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20.02.2026
15:03 Uhr
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Schlechtestes Biathlon-Abschneiden droht +++ Daniela Maier gewinnt Goldmedaille im Skicross +++ deutsche Fahnenträger für Abschlussfeier stehen fest +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Bei den Olympischen Winterspielen in Livigno hat der nächste schwere Sturz in der Halfpipe für Entsetzen gesorgt. Der neuseeländische Ski-Freestyler Finley Melville Ives fiel bei der Landung nach einem Trick hart auf die Eisröhre und schlug auch mit dem Kopf auf. Helfer versorgten den 19-Jährigen, er wurde nach sechs Minuten unter dem Applaus der Zuschauer mit einer Trage aus dem Zielbereich gefahren. Sein Teamkollege Gustav Legnavsky weinte am Start und wurde von einem Konkurrenten getröstet. „Ihm geht es okay. Er war k.-o., er ist jetzt bei Bewusstsein und spricht. Er wird komplett durchgecheckt“, sagte Neuseelands Trainer Tom Willmott über Melville Ives. „Er wird wieder zurückkommen, er ist ein Kämpfer.“ Die Qualifikation für das Finale am Abend wurde fortgesetzt. Dort wird Mitfavorit Melville Ives nicht dabei sein, auch im ersten von zwei Qualifikationsläufen war er gestürzt.Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrere heftige Stürze in der Halfpipe gegeben. Am Donnerstagabend war Cassie Sharpe, kanadische Freestyle-Olympiasiegerin von 2018, auf den Kopf geschlagen und rund zehn Minuten lang behandelt worden. Sie sei in einem „stabilen Zustand“, teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.Zudem hatte sich der australische Snowboarder Cameron Bolton bei einem Sturz zwei Halswirbel gebrochen. (dpa)
Lindsey Vonn ist abermals erfolgreich an ihrem schwer verletzten linken Bein operiert worden. Der Eingriff habe „etwas mehr als sechs Stunden“ gedauert, schrieb die US-Amerikanerin am Freitag bei Instagram, der behandelnde Arzt habe einen „unglaublichen Job“ gemacht.Das belegt Vonn mit Röntgenbildern, die zahlreiche Schrauben in ihrem Bein zeigen. Wegen der Schwere des Eingriffs müsse sie noch ein wenig in der Klinik bleiben, berichtete Vonn, es gehe in „Babyschritten“ vorwärts. Was genau bei dem Eingriff passiert sei und was das bedeute, wolle sie „bald“ erklären.Die 41-Jährige war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt und hatte sich bereits in Italien mehreren Operationen unterziehen müssen. Inzwischen wurde sie in ihre Heimat überführt. Dass dort weitere Eingriffe erfolgen würden, hatte sie angekündigt. (sid)
Dass manche ihrer Jubelfotos einen kleinen Makel hatten, konnte Olympiasiegerin Daniela Maier leicht verschmerzen. „Das sieht man?“, fragte die Schwarzwälderin nach ihrem Triumph im Skicross und klärte lachend auf, was ihre Zunge so rot gefärbt hatte. „Ich war davor ja ein bisschen krank und musste einfach schauen, dass ich den Hals ein bisschen geschmeidig halte. Deswegen gab es ein paar Halslutschtabletten.“Runde für Runde hatte sich die 29-Jährige am Freitag im Livigno Snow Park vor der Konkurrenz behauptet und sich im Finale schließlich vor der Schweizerin Fanny Smith und der Schwedin Sandra Näslund durchgesetzt. Dabei war Maier geschwächt von ihrer Erkältung in den Tag gestartet: „Nach dem Seeding Run hat sich die Lunge gemeldet“, erzählte Maier, „es war sau anstrengend. Ich musste schauen, dass ich mich mit Halslutschtabletten gut versorge.“ Das habe „gut geklappt“, sagte sie erleichtert. Den Beweis trug sie um den Hals – und auf der Zunge. (sid)
Das IOC will sich mit dem Auftritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der ersten Sitzung des umstrittenen Friedensrats von US-Präsident Donald Trump befassen. „Wir werden uns das anschauen und zur angeblichen Unterzeichnung von Dokumenten recherchieren“, sagte Kirsty Coventry, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, am Rande der Winterspiele in Mailand. Infantino, der als Fußball-Weltverbandschef auch IOC-Mitglied ist, hatte am Vortag „eine echte Partnerschaft“ zwischen Trumps Friedensrat und der FIFA verkündet.Die IOC-Chefin sagte, sie habe zu dem Thema „nicht viel zu sagen“, weil sie noch nichts von der Sache gehört habe. Sie verwies darauf, dass die olympische Dachorganisation sich weiter politisch neutral verhalten werde. „Ich denke, das ist der einzige Weg für uns als Organisation, Fairness an den Wettkampfstätten zu ermöglichen“, sagte Coventry. Auf Nachfrage betonte sie: „Die olympische Charta ist sehr klar, was von den Mitgliedern erwartet wird.“ Infantino hatte bei der ersten Zusammenkunft des von Trump gegründeten Friedensrats vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. „Jeder muss den Frieden unterstützen“, sagte der Schweizer bei seiner kurzen Rede.Danach zeigte er einen Werbespot, in dem es hieß, dass im Gazastreifen unter anderem Spielfelder sowie ein Stadion für bis zu 25.000 Zuschauer gebaut werden sollen. Trump sagte, die FIFA werde helfen, 75 Millionen Dollar (63,6 Millionen Euro) für Projekte in Gaza zu sammeln, die mit Fußball zu tun haben sollen. (dpa)
Gegen die große Flotte von „Air China“ war auch „Swiss Air“ ohne Chance. Beim Aerials-Finale der Männer war der Luftraum über den gewaltigen Kickern nahezu vollständig belegt von den Springern aus China. Dem Schweizer Noe Roth, der zuletzt zweimal WM-Gold gewonnen hatte, blieb mit knappen 1,02 Punkten Rückstand auf Olympiasieger Wang Xindi immerhin die Silbermedaille.Vier Chinesen standen in Livigno im olympischen Finale der besten sechs, der 30 Jahre alte Wang, der zuvor nur viermal im Weltcup auf Platz eins gelandet war, sprang und flog dabei überraschend zu Gold. Bei seinen beiden bisherigen Olympia-Teilnahmen 2022 und 2018 war er jeweils nur 14. geworden. Bronze gewann Wangs Landsmann Li Tianma vor Teamkollege Sun Siaxu. Qi Guangpu, vierter Vertreter des chinesischen Aerials-Quartetts und Olympiasieger in Peking vor vier Jahren, belegte hinter dem Schweizer WM-Dritten Pirmin Werner den sechsten Rang. Bei den Frauen hatte Xu Mengtao aus China wie 2022 Gold gewonnen. (sid)
Die deutschen Biathlon-Männer sind auch im letzten Rennen der Olympischen Winterspiele knapp ohne Medaille geblieben. Zum Abschluss belegte Philipp Horn im Massenstart den vierten Platz, dem Thüringer fehlten 9,9 Sekunden zu Bronze. In Antholz leistete sich der 31-Jährige nur eine Strafrunde und landete 35,5 Sekunden hinter Olympiasieger Johannes Dale-Skjevdal aus Norwegen. Silber ging an Sturla Holm Laegreid aus Norwegen vor Quentin Fillon Maillet aus Frankreich. Horn lag nach dem letzten Schießen noch auf dem dritten Platz, wurde aber auf der Schlussrunde von Fillon Maillet überholt. Vor dem abschließenden Massenstart der Frauen am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) hat das deutsche Biathlon-Team insgesamt nur eine Medaille gewonnen. Bleibt es auch nach elf Wettbewerben bei Bronze in der Mixed-Staffel, wäre das schwächste deutsche Abschneiden bei Olympia perfekt. Seit Frauen und Männer bei Winterspielen 1992 gemeinsam antreten, hatte es zuvor immer mindestens zweimal für das Podest gereicht. Die besten Ergebnisse der Männer in Italien waren Rang vier mit der Staffel, Rang vier durch Horn zum Abschluss und der fünfte Platz von Philipp Nawrath im Einzel über 20 Kilometer. Die bislang letzte deutsche Medaille in einem Individualwettbewerb hatte Simon Schempp 2018 mit Silber im Massenstart gewonnen. Bei den Spielen in Südkorea gab es durch Arnd Peiffer im Sprint auch das bislang letzte Männer-Gold für den Deutschen Skiverband. (dpa)
Angesichts der schlechten Ausbeute des deutschen Biathlon-Teams bei den Olympischen Winterspielen hat Sportdirektor Felix Bitterling den zunehmenden Hass in den sozialen Medien angeprangert. „Was nicht hilft und das nimmt leider zu, ist, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln“, sagte Bitterling im ZDF.Die Athletinnen und Athleten sowie ihn treffe es in allererster Linie. „Das ist total inakzeptabel, unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und man kann uns auch sportlich gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau“, ergänzte der nach dem Saisonende zum Weltverband IBU wechselnde Bitterling.Vor den abschließenden Massenstarts hat das deutsche Team erst eine Bronzemedaille zum Auftakt in der Mixed-Staffel auf dem Konto. Es droht das schlechteste Abschneiden bei Winterspielen jemals. (dpa)
Erst küsste Daniela Maier freudestrahlend ihre Goldmedaille, ehe ihr bei der deutschen Hymne die Tränen über das Gesicht liefen: Dank einer herausragenden Leistung hat sich Maier zur ersten deutschen Olympiasiegerin im Skicross gekrönt. Vier Jahre nach dem Bronze-Drama von Peking setzte sich die 29-Jährige bei den Winterspielen in Italien im Finale souverän durch. Sie verwies Fanny Smith aus der Schweiz und die Schwedin Sandra Näslund auf die weiteren Medaillenplätze und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere. „Es ist surreal, ich habe das wirklich erst auf dem Podium realisiert, als ich die Medaille umgehängt bekommen habe. Ich werde noch ein bisschen brauchen, bis ich das wirklich realisiere“, sagte Maier, die die erste deutsche Medaille im Livigno Snow Park gewann, im ZDF. 2022 in Peking hatte sie mit Bronze für die erste deutsche Ski-Cross-Medaille überhaupt gesorgt. Maier, die zuletzt gesundheitlich leicht angeschlagen war, kam gut in den Wettkampf und entschied die Qualifikation für sich. Auch in den K.-o.-Runden, in der jeweils die beiden schnellsten von vier Läuferinnen weiterkamen, hinterließ sie einen sehr starken Eindruck – getragen von der Euphorie aus den jüngsten Erfolgen bei zwei der zurückliegenden drei Weltcups. In allen vier Läufen war sie von Beginn an in Führung und verteidigte ihren Vorsprung bis ins Ziel. Maier ist nun auf dem sportlichen Höhepunkt angekommen und wurde damit auch für ihr Durchhaltevermögen belohnt. Denn in ihrer Karriere musste die Schwarzwälderin einige schwere Verletzungen durchmachen. So waren nach einem Knorpelschaden im Knie im Februar 2017 drei Operationen nötig, Maier verpasste die gesamte Saison 2017/18. Im Januar 2024 musste sie nach einem Syndesmoseriss im Fuß operiert werden und fiel erneut mehrere Monate aus. „Ich bin froh, dass ich durchgehalten und nie aufgegeben habe, mich immer wieder aufgerappelt habe und aufgestanden bin“, sagte Maier, die vor allem ihrem Umfeld dankte – und dabei wieder mit den Tränen zu kämpfen hatte. Wie sie nun feiert? Eine Freundin sollte eigentlich schon mit einem Aperol im Zielraum stehen. „Den hat sie jetzt leider nicht hineingebracht. Aber ich hoffe, dass es einige Aperol-Liter geben wird“, sagte Maier. Anders als 2022 in Peking konnte Maier ihren Erfolg nun von Beginn an genießen. Vor vier Jahren hatte Maier noch eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Denn damals war zunächst Smith auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, einen Rang vor Maier. Der Bronzerang wurde der Schweizerin nach einem minutenlangen Videostudium jedoch aberkannt. Nach Meinung der Jury war Maier von ihrer Konkurrentin behindert worden. Aber Smith klagte dagegen und Maier wusste lange nicht, ob sie die Medaille behalten darf. Erst nach einer monatelangen Zitterpartie entschied der Internationale Sportgerichtshof Cas, dass sowohl Maier als auch Smith Bronze bekommen sollen. Für die anderen deutschen Starterinnen Luisa Klapprott, Leonie Bachl-Staudinger und Veronika Redder war bereits im Achtelfinale Schluss. Doch auch sie feierten bei der Siegerehrung mit Maier. (dpa)
Die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntagabend in Verona als Fahnenträger das deutsche Team anführen. „Was sie geschaffen haben, bleibt für immer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient“, sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wendl und Arlt hatten bei ihren letzten olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel geholt. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. „Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können“, sagte Weikert. (dpa)
Skicrosserin Daniela Maier hat im Platzierungslauf am Freitagvormittag die beste Zeit erreicht und damit die Hoffnungen auf eine Medaille genährt. Die Olympiadritte von 2022 war bei ihrer Fahrt 0,21 Sekunden schneller als die große Goldfavoritin Sandra Näslund aus Schweden, die vor vier Jahren in Peking gewonnen hatte. Anhand der Zeiten aus dem Platzierungslauf, den jede der 32 Teilnehmerinnen alleine bestreitet, werden die Vierergruppen für das Achtelfinale (ab 12.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und bei Eurosport) zusammengesetzt. Jeweils die ersten beiden kommen eine Runde weiter. Maier und Näslund können damit frühestens beim Kampf um die Medaillen oder im „kleinen Finale“ aufeinandertreffen. Im Achtelfinale bekommt es Maier zunächst unter anderem mit Teamkollegin Luisa Klapproth (16. im Platzierungslauf) zu tun, Veronika Redder (15.) fährt in der ersten Runde unter anderem gegen Näslund. Vierte Deutsche ist Leonie Staudl-Bachinger (19.). (sid)
Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. „Das ukrainische Paralympics-Team und das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine boykottieren die Eröffnungsfeier der 14. Paralympischen Winterspiele und fordern, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 nicht verwendet wird“, schrieb das Ukrainische Paralympische Komitee in einem am Freitag veröffentlichten Statement. Zuvor hatten bereits ukrainische Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Die Ukraine fühlt sich angesichts der Teilnahme von Russen und Belarussen unter eigener Flagge an den Winterspielen verraten. Für die Wettkämpfe werde man nach eigenen Angaben dennoch mit einer Delegation von 36 Sportlerinnen und Sportlern, 22 Trainern sowie weiteren Betreuern nach Norditalien reisen. „Wir werden für die sportlichen Siege der ukrainischen Athleten bei den XIV. Paralympischen Winterspielen kämpfen und uns gemeinsam mit Athleten anderer Länder für die Grundsätze der Gerechtigkeit im paralympischen Sport einsetzen“, hieß es in dem Statement. Gleichzeitig sei man „allen Ländern Europas und der Welt dankbar für ihre Solidarität im Kampf gegen die militärische Aggression Russlands und seine Drohungen gegenüber europäischen Ländern“. Sechs russische und vier belarussische Sportlerinnen und Sportler waren am Dienstag bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze für die Paralympics zugelassen worden. Da die Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) Ende September vergangenen Jahres die Suspendierung der beiden Nationen überraschend aufgehoben hatte, dürfen sie unter eigener Flagge samt Vorführung nationaler Embleme sowie Abspielen der eigenen Hymne antreten. Man rufe das IPC dazu auf, „sich an die hohen Ideale der internationalen Paralympischen Bewegung zu erinnern“, so das Ukrainische Paralympische Komitee, „und den politischen Einfluss eines Landes zu stoppen, das die Welt in Richtung eines dritten Weltkriegs treibt“. Russland und Belarus waren seit Beginn des Angriffskrieges 2022 auf die Ukraine aus dem Weltsport ausgeschlossen. Neben dem Parasport wird auch in der olympischen Welt verstärkt über die Wiederzulassung der beiden kriegstreibenden Nationen diskutiert. (sid)
Nach ihrem heftigen Sturz in der Qualifikation für das olympische Halfpipe-Finale befindet sich Ski-Freestylerin Cassie Sharpe in einem „stabilen Zustand“. Dies teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.Die 33 Jahre alte Olympiasiegerin von 2018 fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde zunächst behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert.Schon bei den Snowboard-Wettbewerben in der Halfpipe von Livigno war es mehrfach zu schweren Stürzen gekommen. Der Australier Cameron Bolton brach sich dabei zwei Halswirbel. (dpa)
Nach bislang bitteren Winterspielen für Franziska Preuß traut Biathlon-Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bø der Deutschen im letzten Olympia-Rennen ihrer Karriere viel zu. „Ich glaube an eine Medaille für Franzi im Massenstart, das tue ich wirklich“, sagte der 32-Jährige in einem Interview des TV-Senders Sport1. Und was würde der Norweger der Bayerin für den letzten großen Wettbewerb ihrer Laufbahn am Samstag (14.15 Uhr) mitgeben? „Ich würde Franzi einfach viel Glück wünschen und sagen: Entspann dich, habe Spaß“, sagte der fünfmalige Olympiasieger.Preuß muss ein Fehlschuss-Drama in der Frauenstaffel verkraften. In Führung liegend hatte sie am Mittwoch eine Strafrunde geschossen und dem Team eine mögliche Medaille gekostet. Wieder versagten der Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison im entscheidenden Moment die Nerven, Ähnliches geschah schon durch bittere Fehler im letzten Stehendschießen im olympischen Einzel und der Verfolgung. Tief enttäuscht und mit Tränen in den Augen hatte die 31-Jährige nach der Staffel wortlos die Arena verlassen. Es reichte nur zu Platz vier.In bislang neun Olympia-Rennen reichte es nur in der Mixed-Staffel zu einmal Bronze für Deutschlands Biathletinnen und Biathleten in Südtirol. „Ich bin sehr enttäuscht von den Deutschen. Sowohl die Damen als auch die Herren waren nicht gut genug“, sagte der einstige Dominator Bø, der seine Laufbahn nach der vergangenen Saison beendete: „Norwegen und Frankreich haben inzwischen einen großen Vorsprung auf die anderen Nationen.“Nur eine Bronzemedaille sei „traurig“, sagte Bø, „weil es ein wichtiges Land für den Biathlon-Sport ist. Dort ist Biathlon am populärsten. Es ist wichtig für uns, Deutschland auf dem Podium zu haben“. Preuß, die am Saisonende aufhören will, sei zwar mehrfach nah dran gewesen, schaffte es in den Einzelrennen aber bisher nicht wie erträumt aufs Treppchen. „Das ist auch der Grund, warum wir Biathlon lieben, aber wenn es am Ende nicht gut für dich ausgeht, dann ist es eine der schlimmsten Sportarten“, sagte Bø: „Sie müssen in Deutschland irgendeine Art von Veränderung vornehmen, um zurückzukommen, denn wir wissen, dass sie die Möglichkeiten dazu haben.“ (dpa)
US-Eiskunstläuferin Alysa Liu hat sich nicht einmal zwei Jahre nach ihrem Comeback mit dem Olympiasieg bei den Winterspielen in Italien gekrönt. Die 20 Jahre alte Weltmeisterin verbesserte sich dank einer nahezu perfekten Kür vom dritten auf den ersten Rang. „Ich kann das einfach nicht fassen. Das ist unmöglich“, sagte die US-Amerikanerin nach ihrem Triumph in Mailand zu ihren Trainern. Zweite wurde die Japanerin Kaori Sakamoto vor ihrer Teamkollegin Ami Nakai, die mit 17 Jahren ihr olympisches Debüt feierte. Für Sakamoto, die bereits vor vier Jahren Bronze gewann, war der Auftritt in Italien der Abschied von der olympischen Bühne. Nach der Saison beendet sie ihre Karriere.Doch Liu stahl den beiden Asiatinnen die Show. Sie ist die erste amerikanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin bei den Frauen seit Sarah Hughes 2002 in Salt Lake City. „Es war so schön, ihre Freude zu sehen, ihre Unbeschwertheit. Sie hat ihre Sprünge mit ganz großer Sicherheit gezeigt“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. „Es war eine sehr gute Konkurrenz, nicht so ein Sturzfestival wie bei den Männern.“2022 hatte Liu als damals 16-Jährige überraschend entschieden, ihre Karriere zu beenden. Zur Saison 2024/2025 kehrte sie dann zurück und wurde auf Anhieb Weltmeisterin. Nun krönte sie sich vor den Augen von Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin endgültig.Die amerikanische Meisterin Amber Glenn, die im Kurzprogramm noch schwer gepatzt hatte, verbesserte sich noch vom 13. auf den 5. Platz. Für eine Medaille reichte es trotz der drittbesten Kür aber nicht.Für Deutschland war keine Läuferin dabei, eine in Deutschland gebürtige Sportlerin nahm trotzdem teil. Die für Rumänien startende Julia Sauter belegte den 17. Rang. Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie in Deutschland aus dem Kader sortiert, weil sie keine zwei verschiedenen Dreifachsprünge beherrschte. In der Kür sprang sie insgesamt sechs Dreifachsprünge, davon vier verschiedene. „Ich unterstütze unsere deutschen Läufer, ich wohne in Deutschland. Ich liebe unsere deutschen Paare und ich feuere die genauso an, aber für meine Karriere ist es das Land Rumänien“, sagte Sauter, die in Baden-Württemberg geboren wurde. (dpa)