als Zwölfter ins Ziel. (sid)
Nur noch ein Sieg und es geht um die Olympia-Medaillen: Die deutschen Eishockey-Nationalspieler sind sich ihrer großen Chance bewusst und wollen entschlossen zupacken. „Das Halbfinale ist zum Greifen“, sagte Verteidiger Moritz Seider nach dem 5:1 gegen Frankreich und erklärte mit Blick auf das Viertelfinale gegen die Slowakei am Mittag (12.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und Eurosport): „Man hätte sich keinen besseren Gegner wünschen können. Jetzt liegt es an uns.“ Kapitän Leon Draisaitl appellierte: „Wir müssen die Möglichkeit realisieren, die hier vor uns liegt.“Denn in der Tat hatte Deutschland durchaus Glück, als nach der Vorrunde die Karten neu gemischt wurden und das Olympia-Turnier praktisch wieder bei Null begann: Frankreich war das zweitschlechteste der zwölf Teams in der Gruppenphase, die Slowakei ist auf dem Papier weniger stark einzuschätzen als Kanada, die USA und Schweden, die es ebenfalls direkt in die Runde der besten acht geschafft hatten.Dennoch ist der Respekt vor dem Gegner groß, der 2022 in Peking – allerdings ohne NHL-Spieler auf beiden Seiten – die deutsche Mannschaft in der Viertelfinal-Qualifikationsrunde mit 4:0 aus dem Turnier geworfen hatte. „Das ist eine sehr gefährliche, gute Mannschaft. Wir müssen unser Spiel aufs Eis bringen“, forderte NHL-Superstar Draisaitl. Auch Bundestrainer Harold Kreis sparte nicht mit Lob für das Team um den flinken Stürmer Juraj Slafkovsky vom NHL-Rekordmeister Montréal Canadiens. „Das ist eine sehr gute, technisch und läuferisch gute Mannschaft“, sagte Kreis. Sein Team müsse „geradlinig“ aus einer gut organisierten Defensive nach vorn spielen. (sid)
Nach seiner Triumphfahrt zu Gold schloss Johannes Lochner überglücklich Frau Hannah und seine Eltern in die Arme, nur Söhnchen Jonas fehlte beim großen Erfolg seines Vaters in Cortina d'Ampezzo – wurde aber bestens umsorgt. „Der ist im Bett und schläft. Der ist bei der Schwiegermama. Die ist die gute Fee“, sagte Lochner nach seinem Olympiasieg im Zweierbob und sprach „Heidi“ ein fettes Dankeschön aus: „Großen Dank, dass sie sich geopfert hat und im Hotel geblieben ist.“Dadurch konnte zumindest seine Frau an der Bahn sein und sehen, wie Lochner mit Anschieber Georg Fleischhauer überlegen zu Gold raste – und sich in der letzten Woche seiner Karriere seinen großen Traum erfüllte. 1,34 Sekunden betrug der Vorsprung am Ende auf seinen Dauerrivalen Francesco Friedrich, Adam Ammour gewann Bronze und komplettierte den deutschen Dreifachsieg. 2022 in Peking hatte Lochner zweimal hinter Friedrich Silber gewonnen.Für den 35-Jährigen war es das letzte Zweierbob-Rennen seiner Laufbahn, am Sonntag nach dem Vierer macht er Schluss – auch wegen seines einjährigen Sohnes. „Ich habe seine ersten Schritte schon verpasst“, erzählte Lochner zuletzt im Podcast „Pizza & Pommes“, „ich möchte jetzt einfach auch wirklich die nächsten Winter sehen, wie er das erste Mal Ski fährt, wie er einfach ins Leben reinwächst.“ Das kann er als Olympiasieger nun umso beruhigter. (sid)
Eine in Tränen aufgelöste Amber Glenn aus den USA hat nach einem verpatzten Kurzprogramm kaum noch eine Chance auf eine Eiskunstlauf-Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Italien und belegt nur den 13. Rang. Die 26 Jahre alte Mitfavoritin machte einen schweren Fehler beim geplanten dreifachen Rittberger. Das Element wurde nicht anerkannt. Der Rückstand auf den dritten Platz beträgt vor der Kür am Donnerstag (19.00 Uhr) schon fast zehn Zähler. Glenn ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten dieser Winterspiele – auch wegen ihrer bewegenden Vergangenheit. Aufgrund von Depressionen und Angstzuständen musste sie im Teenager-Alter in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Grund dafür war ihren Angaben nach auch die toxische Vergleichskultur im Eiskunstlauf. 2019 machte sie öffentlich, dass sie bisexuell sowie pansexuell ist. Das bedeutet, dass die Geschlechtsidentität der begehrten Person keine Rolle spielt. Kurz vor dem Olympia-Kurzprogramm erhielt Glenn eine Videobotschaft von Madonna, zu deren Lied „Like a Prayer“ sie lief. „Ich habe dich gerade zu meinem Song „Like a Prayer“ tanzen sehen und muss sagen: Ich war absolut überwältigt davon“, sagte der Popstar der Eiskunstläuferin. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht gewinnst, also möchte ich dir einfach viel Glück wünschen. Hol dir dieses Gold!“ Doch dieser Traum ist bereits vorbei. In Führung liegt nach dem Kurzprogramm die Japanerin Ami Nakai (78,71 Punkte) vor ihrer Teamkollegin Kaori Sakamoto (77,23 Punkte). In Lauerstellung auf Platz drei ist Weltmeisterin Alysa Liu aus den USA (76,59 Punkte). Unter den mitfiebernden Zuschauern waren mehrere US-Stars, unter anderem Eiskunstlauf-Wunderkind Ilia Malinin, Rapper Snoop Dogg sowie Schauspielerin und Sängerin Halle Bailey (\"Arielle, die Meerjungfrau\"). (dpa)
Johannes Lochner hat sich in der letzten Woche seiner Karriere den Traum vom Olympiasieg erfüllt. Der Bob-Pilot raste mit Anschieber Georg Fleischhauer im Zweier überlegen zu Gold und schlug damit auch erstmals seinen Dauerrivalen Francesco Friedrich auf der größten Bühne. 1,34 Sekunden betrug der Vorsprung, hinter Friedrich sicherte sich Adam Ammour Bronze und komplettierte das deutsche Treppchen. Das hatte es auch 2022 in Peking schon gegeben.Für Lochner ist es die dritte Olympiamedaille: Vor vier Jahren war er zweimal hinter Friedrich Zweiter geworden. In Cortina d'Ampezzo hatte der langjährige Dominator Friedrich mit Anschieber Alexander Schüller nun aber keine Antworten auf Lochner, der schon nach dem ersten Wettkampftag mit 0,80 Sekunden geführt hatte und auch am Dienstag der Beste war.Für das Team Deutschland ist es in Norditalien die fünfte Goldmedaille und die vierte im Eiskanal. Zuvor hatten die Rodler um die Einsitzer-Champions Max Langenhan und Julia Taubitz dreimal Gold gewonnen.Für den 35 Jahre alten Lochner ist es der perfekte Start in seine letzte Wettkampfwoche. Er beendet seine Karriere nach den Olympischen Spielen und will bei der finalen Entscheidung im Vierer am Sonntag nachlegen.Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich indes zog durch die Silbermedaille mit André Lange (4x Gold, 1x Silber) gleich, beide dürfen sich nun als erfolgreichste Bob-Piloten der Geschichte bezeichnen. Im großen Schlitten am Wochenende, bei dem eine engere Entscheidung erwartet wird, kann Friedrich vorbeiziehen.Im Weltcup hatte sich die Dominanz von Lochner im kleinen Schlitten abgezeichnet. Er war mit sechs Siegen in sieben Zweier-Rennen im Gepäck nach Cortina gereist. „Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen“, hatte Lochner selbstbewusst im Interview mit dem Münchner Merkur gesagt. Er hielt Wort. (sid)
Mit der bemerkenswerten Punktzahl von 195,50 Zählern hat Ski-Freestyler Tormod Frostad aus Norwegen bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Big Air gewonnen. In einem anspruchsvollen und hochklassigen Finale setzte sich der 23 Jahre alte Außenseiter, der bei der WM 2025 in dieser Disziplin lediglich den 37. Platz belegt hatte, knapp vor Mac Forehand aus den USA (193,25 Punkte) und dem Österreicher Matej Svancer (191,25 Punkte) durch.Maximal hätten die Athleten bei zwei von drei gewerteten Durchgängen 200 Punkte erreichen können. Frostad behielt im letzten Run die Nerven und verdrängte Forehand noch, der vorgelegt hatte.Für die Starter geht es im Big Air darum, nach einem Sprung über eine große Rampe in der Luft Tricks zu zeigen und dann sicher zu landen. Für die Punktevergabe werden unter anderem der Schwierigkeitsgrad, die saubere Ausführung, die Höhe und die Landung berücksichtigt. (dpa)
Die deutschen Curling-Männer haben das Halbfinale und damit eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen verpasst. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verlor 4:8 gegen die bisher ungeschlagene Schweiz und kann damit nicht mehr unter die besten Vier kommen. Zuvor hatten Muskatewitz und Co. gegen die zuvor sieglosen Tschechen verloren.Nach neun Spielen hat das deutsche Team damit nur drei Siege auf dem Konto. Der Abschluss der Gruppenphase gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sportlich keine Bedeutung mehr.Entscheidend für das Aus war die Niederlage gegen Tschechien am Morgen. Die bis dahin sieglosen Osteuropäer gewannen überraschend 9:7, ihnen gelang damit der erste Sieg ihrer Olympia-Historie.Gegen die souverän auftretende Schweiz war ein Erfolg nicht erwartet worden. Letztlich hatte die deutsche Auswahl zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Chance. Ab dem achten End kam Ersatzmann Mario Trevisiol, sammelte so noch olympische Erfahrung.Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden. (dpa)
Biathletin Selina Grotian blickt enttäuscht auf ihre erste Olympia-Erfahrung zurück. „Ich wusste, dass sie aufgrund der Distanz und der Einschränkungen in anderer Weise etwas Besonderes sein würden“, schrieb die 21-Jährige am Dienstagabend bei Instagram über die Winterspiele in Norditalien, „aber die Magie der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der Geist... das hat mich nie wirklich erreicht.“Für sie hätten sich die Wettbewerbe in Antholz „eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienaufmerksamkeit“ angefühlt, fügte Grotian an: „Olympische Spiele hatte ich mir anders vorgestellt.“ Die Biathletinnen und Biathleten sind durch ihre Rennen in Südtirol von allen anderen Sportarten abgeschnitten. Eine schnelle Reise zu einer anderen Wettkampfstätte ist da aus zeitlichen und logistischen Gründen kaum möglich.Doch auch aus sportlicher Sicht hinterlassen die Winterspiele bei Grotian einen bitteren Beigeschmack. „Vor den Spielen hatte ich mir große Ziele gesetzt. Seit meiner Covid-Infektion hatte sich meine Form stetig verbessert und unsere Vorbereitung verlief recht gut“, sagte die Biathletin. Nach schwachen Ergebnissen im Einzel (55. Platz), Sprint (52.) und in der Verfolgung (41.) suche sie nun „ehrlich gesagt nach Antworten. Hat mich die Höhe nach Covid mehr beeinträchtigt als erwartet? Normalerweise komme ich gut mit der Höhe zurecht“, schrieb Grotian: „Und am Schießstand hat nichts so funktioniert wie sonst.“ (sid)
Nach dem Ausschluss bei Olympia wegen seines Gedenkhelms hat der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch in seiner Heimat hohe Geldsummen erhalten. „Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten“, schrieb der Kohle- und Stahlmagnat Rinat Achmetow gemäß einer Mitteilung seiner Stiftung. Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskewytsch knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.Der Siebenundzwanzigjährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind.Die finanziellen Mittel sollen laut Mitteilung Heraskewytsch dabei helfen, seine Karriere als Sportler und seinen Einsatz für die Ukraine auf internationaler Ebene fortzusetzen. Haupt-Geldgeber Achmetow ist auch Besitzer des ukrainischen Fußball-Spitzenclubs Schachtar Donezk. (dpa)