FAZ 15.02.2026
19:36 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Silber und Bronze für deutsche Skeleton-Teams


Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb knapp verpasst +++ Eishockey-Starensemble siegt zweistellig +++ Ukrainer Heraskewytsch will vor Gericht +++ Bayern-Profi Kimmich im Duell mit Olympiasieger +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Silber und Bronze für deutsche Skeleton-Teams

Olympia 2026: Franziska Preuß Sechste in Biathlon-Verfolgung bei Vittozzi-Sieg

Kanada hat sich im olympischen Eishockey-Turnier mit einem Torfestival für das Viertelfinale warmgeschossen. Das Starensemble um Connor McDavid und Sidney Crosby fertigte im letzten Gruppenspiel Frankreich 10:2 (3:1, 3:0, 4:1) ab und bejubelte damit den dritten klaren Sieg.Schon vor der Partie gegen Frankreich war Kanada als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Nach den Punkten zählt in der Setzliste die Tordifferenz. Kanada liegt nach den Siegen über Tschechien (5:0), die Schweiz (5:1) und die Franzosen bei +17.Nach dem 11:0 Finnlands über Gastgeber Italien ist der Sieg der Kanadier bereits der zweite zweistellige Erfolg in Mailand. Einen Sieg mit zehn oder mehr Toren hatte es bei Olympia zuletzt 1994 in Lillehammer gegeben.Die Schweiz sicherte sich hinter Kanada Platz zwei. Der Weltmeisterschaftszweite setzte sich nach Verlängerung 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) gegen Tschechien durch. (sid)

Der Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch will den juristischen Kampf gegen das IOC nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben fortsetzen. „Ich werde gemeinsam mit meinem Anwaltsteam weiterhin für meine Rechte kämpfen und bin fest davon überzeugt, dass wir diesen Fall vor Gericht bringen werden“, sagte der 27-Jährige in einem Video, das er in den sozialen Medien veröffentlichte.Heraskewytsch war kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom Internationalen Olympischen Komitee untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind.In einem Eilverfahren hatte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Entscheidung des zuständigen Weltverbands IBSF bestätigt. „Trotz der Entscheidung des Cas bin ich der festen Überzeugung, dass ich keine der mir vom IOC vorgeworfenen Verstöße begangen habe“, bekräftigte Heraskewytsch zwei Tage nach dem Cas-Urteil abermals. Er ließ offen, welche juristischen Schritte er nun unternehmen will. (dpa) 

Brignone siegt im Riesenslalom, Dürr verpasst Medaille

Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam hat vor den Augen ihres Verlobten Jake Paul ihr zweites Gold bei den Olympischen Winterspielen in Italien verpasst und sich über die 500 Meter mit Silber begnügen müssen. Die 27-jährige Niederländerin musste sich sechs Tage nach ihrem Triumph über 1000 Meter ihrer siegreichen Landsfrau Femke Kok geschlagen geben. Dritte wurde Miho Takagi aus Japan.Kok, die über 1000 Meter den zweiten Platz hinter Leerdam belegt hatte, krönte sich zur ersten niederländischen Olympiasiegerin über die kürzere Sprintdistanz und lief in überragenden 36,49 Sekunden olympischen Rekord. Sophie Warmuth landete als beste Deutsche auf einem guten achten Platz. Anna Ostlender belegte Rang 27.Leerdam, die auf Instagram inzwischen mehr als sechs Millionen Follower hat, ist mit dem US-Influencer Jake Paul verlobt. Der 29 Jahre alte Trump-Anhänger hat auf Instagram sogar mehr als 28 Millionen Follower und ist auch durch seine Boxkämpfe bekannt. Ende 2025 hatte er gegen den früheren Weltmeister Anthony Joshua verloren. (dpa)

Bei den Winterspielen hat Gastgeberland Italien den eigenen Olympia-Medaillenrekord schon vor Beginn der zweiten Woche geknackt. Durch die Gold-Triumphe von Riesenslalom-Fahrerin Federica Brignone und Biathletin Lisa Vittozzi sowie Silber des Snowboardcross-Teams und Bronze in der Langlauf-Staffel steht der Gastgeber schon bei 22 Medaillen, acht davon in Gold. Das hatte es bei Winterspielen für Italien noch nie gegeben.Der bisherige Rekord stand von 1994 in Lillehammer mit sieben Goldmedaillen und insgesamt 20 Mal Edelmetall. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) hatte vor Beginn dieser Spiele in Mailand und Cortina 19 Medaillen als Ziel ausgegeben. Im Medaillenspiegel rangiert Italien zur Halbzeit der Spiele auf Platz zwei hinter Norwegen. (dpa)

Lindsey Vonn darf nach Hause: Die bei einem Sturz in der olympischen Abfahrt schwer verletzte Skirennfahrerin macht sich in Treviso für den Rückflug in die USA bereit. Das teilte Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, der Nachrichtenagentur AP mit. „Wir sind gerade dabei, das alles zu organisieren“, sagte Goldschmidt. Das medizinische Team soll die 41-Jährige auf der Heimreise begleiten. „Wir haben ein großartiges Team um sie herum, das ihr hilft, und sie wird für weitere Operationen in die USA zurückkehren.“Bei ihrem Sturz in Cortina d’Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die US-Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten. (dpa)

Snowboarderin Annika Morgan hat das Finale des olympischen Slopestyle-Wettbewerbs erreicht. Die 24-Jährige belegte in der Qualifikation den achten Platz und darf somit am Dienstag (13.00 Uhr) in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Im Big Air hatte Morgan das Weiterkommen noch knapp verfehlt.Ihr Landsmann Noah Vicktor war wie schon zuvor im Big-Air-Wettbewerb chancenlos und landete auf dem 23. Platz. Er verpasste das Finale am Mittwoch (12.30 Uhr), an dem jeweils die besten zwölf der Qualifikation teilnehmen dürfen. (dpa)

Joshua Kimmich forderte für seinen Abstecher in den Biathlon-Sport gleich den Allergrößten heraus. Seite an Seite mit Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö probierte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Schießen, bat den Norweger zum Duell. „Ich gebe dir einen Vorsprung“, frotzelte Bö. Doch dies wollte der ehrgeizige Fußballer bei seinem Ausflug nach Antholz auf keinen Fall annehmen. Und tatsächlich staunte der im Vorjahr zurückgetretene Biathlet nicht schlecht. Denn Kimmich verfehlte genau wie er selbst lediglich eine Scheibe, schoss dabei nur unwesentlich langsamer. Der Mittelfeldspieler habe offenbar auch im Biathlon „das Zeug zum Erfolg“, schrieb der Weltverband IBU zu dem Instagram-Video. Anders als in normalen Wettkämpfen waren die Minischeiben für das Show-Duell allerdings keine 50, sondern nur wenige Meter entfernt.Am Tag nach dem 3:0-Erfolg von Bayern München in Bremen hatte Kimmich den freien Tag für einen Abstecher zu den Olympischen Winterspielen genutzt und sich gemeinsam mit seiner Frau Lina die Verfolgungsrennen in Südtirol angesehen. Vor den Wettkämpfen hatte er zusammen mit anderen Bayern-Stars wie Jamal Musiala und Serge Gnabry bereits ein Motivationsvideo an die deutsche Mannschaft geschickt. (dpa) 

Die deutschen Eisschnellläufer sind bei den Olympischen Winterspielen in Italien in der ersten Runde der Teamverfolgung klar gescheitert. Patrick Beckert, Felix Maly und Fridtjof Petzold belegten im Viertelfinale den siebten Rang und haben keine Chance mehr auf eine Medaille. Für die Entscheidung am Dienstag mit den Halbfinals und dem Finale qualifizierten sich Italien, die USA, China und die Niederlande.Die Teamverfolgung ist seit 2006 in Turin olympisch. Eine Medaille gab es für die deutschen Männer, die disziplinübergreifend sogar seit 2002 auf Edelmetall warten, bislang noch nicht. (dpa)

Das Warten auf eine Medaille der deutschen Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen in Italien geht weiter. Im Mixed-Team schieden Leon Ulbricht und Jana Fischer im Halbfinale aus. Gold holte Großbritannien vor Italien und Frankreich.Der Modus sieht vor, dass zunächst die Männer ihren Lauf bestreiten. Mit dem jeweiligen Abstand auf die schnellste Nation gehen dann die Frauen ins Rennen. Die beiden schnellsten Fahrerinnen pro Lauf ziehen mit ihrem Partner jeweils in das Halbfinale und dann das Finale ein, in dem es schließlich um Edelmetall geht.Im Viertelfinale gewann Ulbricht hauchdünn, Fischer sicherte dann mit Rang zwei hinter Australien das Weiterkommen. Im Halbfinale sorgte Ulbricht wieder als Sieger seines Laufs für eine gute Ausgangslage, doch Fischer konnte sie nicht nutzen und wurde nur Dritte hinter Italien und Australien.Nach 2022 gehört der Mixed-Wettbewerb zum zweiten Mal zum Olympia-Programm, das erste Gold holten in Peking Nick Baumgartner und Lindsay Jacobellis für die USA. Der 44-jährige Baumgartner schied mit seiner Partnerin Faye Thelen diesmal im Viertelfinale aus. (dpa)

Weltmeisterin Franziska Preuß hat im Verfolgungsrennen den sechsten Platz belegt. Die 31-Jährige aus Ruhpolding leistete sich im letzten Schießen zwei Strafrunden und gab so eine mögliche Medaille spät noch aus der Hand. Im Ziel hatte Preuß 1:08,0 Minuten Rückstand auf Olympiasiegerin Lisa Vittozzi aus Italien. Ohne Schießfehler holte Vittozzi Gold vor Sprint-Olympiasiegerin Maren Kirkeeide aus Norwegen und der Finnin Suvi Minkkinen, die sich dieses Mal Bronze sicherte. Zweitbeste Deutsche wurde Vanessa Voigt (3 Fehler) auf Rang 19, Julia Tannheimer (5) und Selina Grotian (4) verpassten die Top 30.Nach Bronze zum Auftakt mit der Mixed-Staffel konnten die deutschen Frauen in den drei folgenden Individualrennen keine weitere Medaille mehr gewinnen. Das beste Resultat bislang ist der vierte Platz von Vanessa Voigt im Einzel. Zwei Medaillenchancen bleiben den Frauen noch: Am Mittwoch gibt es mit der Staffel die aussichtsreichste, am Samstag steht noch der abschließende Massenstart auf dem Programm.Die bislang letzte deutsche Medaille in der Verfolgung hatte die im vergangenen Juli bei einem Bergunfall verstorbene Laura Dahlmeier mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. Preuß war im vergangenen Jahr in der Schweiz erstmals Weltmeisterin in dieser Disziplin geworden. (dpa)

Trotz einer hervorragenden Ausgangslage hat die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr bei den Olympischen Winterspielen eine sensationelle Medaille im Riesenslalom verpasst. Die Münchnerin rutschte in Cortina d'Ampezzo von Rang zwei nach dem ersten Lauf noch auf den neunten Platz zurück. Beim umjubelten Olympiasieg der Italienerin Federica Brignone fehlten Dürr 0,19 Sekunden auf Silber. Emma Aicher als zweite deutsche Starterin – schon mit Silber aus der Abfahrt und der Team-Kombination dekoriert – wurde 19.Brignone aber avancierte mit ihrem schon zweiten Gold dieser Winterspiele nach dem Sieg im Super-G zum Star bei den Skirennfahrerinnen in den Dolomiten. Sie verwies die zeitgleichen Sara Hector aus Schweden und Thea Louise Stjernesund aus Norwegen auf den Silberrang. Dabei hatte sich die 35 Jahre alte Brignone vor weniger als einem Jahr eine sehr schwere Schien- und Wadenbeinverletzung zugezogen und lange um ihren OIympia-Start gezittert.Nach vier Wettbewerben in Cortina steht am Mittwoch noch der Slalom an. Dann hat Dürr in ihrer Spezialdisziplin noch eine Chance auf Edelmetall. Ähnlich wie nun im Riesenslalom war sie vor vier Jahren in Peking als Führende nach dem ersten Slalom-Durchgang ganz nah dran an einer Medaille, rutschte dann aber auf den vierten Platz zurück. Besonders bitter: Damals fehlten ihr ebenso 0,19 Sekunden auf Gold. (dpa)

Laura Nolte liegt nach zwei von vier Läufen im Monobob bei den Olympischen Winterspielen in Italien auf Goldkurs. Im Gegensatz zu vielen patzenden Mitfavoritinnen fuhr die 27 Jahre alte Weltcup-Gesamtsiegerin im ersten Lauf Bahnrekord und leistete sich im zweiten Lauf nur kleine Fehler.Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Montag hat Nolte als Führende 0,22 Sekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Elana Meyers Taylor. Dahinter folgen Peking-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries, ebenfalls aus den USA, und Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz.„Bei mir ging es heute echt gut von der Hand. Ich hatte im Training echt Probleme. Ich hatte einfach einen sehr guten Plan, den ich dann auch umsetzen konnte“, sagte Nolte. Am Finaltag will sie „nichts Besonderes machen, aber sich auch nicht drauf ausruhen, weil zwei Zehntel sind nicht viel im Monobob“.Lisa Buckwitz leistete sich trotz Startrekord in beiden Läufen zu viele Patzer. Die 31-Jährige hat als Sechste fast schon eine Sekunde Rückstand auf Nolte. „Startrekord ist das Beste am ganzen Tag. Der erste Lauf war super schlecht. Ich habe eine falsche Kufenwahl getroffen. Das ist sehr bitter jetzt“, sagte Buckwitz. Kim Kalicki belegt nach dem ersten Tag Platz 16. Nolte hatte in Peking vor vier Jahren im kleinen Schlitten als Vierte hinter drei Nordamerikanerinnen die Medaille knapp verpasst. Dann holte sie überraschend Gold im Zweierbob mit Deborah Levi. „Ich konnte mich im Sommer noch mal richtig in der Athletik verbessern. Somit bin ich am Start etwas besser geworden und kann nun auch bei den Schnellsten mithalten. Das verbesserte natürlich noch mal meine Chancen im Mono“, sagte sie. (dpa)