FAZ 17.02.2026
11:24 Uhr

Liveblog Olympia 2026: „Ich musste einfach weg von allem“


Norweger McGrath erklärt seine Flucht in den Wald +++ Vinzenz Geiger nach Springen kaum noch mit Chance auf Medaille +++ Scharfe Kritik aus Deutschland nach vorzeitigem Abbruch beim Skispringen +++  alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: „Ich musste einfach weg von allem“

Starker Schneefall in Livigno wirbelt den Qualifikations-Zeitplan der Freestyle-Skier in der Disziplin Aerials durcheinander. Die Vorausscheidung der Frauen, die am Dienstag ursprünglich für 10.45 Uhr angesetzt war und bei der auch die deutsche Athletin Emma Weiß dabei ist, wird nach mehrmaliger Verlegung nicht vor 13.45 Uhr beginnen. Betroffen von den schlechten Wetterbedingungen sind auch die Männer: Deren Qualifikationsläufe waren für 13.30 Uhr angesetzt gewesen. Nun wurden sie auf Mittwoch verlegt, damit am Dienstag zumindest noch die Qualifikation der Frauen durchgeführt werden kann.Dem Wetter zum Opfer fiel am Dienstag auch das Finale der Snowboarderinnen im Slopestyle, für das sich die Deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte. Der Wettkampf hätte im Livigno Snow Park um 13.00 Uhr beginnen sollen; wann die Entscheidung nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest.

Die deutschen Curling-Männer haben im Kampf ums Olympia-Halbfinale einen heftigen Rückschlag kassiert. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz unterlag dem zuvor sieglosen Tschechien in Cortina d'Ampezzo mit 7:9 und steht damit nach sieben Vorrundenpartien bei drei Erfolgen und vier Niederlagen.Die Ausgangslage vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen die bislang ungeschlagene Schweiz heute Abend (19.05 Uhr) und gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sich damit dramatisch verschlechtert. Selbst zwei Siege könnten für den Einzug in die Vorschlussrunde womöglich nicht reichen.Gegen Tschechien holten sich die Deutschen mit einem 2:0 im ersten Durchgang direkt Selbstvertrauen. Im fünften End bescherte Muskatewitz seinem Team mit einem sogenannten Spinner, einem beim Abwurf extrem angedrehten Stein, einen weiteren wichtigen Zähler.In der Folge lief bei den Deutschen allerdings nicht mehr viel zusammen. Das siebte End ging mit 0:3 an die Tschechen, im zehnten sicherten sie sich dann tatsächlich den ersten Sieg ihrer Olympia-Historie überhaupt. Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden. (dpa)

Erst ein Treffen mit Tennislegende Boris Becker im Deutschen Haus, jetzt die Biathlon-Premiere: Jürgen Klopp ist auf Olympia-Besuch in Italien. Klopp kündigte an, heute das Staffelrennen der Biathleten vor Ort in Antholz anzuschauen. „Ich bin sogar gefragt worden, ob ich vor der letzten Runde die Glocke läuten möchte. Ich habe erstmal gefragt: Was ist das eigentlich?“, sagte Klopp der „Bild“. „Wir werden da sein, es ist mein erstes Live-Rennen.“Ab 14.30 Uhr geht es in Antholz um den Olympiasieg bei den Herren. Die Favoriten sind Frankreich und Norwegen, das deutsche Quartett hofft auf eine Medaille, nachdem es vor vier Jahren in Peking leer ausgegangen war. Klopp, der als „Global Head of Soccer“ für den Fußball bei Red Bull zuständig ist, ist im Rahmen eines Sponsorenbesuchs zu Gast bei den Winterspielen. Er hatte am Montagabend bereits das Deutsche Haus in Cortina d'Ampezzo besucht und dort auch Becker getroffen, der sich am Wochenende in Mailand das Spiel der deutschen Eishockey-Männer gegen die USA angesehen hatte.

Das für den frühen Dienstagnachmittag angesetzte olympische Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen, für das sich auch die deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte, ist wegen der schlechten Wetterbedingungen in Livigno verschoben worden. Aufgrund des starken Schneefalls war eine entsprechende Präparierung der Piste nicht möglich, die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für eine Verlegung des Wettkampfes, der um 13.00 Uhr hätte starten sollen. Wann das Finale nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest. Bereits die Qualifikationsläufe der Frauen wie auch der Männer waren von den Wetterbedingungen in Livigno beeinflusst gewesen. Ursprünglich hätten diese am Montag stattfinden sollen, stattdessen waren sie auf Sonntag vorverlegt worden. Die 24-jährige Morgan hatte sich als Achtplatzierte für das Finale qualifiziert. (sid)

Ihre Bronzemedaillen trugen Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin auch am Morgen nach dem dritten Platz im Paarlauf noch um den Hals, ein anderes hart verdientes Mitbringsel von den Olympischen Winterspielen in Mailand vermissten die deutschen Eiskunstläufer dagegen schmerzlich.Die Maskottchen, die die Vize-Weltmeister am Montagabend bei der Siegerehrung erhalten hatten, gingen im Trubel verloren. „Wir waren auf dem Podium, haben dann noch Fotos gemacht. Ich habe die Maskottchen an die Bande gelegt und dann war irgendwie alles so hektisch“, sagte Hase: „Wir wurden vom Eis runtergeholt, weil wir zu den Medien gehen sollten. Irgendwie haben wir sie nicht mitgenommen, das Team hat sie auch nicht mehr gefunden.“Hermelin Tina, ein Großes Wiesel mit weißem Fell, ist das Maskottchen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. „Ehrlich gesagt war das mit das Schönste an der Medaille, dass ich wusste, ich habe die besonderen Maskottchen bekommen. Die bekommt man ja hier im Dorf nicht mehr“, sagte Hase: „Ich hoffe, dass wir die irgendwie noch finden oder einen Ersatz bekommen. Das würde ich schon sehr gern mit nach Hause nehmen.“Hase/Volodin waren am Montag zu Bronze gelaufen. Das Berliner Duo musste sich nach einer nicht fehlerfreien Kür den japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien geschlagen geben.Der Frage nach der sportlichen Zukunft wichen die Weltmeisterszweiten kurz nach dem Wettkampf noch aus. „Wir werden die Saison beenden, den Sommer genießen, ein bisschen freimachen. Ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang. Dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang und in welchem Rahmen“, sagte Hase. Als letzter großer Saison-Wettkampf steht die WM in Prag (24. bis 29. März) im Kalender. 

Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist schwach in den Wettkampf von der Großschanze gestartet und hat kaum noch eine Medaillenchance. Der Oberstdorfer flog in Predazzo nur auf 120,5 m und geht 1:43 Minuten nach dem führenden Japaner Ryota Yamamoto als 18. in den 10-km-Skilanglauf (13.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, ARD und Eurosport) in Lago di Tesero. „Das ist ein Witz“, sagte Geiger frustriert: „Es ist sehr, sehr bitter, aber es war einfach nicht gut genug.\"  Auch Routinier Johannes Rydzek, 2018 erster deutscher Olympiasieger von der Großschanze, liegt nach einem Sprung auf 123,5 m als 15. (+1:23) weit zurück. Team-Weltmeister Julian Schmid schob sich als 16. (+1:35) zwischen seine Teamkollegen.Den Olympiasieg machen der Norweger Jens Luraas Ofetbro und der Österreicher Johannes Lamparter wohl unter sich aus. Superläufer Oftebro, der von der Normalschanze Gold geholt hatte, startet als Fünfter mit nur 22 Sekunden Rückstand. Oftebro wird wohl schnell zu Weltcup-Spitzenreiter Lamparter auflaufen, der als Zweiter 14 Sekunden vor ihm startet.Im Wettkampf von der Normalschanze waren die deutschen Kombinierer zum Auftakt ohne Medaille geblieben, mehr als Rang acht durch Rydzek war nicht drin. Es drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille. (sid)

Nach ihren gehäuften Problemen beim letzten Schießen ist Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß bei den Olympischen Winterspielen nicht mehr Schlussläuferin der deutschen Frauenstaffel. Am Mittwoch (14.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) tritt die 31-Jährige aus Ruhpolding überraschend bereits an Position zwei an und will gemeinsam mit Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und der neuen Schlussläuferin Vanessa Voigt über 4 x 6 Kilometer eine Medaille gewinnen. In bislang drei Einzelrennen waren die deutschen Frauen leer ausgegangen, nur zum Auftakt mit der Mixedstaffel hatte es bislang Bronze in Südtirol gegeben.Preuß gab mögliche Medaillen bei den Winterspielen in Antholz mehrfach aus der Hand, weil sie im letzten Stehendschießen Nerven zeigte. Zuletzt vergab sie am Sonntag im Verfolgungsrennen mit zwei späten Strafrunden mindestens Bronze, noch mehr war sogar im Einzel möglich. Beide Male verpasste die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison das Podest. Vor ihrem Karriereende nach der Saison wird es für Preuß das letzte große Staffelrennen überhaupt.Über die Gründe für die Schießprobleme rätselte die Bayerin in Antholz selbst. „Es wackelt nur noch. Ich bin dann so angespannt und bekomme nicht mehr den Fokus auf das Wesentliche“, sagte sie nach der Verfolgung: „Dann geht einfach nichts mehr.“Vor vier Jahren in Peking hatte Deutschland mit Preuß die Bronzemedaille gewonnen, damals war sie an Position drei gelaufen. Im Weltcup war sie meist als Schlussläuferin gesetzt. 2002 hatte die Auswahl des Deutschen Skiverbandes in Salt Lake City letztmals Olympia-Gold gewonnen. (dpa)

Vor dem Olympia-Duell mit Deutschland hat Frankreich seinen Eishockey-Nationalspieler Pierre Crinon nach einer Schlägerei im Spiel gegen Kanada suspendiert. „Das provozierende Verhalten von Pierre Crinon beim Verlassen des Eises, obwohl er gerade wegen einer Schlägerei des Spiels verwiesen worden war, stellt einen eindeutigen Verstoß gegen den olympischen Geist dar und schadet zudem den Werten unseres Sports“, teilte der französische Verband FFHG mit.Aus diesem Grund „wurde in voller Übereinstimmung mit dem französischen Nationalen Olympischen Komitee die Entscheidung getroffen, ihn für die nächste(n) Partie(n) des olympischen Turniers nicht zuzulassen“, hieß es in dem Statement weiter. Der Verteidiger Crinon hatte sich bei der 2:10-Klatsche am Sonntag mit dem Kanadier Thomas Wilson geprügelt. Die Schiedsrichter mussten energisch eingreifen, um die beiden Spieler zu trennen.Im Play-off-Duell am Dienstagmittag (12.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) geht es für die in der Vorrunde punktlosen Franzosen wie für die deutsche Auswahl um Superstar Leon Draisaitl in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena um den Einzug ins olympische Viertelfinale.

Skistar Lindsey Vonn ist neun Tage nach ihrem folgenschweren Sturz bei den Olympischen Spielen in ihre Heimat zurückgekehrt. „Ich habe seit über einer Woche nicht mehr auf meinen Füßen gestanden... Seit meinem Rennen liege ich immobil in einem Krankenhausbett. Und obwohl ich noch nicht aufstehen kann, fühlt es sich großartig an, wieder auf heimischem Boden zu sein“, schrieb die US-Amerikanerin in der Nacht zu Dienstag auf ihrem Account bei der Plattform X.Nach vier Operationen an ihrem linken Bein bedankte Vonn sich abermals für die fürsorgliche Betreuung nach ihrer schweren Verletzung bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo. „Ein großes Dankeschön an alle in Italien, die sich so gut um mich gekümmert haben“, schrieb die 41-Jährige, die eine komplexe Fraktur des Schienbeins erlitten hatte und in der Klinik Ca’ Foncello in Treviso versorgt wurde.Mindestens einen weiteren chirurgischen Eingriff muss Vonn noch über sich ergehen lassen. Trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie war Vonn auf der Jagd nach Gold in Italien an den Start gegangen und nach nur 13 Sekunden auf der Olimpia delle Tofane gestürzt. Die Speed-Queen, die bis zu den Olympischen Spielen in der laufenden Saison zwei Weltcupsiege in der Abfahrt errungen hatte, wollte in Cortina ihren zweiten Olympiasieg nach 2010 schaffen. (dpa)

Der vorzeitige Abbruch des letzten olympischen Skisprung-Wettkampfs von Italien machte Horst Hüttel wütend. „Ich bin richtig, richtig sauer, weil es keiner von uns versteht“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV) nach dem bitteren vierten Platz von Philipp Raimund und Andreas Wellinger. Keine 17 Zentimeter fehlten auf der Großschanze von Predazzo am Ende umgerechnet auf Bronze.Wetter-Apps hätten angezeigt, dass der starke Schneefall als Hauptfaktor des Abbruchs schnell wieder aufhört. „Und diese Wetter-Apps muss auch die Fis haben“, sagte Hüttel mit Blick auf den Weltverband.

Wladyslaw Heraskewytsch ist nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben eigenen Angaben zufolge wieder zurück in der Ukraine. Der 27-jährige Ukrainer veröffentlichte ein Video, das ihn seinen Worten zufolge in Kiew zeigt. Er befinde sich vor der Sophienkathedrale, die in der Dunkelheit nicht hinter ihm zu erkennen ist. Heraskewytsch macht dafür die russischen Angriffe verantwortlich.Immer mehr russische Athleten kehrten in die internationale Arena zurück, während Ukrainer weiterhin in einer humanitären Katastrophe lebten, die durch russischen Beschuss ausgelöst werde, schrieb Heraskewytsch. Das Internationale Olympische Komitee mache sich praktisch zum Komplizen, wenn es bei der russischen Propaganda mitspiele. Er schrieb auch: „Trotz der Stromausfälle ist daheim immer noch der beste Ort.“Der 27-Jährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind. (dpa)

Die Eiskunstläufer Minerva Hase und Nikita Volodin haben bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Bronzemedaille gewonnen. Die deutschen Paarlauf-Europameister von 2025 patzten in der Kür und fielen mit 219,09 Punkten noch von Platz eins nach dem Kurzprogramm auf den dritten Rang zurück. Olympiasieger wurden dank einer beeindruckenden Aufholjagd und einer Traum-Kür die japanischen Weltmeister Riku Miura zbd Ryuichi Kihara mit 231,24 Zählern. Silber gewannen Anastasia Metelkina und Luka Berulawa aus Georgien mit 221,75 Punkten. Das zweite deutsche Paar, Annika Hocke und Robert Kunkel, landete mit 194,11 Punkten auf Platz zehn.Für Hase/Volodin ist Bronze die erste olympische Medaille und der bislang größte Erfolg der Karriere. Allerdings war sogar Gold greifbar. 4,55 Punkte betrug der Vorsprung nach einem fehlerfreien Kurzprogramm auf Metelkina/Berulawa. Doch in der Kür konnten die beiden Sechsundzwanzigjährigen ihren Vorsprung nicht halten. (dpa)

Laura Nolte hat ihren ersten Olympiasieg im Monobob auf dramatische Weise verpasst. In einem Krimi musste die 27 Jahre alte Weltcup-Dominatorin im vierten Lauf noch die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor vorbeiziehen lassen und gewann mit 0,04 Sekunden Rückstand Silber. Dritte in Cortina d'Ampezzo wurde Peking-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries aus den USA.Für die deutschen Schlittensportler ist es dennoch die zwölfte Medaille im neunten Rennen der Winterspiele und für Nolte die zweite ihrer Karriere: Vor vier Jahren in Peking war sie mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. In Cortina eröffnete sie nun die deutschen Bob-Festspiele, die sich höchstwahrscheinlich schon am Dienstag fortsetzen werden: Im Zweier der Männer führt Johannes Lochner zur Halbzeit vor den Landsleuten Francesco Friedrich und Adam Ammour.Für die in Frankfurt am Main lebende Ausnahmepilotin ist es dennoch eine weitere Enttäuschung in dieser Disziplin, nachdem sie bei der olympischen Premiere des kleinen Frauen-Schlittens in Peking nur Vierte geworden war. Sie führte in Cortina nach jedem der ersten drei Läufe, die bereits 41 Jahre alte Meyers Taylor fuhr an einem überragenden Tag aber noch nach vorne und krönte sich zur ältesten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte. Für die US-Amerikanerin ist es die sechste Olympiamedaille, aber das erste Gold.Nolte will nun im Zweier am Freitag und Samstag zurückschlagen. Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi ist sie nach fünf Siegen in sieben Weltcup-Rennen die Topfavoritin.Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen, Olympiasiegerin im Zweier als Anschieberin von Mariama Jamanka in Pyeongchang 2018, wurde mit deutlichem Rückstand auf das Podium Vierte. Kim Kalicki aus Wiesbaden kam mit der anspruchsvollen Bahn überhaupt nicht zurecht und hatte als 15. mit der Entscheidung nichts zu tun. Im Monobob wird mit Einheitsschlitten gefahren, weshalb die Weltspitze im Vergleich zum Zweier deutlich enger beieinander liegt. In Peking war das erfolgsverwöhnte deutsche Team in der damals neu eingeführten Disziplin komplett leer ausgegangen. (sid)

Die Skispringer Philipp Raimund und Andreas Wellinger haben eine Medaille zum Olympia-Abschluss beim vorzeitig abgebrochenen Wettkampf im Super Team knapp verpasst. Normalschanzen-Olympiasieger Raimund und Wellinger belegten auf der Großschanze in Predazzo den vierten Platz. Gold gewannen die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher. Silber sicherten sich Pawel Wasek und Kacper Tomasiak aus Polen, Bronze ging an das norwegische Duo Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal.Der Wettbewerb wurde im laufenden dritten und letzten Durchgang bei starkem Schneefall abgebrochen, damit wurde das Ergebnis nach zwei Durchgängen gewertet. So fehlten dem deutschen Duo nur 0,3 Punkte auf Bronze, das sind umgerechnet knapp 17 Zentimeter. Raimund dürfte die Winterspiele trotzdem in guter Erinnerung behalten. Der 25-Jährige war nach Italien gereist, ohne jemals im Weltcup gewonnen zu haben. Mit Gold fährt er wieder nach Hause.Raimunds Triumph lenkt ein wenig von den ansonsten aus deutscher Sicht enttäuschenden Skisprung-Wettbewerben ab. Weder die Männer noch die Frauen schafften es in weiteren Wettkämpfen auf das Podest. Nur eine Medaille bei Winterspielen für die deutschen Skispringer hatte es zuletzt 2010 in Kanada gegeben. Damals holte die Mannschaft um Martin Schmitt Silber im Teamspringen.Das Super Team wurde im Val di Fiemme erstmals bei Winterspielen ausgetragen. Statt durch vier Athleten, wie im traditionellen Mannschaftswettbewerb, wurde jede Nation nur durch zwei Sportler vertreten. Die Springer der besten Nationen absolvierten jeweils drei Sprünge. (dpa)