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10.02.2026
11:21 Uhr
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Skispringer spricht über Anzugskandal +++ Ukrainischer Fahnenträger will Zeichen setzen +++ Deutsches Duell um Gold im Rodeln +++ Trump nennt US-Sportler „echten Verlierer“ +++ Alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch darf bei den Winterspielen einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen nicht mehr tragen. Der Kopfschutz widerspreche den Regeln der Olympischen Charta, sagte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb ein schwarzes Armband tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern.Vorausgegangen sei ein Treffen mit dem Trainer des Athleten und der ukrainischen Delegation. Heraskewytsch hatte den Helm im Training auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo getragen und später einen offiziellen Antrag beim IOC gestellt, um eine Erlaubnis für den Kopfschutz zu erhalten.Der Helm sei „eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie“, erklärte der 27-Jährige. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.Das IOC verwies jedoch auf sein Regelwerk für politische Botschaften. Diese seien mit der Athletengemeinde abgestimmt. Es müsse allen Sportlerinnen und Sportlern möglich sein, sich in einem sicheren Umfeld auf ihre Leistung zu konzentrieren, unbeeinflusst von den zahlreichen Konflikten auf der Welt, erklärte die Dachorganisation. Heraskewytsch habe den Helm bei ersten Trainingsfahrten tragen können und seine Trauer auch über seine Kanäle in sozialen Netzwerken geäußert. Dass er nun zumindest ein schwarzes Armband tragen dürfe, sei „ein guter Kompromiss“, sagte der IOC-Sprecher. (dpa)
Kombinierer Vinzenz Geiger hat am Tag vor der ersten Entscheidung bei den Winterspielen das Skisprungtraining aus gesundheitlichen Gründen ausgelassen. „Gestern im dritten Sprung hat es ein bisschen gezwickt im Knie“, sagte der Olympiasieger von 2022, gab aber sogleich Entwarnung: „Nichts Schlimmes, aber muskulär ist es zugegangen.“Er habe beschlossen, „dass ich mir die Sprünge spare, mich nochmal schone und morgen angreife“. An diesem Mittwoch steht der erste Olympia-Wettkampf für ihn und seine Teamkollegen an. Um 10.00 Uhr wird zunächst in Predazzo auf der Normalschanze gesprungen. Um 13.45 Uhr fällt dann im Langlaufrennen über zehn Kilometer in Tesero die Entscheidung (ARD und Eurosport). Geiger zählt zu den Favoriten.Mannschaftsarzt Lukas Pecher macht sich ebenfalls keine Sorgen um die Leistungsfähigkeit des Oberstdorfers. „Er kennt das. Er hatte in der Vergangenheit auch schonmal das Problem“, sagte er. (dpa)
Emma Aicher muss für die erhoffte Medaille in der olympischen Team-Kombination eine Aufholjagd starten. Das deutsche Duo liegt nach einer durchschnittlichen Abfahrt von Kira Weidle-Winkelmann zur „Halbzeit“ auf Rang sechs. Der Rückstand auf Bronze beträgt vor dem Slalom 0,47 Sekunden, Gold ist 0,74 Sekunden weg.In Führung liegen in Cortina d'Ampezzo die Topfavoritinnen und Weltmeisterinnen aus den USA: Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson legte für Slalom-Queen Mikaela Shiffrin die Bestzeit vor. Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber hat vor der Medaillen-Entscheidung (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) aber nur 0,06 Sekunden Rückstand. Auf Rang drei liegt Italien 2 mit Laura Pirovano und Martina Peterlini (+0,27 Sekunden zurück).Weidle-Winkelmann war sieben Hundertstelsekunden langsamer als in der Spezialabfahrt, in der sie bei Aichers Silber-Coup Platz neun belegt hatte. Die Aussichten sind dennoch nicht schlecht: Aicher war im Spezialslalom in dieser Saison schon zweimal Dritte.Die Hoffnungen des italienischen Topteams sind bereits dahin: Sofia Goggia, Dritte in der Spezialabfahrt und in einem Team mit Lara Della Mea, stürzte. Sie blieb allem Anschein nach unverletzt. (sid)
Nach seinem Olympiasieg von der Kleinschanze gab Philipp Raimund tiefe Einblicke in eine zerbrochene Skisprung-Freundschaft. „Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet“, sagte der 25-Jährige über den Norweger Marius Lindvik. „Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt.“Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindvik und dessen Teamkollege Johann Andre Forfang wegen manipulierten Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.„Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben“, sagte Raimund. „Für mich persönlich kann ich nur sagen: Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: „Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist“, dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben. Dann hätte ich gesagt, ihr seid Menschen, lasst uns zusammen auf die Zukunft konzentrieren.“Raimund ergänzte: „Aber ich bin ein bisschen traurig, dass es nie passiert ist. Besonders, weil ich mit ihm befreundet war und es gab nie eine Entschuldigung oder etwas Ähnliches.“ (dpa)
Die Skilangläuferinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek sind bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina ins Viertelfinale des Klassiksprints eingezogen, konnten aber in der Qualifikation nicht mit den Besten mithalten. In Tesero kam Gimmler am Dienstagmorgen auf Platz 17 und hatte nach 1,6 km satte 9,60 Sekunden Rückstand auf Prolog-Siegerin Linn Svahn aus Schweden.„Es war sehr, sehr hart, härter als ich dachte. Nach dem letzten Anstieg war ich schon gut blau“, sagte die Oberstdorferin im ZDF. Rydzek lag auf Platz 24 sogar 11,59 Sekunden zurück. Zwischen die beiden schob sich noch Sofie Krehl auf Platz 21. Katherine Sauerbrey schied auf Platz 39 aus. Ihre Favoritenrolle unterstrichen die Schwedinnen. Hinter Svahn kam Peking-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jonna Sundling auf Platz zwei, Dritte wurde Johanna Hagström.Die Viertelfinals der besten 30 werden ab 11.45 Uhr in fünf Läufen mit jeweils sechs Starterinnen ausgetragen. Die besten zwei jedes Laufs sowie insgesamt zwei weitere Zeitbeste ziehen ins Halbfinale der besten zwölf ein. Dort geht es nach dem gleichen Modus um den Einzug ins Finale (ab 13.24 Uhr). (sid)
Franziska Preuß greift im Einzel der Biathletinnen nach ihrer zweiten Medaille bei den Olympischen Winterspielen. Die Gesamtweltcupsiegerin bildet mit Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) für den Einzelwettbewerb über 15 Kilometer am Mittwoch in Antholz (14.15 Uhr/ARD und Eurosport).Zum Auftakt hatte Preuß (31) zusammen mit Voigt, Justus Strelow und Philipp Nawrath Bronze in der Mixed-Staffel gewonnen. Deutschlands Sportlerin des Jahres beendet spätestens nach dem letzten Weltcup der Saison am Holmenkollen in Oslo ihre Karriere, bei ihrer letzten Olympia-Teilnahme will sich die Bayerin unbedingt noch eine Einzelmedaille sichern. (sid)
Deutschlands NHL-Stars haben sich nach dem ersten Training mit dem Eishockey-Nationalteam in Mailand über das Eis bei den Winterspielen gewundert. Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm war enttäuscht von der Qualität des Eises in der neu gebauten Santagiulia-Eishalle. „Das ist schon tough. Das ist brutal weich“, sagte der Stürmer von Minnesota Wild nach der ersten Einheit mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes. Zusammen mit acht anderen Nordamerika-Profis war der 30 Jahre alte Augsburger erst am Sonntag in Mailand angekommen. Laut Sturm dürfte das Problem während des Turniers sogar noch größer werden. „Wenn so viele Mannschaften auf dem Eis sind, kommt es nicht zur Ruhe. Und wenn mehr Menschen in der Halle sind, wird es ja sogar noch wärmer“, merkte der Augsburger an. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Berichtete über den Bau der neuen Halle gegeben, die nicht rechtzeitig fertig würde. Tatsächlich ist in der Halle noch nicht alles im Zuschauerbereich fertig verputzt. Die Eisprobleme sind dazu nicht untypisch für eine neue Halle. Auch die Maße der Eisfläche macht den Spielern zu schaffen. Obwohl die 60 mal 26 Meter große Eisfläche laut Weltverband IIHF genauso groß sein soll wie vor vier Jahren in Peking mussten sich vor allem die in Europa aktiven Spielern erheblich umstellen. Die sind zumeist an eine um vier Meter breitere Eisfläche gewöhnt. In der NHL wird auf 61 mal 26 Metern gespielt.Wegen des fehlenden Meters in der Länge muss sich aber Nationaltorhüter Philipp Grubauer von Seattle Kraken umstellen. „Der Winkel ist dann schon etwas anders. Die Pucks fliegen anders von der Bande zurück. Aber bis Donnerstag habe ich mich umgestellt, kein Problem“, sagte der 34-Jährige. (dpa)
Nach dem Ritt auf dem im Schlussteil „leichtesten Slalomhang, den ich je auf diesem Niveau gefahren bin“, bemühte sich Linus Straßer um Pragmatismus: „Das hier kann gefühlt jeder“, sagte er am Montag nach dem olympischen Wettbewerb in der Team-Kombination über den Slalom-Kurs auf der Abfahrtsstrecke von Bormio, aber „am Schluss ist es so wie es ist.“ Mit Blick auf die Slalom-Entscheidung am Montag der kommenden Woche (1. Lauf 10.00 Uhr, 2. Lauf 13.30 Uhr, ZDF und Eurosport) sei es nun wichtig, die Bedingungen anzunehmen und „das richtige Rezept“ zu finden.Gemeinsam mit Abfahrer Simon Jocher hatte Straßer in der erstmals bei Olympia ausgetragenen Team-Kombination Rang zehn belegt, eine Medaille war beim Sieg der Schweizer Franjo von Allmen und Tanguy Nef für das deutsche Duo außer Reichweite. „Es waren wahnsinnig gute Abschnitte dabei“, sagte Straßer nach seiner Fahrt durch den Stangenwald am Montagnachmittag, „leider habe ich genau im falschen Moment Fehler gemacht, die natürlich weh tun.“Als besondere Herausforderung empfand der 33-Jährige insbesondere den letzten Abschnitt des Slalomkurses auf der Stelvio, wenngleich er feststellte: „Das darfst du eigentlich keinem erzählen, wie einfach das ist.“ Gerade diesem Umstand aber sei es geschuldet, dass man sich „am Limit“ bewegen müsse „von der Linie, von der Bewegung und von der Geschwindigkeit her. Und du darfst gleichzeitig keine Fehler machen.“Er sehe dies mit Blick auf das Rennen in sieben Tagen jedoch als „Chance“, sagte Straßer, der bei der WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm im Slalom Bronze gewann: „Ich werde probieren, sie zu ergreifen, mit allem, was mir zur Verfügung steht.“ (sid)
Das Tragen einer Maske selbst bei einer olympischen Medaillen-Party ist für Franziska Preuß überhaupt kein Problem. „Ich glaube, da gibt es Schlimmeres“, sagte die Biathlon-Weltmeisterin der ARD. In den sozialen Medien hatte es in den vergangenen Tagen viele Fragen und Kommentare gegeben, weil Preuß und der Rest des Teams mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen waren, als sie in Antholz in ihrer Unterkunft Bronze mit der Mixed-Staffel feierten.„Ich glaube, die oberste Priorität ist, dass jeder gesund durchkommt und man hat ja doch hier und da mal Kontakte von außen. Wir sind überzeugt, dass wir so gesund bleiben – und dann muss man immer eine Maske aufsetzen“, sagte die 31-jährige Preuß aus Ruhpolding. Sie selbst schützt sich beispielsweise auch bei Transfers in Fahrzeugen oder Medienterminen schon seit Jahren regelmäßig mit einer Maske, um nicht unnötig krank zu werden.Und damit ist Preuß alles andere als alleine. „Man sieht, dass es jedes Team macht, das viel erreichen will“, sagte Preuß' Teamkollege David Zobel. Masken sind im Umfeld des olympischen Biathlonstadions in Südtirol mehr die Regel als die Ausnahme. Man müsse sich ja auch nur die vielen Norovirus-Infektionen beim finnischen Eishockeyteam der Frauen in Mailand anschauen, die sogar eine Spielverschiebung zur Folge hatten, sagte Zobel: „Dann werden die ganzen Maskenkritiker relativ schnell leise.“Der Deutsche Skiverband (DSV) arbeitet seit der Corona-Krise 2020 mit einem strengen Hygienekonzept, das verhindern soll, dass sich Infektionen im ganzen Team ausbreiten. Für die Sportlerinnen und Sportler ist das Tragen von Masken längst Alltag geworden und stellt keinerlei Problem dar, zumal niemand daran zweifelt, dass diese Maßnahme hilfreich ist, um im Winter gesund zu bleiben. (dpa)
Der Einsatz eines Helms mit besonderem Design bei Olympia ist dem ukrainischen Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch nach eigenen Angaben zunächst verboten worden. Mit dem Kopfschutz will der 27-Jährige an durch den Krieg gefallene Sportkollegen erinnern. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Heraskewytsch trug den Helm im offiziellen Training bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo am Montag – unklar ist, ob er diesen auch im Wettkampf Ende der Woche aufsetzen darf. Der Einsatz des Helms im Training und bei Wettbewerben sei ihm von einem Repräsentanten des IOC, der für die Kommunikation zwischen Athleten, den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verantwortlich sei, untersagt worden, teilte Heraskewytsch in einem Video bei Instagram mit. Er hoffe, dass dies die Meinung dieser Person und nicht des gesamten IOC sei. „Eine Entscheidung, die mir einfach das Herz bricht“, schrieb er zu dem Video. Aus diesem Grund bereite man eine offizielle Anfrage ans IOC vor, sagte er laut englischem Untertitel des Videos. Auf dpa-Anfrage bekräftigte das IOC nach dem Statement von Heraskewytsch, dass noch keine Anfrage des ukrainischen NOK vorliege, den Helm tragen zu dürfen. Sobald dies geschehe, werde man sich dies anschauen, hieß es weiter. Das IOC untersagt in ihren Statuten politische Botschaften.„Wir haben keine Regeln verletzt, und ich sollte mit diesem Helm antreten dürfen“, sagte Heraskewytsch der Nachrichtenagentur AP und ergänzte: „Ich kann nicht verstehen, wie dieser Helm irgendjemanden verletzen könnte. Er ist eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie.“ (dpa)
Lindsey Vonn hat sich bei ihrem heftigen Sturz in der Olympia-Abfahrt einen komplizierten Schienbeinbruch zugezogen. Das teilte die amerikanische Ausnahme-Skirennfahrerin in einer emotionalen Mitteilung bei Instagram mit. Um die Verletzung zu behandeln, seien mehrere Operationen nötig. „Gestern ist mein Olympia-Traum nicht so geendet, wie ich es mir erträumt hatte. Es war kein Ende wie im Bilderbuch oder im Märchen, sondern einfach das Leben“, schrieb die 41-Jährige.
Das deutsche Eistanz-Duo Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien einen enttäuschenden letzten Platz belegt. Nach einem fehlerhaften und sehr unsauberen Rhythmustanz wurden die beiden Eiskunstläufer mit 63,67 Punkten 23. und konnten sich damit nicht für den angepeilten Kürtanz der besten 20 Paare qualifizieren. In Führung liegen vor der Entscheidung am Mittwoch (19.30 Uhr) Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron aus Frankreich mit 90,18 Zählern.Die fünfmaligen deutschen Meister Janse van Rensburg und Steffan mussten nach der misslungenen Darbietung mit einem schweren Patzer von Steffan beim Twizzle - einer schnellen Drehung auf einem Bein - sogar mit den Tränen ringen. „Es war einfach nicht im Fuß. Die Kufen sind eng, das passiert schnell“, sagte der 30-Jährige und fügte hinzu: „Mal gewinnt man, mal verliert man, heute war leider nicht der Tag, an dem man gewinnt.“ Für Janse van Rensburg und Steffan war der Auftritt in Mailand die erste Olympia-Teilnahme.
Der ukrainische Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch möchte bei den Olympischen Spielen mit einem besonderen Helm-Design an im Krieg gefallene Sportler erinnern. Auf seinem Kopfschutz sind rund ein Dutzend Fotos von Athletinnen und Athleten aus Sommer- und Wintersportarten zu sehen, die im Rahmen des russischen Angriffs ihr Leben verloren. Erstmals präsentierte der ukrainische Fahnenträger den Helm am Montag im offiziellen Training, die ersten beiden Wertungsläufe sind am Donnerstag.„Es sei eine Ehre, diese Bilder auf dem Helm zu tragen und der Welt den Preis zu zeigen, den die Ukraine jeden Tag in diesem blutigen Krieg zahlt\", sagte Heraskewytsch in einem Video bei X: „Ich möchte für sie antreten und für sie Rennen fahren.\" Er wolle „diesen Menschen und ihren Familien meine Ehrerbietung erweisen\" und „an unsere Helden erinnern, denen durch Russland das Leben genommen wurde\".Bereits vor den Winterspielen in Norditalien hatte sich der 26-Jährige angesichts der wieder wachsenden Rolle der Kriegstreiber im Weltsport besorgt gezeigt. „Es ist wirklich traurig\", sagte Heraskewytsch der Süddeutschen Zeitung: „Ich habe das Gefühl, dass das IOC und vor allem kleinere Verbände sich immer mehr dem Druck der russischen Seite beugen, dass es nicht um Kriterien oder die Sache geht, sondern nur darum, diese Länder und ihre Athleten zurückzubringen.\"Im Vorfeld der Spiele in Norditalien hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) ukrainische Funktionäre kontaktiert, um politische Botschaften zu thematisieren, die offiziell während Zeremonien, Wettkämpfen und im Olympischen Dorf nicht erwünscht sind. „Ich will zu den Details nichts Näheres sagen\", sagte Heraskewytsch über diese Gespräche: „Wir werden die IOC-Regeln nicht verletzen – zumindest in der Form, in der wir sie verstehen. Aber wir werden sicherstellen, dass die Welt davon erfährt, was in der Ukraine geschieht.\"
Skispringer Philipp Raimund hat das Wunder von Predazzo geschafft und sensationell Olympia-Gold im Wettkampf auf der Normalschanze geholt. Der 25 Jahre alte Oberstdorfer, der ohne Weltcupsieg in seiner Karriere nach Val di Fiemme gereist war, setzte sich an einem denkwürdigen Abend vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie dem Japaner Ren Nikaido und dem Schweizer Gregor Deschwanden durch, die beide Bronze holten.Mit Flügen auf 102,0 und 106,5 Meter wurde Raimund fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang zum fünften deutschen Olympiasieger im Skispringen. Zuvor hatten die DDR-Springer Helmut Recknagel (1960), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984 und 1994) gesiegt. Bei den Frauen hatte Carina Voigt 2014 in Sotschi triumphiert.Nach einem packenden Wettkampf bei schwierigen Bedingungen lag der nervenstarke Raimund, der schon nach dem ersten Durchgang geführt hatte, letztlich mit 274,1 Punkten umgerechnet knapp zwei Meter vor Tomasiak. Für die deutschen Skispringer war es nach einer bis dahin holprigen und sieglosen Saison ein kaum für möglich gehaltener Triumph.Zweitbester DSV-Adler war Felix Hoffmann auf Platz 13, Pius Paschke landete auf dem 17. Rang. Wellinger, der am 10. Februar 2018 in einer eiskalten südkoreanischen Nacht zu Normalschanzen-Gold geflogen war, musste sich mit dem 23. Platz begnügen. Gleich am Dienstag (18.45 Uhr/ZDF und Eurosport) hat Raimund mit dem deutschen Mixed-Team die nächste Medaillenchance.