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11.02.2026
19:40 Uhr
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„Absurdes Theaterstück“: Ukrainer kritisiert das IOC +++ Franziska Preuß verpasst erste Einzelmedaille +++ Drittes Gold für Franjo von Allmen +++ Snowboarder erleidet Halswirbelbrüche Rede +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Der deutsche Eisschnelllauf-Shootingstar Finn Sonnekalb hat ein durchwachsenes Olympia-Debüt gefeiert. Der 18-Jährige aus Erfurt, der zuletzt mit einem Infekt zu kämpfen hatte, lief am Mittwoch auf seiner Nebenstrecke 1000 m in 1:08,80 Minuten auf den zwölften Platz und verpasste eine Top-10-Platzierung.Sonnekalb, in Mailand jüngstes männliches Mitglied des Team D und in seiner Königsdisziplin 1500 m (19. Februar) mit Außenseiterchancen, blieb deutlich hinter den Medaillenrängen zurück. US-Sprint-Star Jordan Stolz lief in olympischem Rekord (1:06,28) zu Gold. Das Podium komplettierten der niederländische Vize-Weltmeister Jenning de Boo (1:06,78) und Ning Zhongyan aus China (1:07,34). Die beiden weiteren deutschen Starter Moritz Klein (Erfurt) und Hendrik Dombek (München/beide 1:09,19) auf den Plätzen 15 und 16 trennten nur drei Tausendstelsekunden. Sonnekalb ging im 13. von 15 Paaren auf das Eis – ein Startplatz, der seine guten Vorleistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Ins Duell mit Cooper McLeod aus den USA, dem WM-Dritten über die Kurzdistanz 500 m, startete Sonnekalb auf der Innenbahn. Nach einem nicht idealen Angang (16,77 Sekunden) steigerte sich Sonnekalb im Rennverlauf. In die vorderen Ränge lief er trotzdem nicht mehr.Sonnekalb trägt trotz seines jungen Alters bereits die Hoffnungen der arg gebeutelten Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Der Verband war bei den Olympischen Winterspielen 2014, 2018 und 2022 ohne Podestplatzierung geblieben. Strukturelle Probleme bestehen offenbar weiterhin. Laut eines Beitrags der ARD wächst der Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze und DESG-Präsident Matthias Große, dem Lebensgefährten der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein.Die 53-Jährige steht anders als vor vier Jahren in Peking nicht mehr auf dem Eis. Stattdessen hat die DESG nun wieder einen Rohdiamanten in ihren Reihen – trotz des holprigen Olympia-Starts: Sonnekalb feierte bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon 2024 sowie der Junioren-WM im Februar 2025 je drei Titel. In seiner ersten Weltcup-Saison im Seniorenbereich lief der deutsche Meister über 1000 m und 1500 m dreimal aufs Podium.Den ersten Olympia-Auftritt seines Sohnes verfolgte in Mailand auch Vater Gerrit Schädler. Der Senior war am Montag nach sieben Tagen und 1000 Kilometern auf dem Rad in der Mode-Metropole eingetroffen und hatte damit seine Wettschulden eingelöst. „Im Jahr 2024 habe ich ihm gesagt: Wenn du es schaffst, 2026 nach Mailand zu kommen, dann komme ich mit dem Rad runtergefahren. Das muss ich jetzt einlösen\", hatte Schädler vor Beginn seiner Tour von Erfurt aus über die Alpen dem MDR gesagt. (sid)
Das Internationale Olympische Komitee verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit einem Motiv zu den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin gegen Kritik. Im Onlineshop wird das Shirt im Rahmen der sogenannten „Heritage Collection“ mit Artikeln, die Plakate früherer Olympischer Spiele zeigen, angeboten und ist derzeit ausverkauft. Auf dem Shirt ist unter den olympischen Ringen eine männliche Figur mit Lorbeerkranz über der Quadriga des Brandenburger Tors sowie unter anderem der Aufdruck „Germany Berlin 1936 Olympic Games“ zu sehen.Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC vor, „dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend reflektiert“. Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. „Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen.“ Ohne kritische Einordnung sei „diese Bildwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet.“Das IOC betonte, dass man „selbstverständlich die historische Problematik der „NS-Propaganda“ im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin“ anerkenne. „Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass in Berlin 4.483 Athleten aus 49 Ländern in 149 Wettbewerben um Medaillen kämpften.“ Der historische Zusammenhang dieser Spiele werde weiter im olympischen Museum in Lausanne erklärt. Die Anzahl der vom IOC produzierten T-Shirts zur Ausgabe von 1936 sei limitiert, „weshalb sie derzeit ausverkauft sind“. (dpa)
Den deutschen Rennrodlern Tobias Wendl und Tobias Arlt droht bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern liegt in Cortina d'Ampezzo nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf die überraschend führenden US-Amerikaner Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa beträgt 0,101 Sekunden. Rekordweltmeister Toni Eggert und Florian Müller lauern auf Rang vier (+0,097).Eine Silbermedaille würde Wendl und Arlt schon reichen, um an Deutschlands Rekord-Winterolympionikin Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) vorbeizuziehen. Doch das mit drei Weltcupsiegen in Folge angereiste Duo will eigentlich mehr: Seit Sotschi 2014 sind die beiden 38-Jährigen bei Olympia im Doppelsitzer und in der Teamstaffel mit Deutschland ungeschlagen. Nach den Triumphen von Max Langenhan und Julia Taubitz droht den deutschen Rodlern im Eiskanal nun die erste Niederlage. Zweiter eines extrem engen Rennens sind die Österreicher Thomas Steu und Wolfgang Kindl (+0,003), die Italiener Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner (+0,017) liegen auf Bronzekurs.Für Wendl/Arlt ist ein weiterer Rekord in Gefahr: Mit den Goldmedaillen sieben und acht könnten sie mit den norwegischen Ikonen Ole Einar Björndalen (Biathlon), Björn Dählie und Marit Björgen (beide Langlauf) als erfolgreichste Winterolympioniken gleichziehen. Rekorde treiben das Duo aber nicht mehr an. „Wir wollen eine geile Show liefern\", hatte Wendl vor dem Rennen gesagt – der erste Lauf war aber nicht perfekt. Im Training hatte sich zudem gezeigt, dass das Material der Bayern nicht optimal läuft.Die Weltmeister Paul Gubitz und Hannes Orlamünder sind in Cortina derweil nur Zuschauer: In der internen Qualifikation hatte es hinter Wendl/Arlt und Eggert/Müller nur zu Rang drei gereicht. (sid)
Vinzenz Geiger hat den Besuch von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bei der Nordischen Kombination nach einem persönlichen Gespräch sehr positiv bewertet. Coventry, die bei der ersten Entscheidung der um die Olympia-Zukunft kämpfenden Sportart im Langlaufstadion dabei war, habe laut Geiger „geschwärmt“.Der Oberstdorfer sagte: „Sie hat geschwärmt, dass es super aufregend war. Dass wir es leicht aussehen lassen haben. Ihr haben die Zuschauer gefallen. Sie hat sehr positiv geklungen. Ich hoffe, mal dass es ein positives Zeichen für unseren Sport ist.“ Er nehme ein „positives Gefühl mit“, sagte der 28-Jährige.Ski-Weltverbandspräsident Johan Eliasch, der das Rennen gemeinsam mit Coventry in Tesero verfolgte, sah das ähnlich. „Sie war sehr enthusiastisch. Sie hatte großes Interesse und ist oft von ihrem Platz aufgestanden und hat applaudiert. Ich denke, ihr hat gefallen, was sie gesehen hat“, sagte er. Auch Julian Schmid, der bei dem Gespräch ebenfalls dabei war, äußerte sich zuversichtlich. Er sprach nach dem Olympiasieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro, bei dem Johannes Rydzek als bester Deutscher Achter wurde, von „Werbung für unseren Sport“.Rydzek sah das genauso. Hätte er mit Coventry gesprochen, hätte er der 42-Jährigen allerdings nach eigenen Angaben mit Blick auf die bei den Winterspielen fehlenden Frauen auch gesagt, „dass das leider nur die halbe Kombination heute war. Der andere Teil sitzt leider daheim vor dem Fernseher und drückt uns die Daumen. Sie hätten es genauso verdient.“ Als einzige Sportart bei den Winterspielen sind in der Kombination keine Frauen zugelassen. Noch ist offen, ob für die nächste Ausgabe des Großereignisses Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Kombination vielleicht sogar ganz aus dem Programm genommen wird.„Es ist kein Szenario möglich, dass Frauen nicht dabei sein werden“, sagte Eliasch. „Ich garantiere, dass ich um die Sportart kämpfen werde. Wir werden alles Mögliche tun, damit diese Sportart im Kalender bleibt - für eine lange Zeit.“ Die Entscheidung trifft allerdings das IOC. Sie soll in der Sommerpause fallen. (dpa)
Die deutschen Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegen bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers auf Medaillenkurs. Das Duo belegt trotz eines kleinen Patzers am Start nach dem ersten Lauf den Silberrang, nur 22 Tausendstelsekunden fehlen auf die in Führung liegenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer. Und im Kampf um Gold deutet sich im Cortina Sliding Centre ein Krimi an: Die Weltmeisterinnen und Topfavoritinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich liegen 91 Tausendstelsekunden hinter Platz eins auf Rang drei. Anders als im Einsitzer gibt es bei den Doppelsitzern nur zwei Läufe.Eitberger und Matschina wollen im Eiskanal an die Erfolge von Max Langenhan und Julia Taubitz anknüpfen und das bereits dritte Gold für das deutsche Rodel-Team gewinnen. In der Teamstaffel am Donnerstag bekommen Eitberger/Matschina eine weitere Chance auf Edelmetall.Die 35 Jahre alte Eitberger, Olympiazweite im Einsitzer 2018 in Pyeongchang, war zur Saison 2024/2025 auf den Doppelsitzer gewechselt und bildet mittlerweile mit der 15 Jahre jüngeren Matschina ein Duo. Die gebürtige Thüringerin und Mutter eines fünfjährigen Sohnes wird ihre Karriere nach der Saison beenden.In Cortina gingen dabei nur elf Duos an den Start – und die Weltmeisterinnen von 2022 und 2023 fehlten: Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal hatten die interne Qualifikation im engen Zweikampf mit Eitberger/Matschina verpasst. Jede Nation durfte für die Premiere des Events nur einen Schlitten ins Rennen schicken. „Ich finde es ein bisschen traurig, dass das IOC da nicht mehr Startplätze zur Verfügung stellt\", sagte Bundestrainer Patric Leitner über das Fehlen der Weltcup-Dritten: „Das sollte man wirklich mal überdenken, ob das dann noch ein würdiges Rennen ist.\" (sid)
Die Halfpipe-Qualifikation bei den Olympischen Spielen in Italien ist von einem weiteren heftigen Sturz überschattet worden. Die chinesische Snowboarderin Liu Jiayu überschlug sich gegen Ende ihres zweiten Versuchs und blieb regungslos im Schnee liegen. Rettungskräfte eilten herbei und kümmerten sich für mehrere Minuten um die Athletin. Es herrschte Stille, ehe die 33 Jahre alte Ex-Weltmeisterin unter Applaus mit einem Schlitten abtransportiert wurde.Über Jiayus Gesundheitszustand ist derzeit nichts bekannt. Es ist nicht der erste folgenschwere Sturz, auch Cameron Bolton aus Australien war in der Halfpipe zu Fall gekommen. Bei ihm waren zwei Wirbelbrüche diagnostiziert worden.Das deutsche Trio verpasste indes den Einzug in das Finale. Nach zwei Versuchen in der Qualifikation fehlten Leilani Ettel auf dem 13. Platz 7,75 Punkte für das Weiterkommen. Bei den Spielen 2022 in Peking hatte sie das Finale erreicht und den elften Rang belegt. „Natürlich ist es extrem schade, dass es jetzt so knapp war. Ich wäre sehr gerne auch im Finale gefahren. Aber ich habe mich so gut auf dem Board gefühlt, wie seit zwei Jahren nicht mehr - das spornt mich an\", sagte die 24-Jährige.Nur die besten zwölf Starterinnen dürfen weiter auf Medaillen im Livigno Snow Park hoffen. Leilanis sechs Jahre jüngere Schwester Kona Ettel (18.) scheiterte ebenso wie auch Anne Hedrich (21.).Als Favoritin geht die zweimalige Halfpipe-Olympiasiegerin Chloe Kim in das Finale am Donnerstag (19.30 Uhr). Mit einer weiteren Goldmedaille wäre sie die erste Snowboarderin mit drei Olympiasiegen. (dpa)
Das deutsche Team wird bei den Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo mit dem drittgrößten Aufgebot seiner Geschichte antreten. Für die Spiele der Behindertensportler nominierte das Nationale Paralympics Komitee vorerst 38 Athleten und Athletinnen. Durch sogenannte Wildcards könnten noch weitere Startplätze hinzukommen, teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit.„Es ist eine Mannschaft mit vielen spannenden Charakteren und Geschichten, gleichzeitig ist es eine Mannschaft mit Potential und Perspektive. Mit Blick auf die Anzahl an Gesamtmedaillen wollen wir es unter die besten sechs Nationen schaffen“, erklärte Leistungssport-Chef Marc Möllmann, der auch erstmals Chef de Mission sein wird.Bei den Winter-Paralympics vom 6. bis 15. März sind deutsche Sportler zum ersten Mal in fünf Sportarten dabei. Lediglich das Rollstuhl-Curling findet ohne deutsche Beteiligung statt. Insgesamt werden 79 Entscheidungen in sechs Sportarten fallen.Bereits ihre sechsten Winter-Paralympics bestreitet die alpine Skifahrerin Andrea Rothfuss. Die 36-Jährige hatte in Sotschi 2014 Slalom-Gold gewonnen. Erfahrenste Athletin ist Andrea Eskau, die zum insgesamt neunten Mal bei Paralympics startet. Die 54 Jahre alte Rollstuhlsportlerin holte sowohl im Sommer mit dem Handbike als auch im Winter im Skilanglauf und Biathlon insgesamt acht Goldmedaillen.Neben den Sportlern nominierte der DBS sieben Guides. Zum Aufgebot gehören überdies 49 Mitglieder des Funktionsteams aus Trainern, Ärzten, Betreuern und Physiotherapeuten. (dpa)
Wayne Lemley war begeistert. Was diese wilden Ski-Freestyler da bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City auf die Buckelpiste zauberten, sollten seine Kinder auch irgendwann lernen. Und so stellte der Pilot später seine Tochter Elizabeth mit nur neun Monaten erstmals auf Ski. Heute, rund 19 Jahre später, hat auch Elizabeth Lemley den Pilotenschein – und ist Olympiasiegerin auf der Buckelpiste.Die 20-jährige US-Amerikanerin setzte sich im Livigno Snow Park vor ihrer Teamkollegin Jaelin Kauf durch, der Weltmeisterin und Olympia-Zweiten von Peking. Dritte wurde Perrine Laffont aus Frankreich, die Olympiasiegerin von 2018 und sechsmalige Weltmeisterin. Peking-Siegerin Jakara Anthony aus Australien patzte schwer und wurde Achte.Lemleys Sieg ist eine Überraschung, aber keine Sensation. Sie stand 2024 schon bei Jugend-Olympia ganz oben, ehe ein Kreuzbandriss sie ausbremste. Erst im vergangenen Dezember kehrte sie auf die Weltcup-Bühne zurück, jetzt sprang sie ganz nach oben. (sid)
Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den Fall der positiv getesteten italienischen Biathletin Rebecca Passler abgewiesen. Zuständig sei weiterhin die italienische Anti-Doping-Behörde, teilte der Cas mit. Dort könne die vorläufige Suspendierung noch immer angefochten werden. Die Frist läuft am Donnerstag ab. Ein Start von Passler bei ihren Heim-Spielen in Italien wird damit immer unwahrscheinlicher.Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar positiv auf Letrozol getestet worden. Anschließend wurde sie vor den Winterspielen vorläufig suspendiert. Passler hatte gefordert, die Suspendierung wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in ihrer Heimat Antholz zu ermöglichen. In der Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung reichte sie einen Antrag bei der Ad-hoc-Abteilung des Cas für die Winterspiele ein.Mit dem Medikament Letrozol kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Die frühere Junioren-Weltmeisterin startet seit Ende 2021 im Weltcup. Ihre besten Karriereresultate sind zwei elfte Plätze im Sprint von Oberhof und im Massenstart von Annecy. (dpa)
Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß muss nach zwei späten Schießfehlern weiter auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Die 31-Jährige hatte bei den Winterspielen in Antholz über 15 Kilometer lange die Chance auf Gold, belegte am Ende aber den zehnten Platz. Ihr Rückstand betrug im Ziel 2:19,9 Minuten. Beste Deutsche wurde die Thüringerin Vanessa Voigt, die wie schon vor vier Jahren in Peking den vierten Rang belegte.Den Olympiasieg sicherte sich Julia Simon (1 Fehler) aus Frankreich vor ihrer Teamkollegin Lou Jeanmonnot (2). Bronze sicherte sich sensationell die Bulgarin Lora Hristova (0). Dahinter fehlten Voigt nach einem fehlerfreien Auftritt nur 13 Sekunden auf Bronze. In Peking waren es 2022 sogar nur 1,3 Sekunden gewesen.Kurz vor ihrem Karriereende hatte Preuß zum Olympia-Auftakt am Sonntag mit der deutschen Mixed-Staffel Bronze gewonnen. Nach drei perfekten Schießeinlagen patzte die Bayerin ausgerechnet bei den letzten fünf Schüssen. Am Dienstag waren auch die Männer im Einzel leer ausgegangen, Philipp Nawrath war als bester Deutscher Fünfter geworden. Das bislang letzte deutsche Edelmetall im Frauen-Einzel hatte Denise Herrmann-Wick vor vier Jahren mit Gold in Peking gewonnen. In diesem Rennen hatte Vanessa Voigt als Vierte Bronze verpasst. Auch Preuß war 2018 in Pyeongchang Vierte geworden, Bronze schnappte ihr damals in Südkorea Teamkollegin Laura Dahlmeier weg. (dpa)
Die deutschen Eishockey-Frauen müssen länger als von ihnen erhofft auf den Termin ihres Viertelfinals warten. Wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mitteilte, sollen die Spiele der Runde der besten acht Teams erst nach dem auf Donnerstag verlegten letzten Vorrundenspiel Kanada gegen Finnland angesetzt werden.Nach ursprünglichem Spielplan hätte Deutschland als Zweiter der Gruppe B am Freitag wieder spielen müssen. Laut DEB findet das K.-o.-Spiel mit großer Wahrscheinlichkeit gegen Kanada nun jedoch erst am Samstag statt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es heute aber noch nicht. Das Vorrundenspiel Kanadas gegen Finnland war verlegt worden, weil es in der vergangenen Woche bei den Finninnen einen Norovirus-Ausbruch gegeben hatte.Da Kanada am Dienstag überraschend deutlich 0:5 gegen die USA verloren hatte, ist immer noch nicht ganz klar, gegen wen das deutsche Team im Viertelfinale antreten muss. Ein Duell mit Olympiasieger Kanada ist aber sehr wahrscheinlich. „Wir haben da nichts zu verlieren“, sagte Laura Kluge, die am Dienstag den 2:1-Siegtreffer im letzten Vorrundenspiel gegen Italien erzielt hatte.Die Angreiferin von Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL ist aktuell Top-Scorerin des gesamten olympischen Turniers der Frauen. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist erstmals seit 2014 wieder bei Olympischen Winterspielen dabei. (dpa)
Die deutschen Nordischen Kombinierer haben eine Medaille verpasst. Johannes Rydzek belegte als Bester aus dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel den achten Platz. Vinzenz Geiger, der zunächst aussichtsreich im Rennen lag, brach bei sehr schwierigen Bedingungen auf der letzten Runde ein und lief nur als Zehnter ins Ziel.Zum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze ging im italienischen Tesero überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Als dritter Deutscher lief Julian Schmid auf Rang 14.Geiger, der vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im Normalschanzen-Einzel furios Gold gewonnen hatte, war diesmal nach dem Skispringen als Achter und mit einem Rückstand von 29 Sekunden auf den führenden Esten Kristjan Ilves ins Rennen gegangen. Rydzek mit 42 und Schmid mit 43 Sekunden Rückstand auf die Spitze schienen im Kampf um das Podest ebenfalls nicht chancenlos. Die Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht.Die Kombinierer kämpfen bei diesen Winterspielen auch um ihre Olympia-Zukunft. Als einzige Sportart bei dem Großereignis findet die Kombination ohne Frauen statt. Noch ist offen, ob für die nächste Ausgabe des Großereignisses Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Kombination vielleicht sogar ganz aus dem Programm genommen wird. Seit Monaten werben Sportlerinnen, Sportler und Funktionäre um die traditionsreiche Disziplin.„Wir haben einfach den geilsten Sport der Welt. So ist es einfach“, sagte Geiger nach dem Skispringen in Predazzo, bei dem für die Kombination ungewöhnlich viele Zuschauer vor Ort waren. Auf der anspruchsvollen Laufstrecke lieferten er und seine Konkurrenten dann ein packendes Rennen. (dpa)
Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) spitzt sich zu und könnte beim Rennen am Donnerstag eskalieren. Während das IOC auf seiner Position beharrt, Heraskewytschs Helm mit den Bildern getöteter Sportler verstoße gegen die Richtlinien, sieht das der 27-Jährige anders. „Das IOC hat die Situation um den 'Helm des Gedenkens' zu einem absurden Theaterstück gemacht“, sagte Heraskewytsch am Mittwoch.IOC-Sprecher Mark Adams hatte zuvor betont: „Wir werden den Athleten heute abermals kontaktieren und ihm die vielen Möglichkeiten aufzeigen, seine Trauer auszudrücken, wie wir es bereits besprochen haben.“ Die Konsequenz von Disziplinarmaßnamen sprach Adams nicht direkt aus, sie geht aber aus der IOC-Charta hervor.Heraskewytsch könne außerhalb des Wettkampfs „seinen Helm tragen, er kann seinen Helm zeigen, er kann damit durch die Mixed Zone gehen, er kann mit Leuten reden“, erklärte Adams und betonte: „Wir werden mit ihm sprechen, um ihm zu erklären, dass es im Interesse aller liegt, dass er an Wettkämpfen teilnimmt und seine Meinung äußern kann.“ Auf die Frage, ob und wann konkret eine Disqualifikation ausgesprochen würde, ging er nicht sein. Dies sei „hypothetisch“.Heraskewytsch, Fahnenträger seines Landes bei den Winterspielen in Norditalien, ist seit Tagen auf Konfrontationskurs mit dem IOC, um seinem kriegsgebeutelten Land Sichtbarkeit zu verschaffen. Er trug den Helm am Montag, Dienstag und auch am Mittwoch in den Trainingseinheiten und bekräftigte, er werde den Kopfschutz auch im olympischen Wettkampf an diesem Donnerstag (9.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und Eurosport) einsetzen. Dies ist laut der IOC-Regel 50.2 verboten, wonach die Meinungsfreiheit gewissen Einschränkungen unterliegt.Das Spielfeld, das sogenannte „field of play“, sei „heilig“, unterstrich Adams und verwies auf unterzeichnete Erklärungen durch Tausende Athleten. Heraskewytsch betonte, er verstoße gegen keine IOC-Regel und warf dem IOC „Doppelmoral“ vor. Er verwies auf den US-Eiskunstläufer Maxim Naumov, der am Dienstagabend nach seinem Kurzprogramm mit einem Bild seiner bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Eltern gedacht hatte.„Das war eine sehr emotionale, sehr menschliche, spontane Geste, und ich denke, jeder würde jemanden verstehen, der seine Eltern auf so tragische Weise verloren hat. In gewisser Weise unterstreicht sie genau das, was wir sagen wollen“, sagte Adams und fügte hinzu: Heraskewytsch könne „genau dasselbe tun“. (sid)
Die deutschen Snowboarderinnen haben auf der Halfpipe den Finaleinzug verpasst. Nach zwei Versuchen in der Qualifikation fehlten Leilani Ettel auf dem 13. Platz 7,75 Punkte für das Weiterkommen. Bei den Spielen 2022 in Peking erreichte sie das Finale und belegte den elften Rang. „Natürlich ist es extrem schade, dass es jetzt so knapp war. Ich wäre sehr gerne auch im Finale gefahren. Aber ich habe mich so gut auf dem Board gefühlt, wie seit zwei Jahren nicht mehr – das spornt mich an“, sagte die 24-Jährige. Nur die besten zwölf Starterinnen dürfen weiter auf Medaillen im Livigno Snow Park hoffen. Leilanis sechs Jahre jüngere Schwester Kona Ettel (18.) scheiterte ebenso wie auch Anne Hedrich (21.). Die zweimalige Halfpipe-Olympiasiegerin Chloe Kim aus den USA geht derweil als Favoritin in das Finale am Donnerstag (19.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport). Mit einer weiteren Goldmedaille wäre sie die erste Snowboarderin mit drei Olympiasiegen. (dpa)