FAZ 05.02.2026
16:15 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Protest und Petition gegen Olympia-Sponsor


Greepeace-Aktion in Mailand +++ Niederlage für Eishockey-Frauen +++ Vonn in Sorge wegen ICE-Einsatz +++ Cyber-Attacke aus Russland auf Spiele +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Protest und Petition gegen Olympia-Sponsor

Olympia 2026: Es gibt Wichtigeres als Rang drei im Medaillenspiegel

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle reist mit einem Erfolgserlebnis zu den Olympischen Spielen. Der 24-Jährige hat die Ottawa Senators in der NHL im letzten Spiel vor dem Abflug nach Italien zum Sieg geschossen. Gegen die Philadelphia Flyers erzielte Stützle das entscheidende 2:1 in der Verlängerung und bescherte seinem Team damit den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Partien. Stützle vollendete nur 47 Sekunden nach Beginn der Overtime ein Zuspiel von Kapitän Brady Tkachuk und setzte sich dabei gegen Verteidiger Travis Sanheim durch. Der Deutsche traf damit im fünften Spiel in Serie und steht nach 57 absolvierten Partien bereits bei 61 Scorerpunkten. Als Tabellenzwölfter in der Eastern Conference haben die Senators noch Chancen auf den Einzug in die Playoffs. Zunächst stehen für Stützle jedoch die Olympischen Spiele an. Mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft trifft der Stürmer zum Auftakt am 12. Februar auf Dänemark. (dpa)

Freestyle-Snowboarder Noah Vicktor hat auch bei seinen zweiten Olympischen Spielen den Einzug ins Big-Air-Finale verpasst. Der 24-Jährige stürzte schon vor der Eröffnungsfeier am Freitag in der Qualifikation im italienischen Livigno bei seinen ersten beiden Versuchen. Damit hatte er bereits keine Chance mehr auf den Medaillenkampf der besten Zwölf. Sein dritter Sprung reichte noch für 63,50 von maximal 100 Punkten – insgesamt bedeutete dies den 30. und letzten Platz. Bei seinen ersten Winterspielen in Peking 2022 hatte sich Vicktor als 24. ebenso nicht für das Finale qualifizieren können. Im Big-Air-Wettbewerb der Frauen ist Annika Morgan für das deutsche Team am Start. Für die Athleten geht es im Big Air darum, nach einem Sprung über eine große Rampe in der Luft Tricks zu zeigen und dann sicher zu landen. Für die Punktevergabe werden unter anderem die Schwierigkeit, saubere Ausführung, die Höhe und Landung berücksichtigt. Vicktor ist bei den Winterspielen von Mailand und Cortina auch noch in seiner Spezialdisziplin Slopestyle dabei. Die Qualifikation steht dabei am 16. Februar an. (dpa)

Kurz vor dem Start der Winterspiele hat Kombiniererin Nathalie Armbruster mit einem emotionalen Statement ihren Olympia-Frust öffentlich gemacht. Zugleich bekräftigte die Gesamtweltcupsiegerin ihre Kritik am Internationalen Olympischen Komitee, das die Frauen im Programm für die am Freitag beginnenden Spiele in Mailand und Cortina (bis 22. Februar) nicht berücksichtigt. „Niemandem sollte die Möglichkeit verwehrt werden, seine Träume zu leben – nur weil man eine Frau ist. Und doch stehen wir hier: die Frauen der Nordischen Kombination 2026 am Rand und schauen zu, wie die Männer bei den Olympischen Spielen antreten, während wir nicht teilnehmen dürfen“, schrieb die 20-Jährige, die zu den Medaillenkandidatinnen gehört hätte, auf Instagram. Dazu präsentierte sie ein Video, das sie im Interview als junges Mädchen zeigt, dass von ihrem Traum spricht, mit ihrem Sport zu Olympia zu kommen. Die Kombiniererinnen würden ihren Platz bei den Winterspielen nicht wollen, „weil wir Frauen sind und Gleichberechtigung fordern. Wir haben uns diesen Platz verdammt noch mal verdient – als hochprofessionelle Weltklasse-Athletinnen, die alle Anforderungen erfüllt haben, die das IOC selbst einmal festgelegt hat“, so Armbruster weiter. Wenn schon Gleichberechtigung im 21. Jahrhundert „nicht selbstverständlich“ sei, „dann sollte es wenigstens Gerechtigkeit sein“. Die Kombination ist die einzige Sportart bei den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar), bei der keine Frauen am Start sind. Die traditionsreiche Sportart bangt generell um ihren Verbleib im Olympia-Programm, eine Entscheidung dazu soll nach den Winterspielen fallen. (dpa)

Freestyle-Snowboarder Noah Vicktor hat auch bei seinen zweiten Olympischen Spielen den Einzug ins Big-Air-Finale klar verpasst. Der 24-Jährige stürzte schon vor der Eröffnungsfeier in der Qualifikation im italienischen Livigno bei seinen ersten beiden Versuchen. Damit hatte er bereits keine Chance mehr auf den Medaillenkampf der besten Zwölf. Sein dritter Sprung reichte noch für 63,50 von maximal 100 Punkten – insgesamt bedeutete dies den 30. und letzten Platz.Bei seinen ersten Winterspielen in Peking 2022 hatte sich Vicktor als 24. ebenso nicht für das Finale qualifizieren können. Im Big-Air-Wettbewerb der Frauen ist Annika Morgan für das deutsche Team am Start. (dpa) 

Unter großem Jubel und Applaus von mehreren tausend Menschen ist die Olympische Flamme am Donnerstag rund 24 Stunden vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Norditalien in Mailand eingetroffen. Nach einer Reise über 12.000 Kilometer seit der Entzündung der Flamme am 26. November auf der griechischen Halbinsel Peleponnes trug die italienische Ballerina Nicoletta Manni die Fackel bei regnerischem Wetter auf die Piazza del Duomo vor den Mailänder Dom. Der Olympische Fackellauf führt die Flamme am Freitag noch durch die gesamte Stadt. Dabei passiert das Feuer auch das San-Siro-Stadion, in dem die Eröffnungsfeier stattfinden wird. Als Höhepunkt der Zeremonie wird durch die Flamme in einem Kessel unter dem Friedensbogen das Olympische Feuer entzündet. (sid)

Die deutschen Eishockey-Frauen verlieren ihr Auftaktspiel im olympischen Turnier gegen Schweden. Doch nicht nur im deutschen Spiel liegt noch einiges im Argen. Marc Heinrich berichtet:

Nach einem Norovirus-Ausbruch im finnischen Eishockey-Nationalteam ist das Auftaktspiel der Frauen bei den Olympischen Winterspielen um eine Woche verschoben worden. Anstatt heute um 21.10 Uhr wird die Begegnung gegen die Kanadierinnen erst am kommenden Donnerstag in Mailand ausgetragen. Darauf einigten sich die Teams mit den Veranstaltern.Im Training am Donnerstag standen Finnland zuvor nur noch insgesamt zehn Spielerinnen - davon zwei Torhüterinnen - zur Verfügung. Die übrigen 13 Spielerinnen waren am Donnerstagmittag einer Sprecherin zufolge in Quarantäne oder Isolation. Laut Regularien sind aber 17 Spielerinnen für eine reguläre Austragung nötig.Schon am Mittwoch hatten Training und Medienauftritte vorsichtshalber abgesagt werden müssen. Teamärztin Maarit Valtonen hatte berichtet, dass es sich nach Magen-Darm-Problemen um das hoch ansteckende Norovirus handelt. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden. (dpa) 

Erst \"völlig losgelöst\", dann tief enttäuscht: Die deutschen Eishockey-Frauen haben ihr lang erwartetes Olympia-Comeback nach einer durchwachsenen Leistung verpatzt. Zum Auftakt des Turniers in Mailand verlor die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod am Donnerstag gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) und geriet im Kampf um den erhofften Einzug ins Viertelfinale früh ins Hintertreffen. Es war der erste Olympia-Auftritt der deutschen Eishockey-Frauen seit Sotschi 2014.Verteidigerin Nina Jobst-Smith (9.), eine von drei deutschen Spielerinnen aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL, nutzte die erste deutsche Überzahl zur Führung. Lina Ljungblom (12., 28.), Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) drehten das Spiel für Schweden. In Mailand kämpft das DEB-Team in der schwächer eingestuften Gruppe B mit Schweden, Japan, Frankreich und Gastgeber Italien um drei Viertelfinal-Tickets. Im zweiten Vorrundenduell trifft Deutschland am Samstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) auf Japan. Gegen die Japanerinnen hatte die DEB-Auswahl ihre Generalprobe Ende Januar verloren (2:3 n.V.). Olympisches Edelmetall gab es für die Frauen-Nationalmannschaft noch nie, bestes Abschneiden ist bislang ein fünfter Platz 2006 in Turin. (sid)

Für DOSB-Präsident Thomas Weikert stellt sich die Frage nicht, ob ein Sportler mit großen Verdiensten bei Olympischen Winterspielen als deutscher Fahnenträger eine bessere Wahl gewesen wäre als NHL-Star Leon Draisaitl. \"Es ist eine Auszeichnung, wenn man lange dabei ist. Aber es ist auch eine Auszeichnung, wenn man in Amerika ein Superstar ist\", sagte Weikert am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des deutschen Olympiateams in Mailand.Eishockeystar Draisaitl hatte an den Spielen 2018 und 2022 nicht teilnehmen können, weil die nordamerikanische Profiliga NHL ihre Spieler nicht abgestellt hatte. Nun kommt der einstige NHL-MVP, einer der großen Stars in der stärksten Liga der Welt, mit 30 Jahren zu seinem Olympiadebüt. Bei der Wahl unter deutschen Sportfans und Team-D-Mitgliedern erhielt er in beiden Kategorien die meisten Stimmen, er setzte sich gegen die Olympiasieger Johannes Rydzek (Nordische Kombination) und Tobias Wendl (Rodeln) durch und sprach anschließend gerührt von einer \"Riesenehre\" und einem \"Höhepunkt\" seiner Karriere.Auch Weikert hob das Positive dieser Wahl hervor. \"Es auch für uns eine Ehre, dass so ein Sportler die Fahne trägt\", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zur Fahnenträgerin wurde die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid gekürt.Die Eröffnungsfeier am Freitagabend (20.00 Uhr, ARD und Eurosport/HBO Max) findet aufgrund der Verzweigung der 25. Winterspiele über 22.000 Quadratkilometer an vier Standorten in Norditalien statt. Draisaitl führt das deutsche Team bei der Haupt-Zeremonie in Mailand ins Stadion von San Siro. Schmidt ist in Predazzo. Die anderen Orte sind Cortina d'Ampezzo und Livigno. (sid) 

Als einer der ersten Staatsgäste aus aller Welt ist US-Vizepräsident JD Vance zu den Olympischen Winterspielen eingetroffen. Der Stellvertreter von Präsident Donald Trump landete mit der Sondermaschine Air Force Two am Vormittag in Mailand. Sein Besuch findet, wie die gesamten Spiele, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Für Ärger sorgte vor Olympia, dass in der großen US-Delegation auch Beamte der Einwanderungspolizei ICE dabei sind.Vance nimmt zusammen mit US-Außenminister Marco Rubio am Freitagabend an der zentralen Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion von Mailand teil. Italiens Finanz- und Wirtschaftsmetropole richtet die Spiele zusammen mit Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten aus. Nach Medienberichten wird sich der US-Vize bis Montag in Italien aufhalten. Bei einem Rom-Besuch vor einigen Monaten hatten die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen für Vance größeren Unmut ausgelöst.Neuen Ärger gab es dieses Mal, weil zum Schutz von US-Offiziellen ICE-Beamte dabei sind. Die Einwanderungspolizei steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten, bei dem in der Großstadt Minneapolis zwei Menschen erschossen wurden, in der Kritik.Die Regierung in Rom versicherte mehrfach, dass zum Schutz der öffentlichen Ordnung während der Spiele ausschließlich italienische Sicherheitskräfte zum Einsatz kommen werden. Bei einer Demonstration waren Plakate wie „No Ice in Milano“ (\"Kein Ice in Mailand\") zu sehen. Insgesamt sind mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. (dpa)

Alpin-Superstar Lindsey Vonn verfolgt die Aktionen der Einwanderungsbehörde ICE in ihrem Heimatstaat Minnesota mit Sorge. „Ich habe Familie und Freunde in Minnesota, wo ich aufgewachsen bin. Mein Herz ist unglaublich schwer für alle zu Hause“, sagte die 41 Jahre alte US-Amerikanerin auf einer Pressekonferenz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo.Vonn ist in Minnesotas Hauptstadt Saint Paul geboren, die mit Minneapolis zusammen die Metropolregion Twin Cities bildet. In Minneapolis waren bei Einsätzen von ICE-Beamten eine Frau und ein Mann erschossen worden. Dies hatte zahlreiche weitere Protestaktionen ausgelöst.„Ich glaube, das Beste, was ich tun kann, ist genau das zu tun, was ich gesagt habe: Aufrechtzubleiben, Hoffnung zu haben und der Welt zu zeigen, was Amerika ist, wer wir als Menschen sind, denn wir sind mehr als das, was gerade passiert“, sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver.Die 84-malige Weltcup-Siegerin will trotz eines gerissenen Kreuzbandes im linken Knie bei den Winterspielen antreten. Die Verletzung hatte sich die Skirennfahrerin durch einen Sturz im schweizerischen Crans-Montana bei der Olympia-Generalprobe zugezogen. (dpa)

Noch ohne die NHL-Stars um Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl hat die Eishockey-Nationalmannschaft die Olympia-Generalprobe gegen Italien gewonnen. In Bozen konnte die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis beim Olympia-Gastgeber lange überzeugen, siegte am Ende allerdings nur knapp mit 4:3 (2:0, 1:2, 1:1). Mit zwei Treffern brachte Tobias Rieder (13. Minute) vom EHC Red Bull München das deutsche Team in Führung. Der lange verletzte Berliner Kai Wissmann traf nur 86 Sekunden später zum 2:0. Der dringend benötigte Abwehrspieler ist rechtzeitig für Olympia wieder fit geworden. Nach dem 3:0 durch Fabio Wagner (26.) sah alles nach einem deutlichen Erfolg aus, doch Italien konnte im Mitteldrittel auf 2:3 verkürzen. Yasin Ehliz (50.) erhöhte auf 4:2, ehe die Gastgeber den Schlusspunkt setzten. Die DEB-Auswahl wird am Donnerstag ins Olympische Dorf nach Mailand ziehen. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes startet am 12. Februar gegen Dänemark ins Turnier. Lettland (14. Februar) und Weltmeister USA (15. Februar) sind die weiteren Gegner in der Gruppe C. (dpa) 

Die olympischen Curling-Wettbewerbe in Cortina d'Ampezzo haben mit einer technischen Panne begonnen. Bei den ersten Partien des Mixed-Turniers noch vor der Eröffnungsfeier am Freitag ging im Cortina Curling Olympic Stadium plötzlich das Licht aus, auch die elektronische Anzeige der Ergebnisse fiel zeitweise aus. Die Spiele seien wegen „technischer Wartung“ unterbrochen, teilten die Organisatoren via Einblendung im TV-Bild mit.Bei den Athletinnen und Athleten herrschte Verwirrung, sie schauten sich fragend an. Zwei Curlerinnen vertrieben sich die Zeit und imitierten mit ihren Besen eine Luftgitarre. Als das Licht nach rund fünf Minuten wieder anging, applaudierten die Zuschauer – die Curling-Teams quittierten es mit einem Lachen.Das Stadion in dem Wintersportort war bereits im Jahr 1955 für die Winterspiele im folgenden Jahr gebaut worden. Die deutschen Curler sind bei den aktuellen Winterspielen nicht im Mixed-Turnier dabei und nur bei den Männern qualifiziert. (dpa)