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09.02.2026
10:59 Uhr
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Langenhan nicht zufrieden mit Bildern aus Eiskanal +++ Emma Aicher feiert Silber +++ Lindsey Vonn operiert +++ Verurteilte Biathletin spricht nach Olympiasieg +++ Alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Ski-Weltverbandschef Johan Eliasch hat Kritik daran zurückgewiesen, dass Lindsey Vonn trotz ihrer Vorverletzung bei der olympischen Abfahrt starten durfte. „Ich glaube fest daran, dass so etwas von jedem einzelnen Athleten selbst entschieden werden muss“, sagte der Fis-Präsident nach dem folgenschweren Unfall der amerikanischen Sportlerin. Vonn (41) war bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo trotz eines kurz zuvor gerissenen Kreuzbandes gestartet, in der Abfahrt dann aber heftig gestürzt. Sie kam ins Krankenhaus, eine offizielle Diagnose gab es zunächst nicht.Nach dem Sturz war vereinzelt Kritik aufgekommen an den Organisatoren, dass diese der angeschlagenen Vonn den Start erlaubt hatten. „Sie kennt besser als jeder andere die Verletzungen an ihrem Körper“, entgegnete Eliasch, der auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist. „Wenn man sich umschaut, dann hat jeder einzelne Athlet irgendeine Art von Verletzung.“Vonn hatte in der vorigen Saison ihr Weltcup-Comeback gegeben mit einer Teilprothese im rechten Knie. Im letzten Rennen vor Olympia stürzte sie dann in Crans-Montana (Schweiz) und erlitt nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss im linken Knie. Derartige Blessuren haben zumeist eine Operation und mehrere Monate Pause zur Folge. Die beste Abfahrerin des Winters entschied aber, einen Start in Cortina mit einer Spezialschiene zu wagen.Der Unfall dann in der olympischen Abfahrt hatte auch nichts mit ihrem Knie zu tun. „Unglaublich unglücklich“ sei der Sturz gewesen, unterstrich Funktionär Eliasch am Tag nach dem Unfall am Rande der Team-Kombination der Männer in Bormio. Vonn hatte just im Moment eines Sprungs mit dem rechten Arm bei einem Tor eingehakt, ihr Oberkörper wurde deshalb in der Luft herumgerissen. „Niemand kann so etwas noch auffangen“, schilderte der Fis-Präsident. „Aber so etwas ist manchmal Teil des Skirennfahrens. Es ist ein gefährlicher Sport.“ (dpa)
Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer haben zur Halbzeit der olympischen Team-Kombination nur noch geringe Aussichten auf eine Medaille. Jocher präsentierte sich in der Abfahrt in Bormio am Vormittag deutlich stärker als noch bei seinem 21. Platz im Einzelrennen am Samstag, gibt Straßer für den entscheidenden Slalom ab 14.00 Uhr allerdings trotzdem 1,05 Sekunden Rückstand auf Rang drei mit.Die Bestzeit fuhr der italienische Shootingstar und Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni, der gemeinsam mit Alex Vinatzer antritt. Dahinter lauern gleich drei Duos aus der Schweiz. Das einzige deutsche Duo liegt auf Rang elf.Die Team-Kombination hatte im vergangenen Jahr in Saalbach-Hinterglemm in Österreich ihre WM-Premiere. Bei den Winterspielen in Italien gehört sie nun auch erstmals zum olympischen Programm. Ein Athlet bestreitet die Abfahrt, ein anderer den Slalom; anschließend werden beide Zeiten addiert. (dpa)
Max Langenhan hat die Olympia-Broadcaster am Tag nach seinem Goldcoup in Cortina d'Ampezzo für ein „richtig schlechtes“ Bild während der Übertragung im Eiskanal kritisiert. „Wenn mehrere Kurven nicht gezeigt werden, die für uns Schlüsselstellen sind, ist das schon doof. Ich hoffe die ändern das wenigstens für Bob, weil so dieser ganze Charakter der Bahn durch dieses Fernsehbild eigentlich total verwaschen wurde“, sagte der Rennrodler am Montag.Es sei „ein bisschen traurig, wenn man die Chance hat und ein Haufen Geld vom Broadcast-Team investiert wird. Jedes Weltcup-Bild ist eigentlich zurzeit besser gewesen“, schimpfte der Thüringer: „Aber das liegt nicht in meinen Händen.“Der 26-Jährige war am Sonntag im neu gebauten Cortina Sliding Centre überlegen zu seinem ersten Olympiasieg und der ersten Goldmedaille für das Team Deutschland in Norditalien gerast. Das Unternehmen Olympic Broadcasting Services setzte dabei schon auf eine neue Methode für spektakulärere Bilder, am Start wurden Langenhan und alle anderen Rodler von einer Drohne verfolgt. Doch auch das gefiel dem Thüringer nicht vollends. Die Drohne sei „cool“, sagte Langenhan, aber: „Die müssen einfach näher ran.“ (sid)
Zwei Tage nach Bronze mit der deutschen Mixed-Staffel bekommt Biathlet Philipp Nawrath (32) bei den Olympischen Winterspielen in Italien gleich die nächste Medaillenchance. Im Gegensatz zu Justus Strelow (29) startet Nawrath am Dienstag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und Eurosport) gemeinsam mit Philipp Horn (31), David Zobel (29) und Lucas Fratzscher (31) in Antholz auch im schweren Einzel über 20 Kilometer. Während Horn, Zobel und Fratzscher jeweils ihre Olympia-Debüts geben, war zunächst nicht bekannt, warum der Sachse Strelow nicht eingesetzt wird. Nach dem überraschenden Bronze-Coup mit fehlerfreien Schießleistungen von Nawrath und Strelow am Sonntag gehören die Deutschen im Klassiker auf 1600 Metern Höhe maximal zum erweiterten Favoritenkreis. Die aussichtsreichsten Anwärter auf Medaillen sind der französische Gesamtweltcupführende Eric Perrot, der Italiener Tommaso Giacomel und der Norweger Johan-Olav Botn. (dpa)
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Emma Aicher ließ sich im Deutschen Haus feiern – und die Eltern waren mittendrin. „Mein Handy ist etwas überfordert“, sagte die 22-Jährige über die vielen Gratulationen zu ihrem Silber-Coup in der Olympia-Abfahrt. Ihre schwedische Mutter Viktoria Lindstrand Munkby gehörte zu denen, die ihre Glückwünsche nach Aichers famosem Ritt auf der Piste Olimpia delle Tofane am Sonntag sogar persönlich überbringen konnten.„Ich war so nervös. Es war als Mutter schwierig anzuschauen“, sagte Lindstrand Munkby. „Aber ich habe mich riesig gefreut. Ich bin sehr stolz.“ Ihre Tochter sei immer so „cool und ruhig“, meinte sie. Ein echter Gegenentwurf zu ihr also? „Ich denke, wenn ich nervös bin, kann sie es nicht sein. Dann nehme ich es von ihr weg“, meinte Lindstrand Munkby, die nach wie vor in Aichers Geburtsort, dem schwedischen Sundsvall, lebt.Aicher, die einen deutschen Vater hat, wohnt mittlerweile in Salzburg. Natürlich sei das manchmal „schwierig, weil sie so weit weg ist“, sagte Lindstrand Munkby. Sie wolle sie als Mutter schließlich unterstützen. Der Wechsel zum Deutschen Skiverband (DSV) vor mehreren Jahren sei für Aicher aber eine „riesige Gelegenheit“ gewesen. Natürlich wolle sie für ihr Kind nur das Beste.Auch die Team-Kombination am Dienstag und den Super-G am Donnerstag wollen Aichers Eltern noch live vor Ort in Cortina d'Ampezzo mitverfolgen. Ob es für den neuen deutschen Ski-Star noch weitere Medaillen und dann auch eine Belohnung gibt? „Wenn sie nach Hause kommt, mache ich ihr vielleicht Fleischbällchen“, sagte Lindstrand Munkby lächelnd. (dpa)
Die wegen Betruges verurteilte Biathletin Julia Simon aus Frankreich hat nach ihrem ersten Olympiasieg einen seltenen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben. „Ich habe sehr viele Emotionen“, sagte die 29-Jährige nach dem Gold-Coup mit der französischen Mixed-Staffel im italienischen Antholz: „Ich fühle mich großartig, denn ich bin wieder stark genug, um eine olympische Staffel ins Ziel zu bringen.“Simon lief als Schlussläuferin mit deutlichem Vorsprung vor Italien und Deutschland über die Ziellinie und schaffte es bei Winterspielen gemeinsam mit Eric Perrot, Quentin Fillon Maillet und Lou Jeanmonnot ganz nach oben. „Ich bin sehr froh, ein Teil des Teams zu sein. Das ist nicht leicht, weil wir sehr viele gute Athleten sind“, sagte die zehnmalige Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin von 2023. Besonders pikant ist, dass sie ausgerechnet Justine Braisaz-Bouchet noch aus dem Team verdrängte.
Auf die Frage nach seiner umstrittenen Trainerin Eteri Tutberidse hätte Eiskunstlauf-Europameister Nika Egadse aus Georgien nach seiner verpatzten Kür im Teamwettbewerb bei Olympia in Italien gerne verzichtet. „Ich glaube, ich bin Eisläufer und muss diese Frage nicht beantworten. Tut mir leid“, antwortete Egadse nach einer Vorstellung mit vielen Fehlern auf die Frage, wie sich der Wirbel um Tutberidse auf ihn ausgewirkt habe. Die 51 Jahre alte Russin coacht Egadse, der mit Georgien im Team am Sonntag den vierten Platz belegte, auch in Mailand.Eteri Tutberidse – dieser Name steht in der Eiskunstlauf-Welt zum einen für Erfolg, zum anderen aber auch für einen Doping-Schatten. In Erinnerung ist der Fall des russischen Eiskunstlauf-Stars Kamila Walijewa. 2022 hatte es um sie inmitten der Spiele von Peking einen Dopingskandal gegeben.Die damals 15 Jahre alte Walijewa hatte als Erklärung für die positive Probe rund zwei Monate vor Olympia in Peking angeführt, dass sie aus demselben Glas wie ihr Großvater getrunken habe. Sie wurde anschließend rückwirkend für vier Jahre gesperrt, Tutberidse hingegen durfte sich weiter in der Eiskunstlauf-Welt aufhalten und ist nun zurück auf der olympischen Bühne – akkreditiert durch den georgischen Verband.Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) übt daran Kritik. Wada-Präsident Witold Banka sagte, er fühle sich mit der Anwesenheit von Eteri Tutberidse bei den Spielen nicht wohl. „Es ist nicht unsere Entscheidung, dass die Trainerin hier ist“, äußerte Banka und fügte hinzu: „Die Untersuchung hat keine Beweise dafür ergeben, dass diese Person in diesen Dopingprozess verwickelt war, daher gibt es keine rechtliche Grundlage, sie von der Teilnahme an den Olympischen Spielen auszuschließen.“ (dpa)
Ilia Malinin hat den US-amerikanischen Eiskunstläufern den Sieg im Mannschaftswettbewerb gesichert. Der Favorit setzte sich im knappen Finale um den Olympiasieg gegen Japan durch. Die USA kamen in Mailand auf 69, Japan auf 68 Punkte. Gastgeber Italien wurde mit 60 Zählern Dritter.Das US-Team gewann damit wie schon 2022 in Peking Gold. In China hatten die Nordamerikaner nachträglich von einer positiven Dopingprobe des russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa profitiert. Malinin war damals noch nicht dabei.Der 21-Jährige, der wegen seiner vielen Vierfachsprünge auch den Spitznamen „Vierfach-Gott“ trägt, zeigte als vorletzter Läufer des Wettbewerbs die beste Kür der Männer, blieb aber nicht ohne Fehler. Vor der Männer-Kür hatten die USA und Japan noch gleichauf gelegen.Im Kurzprogramm hatte Malinin einen Rückschlag hinnehmen müssen. Aufgrund mehrerer Fehler betrug sein Rückstand auf den Japaner Yuma Kagiyama mehr als zehn Punkte. In der Kür holte Malinin für sein Team die maximale Punktzahl, obwohl Kagiyamas Landsmann Shun Sato nahezu fehlerfrei lief.
Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan hat das Finale im Big Air auf dramatische Weise verpasst. Die 23-Jährige kam in der Vorausscheidung im Livigno Snow Park mit 152,75 Punkten auf Platz 13, für die Medaillenentscheidung der besten zwölf Athletinnen am Dienstag (19.30 Uhr, ARD und Eurosport) fehlten ihr lediglich 0,75 Zähler.Morgan zeigte nach einem soliden ersten Durchgang (67,75) nur in ihrem zweiten Lauf ihr ganzes Können (85,00), nach einem Sturz im dritten Durchgang musste sie dann zusehen, wie sie im Live-Ranking immer weiter abrutschte. Bei ihrem Olympia-Debüt in Peking hatte die Garmisch-Partenkirchenerin noch das Finale erreicht, dort wurde sie damals Zehnte.Morgan hatte um ihre Teilnahme bangen müssen, nachdem sie sich im Dezember im Training den dritten Mittelhandknochen gebrochen hatte. Beim Slopestyle-Wettbewerb der Laax Open in der Schweiz nutzte sie Mitte Januar ihre einzige Chance, die geforderte Qualifikationsnorm zu erfüllen. Auch in Livigno wird sie im Slopestyle an den Start gehen. (sid)
Alpin-Star Lindsey Vonn hat bei ihrem schweren Sturz in der Abfahrt einen Bruch des linken Beins erlitten und ist bereits operiert worden. Dies gab das Krankenhaus in Treviso, in dem der Eingriff stattfand, in einer von italienischen Medien verbreiteten Erklärung bekannt.„Am Nachmittag wurde Frau Vonn orthopädisch operiert, um einen Bruch ihres linken Beins zu stabilisieren“, erklärte das Krankenhaus Ca’ Foncello in Treviso. Die 41-jährige Vonn stürzte nach nur 13 Sekunden auf der Olimpia delle Tofane. Sie war mit einem Ende Januar erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie ins Rennen gegangen.Vonn, die bis zu den Olympischen Spielen in der laufenden Saison zwei Weltcupsiege in der Abfahrt errungen hatte, wollte in Cortina ihren zweiten Olympiasieg nach 2010 schaffen. (sid)
Rodel-Weltmeister Max Langenhan hat für die erste deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 gesorgt. Der 26-Jährige siegte nach vier Läufen im Einsitzer. Mit 0,596 Sekunden Vorsprung verwies der 26-Jährige im Einsitzer den Österreicher Jonas Müller auf Rang zwei. Dritter wurde wie schon vor vier Jahren in Peking der Italiener Dominik Fischnaller. Dabei hatte Langenhan vor dem Start der Rodel-Rennen noch eine Absage in Betracht gezogen, da er einen steifen Hals hatte. Der 1,90 Meter große Athlet biss sich durch und ist nach Platz sechs in Peking vor vier Jahren nun am Ziel seiner Träume. „Was für ein grandioser Tag für das Team Deutschland“, sagte Olaf Tabor, Chef de Mission der deutschen Mannschaft: „Das war wirklich beeindruckend und macht Lust auf mehr!“ Für Felix Loch endet das Rennen mit Rang sechs dagegen enttäuschend. Nach dem Zieleinlauf wurde er von seinem Vater Norbert in den Arm genommen. „Irgendwie war hier der Wurm drin“, sagte der Olympiasieger von 2010 und 2014. Der Freude über den Golderfolg seines Landsmanns tat das aber keinen Abbruch. Als erster Gratulant rief er Langenhan noch in der Bahn zu: „Geile Sau, sensationell!“ Der Chemnitzer Timon Grancagnolo landete bei seinem Olympiadebüt auf Rang neun. (dpa/sid/F.A.Z.)
Die deutschen Langläufer haben wie erwartet im Skiathlon nicht in den Kampf um die Olympia-Medaillen eingreifen können. Friedrich Moch belegte als Bester aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder den 26. Platz. Die Goldmedaille sicherte sich in einem packenden Rennen bei prächtigem Sonnenschein der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo. Er ist auch in weiteren Wettkämpfen bei den Winterspielen der Topfavorit.Klaebo setzte sich kurz vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe ab und jubelte auf der Zielgeraden ausgelassen. Rang zwei ging nach 20 Kilometern überraschend an den Franzosen Mathis Desloges. Der Norweger Martin Loewstroem Nyenget holte Bronze.Für Aufregung sorgte eine Aktion von Desloges mitten im Rennen. Der 23-Jährige verließ in einer Kurve kurz die markierte Strecke und kürzte dadurch leicht ab. Dafür wurde er verwarnt. „Es war nur ein Fehler. Ich wollte keine Plätze gutmachen“, sagte er. „Ich glaube nicht, dass es das Ergebnis beeinflusst hat. Ich möchte mich entschuldigen.“ (dpa)
Snowboarderin Claudia Riegler aus Österreich hat die deutsche Olympiasiegerin Claudia Pechstein als älteste Starterin abgelöst, die jemals an einem Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen teilgenommen hat. Die 52-Jährige trat im Parallel-Riesenslalom an und schied dort im Achtelfinale gegen Ester Ledecka aus.„Ich kann immer noch mit den jungen Mädchen mithalten und mich mit ihnen messen“, sagte Riegler, die im November 1994 ihr Weltcup-Debüt feierte. Mit 30 Jahren sei sie laut eigener Aussage aus dem österreichischen Aufgebot geworfen worden. „Man sagte mir, ich sei zu alt“, so Riegler. Später kehrte sie jedoch zurück. „Meine größte Motivation ist jetzt mein Alter und ich weiß, dass ich immer noch schnell sein kann, und das macht mich stolz.“Eine weitere Teilnahme an Winterspielen schließt Riegler zwar aus. Ein großes Ziel hat sie aber dennoch. „Nächstes Jahr finden die Weltmeisterschaften in Österreich statt, im eigenen Land, das wäre also ein wirklich schöner Abschluss für mich“, sagte sie. Die ehemalige Weltklasse-Eisschnellläuferin Pechstein gewann fünf Mal Olympia-Gold und startete letztmalig 2022 kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Im Guinness-Buch der Rekorde wird indes Anne Abernathy als älteste Athletin bei Winterspielen aufgeführt, allerdings brach sich die frühere Rodlerin von den Amerikanischen Jungferninseln im Training der Spiele 2006 ein Handgelenk und kam daher – ebenfalls im Alter von 52 Jahren – nicht zu einem Wettkampfeinsatz. (dpa)
Der norwegische Eisschnellläufer und Weltrekordhalter Sander Eitrem hat die Goldmedaille über 5.000 Meter gewonnen. Der 23-Jährige kam nach 6:03,95 Minuten ins Ziel und knackte den olympischen Rekord des Schweden Nils van der Poel von den vergangenen Winterspielen in Peking um fast fünf Sekunden.Beim Olympia-Debüt von Eitrem fuhr der Tscheche Metodej Jilek in 6:06,48 Minuten auf den zweiten Platz. Dahinter landete überraschend der Italiener Riccardo Lorello (6:09,22 Minuten). Einen Tag nach dem sensationellen Gold-Coup seiner Landsfrau Francesca Lollobrigida über die 3.000 Meter der Frauen sorgte er für die nächste Medaille des Gastgebers im Milano Speed Skating Stadium.Bester Deutscher wurde Gabriel Groß, der vor den Augen seines Vaters - der Biathlon-Ikone Ricco Groß - den zehnten Platz belegte. Der 21-Jährige lief eine Zeit von 6:14,40 Minuten. „Ich bin sehr zufrieden. Überhaupt hier sein zu dürfen und Olympia zu erleben, ist schon ein wahnsinniges Privileg“, sagte Groß. Felix Maly belegte in 6:21,42 Minuten Platz 16, Fridtjof Petzold landete mit einer enttäuschenden Zeit von 6:27,56 Minuten auf Rang 19. (dpa)