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07.02.2026
14:59 Uhr
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Franjo von Allmen gewinnt Olympia-Abfahrt +++ DEB-Frauen besiegen Japan +++ Gold für Langläuferin Karlsson +++ Sorgen nach Entdeckung von Schäden am Bahnnetz +++ Alle Olympia-2026-News im Liveblog.

US-Rodlerin Sophia Kirkby macht nicht nur Jagd auf Medaillen. Die 24-Jährige sucht bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo auch ganz offen nach Flirts. Sie selbst bezeichnet sich auf Instagram „als die begehrteste Junggesellin im olympischen Dorf“. Nach ihrem Start bei der olympischen Premiere der Doppelsitzerinnen am kommenden Mittwoch (19.40 Uhr) hat sie vor allem den Valentinstag drei Tage später im Visier. „Ich bin Single und dachte, es wäre interessant für die Leute, das Dating-Leben einer Olympionikin während der Spiele mitzuerleben. Es passt perfekt, denn der Valentinstag fällt mitten in die Spiele“, sagte Kirkby, die sich nach ihrem Wettkampf noch „etwa anderthalb Wochen Zeit gibt, einfach mal als Erwachsene auf einem Spielplatz zu sein“. So werde sie auch auf Dating-Plattformen aktiv sein. Kirkby weiß recht genau, was sie will. „Beim Rodeln kenne ich schon alle. Bobfahren – das mache ich nicht noch mal. Skeleton – ich glaube, die haben alle Freundinnen. Beim Curling – ich weiß nicht, wie die Athleten so sind, aber ich stelle mir einfach lauter Väter vor“, sagte die US-Rodlerin. „Wenn ich also keine Olympioniken finde, bin ich sehr offen für Dates mit Fans“, betonte Kirkby, die sich selbst als Live-Version von „Olympia-Bachelorette“ sieht. Die begeisterte Töpferin, die handgefertigte Kaffeetassen mit Olympia-Motiven vorbereitet hat und auch als „Pin-Königin“ im olympischen Dorf unterwegs ist, musste im vergangenen Jahr einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ihr Vater starb an Krebs. Nun trägt sie auf ihrem Handschuh eine Botschaft von ihm: „Ich wäre überglücklich, wenn du es ins Olympia-Team schaffen würdest.“Ihr Vater sei der Hauptgrund, warum sie diesen Sport betreibe. „Er war Bobfahrer bei der US Air Force und hat mich zum Rodeln gebracht. Es schmerzt mich sehr, dass er es nicht bis zum Ende geschafft hat. Wir hatten eine sehr enge Vater-Tochter-Beziehung“, sagte Kirkby, die 2022 und 2024 bei der WM Bronze im Doppelsitzer holte. (dpa)
Die Häme für Mariah Careys Auftritt bei der Eröffnungsfeier in Mailand sorgt bei den Olympia-Machern für Unverständnis. Im Netz hatten Zuschauer der Auftakt-Zeremonie nach Careys Interpretation des Klassikers „Nel blu, dipinto di blu“ über den Einsatz eines Teleprompters mit der Lautschrift des Liedtextes gespottet. Zudem wurde gemutmaßt, die US-Popdiva habe gar nicht live gesungen, stattdessen sei ihr Gesang vom Band gekommen. „Mariah Careys Auftritt war außergewöhnlich, sie hat einen magischen Moment erschaffen“, sagte Maria Laura Iascone, Zeremonienmeisterin der italienischen Olympia-Organisatoren, zu der Kritik. Iascone verwies darauf, dass Carey nicht für ihre Show bezahlt worden sei, dies sei Bedingung für die Künstler gewesen. Den Spekulationen um einen Playback-Einsatz entgegnete die Funktionärin: „Um auf der sicheren Seite zu sein, zeichnen wir bei solchen Events immer vorher auf, das ist Standard für solch wichtige Übertragungen. Aber der gestrige Auftritt war außergewöhnlich, wir waren sehr zufrieden, die Bilder beweisen das.“ Carey war im ersten Teil der Eröffnungsfeier im Mailänder Fußballstadion San Siro aufgetreten. In einem weiß-silbernen Glitzerkleid und Federumhang sang sie zunächst das besser als „Volare“ bekannte Lied, dann ließ sie ihren Hit „Nothing Is Impossible“ folgen. „Ein absoluter Traum ist wahr geworden: Ich durfte bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina auf Italienisch auftreten! Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben. Nichts ist unmöglich!“, schrieb die 56-Jährige anschließend auf Instagram. Olympia-Organisationschef Andrea Varnier versicherte: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.“ Die Eröffnungsfeier nicht nur in Mailand, sondern an drei weiteren Orten in den Bergen zu veranstalten, sei nicht einfach gewesen. In Mailand habe es mit 61.221 verkauften Tickets einen Rekord für die Eröffnung von Winterspielen gegeben, sagte Varnier. Zudem seien weitere 10.000 Zuschauer in Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno gezählt worden. (dpa)
Die deutschen Eishockey-Frauen haben nach ihrem Fehlstart bei den Olympischen Spielen eindrucksvoll zurück in die Spur gefunden. Zwei Tage nach der Auftakt-Niederlage gegen Schweden (1:4) besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod Japan mit 5:2 (3:0, 2:2, 0:0) und nahm das Viertelfinale wieder ins Visier. Der Einzug in die Runde der letzten acht ist bei der ersten Olympia-Teilnahme seit 2014 das Minimalziel des deutschen Teams.Kapitänin Daria Gleißner brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Mailand bereits nach 44 Sekunden in Führung, Stürmerin Emily Nix (9.) erhöhte vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In der Folge ließ sich das deutsche Team auch von einer stärkeren Phase der Japanerinnen nicht aus der Ruhe bringen und legte durch Nicola Hadraschek (14.) noch im ersten Drittel den dritten Treffer nach.Hadraschek (26.) mit ihrem zweiten Tor und Laura Kluge (31.) schraubten das Ergebnis in der Folge in die Höhe. Die Japanerinnen, gegen die die DEB-Auswahl ihre Olympia-Generalprobe Ende Januar noch verloren hatte, blieben nach den Anschlusstreffern durch Mei Miura (37.) und Yumeka Wajima (38.) zwar am Drücker. Zur Aufholjagd kam es jedoch nicht.Im dritten Vorrundenspiel trifft Deutschland am Montag (16.40 Uhr/ARD und Eurosport) auf Frankreich, letzter Gegner ist tags darauf (16.40 Uhr/ZDF und Eurosport) Gastgeber Italien. In der schwächer eingestuften Gruppe B ziehen die drei besten Mannschaften ins Viertelfinale ein, dort würde dem deutschen Team dann wahrscheinlich ein Duell mit den übermächtigen Mannschaften aus den USA oder Kanada drohen. (sid)
Die deutschen Skilanglauf-Frauen sind beim ersten Start bei den Olympischen Winterspielen wie erwartet ohne Medaillen geblieben. Im Skiathlon über 2 mal 10 Kilometer kam Pia Fink aus Bremelau als beste Deutsche im gut gefüllten Skistadion im italienischen Tesero auf Platz zwölf. Gold ging an Frida Karlsson aus Schweden vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson. Bronze sicherte sich die Norwegerin Heidi Weng.Bundestrainer Peter Schlickenrieder hatte vor dem Start vor allem die starken Schwedinnen als Medaillen-Kandidaten auserkoren. Der 55-Jährige irrte mit seiner Prognose nicht. Ein Trio mit den Schwedinnen Andersson und Karlsson sowie der Norwegerin Astrid Oeyre Slind lief der Konkurrenz bereits nach rund fünf Kilometern davon. Katharina Hennig-Dotzler aus Oberwiesenthal, die vor vier Jahren in Peking überraschend Gold im Teamsprint erkämpft hatte, war als beste Deutsche nach zehn Kilometern auf Platz elf. Der Rückstand auf die Medaillen-Ränge war bereits auf 1:13 Minuten angewachsen. Fink folgte auf Rang 13. Nach dem Wechsel von der klassischen Technik auf den Skating-Stil sorgte Karlsson schnell für klare Verhältnisse und jubelte nach 53:45,2 Minuten über ihr erstes Olympia-Gold. Hennig-Dotzler fiel dagegen immer weiter zurück und kam auf Platz 30 ins Ziel. (dpa)
Das vom Norovirus betroffene Team von Finnland kann verspätet ins olympische Frauen-Eishockeyturnier einsteigen. „Finnland spielt heute“, teilte Teamsprecherin Henna Malmberg der Nachrichtenagentur AP mit. Das Vorrundenspiel (16.40 Uhr) gegen die USA ist das Turnierdebüt der Finninnen. Nachdem 13 der 23 Spielerinnen aufgrund des Norovirus am Dienstagabend in Quarantäne mussten, war das Auftaktspiel gegen Olympiasieger Kanada auf den kommenden Donnerstag verschoben worden. Auch das Schweizer Team spielt heute gegen Kanada (21.10 Uhr). Am Freitag war nach dem 4:3-Shootout-Sieg gegen Tschechien bekanntgeworden, dass eine Spielerin positiv auf das Norovirus getestet wurde. Das gesamte Schweizer Team verbrachte den Freitagabend in Isolation und nahm nicht an der Eröffnungsfeier teil. „Die Inkubationszeit ist verstrichen. Aus medizinischer Sicht bestehen derzeit keine Bedenken gegen die Durchführung der Partie, sofern keine weiteren Spielerinnen Symptome zeigen“, sagte Hanspeter Betschart, Chefmediziner des Schweizer Olympia-Teams. Das sei bisher nicht der Fall. „Die Standardmaßnahmen haben gegriffen. Die Reaktion vom medizinischen Team im Dorf war hervorragend, sehr schnell“, sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi. Es habe keinen Ausbruch im olympischen Dorf gegeben. Die Athletinnen seien schon mit Symptomen in Italien angekommen. IOC-Sprecher Mark Adams ergänzte, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass die Fälle von Finnland und der Schweiz in Zusammenhang stehen. (dpa)
Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl kämpft am Tag nach der Eröffnungsfeier mit den Folgen seiner langen und kurzfristigen Anreise zu den Winterspielen. „Jetlag ist allemal ein Thema. Ich bin seit fünf Uhr wach“, berichtete der Eishockey-Star am Samstag bei einer Pressekonferenz.Missen will der Center des NHL-Klubs Edmonton Oilers diese Erfahrung trotz eines Zwölf-Stunden-Flugs und der Landung erst am Freitagvormittag in Mailand keinesfalls. „Anstrengend ist das falsche Wort, weil es sehr schön war. Aber es war viel“, sagte der 30-Jährige. Er freue sich nun „auf die nächsten zwei Wochen. Darauf, Flair und Vibe miterleben zu dürfen.“ Sein Vater Peter, der 1988, 1992 und 1998 dabei war, habe ihm immer weder von Olympia vorgeschwärmt, die Spiele seien „mit das Beste, was er erleben durfte“, so der Sohn.Draisaitl hat im Olympischen Dorf ein Einzelzimmer bezogen, „was ganz angenehm ist“, sagte er grinsend. Er habe in den Jugendnationalmannschaften schon „viele Nächte“ auf einer Stube mit seinen Kumpels Frederik Tiffels und Dominik Kahun verbracht, die in Mailand ein Zweibettzimmer teilen.Die anderen NHL-Spieler kommen erst am Sonntag in Italien an, das erste gemeinsame Training des dann kompletten deutschen Olympia-Teams kann wohl erst am Montag stattfinden. Bis zum ersten Spiel gegen Dänemark am Donnerstag müsse sich die Mannschaft „schnell finden“, sagte Draisaitl und mahnte: „Es ist enorm wichtig, dass wir gut reinkommen.“ Weitere Gegner in der Gruppe sind Lettland und Mitfavorit USA. „Das werden Brocken, enorm harte Spiele für uns“, erklärte der frühere NHL-MVP, aber: „Ich glaube, wir werden sehr viel Spaß haben.“Die Öffentlichkeit und seine Mitspieler rief er dazu auf, sich nicht zu sehr auf ihn zu fokussieren: „Es geht hier nicht um mich. Es geht um die Mannschaft. Wir kommen über die Einheit, nicht über die Einzelspieler.“ (sid)
Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen hat die Olympia-Abfahrt gewonnen und damit das erste Gold der Winterspiele in Italien geholt. Der 24 Jahre alte Weltmeister setzte sich auf der schweren Stelvio-Piste in Bormio mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giovanni Franzoni durch.„Ich komme mir vor wie in einem Film, es fühlt sich nicht wirklich real an“, sagte der überwältige von Allmen. Und nein, „ich kann gar nicht sagen, was mir das bedeutet – ich werde das wahrscheinlich erst in ein paar Tagen begreifen, wenn die Olympischen Spiele vorbei sind.“Bronze holte Dominik Paris, der Südtiroler bejubelte im Alter von 36 Jahren damit die erste Olympia-Medaille seiner Karriere. Als einziger deutscher Starter hatte Simon Jocher mit der Entscheidung nichts zu tun und kam mit 2,40 Sekunden Rückstand auf den Sieger nicht unter die besten 20.Von Allmen hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen und krönte sich nun bei seinem ersten Olympiastart zum zweiten Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold geholt. Im deutschen Team hatten die Teilnahmequoten für Ärger gesorgt. Insgesamt stehen den deutschen Alpinen nur fünf Männer-Startplätze bei den Winterspielen zu – weil die Platzierungen in diesem Winter zu schlecht waren, aber auch wegen vieler Startplätze für kleine Nationen. Kritiker meinen, das widerspreche dem Leistungsprinzip. Luis Vogt, der in Kitzbühel Achter geworden war, durfte nicht zu Olympia. Und am Ende waren bei der Abfahrt von Bormio nur 36 Rennfahrer am Start. (dpa)
Lindsey Vonn nickte zufrieden und zeigte kurz die Faust: Die US-Amerikanerin hat auch den abschließenden Test vor der Olympia-Abfahrt gut überstanden und scheint gerüstet für die Entscheidung am Sonntag (11.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport). Vonn, die in Cortina d'Ampezzo trotz eines Kreuzbandrisses an den Start gehen wird, absolvierte auch das zweite Training auf der Olimpia delle Tofane souverän, das lädierte Knie wirkt stabil.Auch die deutschen Medaillenkandidatinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann, die in Cortina 2021 WM-Silber in der Abfahrt gewonnen hatte, kamen am Samstag scheinbar gut zurecht. Wie schon in den Vortagen beeinträchtigten die Witterungsbedingungen in Cortina jedoch die Verhältnisse auf der Piste – auch deswegen sind die Leistungen in den Probedurchgängen, in denen die meisten Läuferinnen nicht volles Tempo fahren, nicht überzubewerten.Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am vergangenen Freitag in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie und Knochenprellungen erlitten. Auch ihr Meniskus ist lädiert. Die 41-Jährige will ihren Olympia-Traum aber nicht aufgeben und in Cortina, wo sie im Weltcup mit zwölf Erfolgen Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen. (sid)
Ein kurioses Missgeschick hat Ski-Freestylerin Sarah Höfflin die Chance auf ihren zweiten Olympiasieg im Slopestyle gekostet. Die Schweizerin verlor in der Qualifikation von Livigno einen Ski beim Absprung und konnte den Trick nicht stehen. Von der Jury erhielt die 35-Jährige daher nur eine niedrige Wertung.„Ich hatte etwas Pech. Ich habe den Ski bei meiner ersten Abfahrt verloren, was es mir sehr schwer gemacht hat“, sagte die Goldmedaillengewinnerin von 2018, die unverletzt blieb. Dadurch habe sie nur eine weitere Möglichkeit gehabt, sich zu qualifizieren. „Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es nicht wirklich meine Schuld war“, sagte sie.Nach ihren Angaben war es bereits die zweite Panne dieser Art. „Ich weiß also nicht weiter“, gab sie zu. „Ich glaube, mit meiner Bindung stimmt etwas nicht. Ich musste den Ski wechseln, und dann hat er gehalten, aber ich bin ziemlich traurig.“ Als 13. verpasste sie die Qualifikation um 0,16 Punkte. (dpa)
Gekleidet in eine Jacke der deutschen Mannschaft unterhielt sich Frank-Walter Steinmeier angeregt mit den deutschen Athletinnen und Athleten um Eishockey-Star Leon Draisaitl, auch dem Bundespräsidenten war die Vorfreude deutlich anzumerken. „Ich bin sicher, wie immer wird Olympia ansteckend sein“, sagte das deutsche Staatsoberhaupt am Samstag, dem ersten Entscheidungstag der Spiele, im Olympischen Dorf.Besonders die „fulminante Eröffnungsfeier“ im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion am Vorabend hatte bei Steinmeier bleibenden Eindruck hinterlassen. Er habe eine „begeisternde Stimmung“ wahrgenommen, betonte der 70-Jährige. Sein Wunsch und der von vielen sei, dass die Spiele in Norditalien „ein Zeichen setzen für Verständigung und für Frieden, nachdem wir uns alle sehnen“.Gleichzeitig zeigte sich Steinmeier „beeindruckt von den Sportlerinnen und Sportlern, die wir hier getroffen haben, mit denen wir gesprochen haben“ – darunter auch Fahnenträger Draisaitl. Der NHL-Profi, der die deutsche Mannschaft am Freitag angeführt hatte, sei „heiß auf dieses Turnier“, freute sich Steinmeier: „Und ich bin mir ganz sicher, er wird der Mannschaft auch noch ein Plus geben.“Steinmeier, der am Donnerstag in Mailand gelandet war und neben der Eröffnungsfeier auch bei einem Empfang des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella zugegen war, bleibt noch bis Sonntag in Italien. Geplant sind Besuche beim zweiten Gruppenspiel der deutschen Eishockey-Frauen am Samstag in Mailand gegen Japan sowie bei der Abfahrt der Alpin-Frauen in Cortina und der Biathlon-Mixed-Staffel in Antholz (jeweils am Sonntag). Am Sonntagabend fliegt Steinmeier zurück nach Berlin. (sid)
Jetzt geht es richtig los bei den Winterspielen: Die erste Medaillenentscheidung ist auch gleich einer der Höhepunkte. Die Abfahrt der Männer auf der Stelvio-Piste gehört normalerweise auch zum Weltcup-Programm und gilt als eine der schwierigsten Strecken der Welt. Einziger deutscher Teilnehmer ist Simon Jocher, der aber wohl ohne Medaillenchance ist. Zu den Favoriten zählen stattdessen der Schweizer Star Marco Odermatt sowie dessen Landsmann Franjo von Allmen. Verfolgen Sie das Rennen in unserem F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026.
Die ARD hatte bei der Übertragung der Eröffnungsfeier mit Tonproblemen zu kämpfen. Die ARD-Kommentatoren Tom Bartels und Giovanni di Lorenzo waren teilweise schwer zu verstehen. Bartels bat noch während der Sendung um Entschuldigung, der Sender lieferte am Folgetag die Erklärung.„Die Beschallungslautstärke des Show-Programms im Stadion war außergewöhnlich hoch. Darauf waren die Headset-Mikrofone unseres Kommentatoren-Duos zu Beginn nicht optimal eingestellt“, hieß es in einer Stellungnahme des Bayerischen Rundfunks, der federführend für die Olympia-Übertragungen der ARD ist.„Wir haben das sofort wahrgenommen, nachjustiert und an den Headsets eine technische Komponente ausgetauscht“, hieß es weiter. „So konnten wir zügig wieder die Tonqualität bieten, die unserem Anspruch entspricht und die unser Publikum zu Recht erwartet. Die Unannehmlichkeiten am Anfang der Übertragung bedauern wir.“ (dpa)
Bei den Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo patrouillieren auch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit aus Qatar rund um die Sportstätten des Großevents. In Mailand wurden Beamte der qatarischen Lechwija-Einheit sowie Polizisten, auf deren blauen Jacken „Qatar Polizia“ steht, gesehen. Unter Touristen und Passanten in der Metropole sorgte der Anblick der Einsatzkräfte in Camouflage-Uniformen für Verwirrung.Hintergrund der Präsenz der qatarischen Beamten ist ein Kooperationsabkommen zwischen Italien und Qatar, das die Innenminister der beiden Länder vergangenen September zur Vorbereitung der Winterspiele in Italien unterzeichnet hatten. Dieses regele den „Beitrag der qatarischen Sicherheitskräfte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“, hieß es in einer Mitteilung nach dem Besuch von Minister Matteo Piantedosi in Doha.Die Lechwija agieren als elitäre Sicherheitseinheit direkt unter dem Emir von Qatar und sichern sowohl internationale Großevents als auch die nationale Stabilität des Golfstaates ab. Sicherheitskräfte in Qatar dienen oft als Machtinstrument, um politische Kritik oder sozialen Protest zu unterbinden.Sie sind Teil der insgesamt 6000 Sicherheitskräfte, die bei den Winterspielen zum Einsatz kommen. Die qatarischen Beamten sind aber nicht die einzigen Sicherheitskräfte aus dem Ausland. Um den Schutz der US-Offiziellen kümmern sich auch Beamte der Einwanderungspolizei ICE, die wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den USA in der Kritik steht. Wegen deren Präsenz gab es in Italien im Vorfeld Ärger und Proteste. (dpa)
Wie fanden eigentlich die Italiener ihre Eröffnungsfeier? Das schreiben die Medien über den Beginn der Winterspiele: „Tuttosport“: „Mailand-Cortina – ein Spektakel, von der Choreographie bis zum doppelten Feuerkelch: Italien zeigt sich von seiner besten Seite!“„La Repubblica“: „Die Herausforderung der Spiele: Italien nach der Parade von Mailand, Cortina und anderen Orten auf dem Prüfstand. Pfiffe für Vance und Israel, Ovationen für Mattarella“„Corriere della Sera“: „Eine prächtige Eröffnungsfeier mit zwei olympischen Feuern und vier Pisten, wie bei den großen Shows von einst. Die Olympischen Spiele 2024 in Paris hatten den großen Mut, die gesamte Lichterstadt einschließlich der Seine als unvergleichliche Kulisse zu wählen. Auch hier gab es keine Angst davor, Großstädte und Alpengebiete, Sport und Geschichte, Pop und Tradition miteinander zu verbinden.“„Gazzetta dello Sport“: „Eine grandiose Hommage an die Kunst, Kultur und Harmonie, die Italien der Welt geschenkt hat. Ein Lichtermeer und Ausdruck von Stolz, gekrönt von der genialen Idee, Präsident Sergio Mattarella in einer typischen Mailänder Straßenbahn, gesteuert vom ehemaligen Motorradweltmeister Valentino Rossi, im San Siro vorfahren zu lassen. Ein außergewöhnliches Spektakel zum Auftakt der Olympischen Spiele Mailand-Cortina.“