FAZ 20.02.2026
17:27 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Preuß beendet am Samstag ihre Biathlon-Karriere


Biathletin tritt ein letztes Mal an +++ Schwerer Sturz in Halfpipe +++ Lindsey Vonn „mehr als sechs Stunden“ operiert +++ Olympiasiegerin erklärt rote Zunge +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Preuß beendet am Samstag ihre Biathlon-Karriere

Beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele läuft alles auf ein Finale zwischen den Erzrivalen Kanada und den USA hinaus. Kanada um Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann am Freitag das umkämpfte Halbfinale gegen Peking-Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und spielt im Finale am Sonntag (14.10 Uhr/ZDF und Eurosport) um Gold.Finnlands Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für Gold-Favorit Kanada, der letztlich verdient gewann.Der Gegner im Endspiel, das traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele darstellt, wird am Abend im Duell zwischen den USA und der Slowakei (21.10 Uhr) ermittelt. Die Slowaken hatten die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) um Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet. Sie sind gegen die USA aber klarer Außenseiter. (sid)

Der mit Gold-Ambitionen angetretene italienischen Biathlet Tommaso Giacomel ist nach dem Massenstart im Krankenhaus gelandet. Der 25-Jährige postete wenige Stunden nach dem Rennen, das er vorzeitig abbrechen musste, bei Instagram ein Foto aus dem Krankenbett. „Gleich nach dem zweiten Schießen hörte mein Körper irgendwie auf, richtig zu arbeiten und ich hatte wirklich Schwierigkeiten, zu atmen und mich zu bewegen“, schrieb Giacomel. Daraufhin musste er in der dritten Runde aussteigen und blieb am Streckenrand im Schnee sitzen. „Schlimmstes Gefühl, das ich bisher in meinem Leben erlebt habe“, schrieb er.Mittlerweile gehe es dem Gesamtweltcup-Zweiten zwar körperlich besser, doch die Enttäuschung ist groß. Nach Silber zum Auftakt mit der Mixed-Staffel wollte er bei seinem Heimspiel in Südtirol auch in den Einzelrennen Medaillen gewinnen. Das misslang, obwohl er meist zu den Favoriten gehörte. „Im Moment geht mir viel durch den Kopf... Frustration, Wut, Enttäuschung...“, schrieb Giacomel: „Absolut nicht das Ende der Spiele, auf das ich gehofft hatte, aber ich werde niemals aufgeben.\"Was genau der Grund für sein Aus war, ist noch unklar. Er werde auf jeden Fall bis zu den Winterspielen in vier Jahren in den französischen Alpen weitermachen. „Vier Jahre verfliegen schnell und ich versuche es wieder in Frankreich“, schrieb Giacomel und kündigte an: „Ich werde die nächsten Tage ein paar medizinische Untersuchungen durchführen, um herauszufinden, was heute schiefgelaufen ist.“

Weltmeisterin Laura Nolte muss sich im Kampf um das angepeilte Olympiagold im Zweierbob noch steigern. Die Weltcup-Dominatorin liegt mit Anschieberin Deborah Levi nach dem ersten Lauf mit 0,05 Sekunden Rückstand auf die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries auf Rang zwei. Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist.Vier Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob gelang Nolte ein Startrekord, die zweimalige Zweier-Olympiasiegerin Armbruster Humphries (2010, 2014) schlug dank einer sauberen Fahrt und offenbar gutem Material aber zurück. Lisa Buckwitz, die als erste Bobfahrerin Olympiagold als Anschieberin und Pilotin gewinnen kann, lauert mit Neele Schuten auf Rang drei (+0,13). Kim Kalicki und Talea Prepens sind Vierte (+0,21). (sid)

In Abwesenheit ihrer Teamkollegin Jutta Leerdam hat die niederländische Eisschnellläuferin Antoinette Rijpma-de Jong Gold über 1.500 Meter gewonnen. In einem spannenden Wettbewerb setzte sich die 30-Jährige in 1:54,09 Minuten nur um sechs Hundertstelsekunden gegen die Norwegerin Ragne Wiklund durch. Dritte wurde Valérie Maltais aus Kanada.Für Rijpma-de Jong ist es das erste olympische Gold in ihrer Karriere. Die Olympiasiegerin über 3.000 und 5.000 Meter, Francesca Lollobrigida aus Italien, war als 13. dieses Mal ohne Medaillenchance. Leerdam war gar nicht erst am Start. Für sie sind die Olympischen Spiele bereits vorbei.Lea Sophie Scholz als einzige deutsche Teilnehmerin belegte mit einer Zeit von 1:57,68 Minuten den 18. Platz. Den Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe bilden am Samstag die Massenstarts bei Frauen und Männern. (dpa)

Bei den Olympischen Winterspielen in Livigno hat der nächste schwere Sturz in der Halfpipe für Entsetzen gesorgt. Der neuseeländische Ski-Freestyler Finley Melville Ives fiel bei der Landung nach einem Trick hart auf die Eisröhre und schlug auch mit dem Kopf auf. Helfer versorgten den 19-Jährigen, er wurde nach sechs Minuten unter dem Applaus der Zuschauer mit einer Trage aus dem Zielbereich gefahren. Sein Teamkollege Gustav Legnavsky weinte am Start und wurde von einem Konkurrenten getröstet. „Ihm geht es okay. Er war k.-o., er ist jetzt bei Bewusstsein und spricht. Er wird komplett durchgecheckt“, sagte Neuseelands Trainer Tom Willmott über Melville Ives. „Er wird wieder zurückkommen, er ist ein Kämpfer.“ Die Qualifikation für das Finale am Abend wurde fortgesetzt. Dort wird Mitfavorit Melville Ives nicht dabei sein, auch im ersten von zwei Qualifikationsläufen war er gestürzt.Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrere heftige Stürze in der Halfpipe gegeben. Am Donnerstagabend war Cassie Sharpe, kanadische Freestyle-Olympiasiegerin von 2018, auf den Kopf geschlagen und rund zehn Minuten lang behandelt worden. Sie sei in einem „stabilen Zustand“, teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.Zudem hatte sich der australische Snowboarder Cameron Bolton bei einem Sturz zwei Halswirbel gebrochen. (dpa)

Lindsey Vonn ist abermals erfolgreich an ihrem schwer verletzten linken Bein operiert worden. Der Eingriff habe „etwas mehr als sechs Stunden“ gedauert, schrieb die US-Amerikanerin am Freitag bei Instagram, der behandelnde Arzt habe einen „unglaublichen Job“ gemacht.Das belegt Vonn mit Röntgenbildern, die zahlreiche Schrauben in ihrem Bein zeigen. Wegen der Schwere des Eingriffs müsse sie noch ein wenig in der Klinik bleiben, berichtete Vonn, es gehe in „Babyschritten“ vorwärts. Was genau bei dem Eingriff passiert sei und was das bedeute, wolle sie „bald“ erklären.Die 41-Jährige war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt und hatte sich bereits in Italien mehreren Operationen unterziehen müssen. Inzwischen wurde sie in ihre Heimat überführt. Dass dort weitere Eingriffe erfolgen würden, hatte sie angekündigt. (sid)

Dass manche ihrer Jubelfotos einen kleinen Makel hatten, konnte Olympiasiegerin Daniela Maier leicht verschmerzen. „Das sieht man?“, fragte die Schwarzwälderin nach ihrem Triumph im Skicross und klärte lachend auf, was ihre Zunge so rot gefärbt hatte. „Ich war davor ja ein bisschen krank und musste einfach schauen, dass ich den Hals ein bisschen geschmeidig halte. Deswegen gab es ein paar Halslutschtabletten.“Runde für Runde hatte sich die 29-Jährige am Freitag im Livigno Snow Park vor der Konkurrenz behauptet und sich im Finale schließlich vor der Schweizerin Fanny Smith und der Schwedin Sandra Näslund durchgesetzt. Dabei war Maier geschwächt von ihrer Erkältung in den Tag gestartet: „Nach dem Seeding Run hat sich die Lunge gemeldet“, erzählte Maier, „es war sau anstrengend. Ich musste schauen, dass ich mich mit Halslutschtabletten gut versorge.“ Das habe „gut geklappt“, sagte sie erleichtert. Den Beweis trug sie um den Hals – und auf der Zunge. (sid)

Das IOC will sich mit dem Auftritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der ersten Sitzung des umstrittenen Friedensrats von US-Präsident Donald Trump befassen. „Wir werden uns das anschauen und zur angeblichen Unterzeichnung von Dokumenten recherchieren“, sagte Kirsty Coventry, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, am Rande der Winterspiele in Mailand. Infantino, der als Fußball-Weltverbandschef auch IOC-Mitglied ist, hatte am Vortag „eine echte Partnerschaft“ zwischen Trumps Friedensrat und der FIFA verkündet.Die IOC-Chefin sagte, sie habe zu dem Thema „nicht viel zu sagen“, weil sie noch nichts von der Sache gehört habe. Sie verwies darauf, dass die olympische Dachorganisation sich weiter politisch neutral verhalten werde. „Ich denke, das ist der einzige Weg für uns als Organisation, Fairness an den Wettkampfstätten zu ermöglichen“, sagte Coventry. Auf Nachfrage betonte sie: „Die olympische Charta ist sehr klar, was von den Mitgliedern erwartet wird.“ Infantino hatte bei der ersten Zusammenkunft des von Trump gegründeten Friedensrats vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. „Jeder muss den Frieden unterstützen“, sagte der Schweizer bei seiner kurzen Rede.Danach zeigte er einen Werbespot, in dem es hieß, dass im Gazastreifen unter anderem Spielfelder sowie ein Stadion für bis zu 25.000 Zuschauer gebaut werden sollen. Trump sagte, die FIFA werde helfen, 75 Millionen Dollar (63,6 Millionen Euro) für Projekte in Gaza zu sammeln, die mit Fußball zu tun haben sollen. (dpa)

Gegen die große Flotte von „Air China“ war auch „Swiss Air“ ohne Chance. Beim Aerials-Finale der Männer war der Luftraum über den gewaltigen Kickern nahezu vollständig belegt von den Springern aus China. Dem Schweizer Noe Roth, der zuletzt zweimal WM-Gold gewonnen hatte, blieb mit knappen 1,02 Punkten Rückstand auf Olympiasieger Wang Xindi immerhin die Silbermedaille.Vier Chinesen standen in Livigno im olympischen Finale der besten sechs, der 30 Jahre alte Wang, der zuvor nur viermal im Weltcup auf Platz eins gelandet war, sprang und flog dabei überraschend zu Gold. Bei seinen beiden bisherigen Olympia-Teilnahmen 2022 und 2018 war er jeweils nur 14. geworden. Bronze gewann Wangs Landsmann Li Tianma vor Teamkollege Sun Siaxu. Qi Guangpu, vierter Vertreter des chinesischen Aerials-Quartetts und Olympiasieger in Peking vor vier Jahren, belegte hinter dem Schweizer WM-Dritten Pirmin Werner den sechsten Rang. Bei den Frauen hatte Xu Mengtao aus China wie 2022 Gold gewonnen. (sid)

Der Mann, den US-Präsident Donald Trump als „Loser“ bezeichnete, steht im Finale des olympischen Halfpipe-Wettbewerbs. US-Freestyler Hunter Hess formte nach seinem erfolgreichen Qualifikations-Auftritt ein „L“ mit seinen Fingern und zeigte es in die Kamera. Danach sprach er über seine turbulenten vergangenen Tage bei Olympia. \"Ich habe so hart gearbeitet, um hier zu sein. Ich habe mein ganzes Leben geopfert, um das zu erreichen. Ich werde mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten lassen“, sagte der 27-Jährige, der in Livigno als Fünfter der Quali im Finale um eine Medaille kämpft.Hess hatte sich vor Beginn der Spiele mit anderen US-Olympia-Teilnehmern kritisch zur aktuellen Lage in den Vereinigten Staaten geäußert. „Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert“, hatte er gesagt.Daraufhin hatte Präsident Donald Trump ihn als einen „echten Loser“ bezeichnet und betont, Hess würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass Hess dabei sei, schrieb Trump. „Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern.“Nach dem Qualifikations-Wettkampf erneuerte Hess mit deutlichen Worten ein Bekenntnis zu seiner Heimat: „Ich liebe die Vereinigten Staaten von Amerika. Das kann ich gar nicht oft genug sagen. Ich hatte das Gefühl, dass ich das in meiner ursprünglichen Erklärung zum Ausdruck gebracht habe, aber anscheinend haben die Leute das nicht so verstanden. Ich bin so glücklich, hier zu sein, so glücklich, das Team USA zu vertreten“, sagte Hess. (dpa) 

Die deutschen Biathlon-Männer sind auch im letzten Rennen der Olympischen Winterspiele knapp ohne Medaille geblieben. Zum Abschluss belegte Philipp Horn im Massenstart den vierten Platz, dem Thüringer fehlten 9,9 Sekunden zu Bronze. In Antholz leistete sich der 31-Jährige nur eine Strafrunde und landete 35,5 Sekunden hinter Olympiasieger Johannes Dale-Skjevdal aus Norwegen. Silber ging an Sturla Holm Laegreid aus Norwegen vor Quentin Fillon Maillet aus Frankreich. Horn lag nach dem letzten Schießen noch auf dem dritten Platz, wurde aber auf der Schlussrunde von Fillon Maillet überholt. Vor dem abschließenden Massenstart der Frauen am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) hat das deutsche Biathlon-Team insgesamt nur eine Medaille gewonnen. Bleibt es auch nach elf Wettbewerben bei Bronze in der Mixed-Staffel, wäre das schwächste deutsche Abschneiden bei Olympia perfekt. Seit Frauen und Männer bei Winterspielen 1992 gemeinsam antreten, hatte es zuvor immer mindestens zweimal für das Podest gereicht. Die besten Ergebnisse der Männer in Italien waren Rang vier mit der Staffel, Rang vier durch Horn zum Abschluss und der fünfte Platz von Philipp Nawrath im Einzel über 20 Kilometer. Die bislang letzte deutsche Medaille in einem Individualwettbewerb hatte Simon Schempp 2018 mit Silber im Massenstart gewonnen. Bei den Spielen in Südkorea gab es durch Arnd Peiffer im Sprint auch das bislang letzte Männer-Gold für den Deutschen Skiverband. (dpa)

Angesichts der schlechten Ausbeute des deutschen Biathlon-Teams bei den Olympischen Winterspielen hat Sportdirektor Felix Bitterling den zunehmenden Hass in den sozialen Medien angeprangert. „Was nicht hilft und das nimmt leider zu, ist, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln“, sagte Bitterling im ZDF.Die Athletinnen und Athleten sowie ihn treffe es in allererster Linie. „Das ist total inakzeptabel, unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und man kann uns auch sportlich gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau“, ergänzte der nach dem Saisonende zum Weltverband IBU wechselnde Bitterling.Vor den abschließenden Massenstarts hat das deutsche Team erst eine Bronzemedaille zum Auftakt in der Mixed-Staffel auf dem Konto. Es droht das schlechteste Abschneiden bei Winterspielen jemals. (dpa)

 Erst küsste Daniela Maier freudestrahlend ihre Goldmedaille, ehe ihr bei der deutschen Hymne die Tränen über das Gesicht liefen: Dank einer herausragenden Leistung hat sich Maier zur ersten deutschen Olympiasiegerin im Skicross gekrönt. Vier Jahre nach dem Bronze-Drama von Peking setzte sich die 29-Jährige bei den Winterspielen in Italien im Finale souverän durch. Sie verwies Fanny Smith aus der Schweiz und die Schwedin Sandra Näslund auf die weiteren Medaillenplätze und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere. „Es ist surreal, ich habe das wirklich erst auf dem Podium realisiert, als ich die Medaille umgehängt bekommen habe. Ich werde noch ein bisschen brauchen, bis ich das wirklich realisiere“, sagte Maier, die die erste deutsche Medaille im Livigno Snow Park gewann, im ZDF. 2022 in Peking hatte sie mit Bronze für die erste deutsche Ski-Cross-Medaille überhaupt gesorgt. Maier, die zuletzt gesundheitlich leicht angeschlagen war, kam gut in den Wettkampf und entschied die Qualifikation für sich. Auch in den K.-o.-Runden, in der jeweils die beiden schnellsten von vier Läuferinnen weiterkamen, hinterließ sie einen sehr starken Eindruck – getragen von der Euphorie aus den jüngsten Erfolgen bei zwei der zurückliegenden drei Weltcups. In allen vier Läufen war sie von Beginn an in Führung und verteidigte ihren Vorsprung bis ins Ziel. Maier ist nun auf dem sportlichen Höhepunkt angekommen und wurde damit auch für ihr Durchhaltevermögen belohnt. Denn in ihrer Karriere musste die Schwarzwälderin einige schwere Verletzungen durchmachen. So waren nach einem Knorpelschaden im Knie im Februar 2017 drei Operationen nötig, Maier verpasste die gesamte Saison 2017/18. Im Januar 2024 musste sie nach einem Syndesmoseriss im Fuß operiert werden und fiel erneut mehrere Monate aus. „Ich bin froh, dass ich durchgehalten und nie aufgegeben habe, mich immer wieder aufgerappelt habe und aufgestanden bin“, sagte Maier, die vor allem ihrem Umfeld dankte – und dabei wieder mit den Tränen zu kämpfen hatte. Wie sie nun feiert? Eine Freundin sollte eigentlich schon mit einem Aperol im Zielraum stehen. „Den hat sie jetzt leider nicht hineingebracht. Aber ich hoffe, dass es einige Aperol-Liter geben wird“, sagte Maier. Anders als 2022 in Peking konnte Maier ihren Erfolg nun von Beginn an genießen. Vor vier Jahren hatte Maier noch eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Denn damals war zunächst Smith auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, einen Rang vor Maier. Der Bronzerang wurde der Schweizerin nach einem minutenlangen Videostudium jedoch aberkannt. Nach Meinung der Jury war Maier von ihrer Konkurrentin behindert worden. Aber Smith klagte dagegen und Maier wusste lange nicht, ob sie die Medaille behalten darf. Erst nach einer monatelangen Zitterpartie entschied der Internationale Sportgerichtshof Cas, dass sowohl Maier als auch Smith Bronze bekommen sollen. Für die anderen deutschen Starterinnen Luisa Klapprott, Leonie Bachl-Staudinger und Veronika Redder war bereits im Achtelfinale Schluss. Doch auch sie feierten bei der Siegerehrung mit Maier. (dpa)

Die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntagabend in Verona als Fahnenträger das deutsche Team anführen. „Was sie geschaffen haben, bleibt für immer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient“, sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wendl und Arlt hatten bei ihren letzten olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel geholt. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. „Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können“, sagte Weikert. (dpa)