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21.02.2026
15:35 Uhr
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Frankreich holt Gold und Silber bei letztem Karriererennen von Wierer und Preuß +++ Lochner führt zur Halbzeit im Viererbob vor Friedrich und Ammour +++ Norwegischer Langläufer Klaebo siegt auch über 50 Kilometer +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Versöhnlicher Abschluss für die Topfavoritinnen: Kanadas Curlerinnen haben sich nach ihrem überraschenden Aus im Halbfinale immerhin die Bronzemedaille gesichert. Im Krimi gegen die USA gewann der Rekordweltmeister am Samstag 10:7 und schloss die Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo als drittbeste Nation ab. Am Freitag hatte Kanada beim 3:6 gegen Schweden das Endspiel verpasst.Das kleine Finale bot Spannung bis zum Schluss. Beim Stand von 8:7 für Kanada blieb US-Skip Tabitha Peterson mit ihrem letzten Stein zu unpräzise und konnte das Spiel nicht in ein mögliches Extra-End bringen. Im Goldspiel am Sonntag (11.05 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) trifft Schweden auf die Schweiz. (sid)
US-Präsident Donald Trump kommt italienischen Medienberichten zufolge wohl doch nicht für einen Kurzbesuch der Olympischen Winterspiele nach Italien. Die Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete, dem US-Konsulat in Mailand sei eine Absage mitgeteilt worden. Zuvor gab es Gerüchte, Trump wolle am Sonntag nach Mailand reisen, um das Eishockey-Finale der Männer zu verfolgen. Dort treffen die USA auf Kanada. Italienische Medien berichteten Anfang der Woche, die lokalen Sicherheitsbehörden hätten sich auf eine mögliche Visite des US-Präsidenten vorbereitet. Nach Angaben des „Corriere della Sera“ bleiben die bislang vorbereiteten Sicherheitsmaßnahmen jedoch vorerst bestehen – „auch für einen möglichen und plötzlichen Kurswechsel“, meldete das Blatt nun weiter. Vor wenigen Tagen hieß es noch, Trump wolle bei einem Einzug des US-Teams ins Eishockey-Finale nach Mailand reisen und anschließend an der Abschlussfeier in Verona am Sonntagabend teilnehmen. Eine offizielle Bestätigung aus den USA für solche Pläne gab es jedoch nicht. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hielt sich bedeckt. Ein Sprecher sagte damals, das IOC äußere sich nicht zu Reisen von Staatsoberhäuptern. (dpa)
Im dichten Schneetreiben winkte Franziska Preuß ins Publikum und konnte trotz einer weiteren sportlichen Enttäuschung lachen. Anschließend schnappte sie sich eine Deutschland-Fahne – und verabschiedete sich endgültig von der Biathlon-Bühne. Das Happy End im letzten Rennen ihrer Karriere blieb bei den Olympischen Winterspielen allerdings aus. Die Ausnahmesportlerin belegte nur Platz 28 nach sieben Strafrunden im Massenstart über 12,5 Kilometer in Antholz. Damit verpasste sie die erhoffte Einzelmedaille deutlich.Stattdessen setzte Oceane Michelon die französischen Biathlon-Festspiele in Antholz fort und gewann Gold vor Teamkollegin Julia Simon und der Tschechin Tereza Vobornikova. Es waren bereits das sechste Gold und die Medaillen Nummer 12 und 13 für die Équipe Tricolore in Antholz. Beste Deutsche war Vanessa Voigt, die bis zum letzten Schuss sogar von einer Medaille träumen durfte. Doch die Strafrunde bedeutete am Ende Platz sieben für die Thüringerin. Janina Hettich-Walz belegte Platz 17.Als bei Schneefall der Startschuss in der Antholz Biathlon Arena erfolgte, waren alle Augen auf Preuß gerichtet. Viele Hände musste die Gesamtweltcupsiegerin schütteln, äußerlich locker nahm sie ihr letztes Rennen mit der Startnummer 13 in Angriff. „Es fühlt sich gut an. Ich freue mich auf das Rennen, genauso wie auf das Ende vom Rennen. Ich versuche nicht allzu viel darüber nachzudenken, was dann ist, sondern jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Denn das wird es nicht mehr geben“, sagte Preuß der ARD.Doch ihre Misere am Schießstand blieb Preuß auch im letzten Rennen treu. Ein Fehler im ersten Liegendschießen, ein weiterer beim zweiten – der Traum von einer Medaille war quasi schon vor der Halbzeit dahin. Und es kam noch schlimmer. Beim ersten Stehendschießen folgten weitere vier Patzer. Danach war es für die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen letzten Jahres nur noch eine lockere Abschiedstournee durch die italienische Winterlandschaft. (dpa)
Ausnahme-Langläufer Johannes Hoesflot Klaebo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien seine sechste Goldmedaille gewonnen und damit den nächsten Rekord aufgestellt. Der Norweger siegte über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Damit ist er der erste Sportler bei Winterspielen, der bei einer Olympia-Ausgabe sechs Titel gewinnt.„Ich finde keine Worte dafür“, sagte der 29-Jährige nach seinem Triumph am Samstagmittag in einem brutal schweren Klassikrennen über 50 Kilometer, mit dem er sich zum absoluten König der Winterspiele krönte: „Jetzt bin ich so müde, dass ich mich nicht mehr wie ich selbst fühle.“Mit nun elf Goldmedaillen führt Klaebo zudem souverän die Rangliste der erfolgreichsten Winterspiele-Athleten vor seinen Landsleuten Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) an, die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.Klaebo, der nun bei allen Starts in Tesero gewonnen hat, setzte sich schon früh im Rennen mit Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget ab. Die drei Norweger machten die Medaillen unter sich aus. Nyenget holte Silber, Iversen Bronze. Als bester Deutscher lief Florian Notz in Tesero auf den zehnten Platz. Klaebo erreichte nach 2:07:07 Stunden das Ziel.Schon nach seiner zehnten olympischen Goldmedaille, die der 29-Jährige am Mittwoch im Teamsprint gewonnen hatte, sagte er: „Es ist verrückt. Es ist schwer, es in Worte zu fassen. Es fühlt sich unwirklich an.“ Zum Abschluss setzte er noch einen drauf. (dpa)
Die deutschen Skibergsteiger haben bei der Olympia-Premiere im Mixed-Wettbewerb eine Medaille verpasst. Das Duo Tatjana Paller und Finn Hösch landete bei den Winterspielen in Italien auf dem siebten Platz. Den Olympiasieg holten sich auf der berühmten Stelvio-Piste in Bormio Emily Harrop und Thibault Anselmet aus Frankreich. Silber ging an Marianne Fatton und Jon Kistler aus der Schweiz, Bronze an die Spanier Ana Alonso Rodriguez und Oriol Cardona Coll.Die deutschen Skibergsteiger bleiben damit ohne Medaille bei den Winterspielen. Im Einzel im Sprint am Donnerstag hatte Paller den vierten Platz belegt und damit das Podest knapp verfehlt. Hösch war bereits im Vorlauf ausgeschieden.Skibergsteigen gehört zum ersten Mal zum olympischen Wettkampfprogramm und hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für eine kurze Abfahrt werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht wieder hinunter. Zwischendurch müssen die Sportlerinnen und Sportler ein kurzes Stück Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt.Im Mixed-Wettbewerb wurden von jeder Frau und jedem Mann jeweils zwei Runden zurückgelegt. Die Runden sind dabei länger als noch im Einzel. Je Runde mussten die Athletinnen und Athleten jeweils etwa 140 Höhenmeter überwinden. (dpa)
Eine unsportliche Aktion des Schweizers Ryan Regez hat Tim Hronek die Chance auf eine olympische Medaille im Ski Cross gekostet. Der 33 Jahre alte Goldmedaillengewinner von Peking blockte im Halbfinale einen Überholversuch regelwidrig ab, indem er Hronek den Arm gegen den Hals drückte. Der Bayer verlor dadurch für einen Moment Geschwindigkeit und Kontrolle. Der Japaner Satoshi Furuno schob sich als Unbeteiligter der heftig diskutierten Szene vorbei und zog ins Finale ein. „Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der aktuell verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.Regez wurde zwar bestraft. Hronek half diese Sanktion allerdings nicht, er musste im kleinen Finale antreten. Gold-Hoffnung Florian Wilmsmann verpasste das Finale ebenfalls und duellierte sich mit Hronek. Die beiden Deutschen landeten einen Tag nach dem Olympiasieg von Daniela Maier auf den Rängen sechs und sieben – Hronek mit Wut im Bauch vor Wilmsmann. Gold ging an den Italiener Simone Deromedis. Dahinter komplettierten sein Landsmann Federico Tomasoni sowie Alex Fiva aus der Schweiz das Podest. Chancenlos im Kampf um die Medaillen waren dagegen die weiteren Deutschen Cornel Renn und Florian Fischer. Das Duo schied im Viertelfinale aus. (dpa)
Bob-Pilot Johannes Lochner steuert zum Abschluss seiner Karriere auf das olympische Gold-Double zu. Vier Tage nach seinem Triumph im Zweier legte der 35-Jährige in der Königsdiziplin Vierer einen perfekten Start hin und führt zur Halbzeit bereits 0,43 Sekunden vor seinem Dauerrivalen Francesco Friedrich, der im Cortina Sliding Centre keinen idealen Tag erwischte. Dritter ist der Frankfurter Adam Ammour (+0,59).Im großen Schlitten war eigentlich eine enge Entscheidung erwartet worden, doch schon zum Auftakt zeigte Lochner mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer die klar beste Linie und ging mit Bahnrekord klar in Führung. Im zweiten Durchgang baute er den Vorsprung weiter aus. Überschattet wurde der Lauf von den Stürzen des Österreichers Jakob Mandlbauer, des Franzosen Romain Heinrich sowie des Bobs aus Trinidad und Tobago mit dem Piloten Axel Brown. Mandlbauer musste mit einer Trage abtransportiert werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lochner zeigte sich unbeirrt und kann sich in den finalen Läufen drei und vier am Sonntag (10.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) eigentlich nur noch selbst schlagen. Für Lochner ist es der perfekte Start in das letzte Rennen seiner Laufbahn. Der Bayer beendet in Cortina d'Ampezzo seine Karriere, mit dem überlegenden Olympiagold im Zweier hatte er sich am Dienstag bereits seinen großen Traum erfüllt.Friedrich hingegen muss sich mit seinen Anschiebern Alexander Schüller, Matthias Sommer und Felix Straub etwas einfallen lassen. Schon mit einer Medaille würde der Doppel-Olympiasieger von 2018 und 2022 zum bislang erfolgreichsten Bob-Piloten aufsteigen und André Lange (ebenfalls 4x Gold, 1x Silber) abhängen – fünfmal Gold hat aber niemand. Brisant: Friedrichs langjähriger Erfolgsanschieber Margis greift auch nach seinem fünften Olympiagold – allerdings im Schlitten von Lochner.Die Dominanz der deutschen Piloten hatte sich im Weltcup abgezeichnet. Alle sieben Saisonrennen gingen entweder an Lochner, Friedrich oder Ammour. (sid/shüs.)
Nach einem schlimmen Kufentreffer im Gesicht ist die polnische Olympia-Shorttrackerin Kamila Sellier in Italien operiert worden. „Kamila wurde operiert, um den beschädigten Knochen zu reparieren. Alles wurde gereinigt“, berichtete Polens Chef de Mission Konrad Niedzwiedzki bei Eurosport. Sellier (25) sei am Samstagmorgen mit starken Schwellungen aufgewacht und habe nicht viel geschlafen. Im weiteren Tagesverlauf solle die Beweglichkeit ihres Auges weiter überprüft werden. Sellier war während des Viertelfinals über 1500 m am Freitag in einer Kurve gestürzt, eine Gegnerin schlitzte ihr dabei mit der Kufe unbeabsichtigt das Gesicht unter dem linken Auge auf. Das Rennen wurde unterbrochen, Sellier musste minutenlang behandelt und anschließend mit einer Trage abtransportiert werden. Auf dem Eis blieb eine Blutspur zurück. (sid)
Die USA haben die chinesischen Überflieger im Aerials-Finale der Mixed-Teams überraschend geschlagen. Weltmeisterin Kaila Kuhn, Connor Curran und Christopher Lillis holten in Livigno mit 325,35 Punkten mit großem Vorsprung die Goldmedaille. Die Amerikaner, die ihren Olympiasieg von 2022 wiederholten, kamen als einzige der vier Nationen ohne Sturz durch den entscheidenden Final-Durchgang und setzten sich souverän vor der Schweiz (296,91 Punkte) und China (279,68) durch.Für die in den Einzelentscheidungen so dominanten Chinesen waren Olympiasieger Wang Xindi und Li Tianma bei ihren Sprüngen gestürzt. Die USA lagen nach den Sprüngen der Frauen noch hinter den Asiaten zurück, doch Curran und Lillis überzeugten mit starker Ausführung. Für die Schweiz glänzte der WM-Dritte Pirmin Werner mit der besten Final-Wertung von 123,00 Punkten. In der Einzel-Entscheidung der Frauen hatte Wangs Ehefrau Xu Mengtao wie 2022 Gold gewonnen. (sid)
Die hohe Zahl vierter Plätze für die deutschen Olympia-Teilnehmer trüben bei Chef de Mission Olaf Tabor die Bilanz der Winterspiele in Italien. „Das schmerzt deswegen, weil es irgendwo zwischen Drama und Tragödie abgelaufen ist“, sagte der Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbunds am Tag vor der Schlussfeier. Vor den letzten beiden Wettkampftagen hatte das deutsche Team mit zwölf vierten Plätzen die meisten aller Nationen bei diesen Spielen.„Sie gehören zum Ergebnis der Mannschaft, da müssen wir mal schauen, wie wir das hinterher auswerten“, sagte Tabor. Auch der Blick auf den Medaillenspiegel verdeutliche, dass die Weltspitze noch enger zusammengerückt sei. Den angepeilten Platz unter den Top Drei der Nationenwertung werde die deutsche Delegation verfehlen, räumte Tabor ein.
Florian Wilmsmann hat beim Platzierungslauf der Skicrosser die viertbeste Zeit erzielt und Hoffnungen auf eine weitere deutsche Medaille nach Gold durch Daniela Maier genährt. Schneller als der WM-Zweite von 2023 waren unter anderem zwei Topfavoriten: Reece Hodwen aus Kanada, der in diesem Winter vier von neun Weltcup-Rennen gewonnen hat, und Ryan Regez aus der Schweiz (+1,05 Sekunden), Olympiasieger von 2022 und amtierender Weltmeister. Überraschend die zweitbeste Zeit erreichte der Japaner Satoshi Furuno (+0,99).Anhand des Platzierungslaufs, bei dem die Fahrer alleine auf dem Kurs unterwegs sind, wird die Setzliste für die Vierer-Läufe in der K.-o.-Runde (12.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) erstellt: Wilmsmann (+1,14) befindet sich in einer Hälfte des Tableaus mit Howden, auf den er im Halbfinale treffen kann. Der Erste und Zweite eines jeden Laufs kommen eine Runde weiter.Neben Wilmsmann sind in Livigno drei weitere Deutsche unter den 32 Teilnehmern. Florian Fischer (14.), Cornel Renn (20.) und Tim Hronek (26.) konnten im Platzierungslauf nicht überzeugen. Renn trifft damit bereits im Achtelfinale unter anderem auf Teamkollege Wilmsmann. (sid)
Johannes Lochner peilt mit voller Überzeugung sein erstes olympisches Gold-Double an. Im ersten von vier Läufen legte der Weltcup-Gesamtsieger aus Berchtesgaden in seinem letzten Rennen mit seiner Crew Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer Start- und Bahnrekord hin. So fuhr das Quartett in der Königsklasse des Bobsports 0,39 Sekunden Vorsprung auf Francesco Friedrich raus, der zwar am Start mit 4,73 Sekunden genauso schnell war, sich dann aber einige kleine Fehler erlaubte. Auf Rang drei liegt der Brite Brad Hall. Auch Adam Ammour von Eintracht Frankfurt, der die letzten zwei Rennen im Weltcup gewann, leistete sich wie Friedrich einen Fehler bei der Ausfahrt vier und touchierte mehrere Banden. Auf Bronze hat er als Fünfter zwölf Hundertstelsekunden Rückstand. Der im Training jeweils mit Bestzeiten überzeugende Italiener Patrick Baumgartner, der vom deutschen Ex-Weltmeister Manuel Machata trainiert wird, liegt mit 0,64 Sekunden Rückstand auf Lochner als Siebter schon weit zurück. (dpa)
Franziska Preuß geht das letzte Biathlonrennen ihrer Karriere ohne den Druck an, doch noch ihre erste olympische Einzel-Medaille gewinnen zu müssen. „Mein Hauptziel ist, noch mal die Freude zu spüren und den Grund, warum ich mich damals entschieden habe, Biathlon zu machen“, sagte die 31-Jährige dem ZDF: „Weil es einfach ein cooler Sport ist. Ich hoffe, dass ich das fühle und alles andere komplett ausklammern kann.“ Um ein besonders gutes Ergebnis geht es der Bayerin dabei nur bedingt. „Was auch immer dann kommt, ich bin völlig fein damit“, sagte die Verfolgungs-Weltmeisterin. Bei den Winterspielen in Antholz wird Preuß heute (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) im Massenstart letztmals antreten, ehe sie ihre Laufbahn anschließend sofort beendet und nicht mehr bei den noch drei ausstehenden Weltcups bis Ende März antritt. „Ich habe ehrlicherweise schon gewusst, egal, wie es hier läuft, hier wird Schluss sein“, sagte Preuß.Bei ihrer Rücktrittsankündigung unmittelbar vor Olympia hatte sie noch gesagt, erst in Italien entscheiden zu wollen, ob sie doch noch mal im Weltcup startet. Nun finden die verbleibenden Stationen in Estland, Finnland und Norwegen bereits ohne Deutschlands Sportlerin des Jahres statt. „Morgen geht es nicht um Zeiten oder Platzierungen. Morgen geht es um Dankbarkeit. Ein letztes Mal alles geben“, schrieb Preuß schon am Freitag bei Instagram.„Es fühlt sich einfach genau richtig an. Ich freue mich, dass dann auch was anderes kommt“, sagte Preuß. Wie genau ihr Leben weitergeht, weiß die elfmalige WM-Medaillengewinnerin aber noch nicht. „Ich war immer der Typ von Sportler, der jeden Tag 100 Prozent gegeben hat“, sagte Preuß: „Es ist eine coole Zeit, wo man alles ausprobieren kann. Ich freue mich einfach darauf, etwas komplett anderes zu erleben.“Bei ihren vierten Olympischen Spielen in Südtirol hatte Preuß mit großen Problemen am Schießstand zu kämpfen. Mehrfach vergab sie durch Fehler im letzten Stehendschießen mögliche Medaillen, zuletzt am Mittwoch mit der Frauenstaffel, die am Ende Vierte wurde. Zum Auftakt hatte sie mit der Mixed-Staffel aber bereits Bronze gewonnen. (dpa)
Der britische Freestyler Gus Kenworthy hat nach seinem Pinkel-Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde (ICE) über massive Angriffe gegen sich im Internet berichtet. „Es war hart. Niemand möchte über sich schlechte Dinge lesen, Dinge, die Beleidigungen und brutal und beängstigend und homophob sind“, sagte der 34-Jährige bei BBC Sport. Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem „fuck ICE“ zu sehen ist – nach seinen Angaben hat er den Schriftzug in den Schnee gepinkelt. Beim Halfpipe-Wettbewerb am Freitagabend erreichte der Silbermedaillengewinner von 2014, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert war, den sechsten Platz.Anschließend bekräftigte er seinen Protest. „Ich glaube nicht, dass das, was ich gesagt habe, kontrovers ist. Mir ist klar, dass die Leute unterschiedliche Meinungen haben, aber ich finde, was da gerade passiert, ist total daneben, und ich habe das Gefühl, dass ich mich dazu äußern muss und meine Reichweite nutze, gerade jetzt, wo ich so viel Publikum habe“, betonte Kenworthy. Er stehe zu dem, was er gesagt habe. „Ich denke, ich stehe auf der richtigen Seite.“Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. (dpa)
Die Erzrivalen Kanada und USA spielen beim Eishockey-Turnier um die prestigeträchtige Goldmedaille. Rekordchampion Kanada um Connor McDavid gewann im Halbfinale nach einem späten Comeback mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Peking-Olympiasieger Finnland, die US-Amerikaner folgten mit einem 6:2 (2:0, 3:0, 1:1) gegen die Slowakei. Das Eishockey-Finale (14.10 Uhr, ZDF und Eurosport) ist traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele.Die beiden US-Amerikaner Dylan Larkin (5.) und Tage Thompson (20.) legten früh den Grundstein für den Finaleinzug, Jack Hughes (33./39.), Jack Eichel (33.) und Brady Tkachuk (51.) sorgten für die weiteren Tore. Juraj Slafkovsky (45.) und Pavol Regenda (54.) trafen für die Slowakei. Der Peking-Dritte, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet hatte, spielt am Samstag (20.40 Uhr) gegen Finnland abermals um Bronze.Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim „Miracle on Ice“ sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf ihren dritten Olympiasieg. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver. Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. (sid)