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20.02.2026
17:27 Uhr
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Laura Nolte nach zwei von vier Läufen vorne +++ Franziska Preuß beendet am Samstag ihre Biathlon-Karriere +++ Schwerer Sturz in Halfpipe +++ Lindsey Vonn „mehr als sechs Stunden“ operiert +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Der britische Freestyler Gus Kenworthy hat nach seinem Pinkel-Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde (ICE) über massive Angriffe gegen sich im Internet berichtet. „Es war hart. Niemand möchte über sich schlechte Dinge lesen, Dinge, die Beleidigungen und brutal und beängstigend und homophob sind“, sagte der 34-Jährige bei BBC Sport. Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem „fuck ICE“ zu sehen ist – nach seinen Angaben hat er den Schriftzug in den Schnee gepinkelt. Beim Halfpipe-Wettbewerb am Freitagabend erreichte der Silbermedaillengewinner von 2014, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert war, den sechsten Platz.Anschließend bekräftigte er seinen Protest. „Ich glaube nicht, dass das, was ich gesagt habe, kontrovers ist. Mir ist klar, dass die Leute unterschiedliche Meinungen haben, aber ich finde, was da gerade passiert, ist total daneben, und ich habe das Gefühl, dass ich mich dazu äußern muss und meine Reichweite nutze, gerade jetzt, wo ich so viel Publikum habe“, betonte Kenworthy. Er stehe zu dem, was er gesagt habe. „Ich denke, ich stehe auf der richtigen Seite.“Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. (dpa)
Die Erzrivalen Kanada und USA spielen beim Eishockey-Turnier um die prestigeträchtige Goldmedaille. Rekordchampion Kanada um Connor McDavid gewann im Halbfinale nach einem späten Comeback mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Peking-Olympiasieger Finnland, die US-Amerikaner folgten mit einem 6:2 (2:0, 3:0, 1:1) gegen die Slowakei. Das Eishockey-Finale (14.10 Uhr, ZDF und Eurosport) ist traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele.Die beiden US-Amerikaner Dylan Larkin (5.) und Tage Thompson (20.) legten früh den Grundstein für den Finaleinzug, Jack Hughes (33./39.), Jack Eichel (33.) und Brady Tkachuk (51.) sorgten für die weiteren Tore. Juraj Slafkovsky (45.) und Pavol Regenda (54.) trafen für die Slowakei. Der Peking-Dritte, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet hatte, spielt am Samstag (20.40 Uhr) gegen Finnland abermals um Bronze.Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim „Miracle on Ice“ sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf ihren dritten Olympiasieg. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver. Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. (sid)
Der niederländische Shorttracker Jens van 't Wout hat Geschichte geschrieben. Der 24-Jährige, der seit einem Unfall auf Schlittschuhen einen Goldzahn und eine Narbe auf der rechten Wange trägt, raste am Freitag auch mit der Staffel zum Olympiasieg. Zuvor war er bereits über die 1000 und die 1500 m erfolgreich gewesen, über die 500 m gab es Bronze.Mit drei Olympiasiegen bei ein und denselben Spielen tat er es Wiktor Ahn gleich, der 2006 für sein Geburtsland Südkorea und 2014 für Russland jeweils drei olympische Goldmedaillen gewann. In der Staffel siegte van 't Wout an der Seite seines Bruders Melle, der über die 500 m Silber gewonnen hatte.Weitere Mitglieder der Gold-Staffel waren Teun Boer, Friso Emons und Itzhak de Laat. Für die Eisschnelllauf-Nation Niederlande war es nach sieben WM-Titeln in der Shorttrack-Staffel der erste Olympiasieg in dieser Disziplin. Silber ging an Südkorea, Bronze an Italien. (sid)
Die Polin Kamila Sellier hat sich bei einem schlimmen Sturz im Shorttrack durch die Kufe einer Kontrahentin eine blutige Verletzung im Gesicht zugezogen. Die 25-Jährige kam im Viertelfinale über die 1.500 Meter in Mailand zu Fall. Dabei schlitterte sie so unglücklich über das Eis, dass sie von der hinteren Kufenkante der noch laufenden Amerikanerin Kristen Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen wurde. Das Rennen wurde sofort abgebrochen.Sellier wurde mehrere Minuten auf dem Eis versorgt, Helfer schirmten sie mit einer weißen Plane ab. Sie wurde auf einer Trage fixiert und unter dem Applaus der Zuschauer vom Eis gefahren. Dabei zeigte sie den Daumen nach oben. Nach Angaben von polnischen Funktionären ist das Auge von Sellier in Ordnung. Sie wurde noch in der Arena an der Wunde genäht und kam für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Auf dem Eis blieb zunächst eine Blutspur zurück.Die Amerikanerin Santos-Griswold wurde ebenso wie Sellier disqualifiziert, weil sie beide kurz vor dem Unfall geschoben hatten. In den Sturz war auch Italiens Arianna Fontana verwickelt. Beim Neustart waren nur noch vier Athletinnen dabei, die 14-malige olympische Medaillengewinner erreichte das Halbfinale und wenig später auch den Endlauf. (dpa)
Hunter Hess gab alles, um den US-Präsidenten zu widerlegen, doch der Druck war wohl zu groß. Nach den Anfeindungen durch Donald Trump, der den amerikanischen Ski-Freestyler einen „Loser“, also einen Verlierer, genannt hatte, flog Hess in der Halfpipe klar an einer Medaille vorbei. Platz zehn beim Olympiasieg seines Teamkollegen Alex Ferreira, des Zweiten von 2018 und Dritten von 2022, war nicht sein Ziel.Hess zeigte im ersten Run eine medaillenwürdige Vorstellung, ehe er den letzten Trick verpatzte. Im zweiten Lauf verlor er den rechten Ski, im letzten Lauf landete er den dritten Sprung unsauber. Ferreira setzte sich mit 0,75 Punkten Vorsprung auf den Esten Henry Sildaru durch, Bronze ging an Brendan Mackay aus Kanada.Hess hatte zu Beginn der Spiele auf einer Pressekonferenz angesichts der verschärften Einwanderungskontrollen in seiner Heimat gesagt: „Nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was in den USA vor sich geht.“ Trump hatte ihn daraufhin einen „echten Versager“ und es „schade“ genannt, „dass er dabei ist“. Für Hess folgten die zwei „wohl härtesten Wochen“ seines Lebens, wie er bekannte.Bei der Qualifikation am Vormittag hatte er nach seinem ersten Lauf seinen Daumen und Zeigefinger zu einem L geformt. „Ganz offensichtlich bin ich ein Loser“, sagte er in Anspielung auf die Worte des US-Präsidenten. Auch auf Instagram nennt er sich inzwischen selbstironisch so, in Wahrheit aber sei er „nur ein Skifahrer aus Bend, Oregon“.Hess hatte die Spiele 2022 wegen einer schweren Verletzung verpasst, auf seine erste Olympia-Teilnahme habe er sein „ganzes Leben lang hingearbeitet“, sagte er und betonte mit Blick auf Trump: „Ich lasse mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten.“ Zu seinen Worten, betonte Hess, stehe er. Auch wenn ihn das zu einem „Loser“ mache. (sid)
Beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele läuft alles auf ein Finale zwischen den Erzrivalen Kanada und den USA hinaus. Kanada um Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann am Freitag das umkämpfte Halbfinale gegen Peking-Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und spielt im Finale am Sonntag (14.10 Uhr/ZDF und Eurosport) um Gold.Finnlands Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für Gold-Favorit Kanada, der letztlich verdient gewann.Der Gegner im Endspiel, das traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele darstellt, wird am Abend im Duell zwischen den USA und der Slowakei (21.10 Uhr) ermittelt. Die Slowaken hatten die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) um Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet. Sie sind gegen die USA aber klarer Außenseiter. (sid)
Der mit Gold-Ambitionen angetretene italienischen Biathlet Tommaso Giacomel ist nach dem Massenstart im Krankenhaus gelandet. Der 25-Jährige postete wenige Stunden nach dem Rennen, das er vorzeitig abbrechen musste, bei Instagram ein Foto aus dem Krankenbett. „Gleich nach dem zweiten Schießen hörte mein Körper irgendwie auf, richtig zu arbeiten und ich hatte wirklich Schwierigkeiten, zu atmen und mich zu bewegen“, schrieb Giacomel. Daraufhin musste er in der dritten Runde aussteigen und blieb am Streckenrand im Schnee sitzen. „Schlimmstes Gefühl, das ich bisher in meinem Leben erlebt habe“, schrieb er.Mittlerweile gehe es dem Gesamtweltcup-Zweiten zwar körperlich besser, doch die Enttäuschung ist groß. Nach Silber zum Auftakt mit der Mixed-Staffel wollte er bei seinem Heimspiel in Südtirol auch in den Einzelrennen Medaillen gewinnen. Das misslang, obwohl er meist zu den Favoriten gehörte. „Im Moment geht mir viel durch den Kopf... Frustration, Wut, Enttäuschung...“, schrieb Giacomel: „Absolut nicht das Ende der Spiele, auf das ich gehofft hatte, aber ich werde niemals aufgeben.\"Was genau der Grund für sein Aus war, ist noch unklar. Er werde auf jeden Fall bis zu den Winterspielen in vier Jahren in den französischen Alpen weitermachen. „Vier Jahre verfliegen schnell und ich versuche es wieder in Frankreich“, schrieb Giacomel und kündigte an: „Ich werde die nächsten Tage ein paar medizinische Untersuchungen durchführen, um herauszufinden, was heute schiefgelaufen ist.“
Weltmeisterin Laura Nolte muss sich im Kampf um das angepeilte Olympiagold im Zweierbob noch steigern. Die Weltcup-Dominatorin liegt mit Anschieberin Deborah Levi nach dem ersten Lauf mit 0,05 Sekunden Rückstand auf die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries auf Rang zwei. Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist.Vier Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob gelang Nolte ein Startrekord, die zweimalige Zweier-Olympiasiegerin Armbruster Humphries (2010, 2014) schlug dank einer sauberen Fahrt und offenbar gutem Material aber zurück. Lisa Buckwitz, die als erste Bobfahrerin Olympiagold als Anschieberin und Pilotin gewinnen kann, lauert mit Neele Schuten auf Rang drei (+0,13). Kim Kalicki und Talea Prepens sind Vierte (+0,21). (sid)
In Abwesenheit ihrer Teamkollegin Jutta Leerdam hat die niederländische Eisschnellläuferin Antoinette Rijpma-de Jong Gold über 1.500 Meter gewonnen. In einem spannenden Wettbewerb setzte sich die 30-Jährige in 1:54,09 Minuten nur um sechs Hundertstelsekunden gegen die Norwegerin Ragne Wiklund durch. Dritte wurde Valérie Maltais aus Kanada.Für Rijpma-de Jong ist es das erste olympische Gold in ihrer Karriere. Die Olympiasiegerin über 3.000 und 5.000 Meter, Francesca Lollobrigida aus Italien, war als 13. dieses Mal ohne Medaillenchance. Leerdam war gar nicht erst am Start. Für sie sind die Olympischen Spiele bereits vorbei.Lea Sophie Scholz als einzige deutsche Teilnehmerin belegte mit einer Zeit von 1:57,68 Minuten den 18. Platz. Den Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe bilden am Samstag die Massenstarts bei Frauen und Männern. (dpa)
Bei den Olympischen Winterspielen in Livigno hat der nächste schwere Sturz in der Halfpipe für Entsetzen gesorgt. Der neuseeländische Ski-Freestyler Finley Melville Ives fiel bei der Landung nach einem Trick hart auf die Eisröhre und schlug auch mit dem Kopf auf. Helfer versorgten den 19-Jährigen, er wurde nach sechs Minuten unter dem Applaus der Zuschauer mit einer Trage aus dem Zielbereich gefahren. Sein Teamkollege Gustav Legnavsky weinte am Start und wurde von einem Konkurrenten getröstet. „Ihm geht es okay. Er war k.-o., er ist jetzt bei Bewusstsein und spricht. Er wird komplett durchgecheckt“, sagte Neuseelands Trainer Tom Willmott über Melville Ives. „Er wird wieder zurückkommen, er ist ein Kämpfer.“ Die Qualifikation für das Finale am Abend wurde fortgesetzt. Dort wird Mitfavorit Melville Ives nicht dabei sein, auch im ersten von zwei Qualifikationsläufen war er gestürzt.Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrere heftige Stürze in der Halfpipe gegeben. Am Donnerstagabend war Cassie Sharpe, kanadische Freestyle-Olympiasiegerin von 2018, auf den Kopf geschlagen und rund zehn Minuten lang behandelt worden. Sie sei in einem „stabilen Zustand“, teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.Zudem hatte sich der australische Snowboarder Cameron Bolton bei einem Sturz zwei Halswirbel gebrochen. (dpa)
Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß wird ihre Karriere nach den Olympischen Winterspielen sofort beenden und nicht mehr in den Weltcup zurückkehren. Die 31-Jährige aus Ruhpolding tritt damals letztmals am Samstag (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) im Massenstart in Antholz an. Bereits kurz vor Olympia hatte sie angekündigt, am Saisonende aufzuhören. Nun zieht sie diesen Schritt noch etwas nach vorn. Die verbleibenden Weltcup-Stationen in Estland, Finnland und Norwegen finden damit bereits ohne Deutschlands Sportlerin des Jahres statt.„Ich muss ehrlich sagen, wenn ich heute auf meine Karriere zurückblicke, dann fühlt sich das einfach nur unglaublich an. Als ich damals mit Biathlon angefangen habe, hätte ich mir vieles von dem, was ich erleben und erreichen durfte, wirklich nicht erträumt“, sagte Preuß: „Es war eine wahnsinnig spannende Zeit mit ganz vielen besonderen Momenten. Und vor allem mit ganz vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte.“ (dpa)
Lindsey Vonn ist abermals erfolgreich an ihrem schwer verletzten linken Bein operiert worden. Der Eingriff habe „etwas mehr als sechs Stunden“ gedauert, schrieb die US-Amerikanerin am Freitag bei Instagram, der behandelnde Arzt habe einen „unglaublichen Job“ gemacht.Das belegt Vonn mit Röntgenbildern, die zahlreiche Schrauben in ihrem Bein zeigen. Wegen der Schwere des Eingriffs müsse sie noch ein wenig in der Klinik bleiben, berichtete Vonn, es gehe in „Babyschritten“ vorwärts. Was genau bei dem Eingriff passiert sei und was das bedeute, wolle sie „bald“ erklären.Die 41-Jährige war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt und hatte sich bereits in Italien mehreren Operationen unterziehen müssen. Inzwischen wurde sie in ihre Heimat überführt. Dass dort weitere Eingriffe erfolgen würden, hatte sie angekündigt. (sid)
Dass manche ihrer Jubelfotos einen kleinen Makel hatten, konnte Olympiasiegerin Daniela Maier leicht verschmerzen. „Das sieht man?“, fragte die Schwarzwälderin nach ihrem Triumph im Skicross und klärte lachend auf, was ihre Zunge so rot gefärbt hatte. „Ich war davor ja ein bisschen krank und musste einfach schauen, dass ich den Hals ein bisschen geschmeidig halte. Deswegen gab es ein paar Halslutschtabletten.“Runde für Runde hatte sich die 29-Jährige am Freitag im Livigno Snow Park vor der Konkurrenz behauptet und sich im Finale schließlich vor der Schweizerin Fanny Smith und der Schwedin Sandra Näslund durchgesetzt. Dabei war Maier geschwächt von ihrer Erkältung in den Tag gestartet: „Nach dem Seeding Run hat sich die Lunge gemeldet“, erzählte Maier, „es war sau anstrengend. Ich musste schauen, dass ich mich mit Halslutschtabletten gut versorge.“ Das habe „gut geklappt“, sagte sie erleichtert. Den Beweis trug sie um den Hals – und auf der Zunge. (sid)
Das IOC will sich mit dem Auftritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der ersten Sitzung des umstrittenen Friedensrats von US-Präsident Donald Trump befassen. „Wir werden uns das anschauen und zur angeblichen Unterzeichnung von Dokumenten recherchieren“, sagte Kirsty Coventry, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, am Rande der Winterspiele in Mailand. Infantino, der als Fußball-Weltverbandschef auch IOC-Mitglied ist, hatte am Vortag „eine echte Partnerschaft“ zwischen Trumps Friedensrat und der FIFA verkündet.Die IOC-Chefin sagte, sie habe zu dem Thema „nicht viel zu sagen“, weil sie noch nichts von der Sache gehört habe. Sie verwies darauf, dass die olympische Dachorganisation sich weiter politisch neutral verhalten werde. „Ich denke, das ist der einzige Weg für uns als Organisation, Fairness an den Wettkampfstätten zu ermöglichen“, sagte Coventry. Auf Nachfrage betonte sie: „Die olympische Charta ist sehr klar, was von den Mitgliedern erwartet wird.“ Infantino hatte bei der ersten Zusammenkunft des von Trump gegründeten Friedensrats vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. „Jeder muss den Frieden unterstützen“, sagte der Schweizer bei seiner kurzen Rede.Danach zeigte er einen Werbespot, in dem es hieß, dass im Gazastreifen unter anderem Spielfelder sowie ein Stadion für bis zu 25.000 Zuschauer gebaut werden sollen. Trump sagte, die FIFA werde helfen, 75 Millionen Dollar (63,6 Millionen Euro) für Projekte in Gaza zu sammeln, die mit Fußball zu tun haben sollen. (dpa)