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17.02.2026
14:49 Uhr
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Schipulin nur unter Bedingung zu Rückgabe von aberkannter Medaille bereit +++ Deutsches Eishockey-Team nach Sieg gegen Frankreich im Viertelfinale +++ Norweger McGrath erklärt Flucht in den Wald +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Die deutschen Eisschnellläufer haben sich mit Erfolgserlebnissen aus den Team-Wettbewerben der Olympischen Winterspiele in Mailand verabschiedet. Am Dienstag gewannen Felix Maly, Fridtjof Petzold und Patrick Beckert in dessen wohl letztem Olympialauf das Platzierungsrennen gegen Japan in 3:45,25 Minuten und wurden Siebte. Den Einzug ins Halbfinale hatte das deutsche Trio verpasst.Auch für die deutschen Frauen ging es nicht mehr um eine Medaille. Lea Sophie Scholz, Josie Hofmann und Josephine Schlörb setzten sich im Rennen um den fünften Platz in 3:00,65 Minuten gegen Belgien durch.Die Oranje-Männer um Routinier Jorrit Bergsma verpassten Bronze im Duell mit China um neun Hundertstel. Gold ging vor den Augen von Doppel-Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida an Italien vor den USA, es war bereits das neunte Gold für das Gastgeberland. Auch bei den Frauen verpassten die Niederlande den erhofften Sieg im Duell mit Kanada. Bronze sicherte sich Japan. (dpa)
Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer ist zum zweiten Mal nacheinander leer ausgegangen. Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn mussten sich wie zuletzt schon 2022 nach schwachen Schießleistungen mit dem vierten Platz begnügen und warten im Herrenteam weiterhin auf ihre erste Medaille in Antholz. Schon in den vorangegangenen drei Einzelrennen hatte es nicht für das Podest gereicht. Staffel-Olympiasieger wurde der große Favorit Frankreich vor Norwegen, Bronze ging an Schweden. Dem deutschen Quartett, das im Vorjahr noch WM-Bronze gewonnen hatte, fehlten nach insgesamt zwölf Nachladern 50,8 Sekunden zur Bronzemedaille. Nach 4 × 7,5 Kilometern betrug der Rückstand auf die starken Franzosen vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp 1:48,3 Minuten. Die letzte Medaillenchance in Südtirol bietet sich Nawrath und Co. am Freitag im Massenstart.Startläufer Strelow setzte sich nach einem schnellen Schießen direkt an die Spitze. An Position zwei mischte auch Zobel an der Spitze mit, bis er im Stehendschießen drei Nachlader benötigte. Ebenso erging es Nawrath, der auf Rang vier den Anschluss nach vorn verpasste. Weil auch Horn schon im Liegendschießen weitere drei Extrapatronen brauchte, ging am Ende nichts mehr in Richtung der Podestplätze.Schon vor vier Jahren hatte es in Peking für Deutschland auf dem vierten Platz keine Medaille gegeben. 2018 reichte es in Südkorea noch zu Bronze, 2014 gab es im russischen Sotschi nach der Disqualifikation Russlands das bislang letzte Gold für die DSV-Skijäger. Schlechter als Platz vier war das Team bei Olympia seit der Wiedervereinigung noch nie. (dpa)
Deutschlands Eishockey-Nationalteam steht nach einem Pflichtsieg gegen Frankreich im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele. In Mailand gewann die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis mit 5:1 (3:0, 0:1, 2:0). Gegen den Außenseiter Frankreich schossen Kapitän Leon Draisaitl (4. Minute), Frederik Tiffels (11.), JJ Peterka (19.), Joshua Samanski (48.) und Nico Sturm (60.) die deutschen Tore. Bereits am Mittwoch (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport) geht es gegen die Slowakei weiter.Bei ihrem Auftritt im Eishockeystadion Santagiulia in Mailand überzeugte die DDEB-Auswahl trotz klarer Überlegenheit nicht vollends. Vor der Pflichtaufgabe in der ersten K.-o.-Runde war es zu einer teaminternen Aussprache am Montag gekommen. Die beiden Niederlagen in der Vorrunde gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) hatten zu großer Unzufriedenheit in der Olympia-Auswahl geführt, die als das auf dem Papier beste deutsche Eishockey-Team jemals gilt. (dpa)
Die deutschen Nordischen Kombinierer steuern auf ernüchternde olympische Spiele zu. Das Team von Bundestrainer Eric Frenzel gewann auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele von Italien keine Medaille. Vinzenz Geiger belegte als bester Deutscher im Einzel von der Großschanze mit dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer den neunten Platz.Gold sicherte sich wie schon im Normalschanzen-Wettbewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber ging abermals an den Österreicher Johannes Lamparter. Bronze holte Ilkka Herola aus Finnland. Als zweitbester Deutscher lief Johannes Rydzek in Tesero bei seinen wohl letzten Olympischen Winterspielen auf Rang zehn. Julian Schmid kam auf Platz zwölf. Auf den Sieger hatten Geiger und Rydzek jeweils mehr als anderthalb Minuten Rückstand, Schmid fehlten sogar knapp zweieinhalb Minuten.Schon nach dem Skispringen am Vormittag in Predazzo waren die deutschen Medaillenchancen auf ein Minimum gesunken. Rydzek lag vor dem Langlaufrennen mit einem Rückstand von 1:23 Minuten auf den führenden Ryota Yamamoto aus Japan auf Rang 15. Schmid hatte 1:35 Minuten, Geiger sogar 1:43 Minuten Rückstand auf die Spitze. „Ein Witz“, hatte Geiger nach seiner Landung verärgert ausgerufen. Damit meinte er sowohl seinen Sprung als auch die Bedingungen auf der Großschanze. „Ich war frustriert. Da kommt so etwas raus“, sagte der 28-Jährige. „Ich bin zwar ein positiver Mensch, aber die Medaillenplätze sind vergeben.“ Schmid versteckte seinen Ärger ebenfalls nicht. „Es war grottenschlecht. Das kann man ganz klar so sagen“, sagte der 26-Jährige.Eine Chance haben die Deutschen noch, nicht komplett ohne Edelmetall von den Winterspielen abzureisen. Am Donnerstag steht der Teamsprint auf dem Programm. Winterspiele ohne Medaille gab es für die Kombinierer zuletzt 1998 im japanischen Nagano. (dpa)
Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete italienische Biathletin Rebecca Passler (24) wird bei den Olympischen Winterspielen nicht zu einem Einsatz kommen. Die 24-Jährige fehlt im Aufgebot der Gastgeber für die Staffel am Mittwoch (14.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport), stattdessen gehen Hannah Auchentaller, Dorothea Wierer, Michela Carrara und Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi an den Start. Da Passler auch nicht für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifiziert ist, wird sie keinen Auftritt bei ihrem Heimspiel haben.Passler war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war– ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. In der Folge hatte sie argumentiert, dass es sich bei dem Befund „um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft“.Italienischen Medienberichten zufolge soll ein Löffel kontaminiert gewesen sein, den Passler in einem Nutella-Glas zusammen mit ihrer Mutter genutzt hatte. Letztere leidet demnach an Brustkrebs und verwendet zur Therapie das Mittel Letrozol.Nachdem sich der Internationale Sportgerichtshof CAS für „nicht zuständig“ erklärt hatte, gab dann das Nationale Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur NADO am vergangenen Freitag Passlers Berufung gegen die vorläufige Suspendierung statt und erkannte die „offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz“ an. (sid)
Die Betrugsvorwürfe am Rande des olympischen Wettbewerbs haben bei den kanadischen Curlern offenbar tiefe Wunden hinterlassen. „Die Geist des Curlings ist tot“, sagte der Kanadier Marc Kennedy.Kennedy hatte den Curling-Zoff am vergangenen Freitag im Duell mit Olympiasieger Schweden erst mit ausgelöst, als er seinem Widersacher Oskar Eriksson ein herzhaftes „Verpiss Dich!“ zurief. Erikssons Schweden warfen den Kanadiern eine Doppelberührung und damit einen Regelverstoß vor. Seither ist in Anlehnung an das englische Wort für stupsen oder antippen vom „Boop-Gate“ die Rede.Der Vorfall bringt Kennedy auch Tage später noch auf die Palme. Es falle ihm „schwer“, sagte er, noch vom „Gentlemen-Sport“ zu sprechen. Stattdessen herrsche die „Gier nach Medaillen“ vor, die zu falschen Anschuldigungen führe. „Das ist einfach nur Mist. Leider.“ Er habe Eriksson mitgeteilt, dass er „niemals“ dieselben Vorwürfe gegen ihn erhoben hätte, weil sich das nicht gehöre.Doch der Fall zieht längst Kreise. Die kanadischen Frauen wurden bei den Spielen von Cortina d'Ampezzo für dasselbe Vergehen bestraft. Die Schweden behaupten, dass Kanada schon seit längerer Zeit systematisch die Regeln umgehe. Das wiederum rief den kanadischen Spitzencurler Michael Fournier auf den Plan. Er rief Eriksson in einer Kolumne auf der Fachseite The Curling News zu: „Du solltest dich schämen!“Dass es auch anders geht, bewiesen die Schweden und die deutsche Mannschaft am Montag. Als Wischer Johannes Scheuerl im letzten End des Duells an gleich zwei schwedischen Steinen hängenblieb, einigten sich beide Teams lächelnd darauf, die Position der leicht verschobenen Steine zu korrigieren. „Curling“, sagte Scheuerl danach, „ist ein Gentlemen-Sport“. (sid)
Ein Schweizer Kommentator hat mit negativen Äußerungen über einen israelischen Bobfahrer bei den Olympischen Winterspielen für heftige Kritik gesorgt. Bei einer Live-Übertragung warf er dem Athleten Adam Edelman vor, einen „Genozid in Gaza“ zu befürworten. Er verwies auf öffentliche Äußerungen Edelmans, etwa in sozialen Netzwerken. Der Sender RTS nahm die Aufzeichnung des Beitrags inzwischen von seiner Webseite, verteidigte den Kollegen aber. „Unser Journalist wollte die Politik des IOC (Internationalen Olympischen Komitees) bezüglich der Äußerungen des betroffenen Athleten hinterfragen“, teilte der Sender mit. „Allerdings ist eine solche Information, obwohl sachlich richtig, aufgrund ihrer Länge für einen Sportkommentar ungeeignet.“ RTS ist der französischsprachige Arm des öffentlichen Rundfunks.Edelman reagierte auf dem Kurznachrichtendienst X gelassen. Er sei sich der „Tirade“ des Kommentators bewusst, schreibt er. Er verwies auf das Durchhaltevermögen und den Stolz seines Teams „auf die, die wir hier vertreten“. Das passe in keiner Weise mit dem Kommentar zusammen. Er konzentriere sich auf das nächste Rennen.Der Kommentator hatte unter anderem die Frage gestellt, ob Edelman überhaupt hätte teilnehmen dürfen, weil nach den Richtlinien des IOC Athleten, die Krieg aktiv unterstützten, ausgeschlossen seien. Dies bezieht sich allerdings auf Athleten aus Russland und Belarus, die inmitten des russischen Angriffskriegs in der Ukraine nach einer Prüfung durch IOC-Gremien nur unter neutraler Flagge und ohne nationale Symbole bei den Winterspielen antreten dürfen. IOC-Sprecher Mark Adams sagte zu dem Vorfall, man solle sich an den betreffenden Sender wenden, wenn es um den Kommentator einer bestimmten Anstalt gehe. „Ich möchte alle daran erinnern, wie auch immer sie an den Olympischen Spielen beteiligt sind, dass es die olympischen Werte und die Charta der olympischen Gemeinschaft gibt. Es geht bei Olympia darum, Menschen zusammenzubringen, unabhängig davon, was in der Welt passiert“, sagte er grundsätzlich. (dpa)
Der frühere russische Biathlet Anton Schipulin (38) hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: „Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben.“Am Sonntag hatten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt wurden. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang vor.„Ich denke mal nicht, weil keine Kratzer dran sind“, antwortete Lesser bei den Winterspielen im italienischen Antholz schon auf die Frage, ob er davon ausgehe, eine originale Medaille der russischen Auswahl erhalten zu haben. „Ich unterstelle jetzt mal dem Russen, dass er bestimmt noch mal einen Kratzer drauf gemacht hätte, bevor er sie weggeschickt hätte.“ Das deutsche Team leitete die Silbermedaillen an das IOC weiter. Diese bekamen die Österreicher. Schipulin äußerte sich auf seiner Instagram-Seite noch ausführlicher. Erst wenn das IOC und die internationalen Verbände „unseren Sportlern die Flagge und die Hymne zurückgeben, damit aufhören, sie mit dem „neutralen Status“ zu „erniedrigen“, würde er anders entscheiden: „Dann bin ich bereit, meine Medaillen zurückzugeben“, schrieb Schipulin provokant zu einem Video des Zielsprints. Am 22. Februar 2014 hatte er diesen gegen den deutschen Schlussläufer Schempp mit 3,5 Sekunden Vorsprung für sich entschieden.Russische Biathletinnen und Biathleten sind bei den aktuellen Winterspielen in Italien nicht dabei, auch nicht als sogenannte „Individuelle Neutrale Athleten“ (AIN) mit neutralem Status. (dpa)
Starker Schneefall in Livigno wirbelt den Qualifikations-Zeitplan der Freestyle-Skier in der Disziplin Aerials durcheinander. Die Vorausscheidung der Frauen, die am Dienstag ursprünglich für 10.45 Uhr angesetzt war und bei der auch die deutsche Athletin Emma Weiß dabei ist, wird nach mehrmaliger Verlegung nicht vor 13.45 Uhr beginnen. Betroffen von den schlechten Wetterbedingungen sind auch die Männer: Deren Qualifikationsläufe waren für 13.30 Uhr angesetzt gewesen. Nun wurden sie auf Mittwoch verlegt, damit am Dienstag zumindest noch die Qualifikation der Frauen durchgeführt werden kann.Dem Wetter zum Opfer fiel am Dienstag auch das Finale der Snowboarderinnen im Slopestyle, für das sich die Deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte. Der Wettkampf hätte im Livigno Snow Park um 13.00 Uhr beginnen sollen; wann die Entscheidung nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest.
Die deutschen Curling-Männer haben im Kampf ums Olympia-Halbfinale einen heftigen Rückschlag kassiert. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz unterlag dem zuvor sieglosen Tschechien in Cortina d'Ampezzo mit 7:9 und steht damit nach sieben Vorrundenpartien bei drei Erfolgen und vier Niederlagen.Die Ausgangslage vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen die bislang ungeschlagene Schweiz heute Abend (19.05 Uhr) und gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sich damit dramatisch verschlechtert. Selbst zwei Siege könnten für den Einzug in die Vorschlussrunde womöglich nicht reichen.Gegen Tschechien holten sich die Deutschen mit einem 2:0 im ersten Durchgang direkt Selbstvertrauen. Im fünften End bescherte Muskatewitz seinem Team mit einem sogenannten Spinner, einem beim Abwurf extrem angedrehten Stein, einen weiteren wichtigen Zähler.In der Folge lief bei den Deutschen allerdings nicht mehr viel zusammen. Das siebte End ging mit 0:3 an die Tschechen, im zehnten sicherten sie sich dann tatsächlich den ersten Sieg ihrer Olympia-Historie überhaupt. Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden. (dpa)
Erst ein Treffen mit Tennislegende Boris Becker im Deutschen Haus, jetzt die Biathlon-Premiere: Jürgen Klopp ist auf Olympia-Besuch in Italien. Klopp kündigte an, heute das Staffelrennen der Biathleten vor Ort in Antholz anzuschauen. „Ich bin sogar gefragt worden, ob ich vor der letzten Runde die Glocke läuten möchte. Ich habe erstmal gefragt: Was ist das eigentlich?“, sagte Klopp der „Bild“. „Wir werden da sein, es ist mein erstes Live-Rennen.“Ab 14.30 Uhr geht es in Antholz um den Olympiasieg bei den Herren. Die Favoriten sind Frankreich und Norwegen, das deutsche Quartett hofft auf eine Medaille, nachdem es vor vier Jahren in Peking leer ausgegangen war. Klopp, der als „Global Head of Soccer“ für den Fußball bei Red Bull zuständig ist, ist im Rahmen eines Sponsorenbesuchs zu Gast bei den Winterspielen. Er hatte am Montagabend bereits das Deutsche Haus in Cortina d'Ampezzo besucht und dort auch Becker getroffen, der sich am Wochenende in Mailand das Spiel der deutschen Eishockey-Männer gegen die USA angesehen hatte.
Das für den frühen Dienstagnachmittag angesetzte olympische Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen, für das sich auch die deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte, ist wegen der schlechten Wetterbedingungen in Livigno verschoben worden. Aufgrund des starken Schneefalls war eine entsprechende Präparierung der Piste nicht möglich, die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für eine Verlegung des Wettkampfes, der um 13.00 Uhr hätte starten sollen. Wann das Finale nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest. Bereits die Qualifikationsläufe der Frauen wie auch der Männer waren von den Wetterbedingungen in Livigno beeinflusst gewesen. Ursprünglich hätten diese am Montag stattfinden sollen, stattdessen waren sie auf Sonntag vorverlegt worden. Die 24-jährige Morgan hatte sich als Achtplatzierte für das Finale qualifiziert. (sid)
Ihre Bronzemedaillen trugen Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin auch am Morgen nach dem dritten Platz im Paarlauf noch um den Hals, ein anderes hart verdientes Mitbringsel von den Olympischen Winterspielen in Mailand vermissten die deutschen Eiskunstläufer dagegen schmerzlich.Die Maskottchen, die die Vize-Weltmeister am Montagabend bei der Siegerehrung erhalten hatten, gingen im Trubel verloren. „Wir waren auf dem Podium, haben dann noch Fotos gemacht. Ich habe die Maskottchen an die Bande gelegt und dann war irgendwie alles so hektisch“, sagte Hase: „Wir wurden vom Eis runtergeholt, weil wir zu den Medien gehen sollten. Irgendwie haben wir sie nicht mitgenommen, das Team hat sie auch nicht mehr gefunden.“Hermelin Tina, ein Großes Wiesel mit weißem Fell, ist das Maskottchen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. „Ehrlich gesagt war das mit das Schönste an der Medaille, dass ich wusste, ich habe die besonderen Maskottchen bekommen. Die bekommt man ja hier im Dorf nicht mehr“, sagte Hase: „Ich hoffe, dass wir die irgendwie noch finden oder einen Ersatz bekommen. Das würde ich schon sehr gern mit nach Hause nehmen.“Hase/Volodin waren am Montag zu Bronze gelaufen. Das Berliner Duo musste sich nach einer nicht fehlerfreien Kür den japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien geschlagen geben.Der Frage nach der sportlichen Zukunft wichen die Weltmeisterszweiten kurz nach dem Wettkampf noch aus. „Wir werden die Saison beenden, den Sommer genießen, ein bisschen freimachen. Ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang. Dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang und in welchem Rahmen“, sagte Hase. Als letzter großer Saison-Wettkampf steht die WM in Prag (24. bis 29. März) im Kalender.
Die Bilder von Atle Lie McGraths Flucht in den Wald gingen um die Welt: Jetzt hat der norwegische Skirennfahrer über seine Gefühle nach dem bitteren Slalom-Aus bei Olympia gesprochen. „Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden – was nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich“, sagte der 25-Jährige Stunden nach dem Ausscheiden.„Normalerweise bin ich jemand, der Dinge gut einordnen kann. Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind.“ Dies sei aber dieses Mal nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben. „Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe, und das macht es wirklich schwer.“ Er habe gehofft, diese schwere Zeit mit etwas Gutem abschließen zu können, sagte McGrath. „Ich musste so viel Schwieriges durchstehen und wirklich stark bleiben. Das macht es noch einmal besonders hart.“McGrath war in Bormio als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang gegangen, fädelte dann allerdings ein und schied aus. Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter – und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen.„Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber es ist der schlimmste Moment meiner Karriere – und mit allem, was gerade passiert ist, einer der härtesten Momente meines Lebens“, sagte McGrath, der nach einer bislang starken Saison den Slalom-Weltcup anführt. „Ich habe meine Zeit im Wald verbracht, jetzt werde ich Zeit mit den Menschen verbringen, die ich liebe – und das ist alles, was ich brauche.“ (dpa)