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10.02.2026
13:29 Uhr
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Kollegen verärgert über RAI-Sportchef +++ Olympiasieger Raimund emotional bei Anzugskandal +++ Ukrainer darf Helm mit Bildern von toten Kollegen nicht tragen +++ Alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Deutschlands Eishockey-Frauen sind bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien für das Olympia-Viertelfinale qualifiziert. Da Konkurrent Japan am Mittag gegen Gruppensieger Schweden 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) verlor, ist das deutsche Team nicht mehr aus den Top drei der Gruppe zu verdrängen. Deutschland hatte am Montag 2:1 nach Verlängerung gegen Frankreich gewonnen.Das Team von Trainer Jeff MacLeod spielt damit am Freitag entweder gegen die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Top-Favoriten auf die Goldmedaille. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympischen Winterspielen dabei. (dpa)
Sofija Schkatula kamen nach dem Sprintrennen im Skilanglauf die Tränen. „Es ist einfach nur traurig“, sagte die 18 Jahre alte Ukrainerin. Ihr Elternhaus in der Sumy Region Nähe der russischen Grenzen sei während des russischen Angriffskriegs komplett zerstört, erklärte sie. Bei Olympia im italienischen Tesero lief sie im Sprint gegen eine russische und eine belarussische Athletin.„Es ist sehr merkwürdig“, sagte Schkatula emotional. „Russland bombardiert weiterhin meine Heimat, meine Freunde, meine Familie. Es ist weiterhin nicht einfach, sich hier auf den Sport zu konzentrieren“, erklärte sie. Gleichzeitig betonte sie, dass ihre Wut nicht gegen die Olympiateilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland oder auch Belarus gerichtet ist. „Sie können nichts dafür“, erklärte sie.Das Internationale Olympische Komitee erlaubt Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus, wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, als individuelle neutrale Athleten anzutreten. Das IOC überlässt jedoch den internationalen Verbänden der einzelnen Sportarten die Entscheidung, ob sie dies auch in ihren Qualifikationswettkämpfen anwenden. Hintergrund der Sanktionen gegen Russland und Belarus ist der seit mehr als drei Jahren andauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das IOC hatte Russlands Olympisches Komitee suspendiert, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat. Dies wertete das IOC als Verstoß gegen die Olympische Charta. (dpa)
Wenige Wochen nach einem harten emotionalen Tiefschlag hat der Norweger Birk Ruud seine zweite Goldmedaille gewonnen. Nach dem Sieg im Big-Air-Wettbewerb vor vier Jahren in Peking triumphierte der 25 Jahre alte Freestyle-Skifahrer diesmal in der Disziplin Slopestyle. Ruud, der über die Rails und Kicker bereits zweimal Weltmeister geworden war, setzte sich mit 86,28 Punkten knapp vor Alex Hall (USA/85,75) durch, der 2022 in Peking gewonnen hatte. Bronze ging an Big-Air-Weltmeister Luca Harrington aus Neuseeland (85,15). Ruud hatte vor Olympia schwer zu kämpfen. Sein Teamkollege William Bostadslökken war Mitte Dezember vor dem Big-Air-Weltcup in Steamboat Springs/US-Bundesstaat Colorado schwer gestürzt und ist seitdem querschnittsgelähmt. „Ich habe viele Wochen durchgemacht, in denen ich nur an William gedacht habe. Ich musste wirklich tief in mich gehen und die Dinge über Weihnachten aufarbeiten, um an den Punkt zu gelangen, an dem ich jetzt bin“, hatte Ruud vor Olympia berichtet. Bostadlökken drückte seinen Teamkollegen, „der besten Mannschaft der Welt“, von zu Hause aus die Daumen. „Er ist ein Krieger und schlicht und ergreifend ein Held“, sagte Ruud. Dass Bostadlökken trotz seines verhängnisvollen Unfalls wieder ein Lächeln im Gesicht habe, erfülle ihn mit großem Glück.Die Entscheidung im Snow Park von Livigno war knapp. Ruud gelang sein bester von drei Runs bereits zum Auftakt, am Ende lag er 0,53 Punkte vor Hall. Harrrington fehlten 0,5 Punkte zu Silber. (sid)
Laura Gimmler versuchte unter der lauten Anfeuerung ihres Freundes Cyprien Sarrazin alles, auch Johannes Rydzek brüllte seine Schwester Coletta aus Kräften nach vorne – der Traum vom olympischen Finale platzte für die beiden deutschen Langläuferinnen denkbar knapp. Während Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo seine Rekordjagd fortsetzte und die Schwedin Linn Svahn erstmals Gold holte, schied das DSV-Duo nach hartem Kampf im Halbfinale aus.„Wir haben die Regel unseres Trainers, dass wir eine Stunde enttäuscht sein dürfen, dann ist das abgehakt“, sagte die 32-jährige Gimmler, der als Dritte ihres Halbfinals 63 Hundertstelsekunden zum ersten deutschen Einzug in ein olympisches Sprintfinale seit 20 Jahren fehlten. Mit Rang sieben konnten aber Gimmler wie auch ihre Familie auf der Tribüne leben: „Das ist ein anständiges Niveau.“ Der französische Alpin-Star Sarrazin, Kitzbühelsieger von 2024, klatschte anerkennend Beifall.Rydzek hatte im Viertelfinale auf der schweren und langen Runde zu viel Kraft gelassen, kam in Gimmlers Lauf letztlich auf Platz vier und Rang acht der Endabrechnung. „Als Sportler will man immer ein bisschen mehr, das Ziel war schon das Finale. Es ist solide gewesen“, sagte die Oberstdorferin, ehe sie Bruder Johannes lange umarmte, der am Mittwoch bei den Kombinierern um Gold kämpft. (sid)
Die Ursache für die Medaillen-Pannen ist nach Angaben der Organisatoren gefunden. „Wir haben uns sofort zielgerichtet darum gekümmert, es gibt eine Lösung. Jetzt wird es Maßnahmen geben“, sagte ein Sprecher des Organisationskomitees, ohne Details zu nennen. Alle Sportlerinnen und Sportler, die Probleme mit ihren Medaillen haben, seien eingeladen, diese zur Reparatur einzureichen. „Wir fühlen uns verpflichtet, dass die Medaillen die höchsten Qualitätsstandards erfüllen“, sagte der Sprecher.Bei mehreren Olympioniken wie der US-Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson, dem deutschen Biathleten Justus Strelow und der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson war die Medaille während ihrer Jubelaktionen vom Band gerissen. Auch die Eisschnellläuferin Jutta Leerdam hatte offenbar dasselbe Problem. Auf einem Tiktok-Video hält sie zunächst freudig ihre Medaille in die Kamera, ehe sie plötzlich ausruft: „Ich habe sie kaputt gemacht.“Die Organisatoren verwiesen auf die Zuständigkeit der Staatlichen Münzprägeanstalt Italiens, von der die Medaillen hergestellt werden. Skirennfahrerin Johnson hat bereits eine Ersatzmedaille erhalten, die aber noch graviert werden muss. Die defekte Medaille habe sie aber nicht behalten dürfen, ließ die 30-Jährige wissen. „Sie mögen es nicht, wenn du mehrere davon hast“, sagte Johnson lachend vor dem Start der Team-Kombination in Cortina d'Ampezzo.Biathlet Strelow wollte seine beschädigte Bronzemedaille aus der Mixed-Staffel dagegen wohl nicht eintauschen. „So ein Kratzer, das sind ja auch Erinnerungen. Das kann man dann später mal erzählen, wann und warum das passiert ist, das ist eigentlich eine schöne Story“, sagte sein Teamkollege Philipp Horn. (dpa)
Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch darf bei den Winterspielen einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen nicht mehr tragen. Der Kopfschutz widerspreche den Regeln der Olympischen Charta, sagte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb ein schwarzes Armband tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern.Vorausgegangen sei ein Treffen mit dem Trainer des Athleten und der ukrainischen Delegation. Heraskewytsch hatte den Helm im Training auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo getragen und später einen offiziellen Antrag beim IOC gestellt, um eine Erlaubnis für den Kopfschutz zu erhalten.Der Helm sei „eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie“, erklärte der 27-Jährige. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.Das IOC verwies jedoch auf sein Regelwerk für politische Botschaften. Diese seien mit der Athletengemeinde abgestimmt. Es müsse allen Sportlerinnen und Sportlern möglich sein, sich in einem sicheren Umfeld auf ihre Leistung zu konzentrieren, unbeeinflusst von den zahlreichen Konflikten auf der Welt, erklärte die Dachorganisation. Heraskewytsch habe den Helm bei ersten Trainingsfahrten tragen können und seine Trauer auch über seine Kanäle in sozialen Netzwerken geäußert. Dass er nun zumindest ein schwarzes Armband tragen dürfe, sei „ein guter Kompromiss“, sagte der IOC-Sprecher. (dpa)
Kombinierer Vinzenz Geiger hat am Tag vor der ersten Entscheidung bei den Winterspielen das Skisprungtraining aus gesundheitlichen Gründen ausgelassen. „Gestern im dritten Sprung hat es ein bisschen gezwickt im Knie“, sagte der Olympiasieger von 2022, gab aber sogleich Entwarnung: „Nichts Schlimmes, aber muskulär ist es zugegangen.“Er habe beschlossen, „dass ich mir die Sprünge spare, mich nochmal schone und morgen angreife“. An diesem Mittwoch steht der erste Olympia-Wettkampf für ihn und seine Teamkollegen an. Um 10.00 Uhr wird zunächst in Predazzo auf der Normalschanze gesprungen. Um 13.45 Uhr fällt dann im Langlaufrennen über zehn Kilometer in Tesero die Entscheidung (ARD und Eurosport). Geiger zählt zu den Favoriten.Mannschaftsarzt Lukas Pecher macht sich ebenfalls keine Sorgen um die Leistungsfähigkeit des Oberstdorfers. „Er kennt das. Er hatte in der Vergangenheit auch schonmal das Problem“, sagte er. (dpa)
Emma Aicher muss für die erhoffte Medaille in der olympischen Team-Kombination eine Aufholjagd starten. Das deutsche Duo liegt nach einer durchschnittlichen Abfahrt von Kira Weidle-Winkelmann zur „Halbzeit“ auf Rang sechs. Der Rückstand auf Bronze beträgt vor dem Slalom 0,47 Sekunden, Gold ist 0,74 Sekunden weg.In Führung liegen in Cortina d'Ampezzo die Topfavoritinnen und Weltmeisterinnen aus den USA: Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson legte für Slalom-Queen Mikaela Shiffrin die Bestzeit vor. Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber hat vor der Medaillen-Entscheidung (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) aber nur 0,06 Sekunden Rückstand. Auf Rang drei liegt Italien 2 mit Laura Pirovano und Martina Peterlini (+0,27 Sekunden zurück).Weidle-Winkelmann war sieben Hundertstelsekunden langsamer als in der Spezialabfahrt, in der sie bei Aichers Silber-Coup Platz neun belegt hatte. Die Aussichten sind dennoch nicht schlecht: Aicher war im Spezialslalom in dieser Saison schon zweimal Dritte.Die Hoffnungen des italienischen Topteams sind bereits dahin: Sofia Goggia, Dritte in der Spezialabfahrt und in einem Team mit Lara Della Mea, stürzte. Sie blieb allem Anschein nach unverletzt. (sid)
Nach seinem Olympiasieg von der Kleinschanze gab Philipp Raimund tiefe Einblicke in eine zerbrochene Skisprung-Freundschaft. „Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet“, sagte der 25-Jährige über den Norweger Marius Lindvik. „Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt.“Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindvik und dessen Teamkollege Johann Andre Forfang wegen manipulierten Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.„Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben“, sagte Raimund. „Für mich persönlich kann ich nur sagen: Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: „Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist“, dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben. Dann hätte ich gesagt, ihr seid Menschen, lasst uns zusammen auf die Zukunft konzentrieren.“Raimund ergänzte: „Aber ich bin ein bisschen traurig, dass es nie passiert ist. Besonders, weil ich mit ihm befreundet war und es gab nie eine Entschuldigung oder etwas Ähnliches.“ (dpa)
Die Skilangläuferinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek sind bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina ins Viertelfinale des Klassiksprints eingezogen, konnten aber in der Qualifikation nicht mit den Besten mithalten. In Tesero kam Gimmler am Dienstagmorgen auf Platz 17 und hatte nach 1,6 km satte 9,60 Sekunden Rückstand auf Prolog-Siegerin Linn Svahn aus Schweden.„Es war sehr, sehr hart, härter als ich dachte. Nach dem letzten Anstieg war ich schon gut blau“, sagte die Oberstdorferin im ZDF. Rydzek lag auf Platz 24 sogar 11,59 Sekunden zurück. Zwischen die beiden schob sich noch Sofie Krehl auf Platz 21. Katherine Sauerbrey schied auf Platz 39 aus. Ihre Favoritenrolle unterstrichen die Schwedinnen. Hinter Svahn kam Peking-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jonna Sundling auf Platz zwei, Dritte wurde Johanna Hagström.Die Viertelfinals der besten 30 werden ab 11.45 Uhr in fünf Läufen mit jeweils sechs Starterinnen ausgetragen. Die besten zwei jedes Laufs sowie insgesamt zwei weitere Zeitbeste ziehen ins Halbfinale der besten zwölf ein. Dort geht es nach dem gleichen Modus um den Einzug ins Finale (ab 13.24 Uhr). (sid)
Franziska Preuß greift im Einzel der Biathletinnen nach ihrer zweiten Medaille bei den Olympischen Winterspielen. Die Gesamtweltcupsiegerin bildet mit Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) für den Einzelwettbewerb über 15 Kilometer am Mittwoch in Antholz (14.15 Uhr/ARD und Eurosport).Zum Auftakt hatte Preuß (31) zusammen mit Voigt, Justus Strelow und Philipp Nawrath Bronze in der Mixed-Staffel gewonnen. Deutschlands Sportlerin des Jahres beendet spätestens nach dem letzten Weltcup der Saison am Holmenkollen in Oslo ihre Karriere, bei ihrer letzten Olympia-Teilnahme will sich die Bayerin unbedingt noch eine Einzelmedaille sichern. (sid)
Deutschlands NHL-Stars haben sich nach dem ersten Training mit dem Eishockey-Nationalteam in Mailand über das Eis bei den Winterspielen gewundert. Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm war enttäuscht von der Qualität des Eises in der neu gebauten Santagiulia-Eishalle. „Das ist schon tough. Das ist brutal weich“, sagte der Stürmer von Minnesota Wild nach der ersten Einheit mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes. Zusammen mit acht anderen Nordamerika-Profis war der 30 Jahre alte Augsburger erst am Sonntag in Mailand angekommen. Laut Sturm dürfte das Problem während des Turniers sogar noch größer werden. „Wenn so viele Mannschaften auf dem Eis sind, kommt es nicht zur Ruhe. Und wenn mehr Menschen in der Halle sind, wird es ja sogar noch wärmer“, merkte der Augsburger an. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Berichtete über den Bau der neuen Halle gegeben, die nicht rechtzeitig fertig würde. Tatsächlich ist in der Halle noch nicht alles im Zuschauerbereich fertig verputzt. Die Eisprobleme sind dazu nicht untypisch für eine neue Halle. Auch die Maße der Eisfläche macht den Spielern zu schaffen. Obwohl die 60 mal 26 Meter große Eisfläche laut Weltverband IIHF genauso groß sein soll wie vor vier Jahren in Peking mussten sich vor allem die in Europa aktiven Spielern erheblich umstellen. Die sind zumeist an eine um vier Meter breitere Eisfläche gewöhnt. In der NHL wird auf 61 mal 26 Metern gespielt.Wegen des fehlenden Meters in der Länge muss sich aber Nationaltorhüter Philipp Grubauer von Seattle Kraken umstellen. „Der Winkel ist dann schon etwas anders. Die Pucks fliegen anders von der Bande zurück. Aber bis Donnerstag habe ich mich umgestellt, kein Problem“, sagte der 34-Jährige. (dpa)
Nach dem Ritt auf dem im Schlussteil „leichtesten Slalomhang, den ich je auf diesem Niveau gefahren bin“, bemühte sich Linus Straßer um Pragmatismus: „Das hier kann gefühlt jeder“, sagte er am Montag nach dem olympischen Wettbewerb in der Team-Kombination über den Slalom-Kurs auf der Abfahrtsstrecke von Bormio, aber „am Schluss ist es so wie es ist.“ Mit Blick auf die Slalom-Entscheidung am Montag der kommenden Woche (1. Lauf 10.00 Uhr, 2. Lauf 13.30 Uhr, ZDF und Eurosport) sei es nun wichtig, die Bedingungen anzunehmen und „das richtige Rezept“ zu finden.Gemeinsam mit Abfahrer Simon Jocher hatte Straßer in der erstmals bei Olympia ausgetragenen Team-Kombination Rang zehn belegt, eine Medaille war beim Sieg der Schweizer Franjo von Allmen und Tanguy Nef für das deutsche Duo außer Reichweite. „Es waren wahnsinnig gute Abschnitte dabei“, sagte Straßer nach seiner Fahrt durch den Stangenwald am Montagnachmittag, „leider habe ich genau im falschen Moment Fehler gemacht, die natürlich weh tun.“Als besondere Herausforderung empfand der 33-Jährige insbesondere den letzten Abschnitt des Slalomkurses auf der Stelvio, wenngleich er feststellte: „Das darfst du eigentlich keinem erzählen, wie einfach das ist.“ Gerade diesem Umstand aber sei es geschuldet, dass man sich „am Limit“ bewegen müsse „von der Linie, von der Bewegung und von der Geschwindigkeit her. Und du darfst gleichzeitig keine Fehler machen.“Er sehe dies mit Blick auf das Rennen in sieben Tagen jedoch als „Chance“, sagte Straßer, der bei der WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm im Slalom Bronze gewann: „Ich werde probieren, sie zu ergreifen, mit allem, was mir zur Verfügung steht.“ (sid)
Das Tragen einer Maske selbst bei einer olympischen Medaillen-Party ist für Franziska Preuß überhaupt kein Problem. „Ich glaube, da gibt es Schlimmeres“, sagte die Biathlon-Weltmeisterin der ARD. In den sozialen Medien hatte es in den vergangenen Tagen viele Fragen und Kommentare gegeben, weil Preuß und der Rest des Teams mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen waren, als sie in Antholz in ihrer Unterkunft Bronze mit der Mixed-Staffel feierten.„Ich glaube, die oberste Priorität ist, dass jeder gesund durchkommt und man hat ja doch hier und da mal Kontakte von außen. Wir sind überzeugt, dass wir so gesund bleiben – und dann muss man immer eine Maske aufsetzen“, sagte die 31-jährige Preuß aus Ruhpolding. Sie selbst schützt sich beispielsweise auch bei Transfers in Fahrzeugen oder Medienterminen schon seit Jahren regelmäßig mit einer Maske, um nicht unnötig krank zu werden.Und damit ist Preuß alles andere als alleine. „Man sieht, dass es jedes Team macht, das viel erreichen will“, sagte Preuß' Teamkollege David Zobel. Masken sind im Umfeld des olympischen Biathlonstadions in Südtirol mehr die Regel als die Ausnahme. Man müsse sich ja auch nur die vielen Norovirus-Infektionen beim finnischen Eishockeyteam der Frauen in Mailand anschauen, die sogar eine Spielverschiebung zur Folge hatten, sagte Zobel: „Dann werden die ganzen Maskenkritiker relativ schnell leise.“Der Deutsche Skiverband (DSV) arbeitet seit der Corona-Krise 2020 mit einem strengen Hygienekonzept, das verhindern soll, dass sich Infektionen im ganzen Team ausbreiten. Für die Sportlerinnen und Sportler ist das Tragen von Masken längst Alltag geworden und stellt keinerlei Problem dar, zumal niemand daran zweifelt, dass diese Maßnahme hilfreich ist, um im Winter gesund zu bleiben. (dpa)