FAZ 13.02.2026
12:10 Uhr

Liveblog Olympia 2026: „Heikle Situation bewältigt“: Chefarzt spricht über Vonn


Mediziner gibt Einblick in Behandlung +++ Olympiasieger erzählt Anekdote mit Bundeskanzler +++ Achtes Gold für Norwegens Star +++ Schreck vor Coup der Rodler +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: „Heikle Situation bewältigt“: Chefarzt spricht über Vonn

Snowboardcross-Fahrerin Jana Fischer haben nur Zentimeter gefehlt, um das Halbfinale der Olympischen Winterspiele in Italien zu erreichen. Die 26-Jährige wurde in ihrem Lauf Dritte und verpasste im Fotofinish das Weiterkommen. Im Zielbereich schlug sie sich enttäuscht mit der flachen Hand auf den Helm. „Ich wusste schon, dass meine Starts nicht die allerbesten sind. Ich hatte eigentlich einen guten Plan, der hätte auch klappen können, wenn ich nicht vor der letzten Kurve ein bisschen weit geflogen wäre. So hat es halt leider nicht gereicht, ein bisschen enttäuschend“, sagte Fischer, die mit dem zehnten Platz in der Qualifikation in den Tag gestartet war. Im Achtelfinale war sie als Zweite in die nächste Runde gekommen, ehe sie gegenüber der Französin Lea Casta und Pia Zerkhold aus Österreich das Nachsehen hatte. Die Goldmedaille sicherte sich Josie Baff aus Australien. Silber ging an die Tschechin Eva Adamczykova, Michela Moioli gewann vor heimischer Kulisse Bronze. Fischer hat am Sonntag (ab 13.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) noch die Möglichkeit auf Edelmetall. Zusammen mit Leon Ulbricht startet sie im Mixed-Teamwettbewerb. „Da geben wir noch einmal alles“, versprach Fischer. (dpa)

Die deutschen Biathleten sind auch im zweiten Einzelrennen ohne Medaille geblieben. Philipp Horn landete nach einem Fehler mit dem letzten Schuss als Bester eines Quartetts mit 1:09,2 Minuten Rückstand auf dem zehnten Platz. Ohne die späte Strafrunde hätte der 31-Jährige beim beeindruckenden Olympiasieg des fehlerfreien Franzosen Quentin Fillon Maillet zwar noch etwas weiter vorn landen können, die Medaillen waren aber außer Reichweite. Silber sicherte sich der Norweger Vetle Sjastad Christiansen, dessen ebenfalls fehlerfreier Landsmann Sturla Holm Laegreid gewann wie schon im Einzel Bronze. Der 28-jährige Laegreid hatte nach seiner ersten Medaille mit einem Interview für Aufsehen gesorgt, als er vor TV-Kameras einen Seitensprung beichtete.An seinem 33. Geburtstag leistete sich Philipp Nawrath, der im Einzel am Dienstag noch Fünfter geworden war, drei Strafrunden und musste sich mit einem Platz außerhalb der Top 20 begnügen. Mit einem Rückstand von 1:52,9 Minuten hat der Bayer auch in der Verfolgung am Sonntag kaum Chancen auf eine Medaille. Auch Justus Strelow (1 Fehler) und David Zobel (0) konnten trotz starker Schießleistungen nicht um die vorderen Sprint-Plätze mitmischen.Die bislang letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Männer hatte Arnd Peiffer mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. Vor vier Jahren in Peking war Benedikt Doll beim Olympiasieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö als Achter der beste Deutsche gewesen.Die deutschen Frauen kämpfen am Samstag im Sprint um die nächsten Medaillen. Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß gehört wieder zu den Mitfavoritinnen und führt das Quartett an, zu dem auch die Einzel-Vierte Vanessa Voigt sowie Janina Hettich-Walz und Olympia-Debütantin Julia Tannheimer gehören. (dpa)

Nach der umstrittenen Eistanz-Entscheidung zugunsten der Franzosen Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron sorgen die Wertungen einer Landsfrau weiter für Wirbel. Bei der französischen Preisrichterin Jézabel Dabouis gab es deutliche Abweichungen vom Jury-Durchschnitt.Fournier Beaudry und Cizeron hatten am Mittwochabend trotz eines großen Patzers beim Twizzle – einer schnellen Drehung auf einem Bein – den Olympiasieg geholt und lagen damit 0,83 Punkte vor den Topfavoriten Madison Chock und Evan Bates aus den USA.Dabouis hatte das siegreiche französische Duo auffällig besser bewertet als die acht anderen Preisrichterinnen und Preisrichter und Chock/Bates auffällig schlechter. Von den neun Juroren sahen fünf das amerikanische Paar vorn, doch wegen der extremen Abweichungen brachte dies Chock/Bates nichts. Schon im Laufe der Saison war Dabouis laut Medienberichten immer wieder mit großen Abweichungen aufgefallen.„Immer wenn die Öffentlichkeit die Ergebnisse nicht versteht, schadet das unserem Sport“, sagte Chock. „Ich denke, es ist schwer, Fans zu halten, wenn es schwierig ist zu verstehen, was auf dem Eis passiert. Die Leute müssen verstehen, wofür sie jubeln, und sich sicher fühlen können in dem Sport, den sie unterstützen.“Inzwischen gibt es eine an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Internationale Eislaufunion ISU gerichtete Online-Petition, die mit Stand von Freitagmittag mehr als 13.000 Menschen unterschrieben haben. Die Unterstützung der Fans sei unglaublich, betonte Bates.Der Eislauf-Weltverband wehrt sich. „Es ist normal, dass es innerhalb eines Panels unterschiedliche Wertungen gibt, und es existieren verschiedene Mechanismen, um diese Abweichungen zu mildern“, wurde die ISU von der US-Nachrichtenagentur Associated Press zitiert. Gleichzeitig betonte der Dachverband sein „vollstes Vertrauen in die vergebenen Punktzahlen“ und seine „vollständige Verpflichtung zu Fairness“. (dpa)

Snowboardcross-Fahrerin Jana Fischer haben nur Zentimeter gefehlt, um das Halbfinale zu erreichen. Die 26-Jährige wurde in ihrem Lauf Dritte und verpasste im Fotofinish das Weiterkommen. Im Zielbereich schlug sie sich enttäuscht mit der flachen Hand auf den Helm.Fischer war mit dem zehnten Platz in der Qualifikation in den Tag gestartet. Im Achtelfinale war sie als Zweite in die nächste Runde gekommen, ehe sie gegenüber der Französin Lea Casta und Pia Zerkhold aus Österreich das Nachsehen hatte. Fischer hat aber am Sonntag (ab 13.45 Uhr) noch die Möglichkeit auf eine Medaille. Zusammen mit Leon Ulbricht startet sie im Mixed-Teamwettbewerb. (dpa)

Der norwegische Skilanglauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo hat sein achtes Olympia-Gold gewonnen und damit zu den Rekordsiegern bei Winterspielen aufgeschlossen. Der 29-Jährige setzte sich im Rennen über zehn Kilometer in der freien Technik vor dem Franzosen Mathis Desloges durch. Bronze ging an Klaebos Landsmann Einar Hedegart, der lange auf Siegkurs gelegen hatte. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte Hedegart in einem packenden Rennen noch vorne gelegen, brach dann aber noch ein.„Ich habe noch nie in dieser Disziplin gewonnen, das Rennen war sehr lange in meinem Kopf. Das bei Olympia zu schaffen, ist der Wahnsinn. Ich war sehr motiviert, es hier zu schaffen. Heute war ich an der Reihe“, sagte Klaebo in der ARD.Klaebo hat nun genau wie seine norwegischen Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) achtmal Gold gewonnen. Alle drei sammelten zudem jeweils viermal Silber. Damit liegen sie in der Rangliste noch vor Klaebo, der einmal bei Winterspielen Zweiter wurde. Björgen, Björndalen und Dählie haben ihre Karrieren allerdings bereits beendet. Klaebo hat in Italien derweil weitere große Gold-Chancen. Siegt er noch einmal, würde er sich alleine an die Spitze setzen. Die deutschen Starter hatten mit dem Kampf um die vorderen Plätze wie erwartet nichts zu tun. Aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder schaffte es keiner unter die besten 20 Athleten. (dpa)

Die deutsche Freeski-Athletin Muriel Mohr bekommt wohl doch noch ihren Einsatz. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Freitag mitteilte, ist die 19-Jährige nach ihrer Verletzung, die sie sich vergangene Woche im Slopestyle-Training zugezogen hatte, wieder in Livigno ins Schneetraining eingestiegen. „Sollte sich alles so weiterentwickeln wie bisher, möchte ich bei der Big-Air-Qualifikation an den Start gehen“, wurde Mohr zitiert.Die Qualifikation wird am Samstag um 19.30 Uhr ausgetragen, das Finale findet am Montag um 19.30 Uhr statt. Am Freitag steht um 18.30 Uhr bereits das offizielle Training an. Für ihren Start hatte Mohr zuvor grünes Licht von ihren betreuenden Ärzten in München erhalten.In der vergangenen Woche war bei Mohr nach einer missglückten Landung im Slopestyle-Training ein kleiner eingeklemmter Meniskuslappen im linken Knie diagnostiziert worden. Die Quali in dieser Disziplin verpasste Mohr, die es trotz eines Kreuzbandrisses vor knapp einem Jahr zu den Spielen geschafft hatte, deshalb. Nach einem „kleinen arthroskopischen Eingriff vergangene Woche“ sei die Rehabilitation „komplikationslos und nach Plan“ verlaufen, erklärte Operateur Manuel Köhne. Mohrs Knie sei „stabil und voll belastbar.“ (dpa)

Skurriler Zensurvorwurf gegen das italienische Fernsehen: Der öffentlich-rechtliche Sender RAI steht wegen der Darstellung von Leonardo da Vincis Vitruvianischem Menschen in der Kritik. Ursache der Empörung ist der retuschierte Genitalbereich des Kunstwerkes. In einem Vorspann zu den Livesendungen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ist dieser Tage die originale Zeichnung in einer Animation nicht vollends originalgetreu – sondern ohne Penis und Hoden dargestellt.Ein Umstand, der die stolze Kulturnation erzürnt – und nun zum Politikum wird: So stellte die stärkste italienische Oppositionspartei, die Partito Democratico (PD), bereits eine parlamentarische Anfrage an den Kulturminister Alessandro Giuli, um zu klären, ob für den Sender die Nutzung des Bildes autorisiert war und ob Änderungen am Original zulässig gewesen seien. Erhitzte Gemüter gibt es zudem aufseiten der oppositionellen Fünf-Sterne-Bewegung. Der Vorfall sei die „rückständigste Wohnzimmerzensur, weil die Führungsspitze der RAI offenbar fürchtet, ein Penis könne Anstoß erregen“, so die linkspopulistische Partei.Der TV-Konzern hingegen wies sämtliche Vorwürfe unlängst in einer Mitteilung von sich – und sprach von einer „an den Haaren herbeigezogenen Kontroverse“. Vorspann und Grafikpaket stammten von Olympic Broadcasting Services, dem offiziellen Produktionsdienst des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).Alle Sender müssten die Inhalte unverändert ausstrahlen, dementsprechend könne RAI „diese Inhalte wie jeder andere Sender auch in keinster Weise verändern“.Ursächlich für die Zensur könnten die Richtlinien des IOC sein, die „explizit sexuelle Inhalte“ strengstens untersagen. (dpa)

Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds nun doch bei den Winterspielen in ihrer Heimat starten. Das entschied das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde Nado. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof Cas in Mailand dorthin verwiesen worden. Die 24-jährige Passler war gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem entsprechenden Antrag vorgegangen und hatte damit Erfolg.Passler hatte gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Nado positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen.Passler könnte bereits am Samstag im Sprint in ihrer Heimat antreten, wird das aber nicht machen. Italiens Verband teilte mit, dass sie ab Montag wieder mit ihren Teamkolleginnen trainieren wird. Auf jeden Fall wäre sie eine Kandidatin für die Frauen-Staffel am kommenden Mittwoch. Dort will Italien um die Stars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi nach einer Medaille greifen. „Es waren sehr schwierige Tage“, sagte Passler und fügte hinzu: „Jetzt kann ich mich endlich wieder voll und ganz auf Biathlon konzentrieren.“ (dpa)

Nach seinem Triumph im Einsitzer ist Rodel-Olympiasieger Max Langenhan ein Fauxpas passiert – und das ausgerechnet mit Kanzler Friedrich Merz. Wie der 26-Jährige nun in einem Instagram-Video nach dem Gold mit der Mixed-Staffel erzählte, wollte ihm der Regierungschef vor wenigen Tagen persönlich gratulieren. Doch daraus wurde nichts, wie Langenhan unter dem Gelächter seiner Gold-Teamkollegen launig zum Besten gab.Nach dem Erfolg am Sonntagabend erschien auf Langenhans Handy in den frühen Morgenstunden beim Warten auf seinen Shuttle plötzlich eine unbekannte Nummer. Weil sich der Thüringer aber gerade ein „cooles“ Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah und die Nummer nicht gespeichert hatte, „habe ich den Anruf weggewischt. Und es hat sich rausgestellt: Das war Friedrich Merz“, erzählte der 26-Jährige.Jetzt bat Langenhan um Entschuldigung. „Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir super leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz“, sagte Langenhan lachend.Nun lud er den Kanzler zum Rodeln ein – auf einen Doppelsitzer-Schlitten. Nach dpa-Informationen soll dies in der Eisarena in Winterberg passieren. Immerhin kommt Merz aus dem Hochsauerland, die Bahn liegt quasi um die Ecke. Erste Kontakte zum Bundeskanzleramt soll es schon geben. (dpa)

Julia Tannheimer gibt im Sprint der Biathletinnen ihre Olympia-Premiere. Die 20-Jährige zählt neben Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß, Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz zum Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) für das Rennen am Samstag in Antholz. Selina Grotian, die im Einzel am Mittwoch noch an den Start gegangen war, erhält dagegen eine Pause.Vor allem Preuß steht im letzten Olympia-Sprint ihrer Karriere unter großem Druck, will sich Deutschlands Sportlerin des Jahres schließlich noch ihren Traum von einer Einzelmedaille erfüllen. Sollte sich die Bayerin im Wettbewerb über 7,5 Kilometer einen Aussetzer erlauben, hätte das auch für die Verfolgung am Sonntag große Konsequenzen. Das letzte Individualrennen ist dann der abschließende Massenstart am 21. Februar. (dpa)

Kurzzeitig war der Gold-Coup in Gefahr und die deutschen Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt bangten mit ihrem Team um ihre Teilnahme an der Staffel. „Die Rumänen waren als erster Starter ja schon fertig. Und plötzlich hatte einer die Klinke an der Tür zum Starthaus in der Hand, sie war rausgefallen. Da dachten wir 20 Sekunden lang, wie kommen wir jetzt pünktlich zum Start“, berichtete Doppelsitzer Wendl. Doch der Rumäne nahm schnell Kontakt zu einem Trainer auf und löste das Malheur mit der herausgefallenen Klinke, in dem die Tür von Außen geöffnet wurde. So schafften es die Deutschen rechtzeitig zum Start und beendeten die olympischen Rodelwettbewerbe im Cortina Sliding Centre mit der dritten Goldmedaille bei den Winterspielen. (dpa)

Die Reise zu den Winterspielen in Italien ist einem kriminellen Eishockey-Fan aus der Slowakei zum Verhängnis geworden. Der 44 Jahre alte Mann wurde auf einem Campingplatz am Stadtrand von Mailand festgenommen, weil gegen ihn in Italien bereits seit 2010 ein Haftbefehl vorliegt. Damals war er wegen einer Serie von Diebstählen in Geschäfte von einem Gericht in Bozen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.Der Slowake, der sich für das Spiel der Slowakei gegen Finnland in der neuen Eishockey-Arena von Mailand bereits ein Trikot in den Nationalfarben angezogen hatte, wurde nach italienischen Medienberichten von der Festnahme völlig überrascht. Er wehrte sich auch nicht dagegen. Der nächste Weg führte ihn dann nicht in die Sporthalle, sondern ins Gefängnis: Dort muss er nun eine Reststrafe von fast einem Jahr verbüßen.Auf die Spur kam die Polizei dem Slowaken aus der Nähe von Bratislava, weil er sich mit seinem Namen ins Unterkunft-Melderegister eingetragen hatte. Das Spiel endete übrigens 4:1 für die Slowakei. (dpa)

Mehrere Europa-Abgeordnete positionieren sich gegen den Olympia-Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch. „Wir halten den Ausschluss von Wladyslaw Heraskewytsch und das Verbot des Helmes für falsch. Die Sanktionierung des Gedenkens birgt die Gefahr, selbst als politische Entscheidung wahrgenommen zu werden und damit den olympischen Gedanken zu untergraben“, schrieben rund 40 Abgeordnete des Europäischen Parlaments um Initiator Erik Marquardt (Grüne) in einem Brief an das Internationale Olympische Komitee. „Wir fordern das IOC daher dringend auf, diese Entscheidung zu überdenken.“Das IOC hatte den ukrainischen Skeletoni von den Wettbewerben in Italien ausgeschlossen. Heraskewytsch wollte mit einem Helm antreten, auf dem Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen sind, die infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ums Leben gekommen sind.„Eine Erinnerung an das Leid des Krieges und die in einem völkerrechtswidrigen Krieg getöteten Sportlerinnen und Sportler ist keine Propaganda oder politische Demonstration. Dieses Gedenken ist Ausdruck von Respekt und Erinnerung. Damit entspricht es dem Kern des olympischen Gedankens“, heißt es in dem Brief. Die rund 40 Abgeordneten kommen aus den Fraktionen der Grünen, Sozialdemokraten, Linken, Liberalen und der konservativen EVP, zu der auch CDU und CSU gehören. (dpa)

Angeführt von Leon Draisaitl ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erfolgreich in die Olympischen Winterspiele gestartet. Das nicht immer überzeugende Team von Bundestrainer Harold Kreis gewann am Donnerstagabend nach einem Blitzstart sein Auftaktspiel gegen Dänemark mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0).Der Top-Stürmer der Edmonton Oilers benötigte in seinem ersten DEB-Einsatz seit über sechs Jahren – und dem ersten auf olympischem Eis – nur 23 Sekunden für sein erstes Tor. Für die weiteren Treffer sorgte NHL-Profi Tim Stützle (25., 31.). Oscar Fisker Molgaard (14.) traf für Dänemark. In Mailand nehmen erstmals seit 2014 wieder die Stars der NHL am Olympia-Turnier teil. Draisaitl, der Routinier Moritz Müller als Kapitän abgelöst hat, ist beim DEB-Team einer von neun Profis aus Nordamerika – nie waren es mehr. Auch die zweite Partie gegen Lettland (Samstag, 12.10 Uhr) ist richtungsweisend, bevor es gegen Weltmeister USA (Sonntag, 21.10 Uhr) zum Gruppenfinale kommt. Die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite stehen direkt im Viertelfinale. Die weiteren Teams spielen die restlichen vier Viertelfinalplätze in einem Qualifikations-Play-off aus (sid).